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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2021

Familiendrama

Der Tod der Mrs Westaway
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Hal ist pleite. Sie bietet Tarotkartenlesungen am Pier an, doch das Geld reicht kaum zum Leben. Wie soll sie nur all ihre Rechnungen bezahlen? Aus Verzweiflung nimmt sie einen Kredit von einer äußerst ...

Hal ist pleite. Sie bietet Tarotkartenlesungen am Pier an, doch das Geld reicht kaum zum Leben. Wie soll sie nur all ihre Rechnungen bezahlen? Aus Verzweiflung nimmt sie einen Kredit von einer äußerst zwielichtigen Stelle an. Sie hätte auf ihr Gefühl hören sollen, denn schon bald will der Kreditgeber mehr als das 6-fache des Betrages zurück. Da kommt der offiziell aussehende Anwaltsbrief wie gerufen. Hals Großmutter ist gestorben und macht sie zur Erbin – doch ihre Großmutter ist schon seit mehreren Jahren tot. Ein Irrtum, der wie gerufen kommt.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und lässt von Seite zu Seite eine düstere Bedrohung mitschwingen. Auch wenn der Spannungsbogen erstaunlich schwach gespannt ist, ist die Geschichte so drückend und unheilverheißend, dass ich sie kaum aus der Hand legen konnte.

Die meisten Charaktere bleiben sehr blass, jedoch bekommt dieder Leserin genau das richtige Maß an Informationen, um der Handlung gut folgen zu können.
Hal hat mir besonders gut gefallen. Sie ist eine sehr warmherzige Person, die gerade eine schwere Zeit durchmacht und für die die Ankündigung der Erbschaft ein wahrer Glücksgriff ist. Ich hab sehr schnell Sympathien zu ihr aufgebaut und konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen.

Nach und nach werden die einzelnen Scherben zu einer in sich geschlossenen Geschichte zusammengekittet, die keine Enden offen lässt.

Eine kurzweilige Geschichte, die ich zwar nicht als Thriller, aber als Spannungsroman beschreiben würde.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Rasante Story

Psychose
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Auf der Suche nach zwei verschwundenen Secret Service Agents verschlägt es Ethan Burke in das beschauliche Örtchen Wayward Pines in Idaho. Doch seine Reise beginnt mit einem Unfall, bei dem er sein Gedächtnis ...

Auf der Suche nach zwei verschwundenen Secret Service Agents verschlägt es Ethan Burke in das beschauliche Örtchen Wayward Pines in Idaho. Doch seine Reise beginnt mit einem Unfall, bei dem er sein Gedächtnis verliert. Die einzelnen Puzzleteile setzen sich erst nach und nach zusammen. Die Einwohner, die zunächst freundlich und ihm gutgesinnt erscheinen, verhalten sich zunehmend seltsam und scheinen Informationen vor ihm zurückzuhalten.

Die Geschichte wird aus Ethans Sicht geschildert, die immer wieder von früheren Erlebnissen durchbrochen wird.

Ethans Charakter hat mir sehr gut gefallen. Man erhält Einblicke in seine Gedankenwelt und fühlt sich sofort mit ihm verbunden. Ich hatte von der ersten Seite an das Gefühl, mit Ethan in seiner misslichen Lage zu stecken.
Die übrigen Charaktere bleiben blass, aber in meinen Augen braucht es dort auch keine weiteren Einblicke. Es wird schnell klar, dass mit den Einwohnern irgendetwas nicht stimmt, ohne dass man die Personen näher kennen müsste.

Die Spannung ist durchweg zu spüren. Ebenso Verzweiflung, Misstrauen und die allgegenwärtige Angst, dass in Wayward Pines irgendetwas nicht stimmt.

Der Schreibstil ist mitreißend und nimmt dieden Leserin mit auf eine Hetzjagd, die einem den Atem raubt.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir das Ende nicht ein wenig zu viel gewesen ist, aber wenn ich mich komplett darauf einlasse, ist es eine faszinierende Idee, die noch viel Potenzial für die weiteren beiden Bände offen gelassen hat.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Atmosphärischer Thriller

Verschließ jede Tür
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Kaum zu glauben, aber die fast mittellose Jules, die gerade gekündigt wurde und sich von ihrem fremdgehenden Freund trennte, hat einen Wahnsinnsjob in Aussicht. Sie soll in einem Luxusgebäude wohnen und ...

Kaum zu glauben, aber die fast mittellose Jules, die gerade gekündigt wurde und sich von ihrem fremdgehenden Freund trennte, hat einen Wahnsinnsjob in Aussicht. Sie soll in einem Luxusgebäude wohnen und bekommt dafür eine horrende Summe. Fast geschenkt, denkt sich auch Jules. Doch was sich für ihre Freundin von Anfang an nach einem zwielichtigen Abkommen anhört, soll sich bewahrheiten.

Die Geschichte wird aus Jules Sicht geschrieben. Ich konnte sofort eine Bindung zu ihr aufbauen, da ihr Charakter sehr rund und empathisch geschrieben ist. Eine mittellose, junge Frau, die ihr Glück kaum fassen kann.
Die restlichen Charaktere bleiben ziemlich flach, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Jeder der eingeführten Charaktere scheint seine feste Daseinsberechtigung in diesem schrägen Komplott zu haben und seinen Beitrag zu leisten.

Der Schreibstil hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Er ist unaufgeregt und dennoch schwingt zwischen jeder Zeile eine nicht zu fassende Bedrohung mit, die mir durchweg ein unbehagliches Gefühl vermittelte.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da mich die Geschichte so sehr in ihren Bann zog. Ständige neue Erkenntnisse, ließen es mir eiskalt den Rücken herunterlaufen.
Und auch wenn nicht viel passierte, die offensichtliche Spannung hin und wieder auf der Strecke blieb, so war ich dennoch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Das, für mich, nicht hervorsehbare Ende setzte die Kirsche on top und beeindruckte mich auch nach Beenden des Buches eine Weile.

Alles in allem ein sehr atmosphärischer und düsterer Psychothriller, der meine Lust auf die restlichen Bücher von Riley Sager weckte.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Solider Thriller

Die stumme Patientin
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Die berühmte Malerin Alicia hat ihren geliebten Mann brutal ermordet. Mit fünf Schüssen hat sie ihm direkt ins Gesicht geschossen, sich selber hat sie versucht, die Pulsadern aufzuschneiden und ihrem Leben ...

Die berühmte Malerin Alicia hat ihren geliebten Mann brutal ermordet. Mit fünf Schüssen hat sie ihm direkt ins Gesicht geschossen, sich selber hat sie versucht, die Pulsadern aufzuschneiden und ihrem Leben so ein Ende zu bereiten. Doch sie wird gefunden, behandelt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Seit dem Mord hat sie kein einziges Wort mehr gesprochen. Angezogen von diesem faszinierenden Fall, macht es sich Theo Faber zur Aufgabe, hinter die Fassade von Alicia zu blicken und sie so zum Reden zu bringen.

Die Geschichte wird größtenteils aus der Perspektive von Theo Faber erzählt, einem 42jährigen Psychotherapeuten. Die übrigen Seiten werden durch Tagebucheinträge von Alicia gefüllt, die so das Puzzle nach und nach zusammensetzen.

Theo Faber wird als Protagonist sehr rund beschrieben. Die/der Leserin wird nach und nach in seine Geschichte eingeführt, weswegen man eine vermeintlich schnelle Bindung zu ihm aufbauen kann. Leider schwang von Anfang an etwas mit, das ich nicht benennen kann, weswegen mir Theo nie wirklich sympathisch wurde. Seine Versessen- und fast schon Besessenheit ließen mich stetig auf Abstand zu ihm bleiben.
Auch Alicias Charakter wird durch ihre Tagebucheinträge unterfüttert. Ein krasser Gegensatz zu der nun verstummten Patientin. Nach und nach wird der/dem Leser
in so die Chance gegeben, Alicias Handeln näher zu bringen.

Das Ende war für mich nicht hervorsehbar und deswegen relativ spannend. Jedoch wirkte es auch in Teilen konstruiert, was mich nicht ganz überzeugt zurücklässt.

Den Schreibstil empfand ich anfangs als sehr ungewöhnlich und teilweise befremdlich, weil der Protagonist sich direkt an die/den Leser*in wendet. Jedoch hat mich die Geschichte selbst so schnell in ihren Bann gezogen, dass ich mich an den Stil des Autors gewöhnte.

Alles in allem ein kurzweiliger Thriller, der hin und wieder seine Durststrecken hatte, einen aber aufgrund der Geschichte am Ball bleiben ließ.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Kein Thriller, dafür eine fesselnde Geschichte

Wie tief ist deine Schuld
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Die vier Freundinnen waren einst wie Pech und Schwefel – kaum zu trennen. Doch wie bei den meisten Freundschaften, lebten auch sie sich mit der Zeit auseinander. Bis eines Tages eine von ihnen eine Nachricht ...

Die vier Freundinnen waren einst wie Pech und Schwefel – kaum zu trennen. Doch wie bei den meisten Freundschaften, lebten auch sie sich mit der Zeit auseinander. Bis eines Tages eine von ihnen eine Nachricht an die anderen drei schickt. „Ich brauche euch.“ Sofort lassen die Freundinnen alles stehen und liegen, um eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Wurde ihr dunkles Geheimnis etwa gelüftet?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Isa geschrieben. Dabei springt die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart, um den Leser ausreichend abzuholen und Hintergründe offen zu legen.

Die Charaktere sind sehr transparent und in meinen Augen rund gestaltet, sodass ich sofort eine Beziehung zu allen vieren aufbauen konnte. Es fühlte sich an, als wär ich eine von ihnen, größtenteils eingeweiht in ihre Geheimnisse und vergangenen Erlebnisse.

Der Schreibtstil hat mir wirklich gut gefallen. Wie bereits von Ruth Ware bekannt, liest sich auch diese Geschichte spannend und fesselnd, obwohl die Handlung nicht unbedingt thrillerlike ist. Die Spannung fehlte leider an vielen Stellen, dennoch war ich gern an der Seite der Freundinnen und hatte ein paar schöne Lesestunden.

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