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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2017

eine Frau sieht rot

Ich schenk dir die Hölle auf Erden
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„ich schenk Dir die Hölle auf Erden“ ist nach „Blonder wird’s nicht“ bereits der zweite Roman von Ellen Berg, den ich gelesen habe.
Für ihren aktuellen Roman hat die Autorin eine einigemassen bekannte ...

„ich schenk Dir die Hölle auf Erden“ ist nach „Blonder wird’s nicht“ bereits der zweite Roman von Ellen Berg, den ich gelesen habe.
Für ihren aktuellen Roman hat die Autorin eine einigemassen bekannte Thematik ausgewählt: Herzeleid und Rache! Ob der „Rosenkrieg“ oder der „Club der Teufelinnen“ – Rache ist süß, wenn sitzen gelassene Ehefrauen auf Konfrontationskurs gehen. So auch Bergs Protagonistin Carina. Mit Ehemann Jonas hat sie zwei Kinder groß gezogen und klar ist, dass die eheliche Leidenschaft im Laufe der Jahre nachgelassen hat.
Als Carina jedoch entdeckt, dass Jonas ihr untreu ist, bricht die Hölle los, denn so einfach will sie ihren treulosen Gatten und seine Gespielin nicht davon kommen lassen … es soll eine Scheidung her, die sich gewaschen hat!
Mit Jonas‘ Rückkehr hat Carina allerdings nicht gerechnet …

„Ich schenk Dir die Hölle auf Erden“ ist ein typischer Ellen – Berg – Roman. Humorvoll, unterhaltsam und kurzweilig. Das ideale Buch zum Abschalten und Entspannen.
Bergs Protagonistinnen stehen mitten im Leben, es sind oft patente Frauen, die ein unerwartetes Problem lösen müssen, dabei geht es richtig rund.
Auch Carinas Geschichte ist eine story zum Mitfiebern und Mitlachen, auch wenn die Thematik wie gesagt nicht neu ist. Aber Berg drückt dem Ganzen ihren eigenen Stempel auf, und das macht Spass.
Flotte Sprüche treffen auf eine abwechslungsreiche Handlung, Stil und Sprache sind eher einfach gehalten, sie passen aber gut zum Genre.
„Ich schenk Dir die Hölle auf Erden“ ist ein unterhaltsamer Roman, den ich gern gelesen habe. Von mir gibt’s vier Sterne!

Veröffentlicht am 31.05.2017

Solider Krimi

Cyrus Doyle und der herzlose Tod
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Worum geht’s?

- „Wilde Landschaft und grausame Morde. Nach zwanzig Jahren bei der London Metropolitan Police kehrt Detective Chief Inspector Cyrus Doyle in seine Heimat Guernsey zurück. Schon bei der ...



Worum geht’s?

- „Wilde Landschaft und grausame Morde. Nach zwanzig Jahren bei der London Metropolitan Police kehrt Detective Chief Inspector Cyrus Doyle in seine Heimat Guernsey zurück. Schon bei der Ankunft wartet eine große Aufgabe auf ihn: Auf der Insel hat es ein Unbekannter auf Polizisten abgesehen. Er tötet sie mit einem Pfeil in den Hals und schneidet ihnen das Herz heraus. Was hat das mit den alten Insellegenden – und mit seinem Vater, einer echten Polizeilegende, zu tun? Dann gerät Cyrus Doyle selbst ins Visier des Pfeilmörders.“

Wie lautet meine Meinung?
- Der Krimi war recht unterhaltsam, obschon nicht unbedingt temporeich. Der Ermittler geht mit Bedacht zu Werke, ganz klassisch.
Neben der Ermittlungsarbeit steht vor allem das setting im Mittelpunkt, Landschafts – und Ortsbeschreibungen nehmen viel Raum ein und bilden daher den perfekten Rahmen für eine Urlaubslektüre. Ist es cozy crime?
Wie auch immer, hier präsentiert der Autor einen Roman, den man gut lesen kann und einen Ermittler, der kein Jungspund mehr ist.
Dieses Buch kann man getrost in seinen Urlaubskoffer packen!
Ich vergebe für „Cyrus Doyle und der herzlose Tod“ aus der Feder von Jan Lucas vier von insgesamt fünf möglichen Sternen.

Veröffentlicht am 31.05.2017

Feelgood - Schmöker

Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine
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Die junge amerikanische Buchhändlerin Sarah führt eine Buchhandlung in einem Provinznest, der nicht gerade viel abwirft. Auch privat läuft nicht alles rund – Sarahs Liebesleben ist ganz schön chaotisch! ...

Die junge amerikanische Buchhändlerin Sarah führt eine Buchhandlung in einem Provinznest, der nicht gerade viel abwirft. Auch privat läuft nicht alles rund – Sarahs Liebesleben ist ganz schön chaotisch!
Eines Tages bittet ihre Freundin Sophie sie, für einen gewissen Zeitraum ihren Pariser Buchladen zu übernehmen. Sarah überlegt – und macht sich dann auf an die Seine! Doch die französische Lebensart will erst einmal verstanden werden.
Das savoir vivre erschließt sich der Amerikanerin nicht sofort, und es gibt durchaus kulturelle Unterschiede. Die französischen Bibliophilen muss Sarah erst einmal „knacken“, bevor sie in Paris heimisch werden kann…

Wer träumt nicht heimlich davon, aus seinem Alltag und der tagtäglichen Routine auszubrechen und ganz neue Wege zu gehen?

Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen. Stil und Sprache sind recht einfach verständlich, und sie passen gut zum Inhalt. Für mich war Raisins Erzählung eine Feelgood – Lektüre mit fast märchenhaften Elementen. Ich mochte auch die Figuren sehr gerne, und ich fand es toll, dass die schüchterne Protagonistin Sarah den Sprung über den großen Teich gewagt hat.
Die Autorin hat mit dem Gegensatz von amerikanischer Kleinstadt und europäischer Metropole einen guten Handlungskatalysator gefunden. Den Mythos Paris fängt sie gut ein und sie schrammt haarscharf an so manchem Frankreich – Klischee vorbei. Überhaupt arbeitet sie viel mit Kontrasten – Einzelgängerin Sarah muss in Europa gezwungenermaßen zum teamplayer werden, da sie plötzlich Angestellte in Paris hat – für die junge Frau eine ganz neue Erfahrung!
Die Liebe kommt in der story nicht zu kurz, aber zum Glück artet das Ganze nicht in Kitsch aus. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten: Sarah lernt aufregende neue Leute kennen, freundliche und unfreundliche Menschen!
Es hat mir Spaß gemacht, Sarah lesenderweise zu begleiten.
Natürlich muss man das Genre mögen, um Freude am Lesen zu haben, und man sollte nicht sehr viel Tiefgang erwarten. Wer aber eine schöne Lektüre für Zwischendurch sucht, ist mit „Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine“ gut beraten.


Veröffentlicht am 26.05.2017

Großer Lesespass

Der Galgen von Tyburn
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„Der Galgen von Tyburn“ ist bereits der sechste Band aus der Urban Fantasy Reihe rund um den magiebegabten Ermittler Peter Grant.

Einsteigern würde ich raten, mit Band 1 („Die Flüsse von London“) zu ...



„Der Galgen von Tyburn“ ist bereits der sechste Band aus der Urban Fantasy Reihe rund um den magiebegabten Ermittler Peter Grant.

Einsteigern würde ich raten, mit Band 1 („Die Flüsse von London“) zu beginnen, da ich als Reihen-Kennerin und Peter-Grant-Fan beim „Galgen von Tyburn“ teils Mühe hatte, dem Ganzen zu folgen, da sich Aaronovitch ein wenig in seiner überbordenden Erzählfreude verliert. Manche Passagen kamen mir etwas konfus vor, um ehrlich zu sein. Gefreut habe ich mich aber über das Wiedersehen mit alten Bekannten und über die Einführung neuer Figuren.

Die Handlung gebe ich hier nur in groben Zügen wieder, um nicht zu spoilern:

Peter Grant, Sohn einer Putzfrau und eines Musikers, seines Zeichens sozialer Aufsteiger, findet sich unversehens in der High Society Londons wieder, denn auf einer Party der Reichen und Schönen der Stadt gab es einen mysteriösen Todesfall. Er muss dabei behutsam vorgehen, um Lady Ty nicht vor den Kopf zu stoßen. Außerdem ist ihm wieder der Gesichtslose auf den Fersen, und Peters Leben ist in ernster Gefahr. Dann sind da noch die entfesselten amerikanischen Kiefer Sutherland Fans, die die Serie „24“ viel zu wörtlich nehmen. Darüber hinaus muss ein verschwundenes altes Buch gefunden werden.

Da ist mehr als Diplomatie gefragt!



Ich lese viel lieber Urban Fantasy als High Fantasy, daher ist Aaronovitch‘ Reihe der perfekte Lesespass für mich.

Der Autor sprudelt nur so vor Ideen, ich mag vor allem die popkulturellen Querverweise und Anspielungen ( von der Serie „24“ habe ich allerdings nur ein paar Folgen der ersten Staffel gesehen). Das Beste ist neben all der Magie und den abgedrehten Ideen aber, dass die Reihe eine Hommage an London ist, ein Plädoyer für soziale Aufwärtsmobilität und eine Liebeserklärung an den Multikulturalismus.

Es gibt auch gesellschaftskritische Elemente, wenn man genau hinsieht, aber der Autor spielt nie den Moralapostel. Sprachlich und stilistisch ist das Ganze sowieso klasse, die deutsche Übersetzung ist gelungen, aber die englischen Originale sind noch einen Tick besser.

Wer gerne Urban Fantasy liest, sollte Peter Grant definitiv eine Chance geben!

„Der Galgen von Tyburn“ hat mich bestens unterhalten, ich hätte mir aber wie gesagt ein wenig mehr Struktur gewünscht, da ich inmitten des Actionfeuerwerks fast den Faden verloren hätte.

Trotzdem freue ich mich jetzt schon auf Peters nächstes Abenteuer!

Veröffentlicht am 20.05.2017

Auf der Bio - Farm

True North - Wo auch immer du bist
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Ich hatte richtig Lust, das Buch zu lesen. Erwartet habe ich eine Geschichte für’ s Herz. Romantik.
Eine Wohlfühllektüre, wenn man so will.
Es handelt sich bei dem Roman um einen Reihenauftakt, was ich ...

Ich hatte richtig Lust, das Buch zu lesen. Erwartet habe ich eine Geschichte für’ s Herz. Romantik.
Eine Wohlfühllektüre, wenn man so will.
Es handelt sich bei dem Roman um einen Reihenauftakt, was ich gut finde, da ich sehr gerne Reihen lese.

Worum geht’s ?
„Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat
keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur - und unheimlich attraktiv -, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach …“

Sprachlich und stilistisch liest sich das Buch einfach und flüssig; dies passt meiner Meinung nach gut zum Genre.

Das setting und die Landschaftsbeschreibung der amerikanischen Idylle fand ich so schön, dass ich sofort selbst nach Vermont reisen wollte, und die Idee, eine Bio – Farm und keinen Manager oder Millionär ins Zentrum des Geschehens zu rücken, finde ich richtig erfrischend.
Die Liebesgeschichte funktioniert in gewisser Weise nach dem Motto: Gegensätze ziehen sich an. Griffin ist ein grummeliger Naturbursche, Audrey das genaue Gegenteil.
Ich muss jedoch sagen, dass ich die Erotikszenen etwas übertrieben und unpassend fand, da die Figuren irgendwie out of character handelten. Gegen heiße Szenen habe ich nichts, nur sollten sie logisch in die Geschichte eingebettet werden.
Dies war hier meines Erachtens nicht unbedingt der Fall. Griffin und Audrey verhalten sich teilweise wie hormongeplagte Teenager
Natürlich gibt es auch Drama und Herzeleid und Figuren, die die ländliche Idylle stören – Audreys Mutter etwa. Doch am Ende wird mehr oder weniger alles gut!

Fazit:

Ich hatte mehr Romantik und weniger Erotik erwartet. Trotzdem hat mich Sarina Bowens Roman gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert!

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