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Veröffentlicht am 18.11.2021

Ein hervorragender, historischer Roman

Die Reformatorin von Köln
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Rezension:
Die junge Jonata und ihr Vater sind in tiefer Trauer. Ihr Bruder ist tot und zur damaligen Zeit, der Roman spielt im 16. Jahrhundert, glaubte man an das Fegefeuer und nur ein Ablassbrief, den ...

Rezension:
Die junge Jonata und ihr Vater sind in tiefer Trauer. Ihr Bruder ist tot und zur damaligen Zeit, der Roman spielt im 16. Jahrhundert, glaubte man an das Fegefeuer und nur ein Ablassbrief, den man von Priestern und Mönchen kaufen konnte, bewahrte den Verstorbenen vor diesem Fegefeuer.
Doch dann hört Jonata von Martinus Luther und seine Thesen. Angeblich würden diese Ablassbriefe nur Betrug sein und man könnte nur sich selber, durch Sühne und dem festen Glauben, diesen Höllenqualen entgehen. Die Kirche würde sich nur eine goldene Nase an diesen Briefen verdienen wollen. Jonatas Interesse ist geweckt und zusammen mit Simon, der eine Druckerei führt, vervielfältigt sie Luthers Schriften.
Doch ausgerechnet Jonatas zweiter Bruder, Enderlin, der im KIoster lebt und die angeblichen “Nichtgläubigen” jagt, ist ihr und Simon auf den Fersen.

Meine Meinung:
Was für ein spannender und aufregender Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Bettina Lausen hat einen so tollen Schreibstil, dass sie mir die Charaktere und die Zeit des 16. Jahrhunderts unglaublich nahe gebracht hat.
Für mich war es teilweise erschreckend, wie mit den Bürgern umgegangen wurde. Die Kirche hatte im enddefekt zu bestimmen und wenn jemand nicht an das glaubte, was gepredigt wurde, wurde man gejagt und in Kerker eingesperrt. Die “hohen” Priester bestimmten dann, was mit den durch die Kirche Gefangenen geschehen sollte. Oft wurden die “Ungläubigen” zum Tode verurteilt.

Jonata hat mich sehr beeindruckt, weil sie sich gegen ihren Bruder und gegen dessen Ansichten stellte. Ich freue mich schon sehr darauf, auch den 2. Band “Das Geheimnis der Reformatorin”, lesen zu dürfen und bin gespannt, wie es mit Jonata weitergeht.
Bettina Lausen hat hier einen unglaublichen historischen Roman geschaffen und ich kann mir die Geschichte auch unheimlich gut als Film oder Serie vorstellen.

Fazit:
Für jeden Fan von historischen Romanen ist “Die Reformatorin von Köln”, aus der Feder von Bettina Lausen, unbedingt empfehlenswert.
Toller Schreibstil, spannende Story und tiefgreifende, hervorragend ausgearbeitete Charaktere, machen diesen Roman zu einem echten Erlebnis. Von der tollen Recherche ganz zu schweigen.
Von mir bekommt er sehr gute 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Ein Fitzek nach meinem Geschmack

Playlist
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Klappentext:
Musik ist ihr Leben. 15 Songs entscheiden, wie lange es noch dauert

Vor einem Monat verschwand die 15-jährige Feline Jagow spurlos auf dem Weg zur Schule. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt ...

Klappentext:
Musik ist ihr Leben. 15 Songs entscheiden, wie lange es noch dauert

Vor einem Monat verschwand die 15-jährige Feline Jagow spurlos auf dem Weg zur Schule. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Privatermittler Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet, über den Feline immer ihre Lieblingssongs hörte. Das Erstaunliche: Vor wenigen Tagen wurde die Playlist verändert. Sendet Feline mit der Auswahl der Songs einen versteckten Hinweis, wohin sie verschleppt wurde und wie sie gerettet werden kann? Fieberhaft versucht Zorbach das Rätsel der Playlist zu entschlüsseln. Ahnungslos, dass ihn die Suche nach Feline und die Lösung des Rätsels der Playlist in einen grauenhaften Albtraum stürzen wird. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die Überlebenschancen aller Beteiligten gegen Null gehen …

Meine Meinung:
Als erstes möchte ich auf die sehr gelungene Gestaltung des Buches eingehen. Ich finde den schwarzen Hintergrund mit dem roten, glänzenden Schriftzug sehr gelungen. Begeistert hat mich aber das “Wackelbild” in der Mitte. Es wechselt von einem Playzeichen in ein blaues Auge. Ich habe das Buch mit dem roten Buchschnitt erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe, da es einfach etwas Besonderes im Bücherregal darstellt.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht zu viel verraten. Sebastian Fitzek hat nun endlich die Fortsetzung von “Der Augensammler” und “Der Augenjäger” geschrieben, wobei man die ersten beiden Bände nicht unbedingt gelesen haben muss, um bei “Playlist” mitzukommen. Allerdings möchte ich erwähnen, dass man schon etwas gespoilert werden könnte, wenn man noch vorhat, die beiden ersten Bände zu lesen.
Man stößt wieder auf den Privatermittler Alexander Zorbach, der von Felines Mutter beauftragt wird, nach ihrer Tochter zu suchen. Dieser stößt auf besagte Playlist, die Feline im Internet veröffentlicht hat. Doch diese wurde nach der Entführung noch weiter verändert, was Zorbach Rätsel aufgibt.

Die letzten Bücher von Sebastian Fitzek konnten mich nicht mehr so richtig begeistern. Sie waren voller Brutalitäten und Grausamkeiten gespickt, während dieser neue Thriller wieder so ganz anders ist.
Ich habe den Roman sehr schnell verschlungen und er konnte mich mal wieder so richtig fesseln. Hier habe ich endlich wieder den Fitzek erlebt, den ich immer geliebt habe. Durch bestimmte Inhalte, wurden mir auch die beiden Vorbände wieder nahegebracht und mir fiel alles wieder ein. Der Schreibstil war klasse und durch die relativ kurzen Kapitel wurde ich durch den Thriller getragen.
Was für mich allerdings nicht so interessant war, war die eigentliche Playliste, bzw. die Musikstücke insgesamt da es nicht unbedingt mein Musikgeschmack trifft. Die Idee selber fand ich aber sehr gut und ich kann mir vorstellen, dass der Ein- oder Andere durchaus gefallen daran hat.

Fazit:
Endlich wieder ein Fitzek, der mir von Anfang bis zum Ende gefallen hat. Man wird ständig auf eine andere Fährte gelockt und ist letztendlich vom Ergebnis wieder überrascht. Ich vergebe hier sehr gerne 5 von 5 Sternen und freue mich, weitere spannende Sebastian Fitzek Thriller lesen zu dürfen.

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Eine klare Leseempfehlung von mir!

Das Collier der Königin
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Meine Meinung:
Wieder ein Roman, der in zwei Zeitepochen spielt. In der Gegenwart lernen wir Lea kennen, die an einem Sonntagmorgen ein Paket zugestellt bekommt. Der Überbringer stellt sich als Elias vor, ...

Meine Meinung:
Wieder ein Roman, der in zwei Zeitepochen spielt. In der Gegenwart lernen wir Lea kennen, die an einem Sonntagmorgen ein Paket zugestellt bekommt. Der Überbringer stellt sich als Elias vor, der behauptet, das Päckchen sei von seiner Patentante und Leas Tante, die sie jedoch noch nie gesehen hat. In dem Paket befindet sich ein sehr kostbares Diamantencollier, welches wohl vor vielen Generationen in ihre Familie gekommen ist. Angeblich hätte das Collier einst Marie Antoinette gehört. Lea fragt sich, wie dieses kostbare Schmuckstück in ihre Familie gekommen ist.

Warum gibt Tante Gloria ihr schon jetzt das Collier? Schließlich lebt Gloria noch und gesundheitlich geht es ihr auch sehr gut. Leas Neugier ist geweckt und zusammen mit Elias, der als Historiker arbeitet, beginnt sie zu recherchieren.
Dabei stoßen sie auf die Geschichte von Isabelle Blanc, die Tochter des Goldschmiedes, der im 18. Jahrhundert im besetzten Frankreich dieses Collier entwarf.

Dies war der 1. Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, besonders die Kapitel, die im 18. Jahrhundert gespielt haben. Ich habe mit Isabelle, die sich auf der Flucht befunden hat, mit gefiebert und sie für ihre Stärke sehr bewundert.

Beate Maxian hat die Fähigkeit, die einzelnen Charaktere sehr bildhaft zum Leben zu erwecken und verschiedene Handlungsstränge in den Roman einfließen zu lassen. Einmal die Beziehung zwischen den Schwestern Gloria und Leas Mutter, die seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr miteinander haben. Dann das Leben von Isabelle, die sich den Gewogenheiten des 18. Jahrhunderts, nicht kampflos beugt und schließlich die Beziehung zwischen Lea und Elias, die sich auf den Spuren von Isabelle immer mehr kennenlernen.

Ich werde sicherlich noch mehr Romane von Beate Maxian lesen und freue mich schon sehr darauf. Von mir bekommt der Roman 5 von 5 Sternen, da er mich wirklich sehr gut unterhalten hat und ich deshalb eine klare Leseempfehlung aussprechen kann.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Ein sehr gefühlsvoller Roman

Der Weg nach Hause
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Meine Meinung:

Dies war der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe, aber sicherlich nicht der Letzte.
Der Schreibstil von Sofia Lundberg ist unheimlich angenehm und fesselnd. 

Die Kinderfreundschaft ...

Meine Meinung:

Dies war der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe, aber sicherlich nicht der Letzte.
Der Schreibstil von Sofia Lundberg ist unheimlich angenehm und fesselnd. 

Die Kinderfreundschaft von Viola und Lilly ist sehr intensiv, obwohl sie aus völlig unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kommen. Lillys Mutter stirbt bei der Geburt ihres achten Kindes und fortan ist ihr Vater alleine für sie verantwortlich.
Viola versucht, so gut es in ihrem Alter möglich ist, Lilly zu trösten.  
Von dem Todestag ihrer Mutter an, der 12. August, halten die Beiden ein Ritual am Strand ab. Das halten sie ein, bis sie beide zu jungen Frauen herangewachsen sind.  Erst dann beginnen sich die Wege der Beiden zu unterscheiden.

Viola geht auf eine Sekretärinnen-Schule und Lilly beginnt in einem Restaurant zu arbeiten. Schon bald merken die Soldaten, die dort ein und aus gehen, was für eine wunderschöne Stimme Lilly hat.
Lilly macht Kariere als Sängerin und verschwindet eines Tages, zusammen mit ihrem Bruder, nach Paris.
Fortan hört Viola nichts mehr von ihrer besten Freundin. Sie erfährt nur über verschiedene Zeitungsberichte, was für einen Erfolg Lilly hat und sammelt jeden Schnipsel, den sie finden kann.

Dann, am 12. August 2019, erhält Viola einen Telefonanruf.  Sie hört die Stimme von Lilly und es zieht ihr den Boden unter den Füßen weg, denn Lilly sagt leise "Lebwohl".

Wie es dann weitergeht, musst du selber lesen. 
Der Roman springt von Kapitel zu Kapitel in die Zeit von 2019 und in die Vergangenheit von Lilly und Viola. Jedes Kapitel beginnt jedoch am 12. August, was ich überaus interessant fand.  So vergeht nach jedem Kapitel  ein oder zwei Jahre. 
Ich liebe Romane die in zwei Zeitebenen spielen, weil man dann sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart der Protagonisten kennenlernt. 
Lilly war mir dabei nicht immer sympathisch, währen mir Viola unheimlich ans Herz gewachsen ist. 
Sofia Lundberg hat durch ihre wunderbare Beschreibungen eine hervorragende Art, einem die Charaktere nahzubringen und einem am Ende das Gefühl zu geben, diese Menschen persönlich gekannt zu haben.

Ein wundervoller, gefühlsvoller und aufwühlender Roman den ich jedem Leser von historischen Geschichten, empfehlen kann. Er bekommt von mir klare 5 von 5 Sternen und ich freue mich sehr, noch weitere Bücher von Sofia Lundberg entdecken zu dürfen.

Ich möchte mich auch ganz herzlich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich bin froh, dadurch auf Sofie Lundberg aufmerksam geworden zu sein.

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Veröffentlicht am 08.10.2021

Gänsehaut pur!!

Mörderfinder – Die Spur der Mädchen
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Meine Meinung:
Was für ein spannender und grausiger Roman aus der Feder von Arno Strobel. Von der 1. Seite an, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich habe den Thriller gleichzeitig gelesen ...

Meine Meinung:
Was für ein spannender und grausiger Roman aus der Feder von Arno Strobel. Von der 1. Seite an, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich habe den Thriller gleichzeitig gelesen und gehört. Das Hörbuch wird von Dietmar Wunder gelesen und ich war von der Umsetzung mehr als begeistert.

Wenn ich den Roman nur gelesen hätte, hätte er mich sicherlich auch gefangen genommen. Jedoch durch das schaurige Vorlesen von Herrn Wunder, konnte ich die ganze Story noch weitaus intensiver erleben. Mir lief es teilweise eiskalt den Rücken hinunter. Den Sprecher des Hörbuches, Dietmar Wunder, werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. Einfach genial!

Ich habe mich sehr gefreut, dem Fallanalytiker Max Bischoff wieder zu begegnen. Er unterrichtet inzwischen Polizeischüler in Köln und ist damit eigentlich auch sehr zufrieden.
Doch dann kontaktiert ihn ein Mann, der behauptet, seine Tochter hätte Kontakt mit ihm aufgenommen. Das Makabrere dabei ist jedoch, dass seine Tochter vor 6 Jahren, als Grundschülerin, verschwunden ist.
Erst lehnt Max die Hilfe ab, doch als der Vater ihn abermals aufsucht und nun erzählt, dass seine Tochter ihn angerufen hätte erwacht Max Interesse. Tja und ruckzuck ist er in einem Fall integriert, der nie abgeschlossen wurde.

Der Schreibstil von Arno Strobel war wieder genial. Spannend, grausam, atemberaubend und so fesselnd, dass einem die Story nicht loslässt. Ein Muss für alle Thriller-Fans, die es nicht sehr blutig mögen, jedoch der Spannungsbogen immer oben gehalten wird.

Von mir bekommt dieser Thriller natürlich 5 von 5 Sternen und ich freue mich schon auf seinen neuen Psychothriller „Sharing – Willst du wirklich alles teilen?“ der schon auf meinem SuB liegt.

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