Familiendrama
Der Tod der Mrs WestawayHal ist pleite. Sie bietet Tarotkartenlesungen am Pier an, doch das Geld reicht kaum zum Leben. Wie soll sie nur all ihre Rechnungen bezahlen? Aus Verzweiflung nimmt sie einen Kredit von einer äußerst ...
Hal ist pleite. Sie bietet Tarotkartenlesungen am Pier an, doch das Geld reicht kaum zum Leben. Wie soll sie nur all ihre Rechnungen bezahlen? Aus Verzweiflung nimmt sie einen Kredit von einer äußerst zwielichtigen Stelle an. Sie hätte auf ihr Gefühl hören sollen, denn schon bald will der Kreditgeber mehr als das 6-fache des Betrages zurück. Da kommt der offiziell aussehende Anwaltsbrief wie gerufen. Hals Großmutter ist gestorben und macht sie zur Erbin – doch ihre Großmutter ist schon seit mehreren Jahren tot. Ein Irrtum, der wie gerufen kommt.
Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und lässt von Seite zu Seite eine düstere Bedrohung mitschwingen. Auch wenn der Spannungsbogen erstaunlich schwach gespannt ist, ist die Geschichte so drückend und unheilverheißend, dass ich sie kaum aus der Hand legen konnte.
Die meisten Charaktere bleiben sehr blass, jedoch bekommt dieder Leserin genau das richtige Maß an Informationen, um der Handlung gut folgen zu können.
Hal hat mir besonders gut gefallen. Sie ist eine sehr warmherzige Person, die gerade eine schwere Zeit durchmacht und für die die Ankündigung der Erbschaft ein wahrer Glücksgriff ist. Ich hab sehr schnell Sympathien zu ihr aufgebaut und konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen.
Nach und nach werden die einzelnen Scherben zu einer in sich geschlossenen Geschichte zusammengekittet, die keine Enden offen lässt.
Eine kurzweilige Geschichte, die ich zwar nicht als Thriller, aber als Spannungsroman beschreiben würde.