Platzhalter für Profilbild

duceda

Lesejury Profi
offline

duceda ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit duceda über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2020

Leider nicht so meins

Die Perlenfarm
0

Zunächst zum Cover: Es gefällt mir sehr gut, und passt durch die Farben und das Bild zumindest zum Anfang des Buches sehr gut. Wiederum zum "zweiten" Teil des Buches passt es auch gut, da es auch etwas ...

Zunächst zum Cover: Es gefällt mir sehr gut, und passt durch die Farben und das Bild zumindest zum Anfang des Buches sehr gut. Wiederum zum "zweiten" Teil des Buches passt es auch gut, da es auch etwas düsteres hat.

Den Schreibstil fand ich vor allem am Anfang echt gut, ich habe gut in die Geschichte hineingefunden und konnte das Buch flüssig lesen und mitfiebern. Leider hat mich die Handlung weniger überzeugt, wodurch ich gegen Ende auch mehr überflogen als gelesen habe.
Der Klappentext deutet natürlich schon an, dass die Geschichte nicht total romantisch und träumerisch ist, sondern das die Stimmung schnell umschlägt und mysteriös wird, allerdings hatte ich mir erhofft, dass die Anfangsszenen der Geschichte etwas länger anhalten. Leider verließ Kiona die Insel recht schnell und auch zuvor fand ich die Geschichte schon etwas zu mysteriös und seltsam für meinen Geschmack.
Der Handlung konnte ich nicht immer perfekt folgen, Wirtschaft und Politik sind eben auch nicht so mein Ding, deshalb weiß ich nicht genau, ob das an mir oder an dem Buch liegt :D Gegen Ende wurde es ziemlich spannend, aber vor allem im Mittelteil der Geschichte war ich ziemlich verwirrt und auch gelangweilt. Ich wusste nie so ganz, worauf die Autorin hinaus will.
Die Figuren konnten mich leider auch nicht überzeugen. Mit Kiona wurde ich nie so richtig warm, ich fand ihre Art zu denken und ihre Entscheidungen einfach merkwürdig und oft nicht nachvollziehbar. Auch ihre Gefühle für Erik kamen zum einen zu kurz, ich habe mich manchmal gefragt, ob sie überhaupt Gefühle für ihn hat. Und zum anderen habe ich nicht verstehen können, warum sie Gefühle für ihn hat, da ich mit ihm noch weniger warm werden konnte, als mit ihr. Man hat eigentlich nichts über ihn erfahren, was ja auch so bezweckt war, aber ich hatte auch kein Bild von ihm im Kopf und keine Assoziationen mit ihm. Er war einfach ein seltsamer und unnahbarer Charakter und ich konnte die Beziehung von Kiona und ihm nicht verstehen. Auch von den anderen Figuren fand ich keine wirklich sympatisch, mir haben Charaktereigenschaften und Persönlichkeit bei ihnen gefehlt.
Auch die Zeitangaben in der Geschichte fand ich sehr verwirrend, denn nachdem Erik eine Weile auf der Insel war, vergingen plötzlich auf wenigen Seiten mehrere Jahre. Dies wurde mir zunächst allerdings überhaupt nicht klar, da es so erzählt wurde, wie der Rest der Geschichte und auch nur Wochen oder Tage hätten sein können. Nur durch die Erwähnung des Alters von Kionas Kindern ist mir das überhaupt aufgefallen.

Nach Ende der Geschichte bin ich verwirrt und ziemlich unzufrieden, das Buch gelesen zu haben. Von der Leseprobe hatte ich mir sehr viel erhofft und fand es total spannend, einen Einblick auf die Cookinseln und das Leben auf einer Perlenfarm zu bekommen, aber all dies kam für mich leider viel zu kurz. Sobald Kiona die Insel verlassen hatte, hatte das Buch für mich seinen Reiz verloren.

Veröffentlicht am 02.04.2021

Kein Buch für mich

Als wir uns die Welt versprachen
0

"Als wir uns die Welt versprachen" war leider nicht mein Buch. Die Leseprobe war vielversprechend, aber schon dort habe ich gemerkt, dass das Buch eher ulkig als tiefgründig erzählt wird. Ich hatte gehofft, ...

"Als wir uns die Welt versprachen" war leider nicht mein Buch. Die Leseprobe war vielversprechend, aber schon dort habe ich gemerkt, dass das Buch eher ulkig als tiefgründig erzählt wird. Ich hatte gehofft, dass die Geschichte an Tiefgründigkeit gewinnt, leider kamen aber nur weitere Aspekte hinzu, die mich gestört haben.
Das Buch handelt von den Schwabenkindern, die aus Italien über die Berge nach Schwaben verkauft wurden, um für reiche Bauern zu arbeiten. Von ihnen hatte ich bisher noch nichts gehört, fand es aber interessant zu lesen und hätte mir einiges mehr an Hintergrundinformationen, gerne auch politischer oder sonstiger Natut und eine bessere zeitliche Einordnung gewünscht. Erst gegen Ende des Buches kamen überhaupt einmal kutze Erklärungen zu den Umständen, was ich schon sehr schade fand.
Edna, die Protagonistin des Romanes war eines dieser Schwabenkinder, die in jungen Jahren das Pech hatte, auf einem besonders schlimmen Hof zu landen. Die Geschichte wird in zwei Perspektiven erzählt, einmal aus der damaligen Zeit und einmal, ungefähr 80 Jahre später, als Edna ihren Freund auf dem Hof, Jakob, ausfindig macht und diesen besuchen möchte. Hier fängt meine Kritik eigentlich schon an, denn die Verknüpfung dieser beiden Erzählstränge gelang meiner Meinung nach nicht wirklich gut. Zum einen fand ich es schade, obwohl der Fokus der Handlung natürlich auf der Beziehung von Edna znd Jakob lag, dass man eigentlich fast nichts über das restliche Leben von Edna erfahren hat, in welchem Jakob keine Rolle gespielt hat. Bei ca. 80 Jahren hat man da doch sicherlich einiges verpasst und mich hätte vor allem auch sehr interessiert, wie Ednas Kindheit und Jugend weiterging, nachdem sie den Hof verlassen hatte. Gleichzeitig waren die Kapitel der älteren Edna total ulkig erzählt, die alte Dame wanderte mit Papagei über die Berge und traf dabei nacheinander die merkwürdigsten Menschen. Diese fand meist erst unsympathisch, freundete sich dann aber doch mit allen an. Was genau diese Begegnungen zur Handlung beitrugen habe ich nicht so richtig herausfiltern können, für mich wirkten sie alle gleich und eher als Stilmittel, um die vergehende Zeit zu verdeutlichen. Einen Fortschritt habe ich nicht erkannt. Hier wirkt die Geschichte auch oft unrealistisch, immerhin ist Edna ungefähr 90 Jahre alt und hört auf ihrem Weg Jakobs Stimme im Kopf und redet mit ihm, wo sie ihn doch seit 80 Jahren nicht mehr gesehen hat und macht gleichzeitig eine Wanderung, für die andere intensive Vorbereitung benötigen. Die Rückblicke in Ednas Zeit auf dem Hof waren hingegen sehr ernst erzählt, tiefgündiger und verarbeiteten ein hartes Thema. Für mich haben diese beiden Handlungsstränge durch den unterschiedlichen Grundton nicht zusammenpasst. Zu Ende des Gegenwarts-Handlungsstranges ereignet sich dann doch auch eine dramatische unf ernste Szene, die allerdings schnell vergessen scheint was ich nur umso merkwürdiger fand. Ich denke, dass das Thema des Buches einen ernsthafteren Umgang hergeben würde und auch verdient hätte. Gestört hat mich teilweise auch der verschachtelte Satzbau, an welchem ich an einigen Stellen hängen geblieben bin.
Fazit: Da ich mir einen ernsteren Umgang gewünscht hätte, ist das Buch nichts für mich. Ich kann mir aber vorstellen, dass trotzdem viele Gefallen an der Geschichte finden werden, auch wenn diese sich vor allem am Ende unglaublich gezogen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2022

Leider ein Reinfall

Die Wächterinnen von New York
0

"Die Wächterinnen von New York" habe ich - dummerweise - blind angefangen, ohne vorher in die Leseprobe hinein zu schauen. Darüber ärgere ich mich mittlerweile sehr, den das Buch konnte mich leider so ...

"Die Wächterinnen von New York" habe ich - dummerweise - blind angefangen, ohne vorher in die Leseprobe hinein zu schauen. Darüber ärgere ich mich mittlerweile sehr, den das Buch konnte mich leider so gar nicht abholen und war völlig anders, als ich erwartet hätte. Weil ich, auch um meine Zeit lieber mit besseren Büchern zu verbringen, das Buch nach ca. 100 Seiten abgebrochen habe, ist meine Rezension nicht vollständig aussagekräftig und ich werde mich kurz fassen, meine Eindrücke will ich aber dennoch kurz schildern. Der Prolog war eine richtig harte Kost, man wird als Leser ohne jegliche Erklärung in eine total komplexe Handlung hineingeworfen, besser gesagt in den Kopf eines verwirrten, armen Jungen, der keinen einfachen Weg hat und sich im Leben immer irgendwie durchschlagen muss. Gleichzeitig ist er der Avatar der Stadt New York, was sein Innenleben nicht gerade leichter verständlich macht. Der Schreibstil ist sehr eigenwillig, die Handlung geht drunter und drüber, man kann als Leser nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden und ist eigentlich einfach nur verwirrt. Ich hätte mir wirklich wahnsinnig gerne erklärende Worte in welcher Weise auch immer gewünscht, die mir zeigen, in welcher Erzählperspektive ich mich hier überhaupt befinde, wessen Gedanken ich da folge und was hier eigentlich gerade passiert. Mit der tatsächlichen Handlung stellte sich zwar eine leichte Besserung ein, aber dennoch nur eine leichte. Erzählperspektive und Schreibstil blieben gleich schwierig, lediglich der Protagonist hatte ein zugänglicheres Innenleben.
Grundsätzlich muss man natürlich sagen, dass die Idee zu dieser Geschichte einfach großartig ist und ich bin überzeugt davon, dass viele diese eigenwillige, aber eben auch unglaublich komplexe und ausgefuchste Umsetzung dieser Idee großartig finden. Für mich war es leider so gar nicht das richtige, auch wenn ich das Buch echt gerne gemocht hätte. Von daher würde ich einfach jeden vor dem Lesen empfehlen, mit der Leseprobe zu starten, um herauszufinden, ob das Buch für euch etwas ist!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2022

Erwartungen verfehlt!

Das rätselhafte Universum
0

Um mal mit dem Fazit meiner Rezension zu beginnen: Dieses Buch ist vieles, aber leider nicht (wie im Klappentext geschrieben) "Für Jedermann verständlich". Da ich aber genau darauf vertraut habe, hat das ...

Um mal mit dem Fazit meiner Rezension zu beginnen: Dieses Buch ist vieles, aber leider nicht (wie im Klappentext geschrieben) "Für Jedermann verständlich". Da ich aber genau darauf vertraut habe, hat das Buch für mich sämtliche Erwartungen meilenweit verfehlt und auch wenn der Inhalt (mit dem richtigen Vorwissen) vielleicht sogar gut ist, kann ich dem Buch beim Besten Willen keine gute Bewertung geben.

Ich hatte eine Art Doku-Film in Buchform erwartet, vielleicht auch noch etwas komplexer. Auf jeden Fall dachte ich, dieses Buch sei für mich, die ich das Universum zwar total faszinierend finde, aber in der Schule mit Mathe und Physik leider immer meine Probleme hatte. Aber das, was einem hier vorgesetzt wird, setzt mindestens mal Abitur voraus, und nicht einmal das hat mir in meinem Fall geholfen. Insbesondere der erste Teil des Buches setzt einiges an Wissen voraus welches ich leider nicht habe und ist vermutlich auch dann nur mit höchster Konzentration und gelegentlichen Nachschlagen oder Googlen in Gänze verständlich. Inhaltlich ging das Buch für meinen Geschmack viel zu sehr in die Tiefe und handelte zu viel in viel zu wenigen Seiten hab. Gleichzeitig hat mich der viele Text immer wieder erschlagen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, den Autoren ging es beim Schreiben nicht um einfache Worte für komplexe Zusammenhänge, sondern nur um wissenschaftliche Korrektheit, so dass für mich auch der Lesefluss gelitten hat. Vor allem im ersten Teil fielen auch immer wieder die Worte "Darauf kommen wir im zweiten Teil zurück" oder "Darauf kommen wir später zurück", was das Buch für mich zusätzlich verwirrend gemacht hat und mir auch nicht das Gefühl eines roten Fadens gegeben hat.

Für mich hätte dieses Buch mehr Auflockerung und mehr Bemühungen um eine verständliche Sprache benötigt - und vielleicht weniger Details und gleichzeitig mehr Erläuterungen für die wesentlichen Aspekte. Dann wäre es seinem Anspruch der "Verständlichkeit für Jedermann" vielleicht näher gekommen. So passen für mich Inhalt und Bewerbung auf dem Klappentext einfach nicht zusammen und ich hätte das Buch lieber nicht gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2021

Seltsames Buch ohne Mehrwert

Auszeit
0

Hannah Lühmanns Roman "Auszeit" lässt mich mit der Frage zurück, ob ich durch das Lesen dieses Buches irgendetwas mitgenommen habe, ob es mir etwas gebracht, mich bereichert hat. Leider komme ich immer ...

Hannah Lühmanns Roman "Auszeit" lässt mich mit der Frage zurück, ob ich durch das Lesen dieses Buches irgendetwas mitgenommen habe, ob es mir etwas gebracht, mich bereichert hat. Leider komme ich immer wieder zu dem Schluss: nicht wirklich und viel Spaß beim Lesen hatte ich auch nicht.
Mit dem Schreibstil, den ich zu Anfang noch interessant und anders fand, hatte ich im Laufe der Geschichte mehr und mehr zu kämpfen. Warum? Er hat mich unglaublich an Schullektüren erinnert, ich hatte bei jedem Satz das Gefühl, nicht ganz seine Bedeutung zu verstehen, eigentlich länger darüber nachdenken zu müssen und einen tieferen Sinn darin zu finden, den ich aber nur selten fand. Dazu kamen viel zu ausschweifende Beschreibungen unnötiger Eindrücke, was es mir schwer machte, an der ohnehin schon sehr handlungsschwachen Geschichte einen Reiz zu finden.
Das Buch ist mehr ein innerer Kampf der Protagonistin Henriette, die nach einem Schwangerschaftsabbruch in eine Sinnkrise stürzt - wobei es mir oft so vorkam, als sei sie in dieser schon ihr halbes Leben lang. Es war schwer, in dieser düsteren und melancholischen Stimmung zu verweilen und den egozentrischen Gedanken dieser mir immer unsympathischeren Frau zu folgen, die ihr gesamtes Leben bedauert. Ein weiteres recht eigenartiges Handlungselement war die Dissertation über Werwölfe, an der Henriette immer mehr verzweifelt, irgendwie interessant, aber genauso mühsam, darüber zu lesen. Gegen Ende nahm die Handlung etwas mehr an Fahrt auf, nur um dann nach einer krassen Wendung, bei der ich auch das letzte bisschen Sympathie an Henriette verlor, nach einem krassen Zeitsprung mit zwei Briefen endete. Das Buch lies mich unzufrieden zurück, mit einer ziemlichen Antipathie für die Protagonistin und doch auch einfach froh, aus dieser merkwürdigen, tristen Stimmung heraus zu sein. Im Buch werden Gefühle verarbeitet, die wahrscheinlich jeder ein bisschen kennt, den Leistungsdruck der heutigen Zeit, das Gefühl, nicht zu genügen, nicht weiterzukommen, in seinem Leben festzustecken. Die Art und Weise, wie damit umgegangen wurde fand ich aber fast noch erdrückender als diese Gefühle selbst, ich hatte mehr das Gefühl, in diesem Buch festzustecken und wie ich bereits zu Anfang sagte, mir fehlt jegliche Bereicherung durch diese Geschichte. Auch hatte ich mir einen anderen, konkreteren Umgang mit dem Thema Abtreibung erhofft. Leider kann ich das Buch nicht empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere