Profilbild von buchina

buchina

Lesejury Star
offline

buchina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2022

Unschlüssig

Die Stimme des Wahns
0

Dies ist nun der dritte Teil der Reihe um den ehemaligen Serientäter Francis Ackerman jr, der die Seiten gewechselt hat und nun für das FBI arbeitet. Nachdem Ackerman schon zusammen mit seinem Bruder in ...

Dies ist nun der dritte Teil der Reihe um den ehemaligen Serientäter Francis Ackerman jr, der die Seiten gewechselt hat und nun für das FBI arbeitet. Nachdem Ackerman schon zusammen mit seinem Bruder in einer weiteren Buchreihe des Autors eine wichtige Rolle gespielt hatte, bekam er seine eigene Reihe und darf nun selbst die schwersten Serientäter aufspüren.
In diesem Teil bekommt er es mit seinem früheren Gegner zu tun: Demon, den er eigentlich sicher im Gefängnis glaubte, aber Demon hat alle getäuscht. Und diesmal wird es richtig persönlich für Ackerman, denn Demon hat ihn nicht vergessen und Ackermans Bruder und sein Neffe sind in Gefahr.
Dieser Teil entwickelt sich zu einem richtigen Katz und Maus Spiel, wobei nicht klar ist wer denn die Katze ist. Ackerman ist die zentrale Figur im Roman, selbst seine Partnerin, die ich durch die Vorgängerbände liebgewonnen hatte, blieb eine Randfigur. Mir fehlte der Schlagabtausch zwischen Ackerman und ihr.
Der Roman ist wieder sehr spannend und actiongeladen, manche Handlungsstränge sind mir etwas kurz geraten, z.B. die Gefangenen in dem Tunnel. Die Entwicklung von Ackerman hat mir nicht so gefallen, mir fehlte oft sein typischer Witz und seine Stärke. Hier kam er mir oft eher arrogant und selbstüberschätzend vor. Das Ende hat mich ratlos zurückgelassen. Es ist ein offenes Ende und ich weiß nicht, ob mir der Weg gefallen wird, den der Autor damit einschlägt.
Insgesamt habe ich den Roman gerne gelesen, es war wieder ein Pageturner. Mir fehlte nur die typische Ermittlungsarbeit von Nadia und Ackermann. Da der Roman viel Bezug zu früheren Fällen nimmt, empfehle ich die Reihe in der richtigen Reinfolge zu lesen, da man dann selbst die Verbindungen ziehen kann. Es ist aber kein Muss, da der Autor auch viel erklärt und man auch ohne Vorwissen gut mitkommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.12.2021

Nichts neues, aber guter Aufbau

Gelassen leben
0

Die Fülle an Achtsamkeitsbüchern auch dem Markt ist ja sehr beachtlich und mich hat es einfach überfordert, das richtige für mich herauszufinden. Bei diesem Buch fiel mir als erstes das handliche Format ...

Die Fülle an Achtsamkeitsbüchern auch dem Markt ist ja sehr beachtlich und mich hat es einfach überfordert, das richtige für mich herauszufinden. Bei diesem Buch fiel mir als erstes das handliche Format ins Auge. Quadratisch als Buch ist ungewöhnlich und fällt damit auf. Auch die Größe des Buches gefiel, klein und handlich. Die Gestaltung ist schlicht, unaufgeregt, genau, dass was ich mit „gelassen“ verbinde. Dass es unter dem Label der Stiftung Warentest läuft hatte auch einen positiven Aspekt für mich, hoffte ich so, nicht so viel Abstruses zu lesen, sondern wirklich praktische Tipps zu bekommen.
Neben einem sehr umfangreichen Inhaltsverzeichnis gibt es noch ein paar kurze Sprechblasen mit typischen Wörtern wie „Digital Detox“, „Körperhaltung“ etc. Sehr praktisch, wenn man sich vielleicht inspirieren lassen möchte oder schon etwas Bestimmtes sucht. Vor dem Inhaltsverzeichnis gibt es noch eine Gebrauchsanweisung für das Buch, was ich als hilfreich empfand, da das Buch doch sehr viel umfangreicher ist, wie ich dachte. Das Buch verspricht viel.
Es ist kein Buch zum einfach drauf los blättern. Da kann man zwar auch machen, ich tat es auch, aber die einzelnen Kapitel bauen aufeinander auf und ich kam besser klar, als ich einfach von vorne anfing zu lesen. Vieles im Buch ist nicht neu, man findet es so oder so ähnlich in Zeitschriften, Sendungen oder Büchern über Achtsamkeit und Stress. Mir gefiel, dass es kein Fließtext ist, sondern es immer wieder durch Fotos, Grafiken und Tabellen oder ähnliches aufgelockert ist. Sehr gut gefiel mir auch, dass immer links, dass was man vermeiden soll ist und rechts, was sein sollte. Einiges ist für mich kaum umzusetzen, anderes möchte ich in meinen Alltag mehr integrieren.
Also insgesamt hat mir das Buch schon geholfen, aber man darf natürlich keine zu großen Erwartungen haben. Denn jeder ist individuell und seine Probleme auch. Aber als ein Anfang ist das Buch nicht schlecht. Ich hätte mir insgesamt nur mehr einfache Tipps gewünscht zum schnellen Umsetzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2021

Interessantes Thema

Systemfehler
0

Dies ist mein erster Roman von Wolf Harlander. Die Geschichte um den Ausfall des Internets fand ich sehr spannend.
Der Roman erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die immer wieder wechseln. ...

Dies ist mein erster Roman von Wolf Harlander. Die Geschichte um den Ausfall des Internets fand ich sehr spannend.
Der Roman erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die immer wieder wechseln. Im Mittelpunkt steht der IT-Experte Daniel Faber, der in einer Software Firma für Spiele arbeitet. Plötzlich treten überall in Europa Internetausfälle auf und Daniel Faber kommt in die Schusslinie des BND.
Die einzelnen Erzählstränge sind gut herausgearbeitet, die Charakterbeschreibung findet genug Raum. Die Entscheidungen, vor allem von Daniel Faber waren für mich nicht immer nachvollziehbar, vor allem die er als Vater fällt. Gelungen ist dem Autor die vielfältigen Auswirkungen des „Systemausfalls“ darzustellen, allein anhand einer Familie. Das wirkte zum Teil etwas konstruiert, aber es war unterhaltsam und spannend.
Was mich nicht so richtig überzeugt hat, war das Ende des Buches. Es hat sich schnell alles aufgelöst. Für mich hätte da ruhig etwas mehr offenbleiben können und auch mehr bleibende Auswirkungen des ganzen dargestellten Problems.
Insgesamt ein unterhaltsamer Thriller mit einem spannenden Thema, der etwas mehr Tiefgang haben könnte, bei der Geschichte und zum Teil auch bei seinen Charakteren.
Uve Teschner als Hörbuchsprecher war wieder grandios. Ich mag seine Stimme sehr und auch wie er die unterschiedlichen Charaktere spricht, ist sehr gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2021

Ein Roman, keine Biographie

Frau Merian und die Wunder der Welt
0

Diesen Roman wollte ich unbedingt lesen, nachdem mir mein Mann aus der Biographie von Maria Sibylla Merian erzählt hat. Ich war überrascht, dass mir diese außergewöhnliche Frau vorher kaum begegnet ist. ...

Diesen Roman wollte ich unbedingt lesen, nachdem mir mein Mann aus der Biographie von Maria Sibylla Merian erzählt hat. Ich war überrascht, dass mir diese außergewöhnliche Frau vorher kaum begegnet ist. Ich kenne natürlich ihren Vater, aber ich wusste nicht, dass seine Tochter eine so ungewöhnliche Berufung hatte. Denn Berufung muss man es nennen, wenn man sieht wieviel Zeit und Kraft sie in ihre Arbeit als Künstlerin und Wissenschaftlerin steckt.
Der Roman, denn es ist keine Biographie, wie die Autorin selbst betont, beschäftigt sich nur mit einem Lebensabschnitt von Maria. Maria Sibylla Merian ist geschieden, hat zwei mehr oder weniger erwachsene Töchter und lebt vorerst bei einer religiösen Gemeinschaft. Auch dort versucht sie ihre Beobachtung von Insekten, besonders von Schmetterlingen und deren detailgenaue Nachzeichen weiter zu perfektionieren. Mit ihrem Umzug nach Amsterdam will sie sich nun endgültig ihren Traum, einer Reise nach Surinam, verwirklichen.
Die Entschlossenheit mit der Maria an ihrem Traum arbeitet, fand ich sehr beeindruckend. Sie wurde immer wieder belächelt, aber dennoch ließ sie sich nicht abbringen, als Frau im 17Jh. um die halbe Welt zu reisen, um Insekten zu beobachten und zu zeichnen. Sie hatte keine Angst selbst dem Zaren gegenüberzustehen und ihr Bilder zu verkaufen. Eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Es sollten vielmehr Romane über sie geschrieben werden.
Schade fand ich, dass sich die Autorin sehr auf eine zu gedichtete Liebesgeschichte konzentriert hatte. Vor allem im letzten Drittel des Romans. Maria Merian hat keinen Mann an ihrer Seite gebraucht, um das zu erreichen, was sie erreicht hat und der Roman hätte es auch nicht gebraucht. So ist es am Ende doch mehr Liebesroman.
Insgesamt ist es ein unterhaltsamer historischer Roman, der ein interessantes Bild der gehobenen Amsterdamer Gesellschaft zeigt und sehr authentisch die Reise und das Leben der Kolonialisten in Surinam beschreibt. Von beiden hätte ich mir mehr gewünscht. Der Roman liest sich gut und die Beschreibungen sind sehr anschaulich, so dass ich mich oft in eine andere Zeit versetzt gefühlt habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

Toller Roman, bis auf das Ende

Hexenjäger
0

Der Einband des Buches hat mich schon neugierig gemacht: dunkel, mystisch, schneebedeckte Landschaft. Und so startet auch der Roman. Ein Autor gibt eine Lesung zu seinem neuesten Thriller, seine Frau wird ...

Der Einband des Buches hat mich schon neugierig gemacht: dunkel, mystisch, schneebedeckte Landschaft. Und so startet auch der Roman. Ein Autor gibt eine Lesung zu seinem neuesten Thriller, seine Frau wird gleichzeitig bestialisch umgebracht, sehr ähnlich der Morde im Buch. Das ist die Ausgangslage und als Leser wird man bis zum Schluss im Dunklen gelassen. Es gibt immer wieder unvorhergesehene Überraschungsmomente. Gleichzeitig gibt es auch verschiedene Handlungsstränge, Rückblicke auf vergangene Ereignisse der Protagonistin. Ich fand sie gelungen platziert und sie geben von der Protagonistin ein runderes, nachvollziehbareres Bild.
Es macht Freude den Roman zu lesen, der Spannungsbogen ist konstant hoch. Die Charaktere sind gut gezeichnet, sie haben ihre Schwächen und Kanten und halten einige Überraschungen bereit. Jessicas zum Teil merkwürdiges Verhalten wird nach und nach klarer und verstand sie am Ende sehr gut. Dennoch denke ich, dass sie ein Charakter ist, der für folgende Teile noch viel Entwicklungspotenzial bereithält. Finnland als Handlungsort gefällt mir gut, auch wenn es eher im Hintergrund ist.
Der Roman wäre ein fantastischer typischer skandinavischer Thriller, wenn das Ende nicht gewesen wäre. Es kam plötzlich und völlig überraschend für mich. Es wurde versucht die verschiedenen Handlungsstränge zu vereinen aber auf mich wirkte es zum Teil sehr konstruiert. Die ganze Motivation konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Es blieben auch viele Fragen offen, was wahrscheinlich daran liegt, dass man Stoff für die Folgebände braucht. Aber nach dem guten Start des Buches blieb ich nach der letzten Seit enttäuscht zurück. Schade, denn ansonsten habe ich den Roman wirklich genossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere