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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2017

Hübsches Buch mit einigen Mängeln

Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer
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Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich bin sehr gerne kreativ und lasse mich oft von Bastelideen inspirieren.
"Made at Home, Vol. 2" kommt in einer hochwertigen Spiralbindung daher, die ...

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich bin sehr gerne kreativ und lasse mich oft von Bastelideen inspirieren.
"Made at Home, Vol. 2" kommt in einer hochwertigen Spiralbindung daher, die während des Umsetzens von Anleitungen sehr praktisch ist. Auch insgesamt hat das Buch eine tolle Aufmachung, es ist eine Freude, darin zu blättern.

Die vorgestellten Anleitungen sind sehr vielfältig und zunächst nach Kategorien sortiert: Ostern, Muttertag & Vatertag, Grüner wird's nicht, Von Kopf bis Fuß auf Sommer eingestellt, Sommer, Freche Früchtchen, Abkühlen.
Die meisten Kreativideen sind wirklich schön und laden zum Nachbasteln ein, sehr viele davon kann man sicher mit Kindern auch ganz toll umsetzen. Mit einigen kann ich persönlich gar nichts anfangen (z.B. die Hasenohren in den Sneakers). Dass einem eben nicht alles gefällt, ist aber bei wohl jedem Buch so. Auffällig ist, dass es sehr viele "fruchtige" Bastelideen gibt. Ganz klar ein Trend im Moment, jedoch nicht unbedingt jedermanns Geschmack.

Jetzt aber zum größten Kritikpunkt: Schaut man sich die Anleitungen zu den jeweiligen Ideen genauer an, stellt man schnell fest, dass diese häufig gar keine richtigen Anleitungen sind. Sehr oft findet man in der Liste der benötigten Materialien schon fertige Einzelteile, die dann laut der kurzen Beschreibung nur noch zusammen gesetzt werden. Wirklich detailliert ist kaum eine der Anleitungen. Eigentlich sollen die Bastelideen für Anfänger geeignet sein - aber ich glaube ohne jegliche Erfahrung kommt man bei einigen der Anleitungen schnell an die Grenzen, gerade wenn man gewisse Techniken wie Nähen oder Textilmalerei nicht beherrscht oder einige Materialien fremd sind.

Das nächste wesentliche Manko dieses Buches sind die Vorlagen. Es wurde ja ausdrücklich mit den vorhandenen Vorlagen geworben, im Buch direkt sind aber nicht besonders viele abgedruckt. Vielmehr findet man immer wieder den Verweis, dass die Vorlagen online herunter geladen und ausgedruckt werden können. Für mich ist das nicht unbedingt der Sinn eines Bastelbuches. Die Vorlagen, die jedoch abgedruckt sind, können trotzdem nicht sofort genutzt werden, weil sie nur verkleinert vorhanden sind und zuerst mal vergrößert kopiert werden müssen. Doch welcher haushaltsüblicher Drucker kann mit Vergrößerung kopieren? Meiner jedenfalls nicht - sehr schade, denn ich wollte sofort den Hasenkopf basteln. Es wäre sicher nicht schwer gewesen, die passende Größe abzudrucken, wenn auch eventuell auf zwei Seiten.

Der Aspekt des Workbooks, damit wurde das Buch auch beworben, kommt für mich hier leider auch zu kurz. Immer wieder sind freie Seiten enthalten, die einfach nach Lust und Laune befüllt werden können. Hierunter habe ich mir mehr vorgestellt. Schön finde ich jedoch die heraustrennbaren Seiten, auf denen z. B. Vorlagen für Girlanden oder Flaschenetiketten abgebildet sind.

Was mich noch stört, sind die Rezepte. Diese habe ich in dem Buch gar nicht erwartet, für mich passen sie auch gar nicht rein. Außerdem muss man sagen, dass diese Rezepte wirklich sehr einfach sind. Die Joghurtbombe z. B. bereite ich bereits seit Jahren immer wieder zu.

Insgesamt ist dieses Bastelbuch dennoch ein hübsches Buch, in dem man gerne blättert. Die ein oder andere Idee ist sicherlich schnell umsetzbar, bei anderen muss man sich erst einmal genauer informieren, wo man die benötigten Materialien herbekommt. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Veröffentlicht am 10.04.2024

Enttäuschend

The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe
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Riley ist der neue Superstar in der Popwelt. Mit Herz-Schmerz-Songs erobert sie die Charts und geht mit ihrer "Breakup Tour" auf große Tournee. Der Haken: ihr Ex-Mann behauptet öffentlich, dass ihr Hit ...

Riley ist der neue Superstar in der Popwelt. Mit Herz-Schmerz-Songs erobert sie die Charts und geht mit ihrer "Breakup Tour" auf große Tournee. Der Haken: ihr Ex-Mann behauptet öffentlich, dass ihr Hit "Until You" von ihm handeln würde, doch in Wahrheit singt Riley über ihre Collegeliebe Max. Um die Wahrheit in die Welt zu tragen, überredet sie ihn, mit ihr gemeinsam auf Tour zu gehen.

Das Buch wurde stark als Muss für Taylor Swift-Fans beworben. Ich würde mich als solchen zwar nicht beschreiben, mag aber dennoch gerne musikalische Lovestorys. In dieser Geschichte gibt es in der Tat einige Parallelen zum echten Superstar, jedoch für mich viel zu gewollt und insgesamt unglaubwürdig. Das fängt beim Namen an und geht bis hin zu den Liebeskummer-Liedern.
Der gesamte Plot hat mir schon nicht zugesagt. Vielleicht fehlt mir der Einblick in die Musikindustrie, aber die Idee der Story wirkt auf mich viel zu konstruiert. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Weltstar "einfach so" ihren Ex mit auf Tour nimmt, als Teil der Band, obwohl sie diesen seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat.
Riley empfand ich stellenweise als zu anstrengend mit den ständigen Selbstzweifeln, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Max war ganz sympathisch, jedoch zu flach. Die Liebesgeschichte zwischen diesen Figuren war unstimmig. So konnte ich bis zuletzt nicht nachvollziehen, wieso sie wieder zueinander gefunden haben.

Insgesamt ist dieses Buch für mich enttäuschend gewesen. Ich habe eine romantische Musikgeschichte erwartet, diese Erwartungen wurden jedoch nicht erfüllt. Vielleicht ist das Buch tatsächlich nur etwas für eingefleischte Swifties.

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Merkwürdig und oberflächlich

Sidebitch 2
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Julie gerät immer wieder an Männer, die vergeben sind. Um ihren moralischen Prinzipien treu zu bleiben, möchte sie sich aber auf keinen dieser vergebenen Männer einlassen, zumindest versucht sie es. Doch ...

Julie gerät immer wieder an Männer, die vergeben sind. Um ihren moralischen Prinzipien treu zu bleiben, möchte sie sich aber auf keinen dieser vergebenen Männer einlassen, zumindest versucht sie es. Doch die Frage ist wohl, weshalb sie ihr Muster scheinbar nicht durchbrechen kann und wie sie endlich die wahre Liebe finden kann.

Dies ist der zweite Band der Reihe "Sidebitch" und ich muss zugeben, dass dies für mich gar nicht ersichtlich war und ich somit Teil eins nicht kenne. Das macht aber nichts, da einige Hintergrundinformationen zur Hauptfigur in diesem Roman aufgegriffen werden und man sich den Rest erschließen kann.
Es gibt nur eine echte Protagonistin und zwar Julie selbst, alle weiteren Figuren nehmen eher eine (meist temporäre) Nebenrolle ein. Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben, was mir nicht ganz so zugesagt hat. In der Ich-Form hätte ich als Leserin besser Julies Gedanken nachvollziehen können. Der Schreibstil ist einfach, manchmal etwas holprig. Der Roman springt direkt am Anfang in die Vergangenheit und von dort aus immer wieder mal ein paar Jahre vor, bis man wieder in der Gegenwart ist. Teilweise war es durch die vielen Sprünge schwierig zu folgen.

Ich muss sagen, dass ich von dem Buch leider gar nicht überzeugt bin. Der Klappentext hat sich ganz interessant angehört, sodass ich neugierig wurde. Besonders gespannt war ich auf Gretas Rolle in Julies Geschichte, war dann aber absolut enttäuscht. Es gibt gerade mal zwei kurze Sequenzen mit beiden zusammen, in denen Greta etwas von ihrer Vergangenheit erzählt. Die Botschaft, dass man als Frau aufpassen muss, wie man sich verhält, weil man sonst seinem Ruf schadet, finde ich mehr als schwierig. Und dass gerade Julie, die ich zuvor als selbstbewusste und starke Frau erlebt habe, dies sofort verinnerlicht, ist sehr unglaubwürdig.

Auch das Hin und Her mit den vielen männlichen Bekanntschaften war mir zu viel des Guten. Es scheint, als wäre jeder Mann, der in der Story auftaucht, an Julie interessiert. Zum Teil war die Chemie zwar stimmig, jedoch wurde es irgendwann zu durcheinander und durch die gleichzeitigen Zeitsprünge konnte ich gar nicht mehr überblicken, wo ich mich als Leserin denn nun gerade befinde. Als wäre die Autorin davon ausgegangen, dass dies den Lesern so gehen könnte, hat sie zum Schluss eine Zeittafel mit Julies Beziehungen eingebaut.

Insgesamt finde ich das Buch irgendwie merkwürdig, ich frage mich, was die Autorin mit ihrer Geschichte erzählen möchte. Vielleicht habe ich auch nur falsche Erwartungen gehabt, nämlich mehr Tiefgang und Selbstreflexion von Julie, was durch die Begegnung mit der älteren Greta angedeutet war. Dies war jedoch nicht der Fall, am Ende bleibt dieses Buch ein sehr simpler Erotikroman.

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Veröffentlicht am 27.11.2019

Leider absolut enttäuschend

Als ob du mich liebst
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Jass ist eine Romantikerin, glaubt an die Sprüche, die auf ihren Postkarten stehen. Sie erstellt eine Liste mit romantischen Dingen, die sie - zum ersten Mal in ihrem Leben - erleben möchte, und das innerhalb ...

Jass ist eine Romantikerin, glaubt an die Sprüche, die auf ihren Postkarten stehen. Sie erstellt eine Liste mit romantischen Dingen, die sie - zum ersten Mal in ihrem Leben - erleben möchte, und das innerhalb der nächsten drei Monate. Derjenige, der ihr dies ermöglichen soll, ist ausgerechnet Kale, ein unnahbarer junger Mann, der nichts von ernsthaften Beziehungen hält. Doch er lässt sich darauf ein, schließlich steht er in ihrer Schuld.

Ich muss direkt sagen, dass mich "Als ob du mich liebst" einfach nur enttäuscht hat. Die Grundidee des Buchs ist wirklich gut, doch die Umsetzung alles andere, als das. Gerade aufgrund der vielen sehr guten Rezensionen waren meine Erwartungen hoch, umso enttäuschter bin ich über diesen Roman, der zudem ja quasi ausgezeichnet wurde.

Zunächst einmal ist es der Schreibstil, der so flach und einfach ist, dass es für mich unverständlich ist, wie einige diesen so überaus loben können. Es scheint, als sei dies das erste Buch der Autorin, doch die Aufzählungen ihrer weiteren Bücher am Ende des eBooks beweisen das Gegenteil. Die Sprache ist dermaßen umgangssprachlich, flapsig, teilweise mit gewissen regionalen Besonderheiten (vermute ich zumindest). Ständig werden Fragen, auf die man mit "Ja" antworten würde, mit "Schon" beantwortet. Es gibt Wiederholungen um Wiederholungen und die Ausdrucksweise passt einfach nicht zu den Figuren. Ich lese sehr viele Bücher, auch in dem Genre, und ein derart schlechter, laienhafter Schreibstil ist mir selten begegnet.

Auch die Figuren überzeugen mich nicht wirklich, Jass als Protagonistin hätte durchaus viel Potential, doch leider ist ihr Verhalten sehr häufig nicht nachvollziehbar. Dass der Leser bis fast zum Ende nicht eindeutig erfahren soll, was mit ihr wirklich los ist, wirkt zu gewollt, die Andeutungen sind zu gewollt und führen genau zum Gegenteil - man weiß sofort, worum es geht, somit wird die gesamte Handlung sehr vorhersehbar.
Kales Vergangenheit wird ebenfalls bis zum Schluss nicht verraten und ist so schlicht niedererzählt, dass sie beinahe schon belanglos wirkt.

Wie man wohl merkt, bin ich mehr als enttäuscht von diesem Buch, das nach den ersten Seiten durchaus Potential gezeigt hat. Weder Handlung noch Figuren waren in sich schlüssig, die erste Buchhälfte war zäh, während die letzten 20 Seiten zu schnell erzählt wurden, sodass das Gesamtpaket nicht rund wird.

Lediglich einen Sympathiepunkt gibt es von mir, nachdem ich die persönlichen Worte der Frau gelesen habe, um deren Geschichte es in diesem Buch geht. Hier war ich zum ersten Mal überhaupt berührt. Daher insgesamt zwei Sterne.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Leider nicht überzeugend

Das Licht in meiner Dämmerung
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Eleonore durchlebt gerade den reinsten Albtraum, sie flieht vor den Mördern ihres Bruders und ihren Peinigern, rennt durch den Wald, versucht um jeden Preis ihr Leben zu retten. In dieser scheinbar ausweglosen ...

Eleonore durchlebt gerade den reinsten Albtraum, sie flieht vor den Mördern ihres Bruders und ihren Peinigern, rennt durch den Wald, versucht um jeden Preis ihr Leben zu retten. In dieser scheinbar ausweglosen Situation taucht Ethan auf und nimmt die verletzte und traumatisierte junge Frau mit. Und wird damit zu ihrem Retter.

Dieses Buch ist das zweite von Sarah Saxx, das ich bisher gelesen habe. Den Einstieg fand ich sehr spannend und die Idee auch irgendwie neu, fast schon untypisch für die Autorin bzw. das Genre, in dem sie sich bewegt. Sie erschafft in dieser Story zwei vollkommen unterschiedliche Protagonisten, die im "wahren" Leben wohl niemals den Weg zueinander hätten finden können. Die Ausnahmesituation führt hier jedoch dazu, dass sich Eleonore und Ethan sehr mühsam einander annähern. Zumindest zunächst, denn auf einmal geht das mit den großen Gefühlen erstaunlich schnell.
Ethan lebt ein zurückgezogenes Leben im Wald, flieht vor seiner Vergangenheit und teilweise auch vor der Gegenwart. Er ist mürrisch und lässt kaum jemanden an sich heran. Dann allerdings zieht Eleonore vorübergehend zu ihm. Sie ist eine junge Frau, die gerade erst Furchtbares erlebt und überlebt hat. Diese Figur ist für mich allerdings absolut unglaubwürdig. Das Trauma und die Trauer um ihren Bruder sind viel zu stark im Hintergrund, hin und wieder widmet sich die Autorin Eleonores Gefühlen zwar, jedoch gelingt es ihr nicht, mich damit zu überzeugen. Dadurch werden die Handlungen der weiblichen Protagonistin für mich nicht nachvollziehbar. Die Liebesgeschichte zwischen Eleonore und Ethan geht mir viel zu schnell, wenn man all das berücksichtigt, was zuvor passiert ist und wie Ethan sich ihr gegenüber verhält.

Auch sonst fehlt mir in dem gesamten Buch ein logischer Handlungsverlauf und viel wichtige Recherchearbeit, insbesondere was die Polizeiarbeit betrifft. Aber auch an kleineren Aspekten wie der Ausbildung zur Krankenschwester in den USA merkt man das ganz deutlich. Es sind so viele Logikfehler in der gesamten Handlung drin, dass ich ganz schnell genervt von all dem war. Es wirkt so, als wollte die Autorin viel zu viel und hat sich mit der doch eher komplexen Grundidee ihres Buches einfach übernommen. Einen echten Spannungsbogen konnte sie damit auch nicht aufbauen.

Der Schreibstil hat mich ebenfalls nicht überzeugt. Gefühle kamen bei mir kaum an, die Autorin schreibt fast schon kühl und sachlich, würde ich sagen. Es wirkt, als seien manche Gefühlsbeschreibungen oder Dialoge einfach herunter geschrieben. Dann schreibt sie teilweise so plump und umgangssprachlich, kurz darauf jedoch schon wieder zu gewollt. Es passt für mich einfach nicht zusammen.

Insgesamt bin ich wirklich sehr enttäuscht von diesem Buch. Zwei Sterne kann ich nur deshalb noch vergeben, weil die Idee grundsätzlich gut war und der Einstieg relativ gut gelungen ist. Dann geht es allerdings nur noch bergab. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass die Autorin sich bzw. ihren Stil noch nicht gefunden hat. Sie selbst sagt am Ende des Buches, dass sie zwanzig Bücher in fünf Jahren geschrieben hat. Und das merkt man in dem Fall leider auch.