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Veröffentlicht am 26.07.2021

Bewegender Roman über zwei Frauenschicksale im Westerwald

Der Windhof
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Mel hat vor zwei Jahren bei einem tragischen Unfall ihren Mann verloren und die junge Witwe hat sich völlig vom Leben zurückgezogen und kommt aus ihrer Trauer nicht heraus. Als ihre 90jährige Oma Lene ...

Mel hat vor zwei Jahren bei einem tragischen Unfall ihren Mann verloren und die junge Witwe hat sich völlig vom Leben zurückgezogen und kommt aus ihrer Trauer nicht heraus. Als ihre 90jährige Oma Lene im Westerwald einen Oberschenkelhalsbruch erleidet und Hilfe benötigt, zieht Mel bei ihr ein. Die beiden Frauen kommen sich näher, als Lene ihrer Enkelin ihre Lebensgeschichte im Dritten Reich erzählt. So findet auch Mel langsam wieder zurück ins Leben, wozu auch der nette Landarzt Noah sein Teil beiträgt.


Meine Meinung:
Dieser Roman hat meine Erwartungen sogar noch übererfüllt. Er hat mich dank seiner flüssigen und packenden Erzählweise von Anfang an gefesselt, so dass ich ihn gar nicht mehr weglegen wollte. Ich fand es sehr gelungen, dass die Geschichte auf zwei zeitlichen Ebenen und aus zwei Perspektiven – Mels und Lenes – erzählt wird, wobei vor allem die Teile aus der Vergangenheit spannend sind wie ein guter Thriller.
Die Personen waren mir gleich sympathisch und ich fand ihre Entwicklung und ihre Motivation glaubwürdig und nachvollziehbar gezeichnet, auch wenn Mels Trauer vielleicht erst einmal sehr intensiv erschien. Besonders gut gefallen hat mir, wie Mel im Westerwald Stück für Stück ins Leben zurückfindet und wie sich am Schluss ein Querverweis auf Lenes Leben ergibt.
Neben dem Generationen- und Familienthema, das sehr gelungen dargestellt ist, stehen im Buch vor allem die Zeit des Dritten Reiches, die Judenverfolgung und die Geschichten sehr mutiger Männer und Frauen im Mittelpunkt. Hier merkt man sehr schön, wie fundiert die Autorin recherchiert hat und wie insbesondere konkrete lokale Begebenheiten in den Roman eingeflossen sind. Das mutige Handeln, das hier dargestellt wird, hat meine besondere Hochachtung.


Fazit:
Das Buch war für mich ein besonderes Highlight im Jahr 2021, das meine Erwartungen sogar noch übererfüllt hat. Ein echtes Herzensbuch!

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Wunderschön gestaltetes Buch mit tollen Anregungen

Willkommen beim Sommerfest!
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Das Buch bietet viele Rezepte für das perfekte Sommerfest in den Kategorien Snacks & Fingerfood, Salate, Grillvergnügen, Desserts und Gebäck sowie Getränke, die alle mit großformatigen Fotos abgebildet ...

Das Buch bietet viele Rezepte für das perfekte Sommerfest in den Kategorien Snacks & Fingerfood, Salate, Grillvergnügen, Desserts und Gebäck sowie Getränke, die alle mit großformatigen Fotos abgebildet sind. Außerdem gibt es Basteltipps, z.B. für Schwimmkerzen, sowie weitere Dekotipps.


Meine Meinung:
Das Buch hat mir aufgrund der sehr schönen und aufwändigen Gestaltung direkt sehr gut gefallen, denn es macht sofort gute Laune, wenn man das Buch durchblättert. Die Fotos sind hochwertig und bilden die Gerichte sehr schön dekoriert ab und auch die anderen Seiten sind schön sommerlich kreativ gestaltet.
Die Einteilung der Rezepte in die verschiedenen Kategorien finde ich sehr gelungen und übersichtlich und man kann sich so schnell die für das eigene Fest passende Gerichte aussuchen.
Die Rezepte an sich sind im Großen und Ganzen gut beschrieben und recht einfach nachzukochen. Man benötigt keine total ausgefallenen Zutaten, aber trotzdem sind die meisten Gerichte einfallsreich und ideal für Gäste. Besonders gut gefallen haben mir die Desserts und Kuchen sowie die Getränke.
Da ich im Sommer Geburtstag habe, kann ich das Buch wirklich perfekt nutzen.


Fazit:
Ein sehr schön gestaltetes Buch, das nicht nur Lust auf ein Sommerfest macht, sondern auch wunderbar bei der Umsetzung unterstützt.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Hilfreicher praxisorientierter Ratgeber mit einfachen Rezepten

Babybrei
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Nach allgemeinen Erläuterungen wie z.B. einem Saisonkalender für Obst und Gemüse oder einer Einführung in die Beikost und einer kleinen Lebensmittelkunde bietet das Buch viele bebilderte Rezepte für den ...

Nach allgemeinen Erläuterungen wie z.B. einem Saisonkalender für Obst und Gemüse oder einer Einführung in die Beikost und einer kleinen Lebensmittelkunde bietet das Buch viele bebilderte Rezepte für den 5.-7. Monat, den 8.-10. Monat sowie Rezepte ab dem 11. Monat.


Meine Meinung:
Das Buch hat mir aufgrund seiner ansprechenden Gestaltung sofort sehr gut gefallen. Die Rezepte sind alle optisch sehr ansprechend dargestellt und mit vielen bunten Fotos hinterlegt.
Darüber hinaus ist das Buch sehr logisch und gut aufgebaut und bietet alle wichtigen Informationen rund um Beikost, Lebensmittelkunde etc. sehr gut verständlich und kurz und knackig dargestellt. Es gibt sogar eigene wertvolle Informationen rund um spezielle Unverträglichkeiten und Allergien.
Am besten hat mir gefallen, dass die Rezepte alle schnell und einfach nachzukochen sind, denn im Alltag mit Baby hat man ja nicht gerade viel Zeit für aufwändiges Einkaufen und Kochen. Die ersten Breis kommen mit minimalen Zutaten aus und sind sehr schnell zubereitet. Darüber hinaus schmecken die Gerichte wirklich gut und sind sehr kindgerecht. Man merkt, dass die Autorin eigene Kinder und viel Erfahrung mit dem Thema hat.
Damit auch der Rest der Familie zu seinem Recht kommt, gibt es bei den Rezepten oft alternative Abwandlungen für ein Familienessen. Das ist aus zeitlichen Aspekten natürlich super praktisch und hilft auch, die Zutaten optimal zu planen und zu verwerten.
Darüber hinaus finde ich es sehr gelungen, dass bei den Rezepten selbst auch oft Alternativen für bestimmte Zutaten angegeben werden. So muss man sich nicht starr an die Angaben halten.


Fazit:
Für mich ist es ein rundum gelungenes Buch, das den Einstieg in die Beikost extrem erleichtert. Ein wertvoller Begleiter für das erste Babyjahr!

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Veröffentlicht am 19.07.2021

Eindringlicher historischer Roman zur Nachkriegszeit

Wenn die Hoffnung erwacht
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Die junge Nora erwartet von einem in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten kurz nach Kriegsende ein Kind, als dieser abkommandiert wird. Als die Situation in ihrem strengen Elternhaus für sie ...

Die junge Nora erwartet von einem in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten kurz nach Kriegsende ein Kind, als dieser abkommandiert wird. Als die Situation in ihrem strengen Elternhaus für sie immer unerträglicher wird, bricht sie alle Brücken hinter sich ab und steigt mit ihrem kleinen Sohn Willi in den nächstbesten Zug von Regensburg nach München. Dort trifft sie auf Celia, die aus einer reichen Familie stammt, und verschiedene Verwechslungen nehmen ihren Lauf…


Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Lilli Beck, denn sie sind immer außerordentlich gut und gründlich recherchiert und gleichzeitig spannend und berührend erzählt. Auch dieser neue Roman hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die verschiedenen Kapitel sind aus der Perspektive unterschiedlicher Personen geschrieben – natürlich aus Noras Perspektive, aber auch aus der Sicht von Wolf Wagner aus der reichen Münchener Familie. Dies macht das Lesen wunderbar abwechslungsreich und man bekommt als Leser / Leserin ein sehr rundes Bild vom Geschehen. Dabei haben die Kapitel genau die richtige Länge und man möchte einfach immer wissen, wie es weitergeht.
Die Geschichte von Nora, ihrem amerikanischen Verlobten und dem kleinen Sohn fand ich unglaublich berührend. Die Protagonistin ist dabei in all ihrer Zerrissenheit sehr authentisch und stimmig gezeichnet und man fühlt von Beginn an mit ihr mit. Auch die anderen Personen sind sehr gut angelegt und in ihren Handlungen und ihrer Motivation sehr gut nachvollziehbar.
Durch die Verfolgung der Schicksale dieser Personen habe ich viel über die Nachkriegszeit lernen können. Die Wohnungsnot, der Hunger, die Sorgen der Menschen, die Schicksale der Flüchtlinge und die Situation der Besatzer kommt anhand der konkreten Schicksale sehr plastisch rüber. Darüber hinaus fand ich es sehr spannend angelegt, dass Wolf Wagner die fiktive Zeitschrift „Welt im Blick“ gründet und hier z.B. Leserbriefe eine Rolle spielen. Dies gibt dem Roman noch eine weitere Dimension, da man so noch mehr über die Themen lernt, die die Menschen im Nachkriegsdeutschland bewegen (vor allem Hunger, Kälte, Mangel an allem…).


Fazit:
Das Buch hat mich sehr berührt und ich werde noch lange daran denken. Darüber hinaus hat mich die gute und detaillierte Recherche und historische Darstellung der Autorin wieder sehr beeindruckt. Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.07.2021

Warmherziger und berührender Roman, der zum Nachdenken anregt

Das Glück am Ende der Straße
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Elli ist obdachlos und sitzt oft auf einer Parkbank nahe von Lisas Haus. Lisa ist durch Beruf und Familie mit drei Kindern im Dauerstress, so dass sie manchmal gar nicht mitbekommt, was ihre Kinder bewegt. ...

Elli ist obdachlos und sitzt oft auf einer Parkbank nahe von Lisas Haus. Lisa ist durch Beruf und Familie mit drei Kindern im Dauerstress, so dass sie manchmal gar nicht mitbekommt, was ihre Kinder bewegt. Als Elli sich mit den Kindern anfreundet und ihnen hilft, ist das der Beginn einer besonderen Beziehung. Und als sie dann einmal Hilfe braucht, ist Lisa mit ihrer Familie zur Stelle.


Meine Meinung:
Das Buch ist wirklich etwas ganz Besonderes. Dank das flüssigen und warmherzigen Schreibstils habe ich mich von Anfang an in der Geschichte total wohlgefühlt und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel ließen sich extrem gut lesen und viel zu schnell war der Roman ausgelesen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Personen in der Geschichte sehr authentisch angelegt sind und ihre beschriebene Entwicklung sehr stimmig ist. Man konnte sehr gut nachvollziehen, wie Elli in die Obdachlosigkeit abgerutscht war, denn es werden auch Passagen aus ihrer Vergangenheit berichtet. Auch Lisa und ihre Familie werden sehr warmherzig beschrieben, aber auch Nebenfiguren sind liebevoll und detailliert angelegt.
So kann man als Leser vieles über das harte Leben Obdachloser lernen und erfährt auch gut recherchierte Fakten über die konkrete Hilfe, die es für diesen Personenkreis gibt. Ich fand es zum Beispiel sehr aufschlussreich, über ein Tageszentrum für Wohnungslose zu lesen, wo sie z.B. eine Mahlzeit bekommen, duschen oder ihre Sachen den Tag über abstellen können.
Die Geschichte an sich ist nicht nur warmherzig erzählt, sondern versprüht auch einen herrlichen Humor und hat mich nicht zuletzt emotional berührt. So habe ich am Ende die eine oder andere Träne vergossen.


Fazit:
Diesen Roman kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen, denn er ist spannend und berührend erzählt und regt zum Nachdenken an!

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