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Veröffentlicht am 19.12.2018

Die Magie der Füchse und die Welt der Menschen.

Foxcraft – Die Magie der Füchse
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Die Welt aus der Sicht eines Fuchses, bewegt sich irgendwo zwischen Mittelmaß und Langeweile.

Inhalt:
Tief verborgen in den Wäldern leben die Füchse – wild und ungezähmt. Sie hüten ihre Geheimnisse und ...

Die Welt aus der Sicht eines Fuchses, bewegt sich irgendwo zwischen Mittelmaß und Langeweile.

Inhalt:
Tief verborgen in den Wäldern leben die Füchse – wild und ungezähmt. Sie hüten ihre Geheimnisse und pflegen ihre uralte Magie. Doch eine dunkle Gefahr bedroht ihre Welt! Von all dem ahnt die junge Füchsin Isla nichts. Sie lebt in Frieden und Sicherheit. Doch dann verliert sie ihre Familie – und gerät mitten hinein in den Kampf um das Reich der Füchse. Wem kann Isla noch trauen? Wer ist Freund, wer Feind?

Meinung:
Der Beginn einer "großen Tier-Fantasy-Saga", aus der Feder von Inbali Iserles, lässt alleine durch den Klappentext schon großartiges erwarten. Die Beschreibung klingt spannend und nach einem großen Abenteuer.
Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es wirkt geheimnisvoll und lässt uns einen flüchtigen ersten Blick auf die Magie der Füchse werfen.
Die Aufmachung eines Taschenbuchs ist natürlich nicht so opulent, wie bei einem Hardcover. Trotzdem fand ich toll, dass wir im Taschenbuch zu Beginn eine Karte mit den wichtigsten Orten bekommen. Und am Ende des Buches erwartet uns ein kleiner Glossar mit interessanten Erklärungen.

Leider hat die Handlung das Versprechen der Klappentextes und des guten ersten Eindrucks nicht erfüllt.
Zu Beginn lernen wir die junge Isla und ihre Familie kennen.
Isla ist übermütig, naiv und ungeduldig, so wie man es von einem jungen Charakter, der zum Helden werden soll erwartet.
Auch ihre Eltern und ihr Bruder passen gut in das bekannte Schema. So weit, so gut und für ein Jugendbuch auch völlig okay.
Als dann aber die Geschichte ins Rollen zu kommt, finde ich Isla einfach nur extrem anstrengend und nervig.
Ich konnte mich so garnicht in sie einfühlen. Charakterentwicklung oder Lernfähigkeit suchte ich bis fast zum Ende vergeblich, ihre Handlungen werden nur von Ungeduld und Naivität bestimmt. Ihr Leben bisher muss sehr behütet gewesen sein, denn sonst wäre sie schon längst nicht mehr am Leben.

So verfolgen wir im Buch eine ziellose Wanderung, die sich vollkommen im Kreis dreht.
Auch der Fuchs Siffrin, der zu Islas Begleiter wird, verbessert die Situation nicht wirklich. Zuerst ist er überheblich und wenig hilfreich. Dann hilft und unterrichtet er Isla doch (warum weiß keiner genau), bis es zum Bruch und zur dramatischen Trennung der beiden kommt.
Ob er im nächsten Band wieder auftaucht? Tja, wer kann das schon sagen...

Die Idee die Handlung aus der Sicht der Füchse zu verfolgen gefiel mit ziemlich gut. Die Autorin hat ihnen für die Welt der Menschen ganz eigene Begriffe und Ansichten gegeben. Hinzu kommt die Fuchsmagie, die mir wirklich sehr gut gefallen hat.
Aber die Handlung ist mir leider einfach zu eintönig. Auf der Suche nach ihrer Familie stolpert Isla immer wieder in Situationen, die sie vermieden hätte, verhielte sie sich nur mehr wie ein Fuchs und weniger wie ein kleines zickiges Kind.
Ein kleiner Trost war, dass sich das Buch durch einen leicht und flüssig lesbaren Schreibstil ziemlich schnell beenden ließ.

Fazit:
Für mich leider ein Fall von "gute gedacht, schlecht gemacht". Ich konnte mich mit der Protagonistin überhaupt nicht anfreunden. Die Handlung war langatmig und eintönig. Einzig die Idee hinter der Fuchs-Welt und der Schreibstil sind mir positiv im Gedächtnis geblieben.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Unbeantwortete Fragen, bedrückende Erzählweise und Käse.

Die Insel der Freundschaft
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Dies war der erste Roman eines japanischen Autors, den ich lesen durfte. Bisher hatte ich nur Erfahrung mit verschiedensten Mangas und wollte daher auch japanische Literatur abseits der schwarz-weißen ...

Dies war der erste Roman eines japanischen Autors, den ich lesen durfte. Bisher hatte ich nur Erfahrung mit verschiedensten Mangas und wollte daher auch japanische Literatur abseits der schwarz-weißen Bildergeschichten kennen lernen.
Leider könnte mich das Buch nicht überzeugen.

Zunächst einmal finde ich den Titels "Die Insel der Freundschaft“ ziemlich irreführend.
Der Protagonist und seine Gefährten erfahren auf der Insel kaum so etwas wie Freundschaft. Eher im Gegenteil.
Und auch untereinander bleibt das Verhältnis eher distanziert.

Der Erzählstil ist ruhig und lässt sich flüssig lesen.
Leider gerät die Handlung immer wieder ins stocken und eine wirkliche Entwicklung findet ausschließlich beim Protagonisten Ryosuke statt. Wobei diese so schleppend verläuft, dass man sie tatsächlich erst in den letzten paar Kapiteln bemerkt.
Über weite Strecken handelt das Buch nur von der Herstellung von Ziegenkäse und von Fischfang.

Allerdings kann man (aus der Sicht eines Europäers) sagen, dass die Darstellung der Handlungsorte und der dort herrschenden Bedingungen sehr realistisch dargestellt sind. Auch sind sie sehr anschaulich beschrieben, so dass ich mich gut dorthin versetzten konnte. Und auch die Verhältnisse, die auf der Insel herrschen, bzw. die Art wie sich die Menschen dort verhalten kommt mir durchaus realistisch vor.

Dennoch bin ich enttäuscht zurück geblieben.
Das Buch beantwortete kaum eine meiner Fragen. Das Ende ist sehr offen gehalten. Und so hat mich der Verlauf der Handlung eher frustriert und mit einem bedrückenden Gefühl zurück gelassen.
Ich hatte mir deutlichere Entwicklungen sowohl beim Protagonisten, als auch bei den anderen Figuren erhofft. Leider lässt der Autor aber viele Möglichkeiten einfach im Sande verlaufen.

Ich hatte keine Erwartungen an das Buch, sondern war einfach neugierig. Leider habe ich eine Enttäuschung erlebt.
Ich werde wohl wieder zu Mangas zurück kehren.

Veröffentlicht am 17.08.2017

Eine Schatzsuche, die hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt.

Trümmerwelten
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Mich hat das Buch interessiert, da das Cover und der Titel für mich nach einer spannenden Abenteuergeschichte ausgesehen haben.
Nach großen Reisen, Geheimnissen und vielleicht auch Piraten.
Aber es kam ...

Mich hat das Buch interessiert, da das Cover und der Titel für mich nach einer spannenden Abenteuergeschichte ausgesehen haben.
Nach großen Reisen, Geheimnissen und vielleicht auch Piraten.
Aber es kam dann doch etwas anders.

Das gesamte Buch wird im Wechsel aus zwei Perspektiven erzählt.
Zum Einen aus der Sicht von Charlie, einem friedfertigen und übergewichtigen Geheimnisträger.
Zum Anderen aus der Sicht von Noemi, einer „Problemlöserin“, die für Geld so ziemlich alles tut und außerdem eine fanatische Anhängern des Glaubens der Weisen ist.
Zwei ziemlich gegensätzliche Charaktere, die jeweils von einem Sidekick-Charakter begleitet wird, der ihre Fähigkeiten ergänzt und sie erden soll.

Was genau ein Geheimnisträger ist?
Ja, sehr gute Frage. Genau habe ich das auch nicht herausgefunden. Denn wie bei vielen anderen Dingen in diese Buch, bekommt man zu den Besonderheiten der Geheimnisträger nur vage Informationen und Andeutungen.
Da das Buch aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptfiguren erzählt wird, waren die Autoren der Meinung, dass tiefergehende Erklärungen unangebracht wären, da den Charakteren ja bereits alles klar ist und ihre Welt für sie selbstverständlich ist.
Der Leser hat dann leider Pech gehabt.

Das Setting der Felsinseln, die in den Wolken schweben hat mich wirklich interessiert. Aber leider haben die Autoren weder ihre Welt, noch deren Zusammenhänge oder Entstehung wirklich thematisiert.

Der stetige Wechsel in der Erzählperspektive sorgt zusätzlich dafür, dass die Handlung wenig bis garnicht voranschreitet.
Spannung kommt nicht wirklich auf, da die Probleme, vor die die Figuren gestellt werden eher marginal sind und daher quasi sofort überwunden werden. Und als die beiden dann doch endlich zusammenfinden und sich verbünden, trennen sie sich wenige Kapitel später auch schon wieder und die einzige Sorge scheint zu sein, wer wen zuerst umbringt.

Auch sprachlich war das Buch nicht ganz unkompliziert.
Rechtschreib- und Zeichenfehler machen das Lesen eher holperig und merkwürdige Neukombinationen von Wörtern innerhalb bekannter Redewendungen machen er schwierig zu lesen.

Ich hatte mir von dem Buch mehr Spannung und eine ausgereiftere Erzählweise erhofft. Bisher habe ich mir den Werken von Felix A. Münter recht gute Erfahrungen gemacht. Aber diese Kooperation hat leider nicht so gut geklappt.
Schade.

Veröffentlicht am 05.05.2017

Wieso bekommt Avram Kuyper nicht sein eigenes Buch?

Post Mortem - Zeit der Asche
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Es ist noch nicht vorbei – das Morden geht weiter…
Ein bestialischer Foltermord in einem abgelegenen Landhaus. Jemand möchte, dass Interpol-Agentin Emilia Ness weiter auf die Suche geht. Profi-Killer Avram ...

Es ist noch nicht vorbei – das Morden geht weiter…
Ein bestialischer Foltermord in einem abgelegenen Landhaus. Jemand möchte, dass Interpol-Agentin Emilia Ness weiter auf die Suche geht. Profi-Killer Avram Kuyper verfolgt derweil eigene Spuren zu dem Netzwerk aus Grauen und Tod.

Das zweite Buch der Post Mortem Reihe greift die Ereignisse des ersten Teil auf und führt sie weiter.
Dabei bleibt der bekannte Aufbau erhalten. Die Kapitel wechseln zwischen der Sicht von Emilia Ness und Avram Kuyper. Zusätzlich bekommt der Leser diesmal auch Einblicke aus der Sicht des gesuchten Verbrechers.
Die Kapitel sind wieder recht kurz gehalten, wodurch ein zügiger Fluss und auch stellenweise wieder Spannung aufkommt.

Leider hat Emilia Ness mir wieder genau so wenig gefallen, wie schon im ersten Teil. Ihre persönlichen Probleme und ihre andauernden Kopfschmerzen waren Gefühlt wieder stärker im Fokus, als die Ermittlungsarbeit, die wieder mehr von ihren Kollegen erledigt wurde. Ihre übermäßig emotionalen inneren Konflikte sind mir nach einiger Zeit gehörig auf den Nerv gegangen.
Da sie diesmal innerhalb des Falls auf sehr persönliche Art betroffen ist, sorgt sie aber wenigsten für einige dramatische Momente.
Das macht die Handlung aber nicht viel spannender oder nervenaufreibender.

Avram Kuyper dagegen hat mir wieder sehr gut gefallen. Man durchschaut nicht immer direkt, was er plant. Aber er ist bei weitem der interessantere Charakter. Gebt ihm ein Solo-Buch und alles ist gut!
Die Szenen zwischen Ness und Kuyper waren diesmal erfreulicherweise häufiger vertreten und auch gut umgesetzt.

Sprachlich ist das Buch wieder solide und gut verständlich geschrieben. Beschreibungen von Handlungsorten und neuen Charakteren waren sehr anschaulich. Außerdem versteht es der Autor die Folterszenen sowohl erschreckend, als auch erstaunlich realistisch zu beschreiben.

Insgesamt also ein solider Thriller.
Ich wünsche mir Emilia Ness immer noch etwas tougher, aber da lässt sich wohl jetzt nichts mehr retten. Da reicht Avram Kuyper als abgebrühter und intelligenter Auftragskiller mit Gewissen nicht aus.
Für mich hat es die Serie nicht raus gerissen. Leider.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Cover und Klappentext versprechen mehr, als das Buch hält.

Post Mortem - Tränen aus Blut
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Emilia Ness arbeitet bei Interpol. Avram Kuyper ist Profikiller. Sie jagen beide einen bestialischen Mörder. Jeder auf seine Weise. Dabei blicken beide in die Abgründe der Hölle…

„Tränen aus Blut“ ist ...

Emilia Ness arbeitet bei Interpol. Avram Kuyper ist Profikiller. Sie jagen beide einen bestialischen Mörder. Jeder auf seine Weise. Dabei blicken beide in die Abgründe der Hölle…

„Tränen aus Blut“ ist der erste Teil eines Zweiteilers und auch der Auftakt für die Post Mortem Reihe.
Das gesamte Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Emilia Ness und Avram Kuyper erzählt. Wobei der Wechsel immer Kapitelweise abläuft.
Die Kapital an sich sind eher kurz gehalten und durch kleine Cliffhanger bei jedem Kapitel wird Dynamik und Spannung aufgebaut.

Sprachlich war das Buch für mich recht flüssig und zügig zu lesen.
Das kann ich von der Handlung leider nicht so sagen. Sie zieht sich teilweise sehr und lässt manchmal einen packenden Spannungsbogen vermissen.
Zwar fragt man sich immer, ob Avram seine Familie retten kann. Aber da seine Nachforschungen sehr oft im Sande verlaufen, kam bei mir nicht wirklich Thriller-Feeling auf.

Auch die Figur der Emilia Ness blieb für mich zu klischeehaft. Sie stellt keine selbstbewusste, clevere Ermittlern dar, sondern eher ein unsicheres Mädchen, dass mehr ihre eigenen Probleme und ihr Liebesleben (Gott sei dank mit mit Avram Kuyper) in Kopf hat, als den Fall. Sie ging mir mit der Zeit immer mehr auf die Nerven.
Ihre Ermittlungsarbeit basiert im Wesentlichen auf Recherchen ihrer Kollegen, die sie per Telefon oder E-Mail abfragt. Und auch eine Kooperation mit dem Profikiller Kuyper findet leider nicht statt.

Insgesamt ist das Buch eher ein durchschnittlicher Thriller.
Einzig der Charakter Avram Kuyper macht ihn besonders. Allerdings wäre auch da noch Luft nach oben gewesen.