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Veröffentlicht am 24.05.2022

Unaufgeregter Krimi und ein Stück Familiengeschichte in einem Roman

Tiefes, dunkles Blau
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Ein Fischer zieht den toten Arzt Moritz Jansen, der parallel in einem Biotech-Unternehmen tätig war, in seinem Netz aus dem See. Gemeinsam ermitteln Rosa Zambrano, Seepolizistin in Zürich, und Martin Weiß ...

Ein Fischer zieht den toten Arzt Moritz Jansen, der parallel in einem Biotech-Unternehmen tätig war, in seinem Netz aus dem See. Gemeinsam ermitteln Rosa Zambrano, Seepolizistin in Zürich, und Martin Weiß von der Kriminalpolizei in diesem besonderen Mordfall. Zwischen Rosa und Martin entwickelt sich dazu eine romantische Beziehung.
Zu Beginn erschloss sich mir der Roman nicht gleich als Krimi, auch wenn die Wasserleiche gleich zu Beginn entdeckt wird. Man lernt Rosa erst einmal als Privatperson mit ihren Gedanken, gärtnerisch-kulinarischen Vorlieben und Problemen, sowie einige Freunde und Familienmitglieder kennen. Und auch das spätere Mordopfer wird beschrieben, in seiner Funktion als Arzt und mit seinem familiären Hintergrund. Dann erst entwickelt sich der Mordfall, mit Rosa in ihrer Rolle als Seepolizistin.
Seraina Kobler versteht es Bilder zu erzeugen, denn sie beschreibt genau und auf eine schöne Art und Weise die Geschehnisse, ob im privaten Umfeld oder in Bezug auf den Kriminalfall. Durch die ruhige und unaufgeregte Erzählweise kommt aber dennoch keine richtige Spannung auf. Etwas mehr an „Thrill“ entsteht erst im letzten Drittel. Obwohl das Grundthema um gentechnische Methoden, auf dem die Geschichte aufbaut, einer gewissen Dramatik nicht entbehrt und von gesellschaftspolitischer Bedeutung ist. Daraus hätte man für die Geschichte selbst jedoch noch mehr machen können, finde ich.
Als Roman liest sich das Buch stilistisch gut, aber das gewisse Etwas fehlte mir einfach. Eine Fortsetzung brauche ich nicht.
Wer einen unaufgeregten, stilistisch gut geschrieben Krimi sucht, der über das Familienleben der Hauptprotagonistin viel verrät, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Das Abenteuer geht weiter

Lambadu (Band 2)
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Lambadu erlebt ein weiteres Abenteuer, diesmal gilt es den dunklen Fluch der Feuerhexen zu brechen. Auf der Suche nach dem Glutdiamanten müssen sie und ihre Begleiter einige Gefahren überstehen. Dabei ...

Lambadu erlebt ein weiteres Abenteuer, diesmal gilt es den dunklen Fluch der Feuerhexen zu brechen. Auf der Suche nach dem Glutdiamanten müssen sie und ihre Begleiter einige Gefahren überstehen. Dabei steht Lambadu nicht mehr so stark im Vordergrund, als noch in Band eins. Das Cover und die enthaltenen Illustrationen (davon hätte ich mir noch mehr gewünscht) sind erneut gelungen.
Da die magische Welt, die Nadine Seidel erdacht hat, sehr detailliert ist und viele Gestalten auftauchen ist es gut, wenn man den ersten Band der Reihe kennt. Jetzt kommen einige weitere Figuren und Handlungsorte dazu, so dass das märchenhafte Universum weitergewachsen ist. Zu Anfang hätte ich mir eine Übersicht gewünscht, welche Protagonisten mitwirken und um welches Wesen es sich handelt. Die Geschichte ist rasant geschrieben, es passiert viel und man muss aufpassen, nicht den Überblick zu verlieren. Dazu werden bekannte Märchen und Gesellschaftsspiele eingebunden, mit einigem Wiedererkennungswert. Das Buch ist in viele kürzere Kapitel unterteilt, so dass man dem eigenen Lesetempo gut entsprechen kann. Auch die Sätze sind eher kurz und für Kinder verständlich geschrieben. Leider hat mich das Buch nicht so begeistert, wie der erste Band, es war mir etwas zu hektisch, ohne mich richtig mitzureißen. Die Altersempfehlung ab 8 Jahren ist passend.

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Veröffentlicht am 09.02.2022

Vergnüglich

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar
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Schon das angenehm zurückhaltend gestaltete Cover lässt an einen englischen Krimi denken. Judith Potts, eine clevere alte Dame mit eigenem Kopf, wird Zeuge eines Mordes, den die Polizei mangels ausreichender ...

Schon das angenehm zurückhaltend gestaltete Cover lässt an einen englischen Krimi denken. Judith Potts, eine clevere alte Dame mit eigenem Kopf, wird Zeuge eines Mordes, den die Polizei mangels ausreichender Spuren nicht weiterverfolgt. So ermittelt sie zunächst alleine, findet schließlich (mehr oder weniger freiwillige) Unterstützung – der „Marlow Murder Club“ ist geboren.

Das Buch liest sich einfach gut und besticht durch lebendige Beschreibungen. Die Protagonisten haben ihren ganz eigenen Charakter mit der einen oder anderen „Macke“, die durchaus liebenswert sind. Natürlich dürfen auch die unsympathischen Akteure in der Geschichte nicht fehlen. Die ein oder andere Figur, wie beispielsweise die Polizistin, wird auch mal überzeichnet, das stört etwas. Ein unterhaltsamer Krimi, den ich jedoch nicht unbedingt als typisch englisch einordnen würde, die geheimnisvolle bis düstere Atmosphäre, das Hintergründige fehlt hier. Dennoch bleibt es durchaus spannend und die Handlung ist komplex genug, dass man die Lust am Lesen behält - wenn man den Krimi nicht zu ernst nimmt und sich einfach eine Weile unterhalten lassen möchte.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Eine herzerwärmende Geschichte

Schmittmanns Weihnachten
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Schmittmann ist es sich bequem gemacht in seinem Eigenbrötlerdasein. Und dann wird sein Leben kurz vor Weihnachten auf den Kopf gestellt.
Die kurze Geschichte für „Zwischendurch“ kommt passend zur Weihnachtszeit ...

Schmittmann ist es sich bequem gemacht in seinem Eigenbrötlerdasein. Und dann wird sein Leben kurz vor Weihnachten auf den Kopf gestellt.
Die kurze Geschichte für „Zwischendurch“ kommt passend zur Weihnachtszeit und kann als ein Plädoyer für mehr Nächstenliebe verstanden werden. Unterschiedliche Kulturen treffen aufeinander, unerwarteter Weise wohnen sie dann sogar zusammen. Und verstehen sich besser als zuvor gedacht. Wenn dann noch wenigstens ein Teil der Familie wieder zusammenfindet, sich mit Respekt und Toleranz begegnet, dann wird dies wahrscheinlich eines der schönsten Weihnachtsfeste, die Schmittmann jemals erlebt hat. Nette Geschichte, zum Vorlesen, Miteinanderlesen und Selbstlesen und zum Verschenken.

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Konsumverhalten überdenken

Magische Welt der Dinge (1) Antons geheime Reise mit Paul Pulli
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Alexandra Wagner erzählt in Form einer Supermann-Story, wie ein Pulli hergestellt wird und welche Auswirkungen mit der Produktion verbunden sind.
Eine schöne Idee, Kindern die Auswirkungen unseres Konsums ...

Alexandra Wagner erzählt in Form einer Supermann-Story, wie ein Pulli hergestellt wird und welche Auswirkungen mit der Produktion verbunden sind.
Eine schöne Idee, Kindern die Auswirkungen unseres Konsums auf Menschen und Umwelt mittels einer Geschichte zu vermitteln. Die rückwärts erzählte Reise vom fertigen Lieblingspullover bis zurück zum Baumwollanbau wird durch zahlreiche Zeichnungen in Schwarzweiß illustriert. Die Zeichnungen sind gelungen, farbig wären sie für Kinder ab 8 Jahren, an die sich das Buch richtet, sicher noch anschaulicher.
Es ist zwar eine Supermann-Geschichte, aber nicht super spannend geschrieben. Sprachlich jedoch ist das Buch gut geschrieben, in Kapitel mit einer passenden Leselänge für das Alter eingeteilt und auch der Schriftsatz ist einfach lesbar.
Mich hat beim (Mit-)Lesen die Erzählweise „zurück zum Beginn“ gestört, dadurch wurde die Geschichte etwas unübersichtlich und hatte einigen Erklärungsbedarf zur Folge. Ich würde das Buch nicht zum Alleine-Lesen empfehlen.
Es werden einige globale Zusammenhänge erklärt, was sicher zum Nachdenken anregt und das Buch durchaus lesenswert macht. Eine wichtige Botschaft, die den Kindern hier ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt wird. Und sich auch mancher Erwachsener zu Herzen nehmen könnte.

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