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Veröffentlicht am 16.07.2021

Besondere Gaben, Faaraahs Licht und eine Stadt voller Menschen!

Stadt ohne Nacht
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Der Schreibstil ist gut zu lesen, von der Sprache und dem Lesefluss. Die Spannung steigt langsam an, erstmal muss man die Protagonisten kennenlernen. Auch wird der Roman aus der Sichtweise der beiden Protagonisten ...

Der Schreibstil ist gut zu lesen, von der Sprache und dem Lesefluss. Die Spannung steigt langsam an, erstmal muss man die Protagonisten kennenlernen. Auch wird der Roman aus der Sichtweise der beiden Protagonisten Ala und Dexter erzählt.

Das Cover zeigt eine Stadt bei Nacht (wie schon der Titel sagt) aber sie versinkt nicht in völliger Dunkelheit – denn da ist dieses Licht – das keine echte Nacht zulässt in der Stadt. In großer Schrift lesen wir darüber den Titel des Romans. Für mich passt das Cover wunderbar in Stil und Farbe zum Inhalt.

Der Klappentext macht neugierig auf einen interessanten und spannenden Fantasy Roman.

Fazit:
Wir begegnen der 19-jährigen Ala, ihr Vater brachte sie in ein Waisenhaus in ihrer Heimatstadt Realtaris nachdem er beobachtet hat das sie ein Tier heilt. Sie scheint die Gabe des Heilens zu besitzen. Leider werden aber Begabte in ihrem Land verfolgt und getötet. Deshalb war sie schon lange nicht mehr in ihrer Heimatstadt. Dann aber gerät sie an Dexter und er verschleppt sie ausgerechnet dorthin. Denn er hofft sie wird die Frau heilen, die er liebt. Leider erregen die beiden die Aufmerksamkeit des fanatischen Ordens in der „Stadt ohne Nacht“. Und damit gerät Ala in allerhöchste Gefahr.

Ala ist als Protagonistin am Anfang eher eine zurückhaltende Einzelgängerin, die sich versucht unauffällig durchs Leben zu schlagen – nur nicht auffallen. Mit der Arbeit als Köchin in der Mine gelingt ihr das auch lange Zeit, dann verändert sich die Situation zu ihren Ungunsten und sie rückt dort in den Fokus des Minenbetreibers. Aber sie wächst an ihren Herausforderungen und zeigt Zähne.

Dexter war einst berüchtigt als Jäger unter den Begabten, aber nach dem Verlust seiner Frau und seines ungeborenen Kindes fehlt ihm der nötige Biss – auch stellt er seine Arbeit in Frage. Denn er hat Verantwortung, auch finanzieller Art, für die junge Gilla übernommen. Ala ist eigentlich erstmal Mittel zum Zweck. Auch bringt er sich immer wieder in gefahrvolle Situationen mit gefährlichem Ausgang.

Das Setting ist wie zumeist in den Fantasy Roman mehr mittelalterlich und dementsprechend die Schere zwischen Arm und Reich groß. Noch dazu herrscht der Orden mit seinem Licht.

Der Roman benötigt keine fremden Wesen oder fantastische Kreaturen, um überzeugen zu können. Also nicht das typische Schema: Gruppe trifft sich, um einen kostbaren Gegenstand zu finden und es gibt viel Abenteuer sowie Action. Klar gibt es auch abenteuerliche Ansätze und Kämpfe, aber sie sind nicht das herausragende des Romans, eher die leisen Töne spielen eine Rolle. Die Botschaft von Liebe und Hass, Vertrauen und Verrat, von Toleranz und Andersartigkeit sind die tragenden Elemente des Romans.

Ich finde ihn gelungen, spannend und voller Magie, ohne das normale Brimborium zu bedienen. Auch die abwechselnde Erzählperspektive macht den Roman insgesamt interessant und abwechslungsreich. Es muss nicht immer „Mainstream“ sein und auch das Ende lässt vielleicht (ein wenig) auf eine Fortsetzung hoffen. Von mir wohl verdiente 5 Sterne für diesen Fantasy Roman.

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Geheimnisvoller Skelettfund und alte Geheimnisse auf einer Nordseeinsel!

Wellenbrecher
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Der Schreibstil ist mir schon bekannt durch ihre anderen Bücher und lässt sich recht gut lesen, man bleibt dran und gespannt.
Das Cover wirkt dunkel man sieht das Meer bei einem starken Unwetter. Mehr ...

Der Schreibstil ist mir schon bekannt durch ihre anderen Bücher und lässt sich recht gut lesen, man bleibt dran und gespannt.
Das Cover wirkt dunkel man sieht das Meer bei einem starken Unwetter. Mehr als überraschend ist die Schwanzflosse, die man in den Wellen sieht – sie scheint keinem Wal oder Hai zugehören, keinem Tier was wir kennen. In großer Schrift ist der Titel „Wellenbrecher“ darunter etwas kleiner „Gezeitenwechsel“ zu lesen.
Der Klappentext macht gespannt auf einen etwas anderen Mystery Krimi.
Fazit:
Da ich bereits Bücher (ASET und INEPU aus der Reihe „Die Herren des Schakals2 auch aus dem Hybrid Verlag) von der Autorin Roxane Bicker kenne und mir diese gut gefielen, wollte ich selbstverständlich auch ihren mystisch angehauchten Krimi lesen.

Der Roman beginnt gleich mysteriös und geheimnisvoll, so dass mir der Einstieg leicht viel. Die zwangsversetzte Polizistin Phlippa (Phil) Berger wird in den geheimnisvollen Fund eines Skeletts verwickelt. Ihre Neugierde lässt ihr keine Ruhe und so kommt sie einem alten Geheimnis auf die Spur.

Obwohl ich mir recht schnell klar, um was es für ein Geheimnis die Handlung sich dreht, konnte ich doch voller Spannung und Überraschung der Geschichte folgen.

Die Handlungsorte sind so bildhaft beschrieben, aber nicht zu detailreich bzw. ausführlich. So dass man sich gut in die Personen und die Handlung einfühlen kann. Die ganze Geschichte wird mehr oder weniger aus der Sicht der Polizistin geschildert, so dass wir an ihren Gedankengängen und ihren Gefühlen teilhaben und folgen können. Als Protagonistin ist Phil ganz nach meinem Herzen, nicht ganz einfach in der Persönlichkeit (kein „Ja“ Sager und Mit - Schwimmer), eckt eher mal an. Aber mit dem Herzen am rechten Fleck und einem guten „Riecher“. Voller Mut und Hartnäckigkeit – die sich auszahlt. Aber auch einige Protagonisten habe ich ins Herz geschlossen.

Eine gelungene Mischung aus Thriller (was ich weniger gern lese), Fantasy und Mystery. Schon das Cover haut einen aus den Schuhen und verspricht sehr viel – was der Roman an Spannung und Überraschung hält.
Dafür gibt es von mir 5 Sterne und ich bin auf eine Fortsetzung gespannt (Epilog gibt durchaus Berechtigung darauf zu hoffen).

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Eine Epidemie und Robotermütter – die Zukunft?

Der Muttercode
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Der Schreibstil ist sehr spannend und überaus gut zu lesen, auch wenn ab und zu vielleicht Fachbegriffe verwendet werden. Ich habe es verstanden und bin auch kein Genetiker. Es gibt zwei Handlung stränge ...

Der Schreibstil ist sehr spannend und überaus gut zu lesen, auch wenn ab und zu vielleicht Fachbegriffe verwendet werden. Ich habe es verstanden und bin auch kein Genetiker. Es gibt zwei Handlung stränge die sich abwechseln von Kapitel zu Kapitel.

Das Cover wirkt dunkel, man sieht im unteren Bereich eine menschliche Hand und ob die eines künstlichen Roboter oder KI. Sie streben aufeinander zu. In großer Schrift ist der Titel in Weiß und die der Autorin in Rot zu lesen. Einfach aber ansprechend und dem Thema des Romans gerecht werdend.

Der Klappentext macht gespannt auf einen spannenden Dystopie Roman.

Fazit:
Der Roman sprach mit dem Klappentext sofort als begeisterter Dystopie Leser an, auch das Cover gerade in seiner Einfachheit (aber perfekt und passend) ist ansprechend.

Aber um was geht es den eigentlich im Roman: Es geht darum das die Menschen einen (aus meiner Sicht) gravierenden Fehler gemacht haben und so eine weltweite Epidemie höchsten Ausmaßes verursacht haben. Die Forschung an Gegenmittel und der Fortgang ist ein Handlungsstrang in der Geschichte. Auch das eine zukünftige Generation wohl Roboter Mütter haben würde. Ausgebrütet und aufgezogen! Aber wir wissen alle das Babys mehr brauchen als Luft und Nahrung, dafür wurde ein spezielles Computerprogramm entwickelt – „Der Muttercode“.

Der zweite Handlungsstrang beginnt mit Kai und seiner (Roboter) Mutter Rho-Z.Er streift mit ihr durch das zerstörte Amerika. Kai ist mit seiner Mutter glücklich, sie umsorgt ihn liebevoll und lehrt ihn alles was er für das Überleben benötigt.

Aber es gibt Menschen, die noch am Leben sind und die wollen die Mütter wieder abschalten. Wie wird es für Kai und den anderen Kindern enden? Was passiert mit ihren Müttern?

Für mich war die Dystopie eine kleine Überraschung, Roboter die Kinder austragen und erziehen inkl. dem Muttercode. Den anscheinenden lieben diese Mütter ihre Kinder genauso wie es jede andere Mutter tun würde. Sie hegen und pflegen sie, unterrichten und beschützen. Man meint diese Mütter würden auch noch lernen oder es wenigsten wollen.

Die ewige Frage: Was bedeutet Mensch sein? Wo beginnt Menschlichkeit oder wo endet sie? Eine Frage deren Klärung uns noch beschäftigen wird, den künstliche Intelligenzen (KI) werden unseren Alltag immer mehr begleiten. Und das Empfangen von Kindern bei uns Menschen wird auch immer schwieriger, viele Paare bleiben ungewollt ohne Kinder und greifen auf künstliche Befruchtung zurück. Aber was, wenn es nicht geht, weil die Mutter kein Kind austragen kann. Schon heute kennt man die Retorten Babys – rein aus Gründen der Ethik – schwer umstritten. Aber im Roman geht man noch einen Schritt weiter. Vielleicht verliert man vor dem Hintergrund einer Katastrophe auch diese Hemmschwelle.

Kai und die anderen Kinder wirkten sehr echt, sympathsich und real, auch der Umgang mit ihren Müttern der fast noch enger was als unsere heutige Mutter – Kind – Beziehung. Man kann die Gefühle gut nachvollziehen.

Aber die Mütter einfach abschalten? Ich denke, dass es keine Lösung ist. Lest im Roman wie man damit umgeht und wie es endet – ich verrate es euch nicht.

Eine echt gelungene Dystopie, um brisante Themen – die auch ernst werden könnten. Auch wenn die jetzige Epidemie schon Todesopfer forderte und fordert, die Menschheit ist noch nicht vorm Aussterben bedroht. Aber wer sagt denn das nicht eine neue kommt oder wir Menschen einen Fehler machen. Den Wissenschaftler kennen oft keine Grenzen. Es ist vieles Gutes durch Forschung entstanden, aber auch vieles Bedrohliches, Leid bringendes (z. b. Atombombe oder A B C Waffen). Die Grenzen sind schnell überschritten, von humaner Nutzung zur Waffe, die Folgen nicht abzusehen – und schon haben wir so ein Szenario. Wir brauchen keine Astroiden oder Aliens (Besucher), wir werden unser Ende schon selbst einleiten. Durch Fehler oder weitere Klimatreiber ist glaube ich egal – Das Ergebnisse das gleiche.

Von mir 5 Sterne für diese spannende und nachdenklich zurücklassende Dsytopie.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Die Macht von Wasser und Liebe!

Elyra - von Wasser verzaubert
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Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, gut zu lesen und spannend -aber vor allem Dingen voller Magie.

Das Cover in leuchtenden Farben zeigt eine junge Frau, im Hintergrund meint man Wirbel zu sehen. ...

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, gut zu lesen und spannend -aber vor allem Dingen voller Magie.

Das Cover in leuchtenden Farben zeigt eine junge Frau, im Hintergrund meint man Wirbel zu sehen. Auch die Schrift des Titels passt gut im Stil zum ganzen Gesamtbild. Sehr gelungen und ansprechend.

Der Klappentext macht neugierig auf einen interessanten und ansprechenden Urban Fantasy Roman.

Fazit:
Die Autorin konnte mich schon mit so manchem Fantasy Roman begeistern: Das Schicksal der Seherin, der Trilogie von Die Schatten von Mra`Thell, Im Bann des Gedankenlesers oder Die Braut des Feenprinz (falls ihr noch was anderes von ihr lesen wollt). Auch diesmal konnte sie mit ihrem Urban Fantasy Roman begeistern.
Wir begegnen der jungen Modedesignerin Elyra, an Magie glaubt sie nicht. Eigentlich will sie nur einen Tag am See mit ihren Freunden genießen. Aber dann erwacht das Erbe des Wassergeistes in Ihr. Wäre dies nicht schon genug, begegnet ihr auch noch der geheimnisvolle Arvid der mehr über Magie weiß. Doch er hält sich bedeckt und Elyra fühlt sich in seiner Nähe wohl. Aber bald darauf überschlagen sich die Ereignisse und Elyra wird zur gejagten.

Elyra erlebt man als selbstbewusst, sie ist zu Anfang von ihrer Magie eher erschreckt. Aber sie experimentiert spielerisch mit ihr und beginnt sie anzunehmen. Einzig die Frage wem sie noch vertrauen kann macht sie unsicher: Arvid, dem geheimnisvollen Fremden, ihren langjährigen Freunden?

Dann haben wir noch Arvid, hinter dessen Geheimnisse und sein Leben kommen wir im Laufe des Lebens. Manchmal humorvoll sarkastisch, verbittert und machtsüchtig, auf der anderen Seite liebevoll und beschützend. Ein sehr geheimnisvoller und attraktiver Protagonist.

Aber auch ihr langjähriger Freund Hanno, Polizist und heimlich verliebt in ihre gemeinsame Freundin, scheint noch andere Seiten zu haben und überrascht uns hin und wieder.

Ein rundum gelungener Fantasy Roman aus der Feder der Autorin, mit einem ansprechenden Setting (See und Berge), gelungenen real und sympathischen Protagonisten. Und die Handlung des Romans kann ebenso wie das Cover überzeugen.
Von mir 5 Sterne für diesen spannenden Roman.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Erstaunliche und spannende Dystopie!

Das Billardcafé
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Der Schreibstil ist gut zu lesen und spannend – durch den ganzen Roman – und der Sprachstil auf hohem Niveau.

Das Cover hatte mich zu Anfang etwas skeptisch gemacht, wirkt er doch eher etwas Comichaft. ...

Der Schreibstil ist gut zu lesen und spannend – durch den ganzen Roman – und der Sprachstil auf hohem Niveau.

Das Cover hatte mich zu Anfang etwas skeptisch gemacht, wirkt er doch eher etwas Comichaft. Man sieht „Das Billiardcafe“ (Namensgebend) und ein Hochhaus. Davor ein Mann nur als schwarzer Umriss – der unscheinbare Mann. Aber es passt sehr gut zum Roman.

Der Klappentext macht neugierig auf eine spannende Dystopie deren Schauplatz „quasi“ vor unserer Haustür liegt.

Fazit:
Da ich absoluter Dystopie Fan interessierte mich der Roman, denn er spielt in einer gar nicht mehr so weiten Zukunft in Deutschland. Es gibt nur noch Megastädte, Leben auf dem Land nicht erlaubt. Der angebliche Wohlstand endet meist um die Ecke rum – verschwimmende Gesetze und aktive Unterwelt.
Und dann gerät ein unscheinbar aussehender Mann zwischen die Fronten eine augenscheinlichen Bandenkrieges, nur mit viel Glück überlebt er. Mit dem Versprechen ein streng geheimes Paket zu schmuggeln, beginnt ein Abenteuer – denn er ist nirgends mehr sicher – der Inhalt ist hochbrisant und gefährlich.

Wir werden im Roman immer wieder in einen Wechsel von Wahrheit und Fiktion gezogen. Dem Autor scheinen durch Recherche, diverse Hintergründe der „Dienste“ von Ost und West bekannt zu sein. Grenzen scheinen bisweilen schwimmend. Wie immer wird es Stimmen geben, die hier vom „schwurbeln“ und „Aluhut Träger sprechen“ würden. Aber ob der Blick, den man Hinter Kulissen des offensichtlichen wagt, einen gleich dazu machen?

Die Orte der Handlung sind gut beschrieben und wirken real, so dass man gut an der Seite des unscheinbaren Mannes dieses Erleben kann. Auch die hin und wieder leicht erotischen Anspielungen (weltliche Ausschweifungen) haben mich nicht gestört. Auch humorvolle und sarkastische Andeutungen nicht – könnten ab und an von mir kommen.

Für mein Empfinden eine interessante spannende und ideenreiche Dystopie, sprachlich hohes Niveau aber dennoch gut zu lesen – aber auch nachdenklich machend. Von mir 5 Sterne die verdient sind.

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