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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2022

Optisch mega, aber inhaltlich war es mir viel zu Teenie

All These Broken Strings
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Vor sechs Jahren steht Mackenzie kurz davor, mit ihrem großen Schwarm Vincent auf der Bühne zu stehen und ihren gemeinsamen Song zu performen. Beide schaffen es nicht, zu ihren Gefühlen zu stehen und durch ...

Vor sechs Jahren steht Mackenzie kurz davor, mit ihrem großen Schwarm Vincent auf der Bühne zu stehen und ihren gemeinsamen Song zu performen. Beide schaffen es nicht, zu ihren Gefühlen zu stehen und durch unglückliche Umstände und eine Intrige, ist es am Ende nicht Mackenzie, die neben ihm steht, als ihr gemeinsamer Song ihn über Nacht zum Star macht.
Jetzt, Jahre später steht das Musik-Camp, in dem beide so gern ihre Sommer verbrachten, vor dem Aus. Außer Mackenzie findet neue Finanzierungsmöglichkeiten. Auf Drängen ihrer besten Freundin springt sie über ihren Schatten und bittet Vincent um Hilfe. Der sagt zu und bald schon stehen sie einander wieder gegenüber. Kann es trotz all der Verletzungen der Vergangenheit eine Zukunft für sie und das Camp geben?


Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut. Es klang so toll und das Cover und der Farbschnitt der Bücherbüchsen-Ausgabe sind einfach mega. Leider konnte es mich aber inhaltlich nicht überzeugen.

Ich empfand beide Mackenzie und Vincent als extrem anstrengend. Beide benehmen sich oft sehr, sehr kindisch und sorgten dafür, dass ich das Buch mehrmals gern an die Wand geworfen hätte.
Mackenzie trauert noch immer um ihren Großvater, der früher das Camp leitete und hat seit seinem Tod nicht mehr gesungen. Sie hat Musik komplett aus ihrem Leben verbannt. Stattdessen studiert sie etwas, das sie null interessiert. Sie hat nie verwunden, was damals mit Vincent passiert ist. Er hat ihr auf vielfältige Weise das Herz gebrochen.
Vincent hadert mit seinem Promi-Status. Ihm ist das alles zu viel und er hat große Probleme mit aufdringlichen Fans. Er hat Mackenzie auch nie verziehen, was damals seiner Meinung nach passiert ist, aber auch zu keinem Zeitpunkt sein Hirn eingeschaltet und mal hinterfragt, was ihm erzählt wurde.
Beide halten an ihren Meinungen immer sehr stark fest und wollen sich nicht abbringen lassen. So beginnt ein Eiertanz auf Teenie-Level.

Das Buch war extrem vorhersehbar. Und mir war schon sehr früh klar, was passiert war und dahintersteckte. Eine Sache hatte ich nicht kommen sehen, alles andere schon.


Fazit: Mir war das Buch leider viel, viel, viel, viel zu kindisch und Teenie. Beide Protagonisten gingen mir tierisch auf die Nerven und waren mir einfach in ihrem Verhalten viel zu jung. Vincent hat all die Jahre nicht ein einziges Mal hinterfragt, was ihm damals aufgetischt worden war – das fand ich ziemlich unrealistisch. Mackenzie hat mit ihrer großen Leidenschaft gebrochen und lebt seither ein Schattendasein. Ja, sie trauert, aber auf mich wirkte sie darin zu dramatisch.
Es gibt einige Missverständnisse und Intrigen – alles auf Teenager-Niveau und gleichzeitig können irgendwann plötzlich alle alles vergeben und verstehen, obwohl eben noch das Gegenteil der Fall war. Von den Stimmungs- und Meinungswechseln bekommt man ein Schleudertrauma.

Die Grundidee fand ich interessant, die Umsetzung war mir aber leider viel zu Teenie und zu jung. Mich haben die Protagonisten und die Handlung einfach nur aufgeregt. Von mir bekommt das Buch 1 Stern wegen der vereinzelten schönen Szenen, aber mehr war für mich nicht drin. Ich habe mehrmals überlegt, es abzubrechen.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Es war einfach nicht mein Buch - zu viel Drama

We don’t talk anymore
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Josephine ist unsterblich in ihren besten Freund Archer verliebt. Archer hat ebenfalls Gefühle für sie, doch beide haben Angst, ihre Freundschaft zu zerstören ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Josephine ist unsterblich in ihren besten Freund Archer verliebt. Archer hat ebenfalls Gefühle für sie, doch beide haben Angst, ihre Freundschaft zu zerstören und schweigen. Sie sind zusammen aufgewachsen, auch wenn sie aus verschiedenen Welten stammen. Josephines Eltern sind reich, Archers deren Angestellte. Er geht auf die gleiche Eliteschule wie seine beste Freundin, gehört aber nur halb zu dieser Welt, doch er hat etwas, was seine Eintrittskarte zu sein scheint: sein Baseball-Talent!


Der Anfang war gut, Josephine tat mir leid, wie sie nach Archer geschmachtet hat, der wiederum wirkte auf mich von Anfang an undurchsichtig. Sein Verhalten ergibt lange keinen Sinn, bis man den Grund erfährt. Mehr und mehr haben sich die Protagonisten für mich ins Negative verändert. Ich konnte ihre Handlungen immer weniger nachvollziehen.

Das Problem an diesem Buch war, dass die Protagonisten einfach ums Verrecken nicht miteinander geredet haben. Ja, ich kann verstehen, dass sie Angst vor unerwiderten Gefühlen haben und davor, ihre besondere Beziehung zu verlieren, aber ganz ehrlich, durch die Art, wie sie damit umgehen, haben sie sie doch bereits verloren. Sie vertrauen einander ihre Geheimnisse nicht mehr an, gehen sich aus dem Weg, oder schweigen, oder noch schlimmer, sie streiten.


Fazit: Mir war das Buch ehrlich gesagt viel zu dramatisch. Plötzlich folgt ein Drama auf das nächste und es hört einfach nicht mehr auf. Dazu kamen noch einige Klischees und Teenie-Dramen und mehr und mehr hat mich das Buch verloren.

Das Ende mit dem Cliffhanger war für mich der Todesstoß für die Geschichte. Das war einfach schlicht too much. Ich hatte schon mit etwas in der Art gerechnet, aber als es dann wirklich so kam, war das für mich das Klischee, das das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Damit ist das Buch endgültig in eine Richtung abgedriftet, die einfach absolut nicht meins war.

Vielleicht lag es daran, dass die Protagonisten so jung sind, aber mich konnte das Buch leider nicht erreichen. Ich hatte überlegt es abzubrechen, weil es mir einfach zu dramatisch wurde, aber ich hatte gehofft, dass es zum Ende hin besser würde, was leider für mich nicht der Fall war.

Es tut mir echt leid, aber für mich ist nicht mehr als 1 Stern drin. Band 2 werde ich definitiv nicht lesen.

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Veröffentlicht am 20.02.2022

Ich habe leider ein ganz anderes Buch erwartet

Acht perfekte Stunden
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Noelle hat sowieso schon keinen guten Tag und dann sitzt sie auch noch mitten in einem Schneesturm in ihrem Auto auf der Autobahn fest! Doch die vermeintliche Katastrophe entwickelt sich zu acht perfekten ...

Noelle hat sowieso schon keinen guten Tag und dann sitzt sie auch noch mitten in einem Schneesturm in ihrem Auto auf der Autobahn fest! Doch die vermeintliche Katastrophe entwickelt sich zu acht perfekten Stunden, denn sie lernt den charmanten Amerikaner Sam kennen und während sie gemeinsam festsitzen, unterhalten sie sich. Aber ihre Zeit ist begrenzt, denn Sam fliegt schon am nächsten Tag zurück nach Hause.


Bei diesem Buch bin ich, ich gestehe es, dem Cover zum Opfer gefallen. Ich fand es so schön und der Klappentext klang auch toll, also musste ich es lesen. Doch es stellte sich schnell heraus, dass dieses Buch für mich zu den Büchern gehört, bei denen ich mal besser vorher die Leseprobe hätte lesen sollen. Ich kam leider nicht mit dem Schreibstil zurecht. Ich kann gar nicht genau den Finger drauflegen, was es genau war, das mich direkt von Seite 1 an gestört hat, aber ich kam von Anfang an nicht rein. Genauso wie ich auch mit den Protagonisten nicht warm wurde.

Noelle und Sam konnten mich nicht erreichen. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber es gab nicht diesen Moment, ab dem ich eine Verbindung mit den Protagonisten eingehe und alles mit ihnen erlebe. Ich blieb außen vor, auf Distanz.

Ich mag es nicht, wenn Bücher sprunghaft sind und das ist dieses hier leider. Man wird plötzlich, ohne Vorwarnung durch Raum und Zeit geworfen und muss sich ohne Hilfestellung wieder zurechtfinden. Ich mag es lieber, wenn mir wenigstens gesagt wird, was los ist und wo ich bin. Ein Buch, das so springt, muss man total aufmerksam lesen. Da es mich aber inhaltlich nicht gepackt hat, bin ich gedanklich weggedriftet und habe dann oft nicht mehr richtig in die Geschichte zurückgefunden.


Fazit: Ich hatte ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. Ich dachte es geht um diese acht Stunden im Schneesturm. Ich dachte man würde da ein zaghaftes Kennenlernen erleben, das immer mehr Tiefgang aufbaut und man das Gefühl bekommt, die Protagonisten wirklich richtig zu kennen. Dass aus Fremden Liebende werden, weil sie in diesem acht Stunden alle Mauern fallen lassen und sich einander öffnen. Leider liegt der Fokus aber auf der Zeit nach den acht Stunden. Und dann bekam ich eine Überdosis Schicksal.

Ich wurde weder mit den Protagonisten warm, noch mit dem Schreibstil. Bei den Protagonisten weiß ich nicht wirklich, woran es lag. Beim Schreibstil anfangs auch nicht, später waren es aber vor allem auch wieder einmal die Zeitsprünge ohne Vorwarnung, die es mir nicht leicht gemacht haben.

Ich habe eine ganz andere Geschichte erwartet. Mich konnte das Buch leider nicht packen. Von mir bekommt es 1 Stern, weil ich die Grundidee sehr interessant fand.

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Veröffentlicht am 12.02.2022

In meinen Augen wurde das Ziel nicht erreicht

Nein
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Triggerwarnung: Vergewaltigung!

Vivian erlebt etwas, was nie eine Frau erleben sollte, sie wird von einer Zufallsbekanntschaft vergewaltigt und noch dazu ist der Täter ein Teenager von gerade einmal 15 ...

Triggerwarnung: Vergewaltigung!

Vivian erlebt etwas, was nie eine Frau erleben sollte, sie wird von einer Zufallsbekanntschaft vergewaltigt und noch dazu ist der Täter ein Teenager von gerade einmal 15 Jahren. Wie geht es danach für sie weiter? Wie verarbeitet sie das Erlebte?


Das Besondere an diesem Buch ist nicht nur, dass die Autorin hier etwas verarbeitet, was ihr selbst passiert ist, sondern auch, dass sie abwechselnd Opfer und Täter zu Wort kommen lässt. Das ist etwas ganz anderes und das fand ich wirklich toll. Das Problem ist nur, dass ich mit dem Schreibstil leider absolut und überhaupt nicht zurechtkam.

Es wird geschildert, wie das Leben beider aussieht, vor, während und nach der Tat. Wie dieser Moment auf beide wirkt. Für Vivian ist er lebensverändernd und einschneidend. Der Täter jedoch ist sich keiner „Schuld“ bewusst. Aber wie kann das sein? Man folgt seinen Gedanken und erfährt so, wie er das alles erlebt hat und warum er so empfindet.

Ich fand es wie gesagt toll, dass hier beide Seiten zu Wort kommen, aber das Buch springt so oft hin und her, da wurde mir ganz schwindelig. Ich wusste kaum wer „dran“ war. Teilweise wechselte die Perspektive mitten im Satz! Das war einfach viel zu viel.
Dadurch wurde das Buch sehr unübersichtlich, auch weil der Schreibstil sehr distanziert war. Wenn man die Geschichte der Autorin bedenkt, kaum verwunderlich, aber das Buch hat für mich nicht davon profitiert. Ich denke es wäre besser gewesen, die Handlung kapitelweise abwechselnd zu erzählen, notfalls Szenen zu wiederholen, um die andere Perspektive hinzuzufügen. So ist es ein Kuddelmuddel mit Kopfweh-Potenzial.


Fazit: Mir war das Buch letztlich in den Schilderungen dann doch zu „einseitig“. Bei Vivian wurden verschiedene „Reaktionen“ deutlich, darunter auch Scham und Selbstvorwürfe, aber beim Täter blieb alles „eingleisig“. Da fand für mich keine richtige Entwicklung statt. Eigentlich geht es bei diesem Buch doch darum, beide Seiten zu beleuchten, aber dadurch, dass der Täter so eindimensional bleibt, konnte der gewünschte Effekt bei mir nicht eintreten.

Ich fand die Idee mega und auch, dass die Autorin ihr eigenes Trauma ein Stück weit durch das Schreiben des Buches verarbeitet, ist eine tolle Sache, aber mich konnte es leider nicht erreichen. Ich kam mit dem Schreibstil nicht zurecht, wurde oft abgehängt und letztlich blieb es mir zu „einseitig“.

Es ist ein wichtiges Buch zu einem wichtigen Thema, aber wenn ich es „nur“ als Roman betrachte, kann ich ihm einfach nicht mehr als 1 Stern geben, so leid es mir tut.

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Veröffentlicht am 10.01.2022

Ich fand das Buch leider langweilig und die Protagonistin unheimlich nervig

Für immer und ein Wort
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Annie wurde vor etwas über zwei Jahren von ihrem Mann für eine andere Frau verlassen, die jünger und schlanker war als sie. Weil ihr Ex aber ein A… ist – und das weiß bis auf Annie und ihre Familie jeder! ...

Annie wurde vor etwas über zwei Jahren von ihrem Mann für eine andere Frau verlassen, die jünger und schlanker war als sie. Weil ihr Ex aber ein A… ist – und das weiß bis auf Annie und ihre Familie jeder! – hat er sie zur Hochzeit eingeladen. Danach ist sie am Boden zerstört und beschließt, dass sie endlich etwas ändern will. Durch Zufall findet sie im Urlaub eine Letterbox und darin ein Notizbuch dessen Inhalt sie tief berührt. Annie muss einfach den Mann finden, der diese Worte geschrieben hat!


Mir ist Annie schon direkt von Beginn an tierisch auf die Nerven gegangen. Ihr Ex ist ein absolutes A… - das ist schon sehr bald klar – aber Annie trauert ihm noch immer heftig hinter her und das teilweise in einer Art, die bei mir zu Kopfschütteln geführt hat und zu ernsthaften Zweifeln an ihrer Intelligenz.
Annie ist unbeschreiblich naiv und wirkt auf mich oft wie ein treudoofer Labrador.

Jack hat auch eine Scheidung hinter sich und jetzt kämpft er um seine Tochter. Seine Ex will wieder heiraten und hunderte Kilometer weit weg ziehen. Gleichzeitig leidet er unter dem Verlust seines Bruders.

Annie hängt sich total an ihre beste Freundin Hoola. Oft genug empfand ich aber das Verhalten der beiden und deren Entscheidungen als sehr sprunghaft. Annie steigert sich so schnell in ihre Obsession bezüglich des Notizbuchs und seines Verfassers hinein. Sie hat im Prinzip zwei Minuten vorher noch ihren A…-Ex total verklärt und im nächsten Moment vergöttert sie den Verfasser der Gedichte. Sie fantasiert sich lauter Zeug zusammen und verstrickt sich total in ihren Wunschvorstellungen. Hoola findet das besorgniserregend und dann irgendwie wieder nicht mehr und sie hütet praktischerweise selbst ein Geheimnis – das hat sie bei mir komplett durchfallen lassen. Das war echt nicht das Verhalten einer Freundin!

Mich hat Annie unbeschreiblich aufgeregt. Wirklich zwischendrin dachte ich, ich platze gleich, so sehr wollte ich sie schütteln! Sie entwickelt sich etwas zu ihrem Vorteil und Schwups, alles wieder zurück auf Anfang.
Annies Mutter fand ich einfach nur schrecklich – sie hat mich mehr als einmal sprachlos gemacht.


Fazit: Insgesamt muss ich sagen, dass mir ausschließlich Jack sympathisch war. Alle anderen sind mir entweder auf die Nerven gegangen – vor allem Annie! – oder haben so blöde Dinge gemacht, dass ich echt fassungslos war.
Ich glaube das Buch hätte von der Ich-Perspektive deutlich profitiert. So fühlte ich mich allein vom Stil schon auf Distanz gehalten.
Die Gedichte, von denen Annie so begeistert ist, fand ich teilweise ganz nett, überwiegend konnte ich ihre Besessenheit davon aber nicht nachvollziehen. Allgemein waren Annie und ihr Verhalten für mich sehr unverständlich.
Zwischen Annie und Jack konnte ich keine Chemie spüren. Mich konnte das Buch selbst auch nicht packen. Ich empfand es größtenteils einfach als extrem langatmig und fast alle Charaktere gingen mir tierisch auf die Nerven!

Von mir bekommt das Buch 1 Stern, es tut mir leid, aber ich fand es leider langweilig.

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