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nina_maria

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension „Beyond Eternity“

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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Um Beyond Eternity bin ich ganz lange herum geschlichen und hab es letztlich - ganz untypisch für mich - als Hörbuch gehört.
Der Klappentext konnte mich von Anfang an von sich überzeugen, denn allerspätestens ...

Um Beyond Eternity bin ich ganz lange herum geschlichen und hab es letztlich - ganz untypisch für mich - als Hörbuch gehört.
Der Klappentext konnte mich von Anfang an von sich überzeugen, denn allerspätestens nach Rick Riordan und der Mythos Academy schlägt mein Herz für Göttergeschichten. Und die Tatsache, dass sich die Autorin diesmal der römischen und nicht der Griechischen Götter bedient hat (Experten wissen, ist fast dasselbe), hat das Buch noch interessanter/attraktiver für mich gemacht.

Das Cover per se finde ich sehr schön und edel, allerdings hätte man, meiner Meinung nach auch die Person weglassen können. Hätte dem Ganzen vielleicht einen noch mystischeren Touch gegeben, aber auch mit dem Mädchen auf dem Cover ist es ein Hingucker.

Die Protagonistin Nyla lebt ein ganz normales Leben - bis zu einem schrecklichen Autounfall, den sie unter normalen Umständen nicht hätte überleben sollen. Danach gleicht ihrem Leben einem Chaos, dem eine Brise Unwahrheit, ein Ladung römischer Götter und zwei schnuckelige Typen hinzugefügt werden.
Trotz dieser Verwirrung ist sie ein starkes Mädchen, dass sich den Herausforderungen stellt und nach einer sehr authentisch wirkenden und nicht zu schnell einlenkenden Zweifel-Phase ihr neues Schicksal annimmt.
Die Konstellation um sie herum, ihre Familie, ihre Freunde, Phil und Cyrian hat mir sehr gut gefallen und als Hörerin hatte ich das Gefühl ein Teil dieser Clique zu sein.
Einzig und allein das Drama um und mit ihrer besten Freundin Dee fand ich etwas etwas top much und over the top. Allerdings ist hier zu beachten, dass 16/17 Jahre alt sind und da die Emotionen da garantiert mal so hochkochen können.

Die Storyline hat mir auch sehr gut gefallen und man konnte ihr leicht und auch bei größeren Hör-Pausen noch gut folgen. Manche der Plottwists waren überraschender als andere, aber als „alter Fantasy-Hase“ gibt es vermutlich Wendungen, mit denen man einfach schon rechnet.
Die Idee der absolut verbotenen Liebe finde ich gut und gleichzeitig so gemein… :(

Das Hörbuch ist angenehm zu hören allerdings habe ich da zwei kleine Dinge zu bemängeln, die mir einfach aufgefallen sind.
Als ein Mensch, der der lateinische Sprache mächtig ist, ist mir die Pluralbildung des Wortes „Servus“ sauer aufgestoßen, ebenso wie die Aussprache mancher Begriffe. Das hätte man tatsächlich etwas besser machen können.

Den Cliffhanger fand ich solide und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Alles in allem war es aber eine schöne Romantasy-Geschichte, die sich irgendwo zwischen Highlight, Wohlfühlbuch und gut für zwischendurch bewegt.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension „Und du fliegst durch die Nächte“

Und du fliegst durch die Nächte
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Da ist er also, der zweite Teil der Love-is-Love Reihe von Sophie Bichon. Lange hat er auf meinem Sub gelegen, weil ich nicht zu lange auf den dritten Teil warten wollte und endlich habe ich ihn befreit. ...

Da ist er also, der zweite Teil der Love-is-Love Reihe von Sophie Bichon. Lange hat er auf meinem Sub gelegen, weil ich nicht zu lange auf den dritten Teil warten wollte und endlich habe ich ihn befreit. Und das hat sich definitiv gelohnt!
Doch first Things first: Das Cover

Wie schon bei, ersten Teil, liegt der Akzent auf dem Schwarz, was das Buch edel wirken lässt. Die Akzente werden von den in allen Regenbogenfarben (ich liebe den Hintergrund btw) schillernden Kreisen/Seifenblasen gesetzt, was mir sehr gut gefällt.

Um ehrlich zu sein war mein Start mit dem Buch mehr als holprig. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das lag, aber in der retrospektive spielen da wohl mehrere Faktoren eine Rolle. Allen voran die Tatsache, dass ich das Buch vermutlich zur falschen Zeit gelesen habe und das ich mir einen viel zu großen Druck gemacht habe es zu beenden. Warum? Absolut keinen blassen Schimmer!
Ein weiterer Fakt ist, dass die Kapitel mitunter sehr lang sind. An und für sich stört mich das gar nicht und eigentlich liebe ich lange Kapitel (je länger, desto besser) aber dieses Mal hat es mich im Lesen echt gehindert und gehemmt und mir zu Teil die Freude genommen. Zwischenzeitlich hatte ich einfach das Gefühl so gar nicht voran zu kommen.
Waren die Kapitel in Band eins auch so lang? Falls ja, habe ich das zumindest da nicht so wahrgenommen!

Nichtsdestotrotz habe ich diese wunderbare Liebesgeschichte geliebt und in mein Herz geschlossen.
Julius und Romeo - perfekter geht es wohl nicht. (Allein das Spiel mit den Namen finde ich genial)

Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem passen sie wie die Faust aufs Auge zueinander.
Julius, der so voller Lebenshunger ist und in allem und jedem das Gute sieht. Der manchmal zu viel Gutes sieht und die Leserschaft in seinem unkonventionellem Denken, Leben und Sein absolut in seinen Bann zieht.
Romeo, der so voller Selbstzweifel und zum Teil Selbsthass ist und sich manchmal in seiner Dunkelheit zu verlieren droht. Der die Drogen und die Taubheit braucht um funktionieren zu können und der die Leser*innen dazu bringt, ihn einmal kräftig durchschütteln zu wollen.
Die beiden sind wie Yin und Yang, nehmen und geben sich gleichzeitig so viel.

Ihre Geschichte ist absolut berührend - über das erste Kennenlernen, das langsame Annähern, das sich ineinander verlieben, das Krisen erleben, fast daran zerbrechen und das gemeinsame Überwinden. Dieses Buch ist der Grund, warum ich Liebesgeschichten so gerne lese und vor allem ist es der Grund, warum ich sie nicht mehr nur als leichte Lektüre für zwischendurch abstemple.

Es war die erste reine BoyXBoy Romancestory, die ich je gelesen habe und weil ich selbst kein homosexueller Mann bin, kann ich nichts über die Authentizität sagen, maße mir das auch gar nicht an, sondern kann nur sagen, dass mich die Geschichte berührt hat und ich sie tief in mein Herz geschlossen habe.

Danke für diese Liebe!

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Rezension "Chasing Fame"

Chasing Fame
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Genauso wie Band eins, besticht Band zwei mit einem schönen Cover, dass im Mamor-Stil gehalten ist. Diesmal wird auf eine grünliche Farbkombination gesetzt, was mir persönlich besonders gut gefällt.

Der ...

Genauso wie Band eins, besticht Band zwei mit einem schönen Cover, dass im Mamor-Stil gehalten ist. Diesmal wird auf eine grünliche Farbkombination gesetzt, was mir persönlich besonders gut gefällt.

Der Einstieg fiel mir dieses Mal leichter, als bei Band eins, da man das Montana Arts College, die Figuren und das gesamte Setting schon kennt. Die ganze Atmosphäre hat mir besser gefallen, auch wenn es für mich nicht für ein Highlight gereicht hat.

Mit Hazel und Landon hat man ein super Protagonisten-Paar, zwischen dem es schon im ersten Kapitel ordentlich funkt - i like :)
Trotz dieser Tatsache fällt das Buch durch seine Entwicklung leicht ins Enemies-to-Lovers Trope, was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat. Aber Achtung: das Motiv ist in anderen Büchern definitiv stärker ausgeprägt. Zumindest für meine Begriffe.
Anders als im ersten Teil waren beide Protagonisten und ihre, sich entwicklende Liebesgeschichte, sehr greifbar für mich und beide hatten die Tiefe, die ich bei Miles und Yuna zum Teil vermisst habe.
Auch den typischen NA-Konflikt fand ich angemessen und nicht zu überspitzt oder aufgebauscht.

Leider kam ich zum Teil aber nur sehr langsam voran, was daran lag, dass sich, vor allem im Mittelteil des Buches, einige Längen gehäuft haben. Das hat dem Buch an sich keinen Abbruch getan, aber es hat das Lesen für mich definitiv etwas erschwert.

Davon abgesehen, empfinde ich Teil zwei dieser Reihe definitiv als Steigerung und es macht gespannt auf Julie und Nate.

Danke für dieses wunderbare Buch für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Female Empowerment

Tainted Dreams
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Vorab: Ich liebe die Aufmachung des Buches. Ich mag die dunkle Farbgebung, die goldenen floralen Akzente und auch der Farbschnitt der ersten Auflage gefällt mir unglaublich gut.

Der Einstieg in die Geschichte ...

Vorab: Ich liebe die Aufmachung des Buches. Ich mag die dunkle Farbgebung, die goldenen floralen Akzente und auch der Farbschnitt der ersten Auflage gefällt mir unglaublich gut.

Der Einstieg in die Geschichte ist durch den Prolog sofort spannend und man möchte unbedingt wissen, wie es zu dem Szenario hat kommen können. Das erste Kapiteln setzt dann, wenig überraschend, zeitlich vor der Handlung des Prologs ein. Ein erzählerischer Kunstgriff, den wir auch aus Serien und Filmen kennen, den ich wirklich gerne mag. Wir lernen unsere Protagonistin Charlotte Blossom kennen, die eine starke junge Frau ist und einen, in diesem Genre, doch eher exotischen Beruf hat. Ich finde es total gut, dass wir es mit einer Personenschützerin zu tun haben, weil Bodyguard-Geschichten sonst eher einen männlichen Protagonisten haben. Charlie ist eine sympathische Person, die leider kein allzu gutes Verhältnis zu ihrer Mutter hat, dafür aber einen tollen großen Bruder, der sich um sie kümmert und für den sie sogar arbeitet. Mit einem ihrer besten Freunde wohnt sie in einer WG und die Dynamik zwischen ihr und ihrem Mitbewohner sowie zwischen ihr und Selin, ihrer besten Freundin, gefällt mir sehr gut. Leider verläuft sch mit ihrem Umzug nach Miami hier der Kontakt etwas, was ich sehr schade finde, allerdings verstehen kann.

Der Umzug nach Miami, um für die Familie Newton zu arbeiten, ist der Beginn dieser Geschichte und der Aufhänger für alles, was dann passiert. Wie Charlie selbst, werden wir als Leser*innen in die High Society Miamis entführt, was super spannend und natürlich absolut glamourös ist.
Mit Gideon Newton hat Charlie ihren ersten richtigen bzw. großen Auftrag als Personenschützerin und ich finde es wirklich sehr sympathisch, dass sie absolut überfordert mit der Gesamtsituation ist und sich im Grunde genommen völlig fehl am Platz fühlt.

Die erste Begegnung mit ihrem Klienten und direkten Vorgesetzten Gideon Newton ist bestenfalls unterkühlt. Der junge Erbe des Familienunternehmens hat nämlich so gar keine Lust auf eine Nanny, die jederzeit ein Auge auf ihn haben soll. Während der ersten Unterhaltung wirkt er wie der verwöhnte Sprössling einer reichen Familie und entspricht damit allen Erwartungen von Charlie und der Leserschaft. Wie sehr man sich in ihm täuscht, wird dann allerdings recht schnell klar. Video ist nämlich ein sehr herzlicher Mensch, der eine gewisse Fassade ständig aufrechterhält, die er in den Kreisen der High Society auch absolut benötigt. Während er den reichen, unnahbaren Fuckboy gibt, präsentiert er sich Charlie als das komplette Gegenteil. Er ist kein Snob, sondern sich seiner Privilegien durchaus bewusst. Er ist ein herzlicher Mensch, dem die Menschen, die er liebt sehr am Herzen liege und für die er alles tun würde.

Die Newtons an sich lernt man leider gar nicht so gut kennen, wie man erwartet hat. Mr. Newton scheint ein lieber Mann zu sein, der zwar auch Geschäftsmann ist, aber vor allem ein liebender Mensch in Bezug auf seine Familie ist. Zu Charlotte ist er im Grunde genommen sehr herzlich, was man von seiner Frau leider nicht behaupten kann. Sie ist Geschäftsfrau durch und durch, was vermutlich auch daran liegt, dass ihr das Familienunternehmen, das sie führt, gehört. Sie erinnert mich in ihrer ganzen Art und dem Auftreten sehr an Trish Coldwell.
Gideons Schwester Daphne finde ich am undurchschaubarsten. Zu Gideon scheint sie ein sehr inniges Verhältnis zu pflegen, während sie Charlie von Anfang an die kalte Schulter zeigt.

Diese wird sehr schnell in die Welt der Reichen und Schönen verstrickt, doch so richtig Fahrt nimmt die ganze Handlung erst mit dem Auftauchen Roméo Favreaus auf. Der Sprössling der, mit den Newtons verfeindeten, Familie Favreau wirkt von Anfang an nicht ganz koscher und dieser Eindruck verstärkt sich im Laufe der Handlung immer mehr. An dieser Stelle werde ich, um Spoiler zu vermeiden, nicht weiter auf die Handlung eingehen, doch ich könnte mir hier, an dem von Roméo gezeichneten Bild, einen guten Plottwist für Band 2 vorstellen, der echt super cool wäre.

Die Handlung endet, wie sollte es anders sein mit einem Cliffhanger, der zwar etwas auflöst, wie es zu der Situation im Prolog hat kommen können, allerdings nicht in diese zurückkehrt, was doch etwas unerwartet kommt. Genauso wie die Tatsache, dass das letzte Kapitel aus Roméos Perspektive erzählt.
Natürlich möchte man nun unbedingt erwarten, wie es weitergeht und ich bin wirklich unglaublich gespannt auf Teil 2.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Buch zwar wirklich gut gefallen hat, es für mich leider aber nicht für ein Highlight gereicht hat. Mir waren sowohl Charlotte, als auch Gideon als Protagonisten etwas zu blass. Auch die gegenseitige Anziehung der beiden kam mir etwas zu plötzlich. Darüberhinaus hat die Handlung zwischendrin etwas vor sich hingeplätschert. Es gab zwar lustige Momente, die die beiden zusammengeschweißt hat, wie z.B. das Krokodil-Erlebnis, aber irgendwie war die Sache für mich nicht ganz rund. Erst ab dem Favreau-Coach House Plottwist wurde es spannend und ab da schienen sich die Ereignisse zu überschlagen.
Es ist ein solides Buch und ich möchte unbedingt wisse wie es weitergeht, setzte dabei alle Hoffnungen in Band Zwei, aber es hat mich leider, entgegen meiner Erwartungen, nicht vom Hocker gehauen.
Dennoch kann ich es weiterempfehlen und hoffe, dass andere in dieser Geschichte ein Highlight finden.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Vampires French Revolution

Scarlet
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Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von Genevieve Colman gibt, war ich sofort Feuer und Flamme.
Das Cover spricht mich persönlich sehr an, weil es wirklich schöne Details hat auch einfach sehr ...

Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von Genevieve Colman gibt, war ich sofort Feuer und Flamme.
Das Cover spricht mich persönlich sehr an, weil es wirklich schöne Details hat auch einfach sehr gut zu der ganzen Geschichte passt.

Grundsätzlich war Ichs er neugierig darauf, wie die Kombination aus Vampiren und der französischen Revolution umgesetzt wird. Dahingehend bin ich nicht enttäuscht worden. Mir hat die Verflechtung wirklich gut gefallen und obwohl die Geschichte an der ein oder anderen Stelle gebeugt werden musste, war das Gesamtbild sehr harmonisch und hat sich toll lesen lassen.

Gut hat mir auch gefallen, dass die Protagonistin Engländerin ist und wir somit ein weiteres Land mit Revolutionspotential haben. Die französische Revolution wird zumeist als „Einzelphänomen“ gesehen, als etwas, was sich zwar im Nachhinein auf ganz Europa ausgewirkt hat. Dass es aber auch unmittelbar in Nachbarstaaten zu Bewegungen kam und die Furcht vor einer Eskalation wie in Frankreich gerade unter den Monarchen und in der Aristokratie sehr groß war, wird meist nicht betrachtet. Von daher gefällt mir hier der Schnittpunkt mit England, weil das Potential für Folgebände sehr groß ist.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich die Protagonistin, Eleanor, sympathisch fand. Sie hat eine angenehme Entwicklung im Verlauf der Geschichte durchgemacht, weshalb sie durchaus authentisch wirkte.
Es gab allerdings auch einige Stellen im Buch, da konnte ich ihre Handlungen oder ihre Gedanken nicht ganz nachvollziehen. Auf der einen Seite ist sie ein Mädchen, dass manche Dinge vehement hinterfragt, andererseits nimmt sie einiges, was hinterfragt erden sollte, einfach so hin oder lässt es auf sich zukommen. Das hat ihrer Nachvollziehbarkeit bzw. ihrer Authentizität an einigen Stellen einen Abbruch getan, der mich wirklich gestört hat.

Die Liga des Scarlet Pimpernel hat mir charakterlich auch gut gefallen. Es war eine bunt gemischte Truppe, was eine gute Dynamik zu folge hatte.
Was den „Chef“ betrifft, so bin ich mir jetzt, einige Zeit nach Beenden des Buches, immer noch nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Einerseits wähnt er Eleanor in Sicherheit, braucht sie unbedingt und setzt Himmel und Hölle für sie in Bewegung, andererseits bringt er sie in vermeidbare Situationen, lässt sie im Dunkeln und auch mal völlig im Stich. Seine Handlungen werden von Eleanor nur teilweise hinterfragt, was wirklich etwas auf die Nerven schlägt.

Die Handlung als solche war für mich gut nachvollziehbar und vom Aufbau her auch logisch. Hin und wieder hat es sich gezogen. Die fehlende Dynamik im Mittelteil macht aber das letzte Drittel wieder wett. Hier geht es drunter und drüber und es passier wirklich viel. Fast schon zu viel.
Den Handlungsstrang rund um Marie Antoinette konnte ich nur bedingt nachvollziehen, sehe allerdings noch Chancen für die Fortsetzung hier anzuknüpfen.
Der Antagonist hat mir richtig gut gefallen, denn er ist ein Bösewicht mit Prinzipien. Er ist nicht einfach „böse“, sondern kämpft für etwas völlig nachvollziehbares, nämlich das Recht auf Gleichberechtigung. Man könnte hier ganz philosophisch fragen, ob er wirklich der Antagonist ist oder ob das nicht eher die Liga ist. Dieses Fass möchte ich aber nicht aufmachen.
Mit Anima gewinnt die Geschichte eine weitere Dimension und bietet mit einer weiteren Spezies auch wieder schönes ausbaufähiges Material für eine Fortsetzung.
Die sich anbahnende Lovestory ist für mich etwas paradox, weil ich sie einerseits schon fühle, andererseits aber auch gar nicht. Es wirkt irgendwie alles sehr schnell und gerade auf den letzten Seiten sehr gewollt. Irgendwo kann ich die Anziehung aber auch nachvollziehen. Ich würde für mich. Einfach folgenden Beziehungsstatus vergeben: Es ist kompliziert!

Summa Summarum ist es eine solide historische Fantasygeschichte. Sie hat ihre Stärken, sie hat aber auch ihre Schwächen, was ich aber voll okay finde. Es ist ein Buch, was man schön zwischendurch lesen kann, was unterhält und was gleichzeitig Geschichte etwas greifbarer macht. Man merkt, dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt und ich bin wirklich sehr gespannt auf das, was uns da noch erwartet!

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