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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2022

Wichtig

Loveless (deutsche Ausgabe)
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Loveless thematisiert mit Asexualität ein Thema, was es bisher eher selten in (Jugend-)Bücher geschafft hat, zumindest in die, die ich bislang gelesen habe. Ich muss aber auch gestehen, dass ich noch nie ...

Loveless thematisiert mit Asexualität ein Thema, was es bisher eher selten in (Jugend-)Bücher geschafft hat, zumindest in die, die ich bislang gelesen habe. Ich muss aber auch gestehen, dass ich noch nie aktiv danach gesucht habe wobei ich das vielleicht hätte tun sollen, allein schon um mich zu informieren.

Georgias Geschichte war daher eine neue Erfahrung für mich, während der ich dennoch auch mich selbst etwas reflektieren konnte. Ihr beinahe verzweifeltes Suchen nach Romantik und dem Empfinden von Zuneigung konnte ich einerseits nachvollziehen, denn mir ging es als Jugendliche ähnlich. Andererseits war meine Situation aber trotzdem eine völlig verschiedene, zumal ich früher die Reißleine gezogen habe, bzw. fündig geworden bin, und dadurch weniger Schaden um mich herum angerichtet habe.
Georgia probiert sich aus, und das ist an und für sich eine gute Sache. Leider tut sie es ein wenig rücksichtslos, sie verletzt ihre Freunde, sie ist egoistisch. Natürlich muss man auch ein Stück weit egoistisch sein, schließlich lernt man kaum etwas über seine eigene Sexualität, wenn man sich nicht auch mit sich selbst beschäftigt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, sie hätte dabei ein wenig mehr nach links und rechts geschaut.

Zu sehen, wie die Protagonistin sich dennoch langsam aber sicher klarer über ihre Sexualität wird, war schön zu verfolgen und hat gut getan. Ich habe ihr so sehr gewünscht, dass sie etwas findet, womit sie sich identifizieren kann, schließlich war sie so intensiv auf der Suche, nur an der falschen Ecke. Sie hat liebevolle Freunde und sehr hilfreiche Unterstützung, die mal wieder beweist, dass man mit Rückendeckung und den richtigen Ansprechpartnern vieles leichter erreichen kann als allein.

Das Ende geht ans Herz und hat mich sehr froh gemacht, auch wenn es für manche vielleicht too much ist. Ich bin auf meine Kosten gekommen und gehe bis auf den bereits genannten Kritikpunkt sehr zufrieden aus der Geschichte raus.
Hier wurde die Asexualität den Lesenden anschaulich näher gebracht, man lernt mit Georgia zusammen über die Definition und wichtige Begrifflichkeiten. Das fand ich interessant und wichtig, und ich hoffe, das wird nicht mein letztes Buch sein, in dem asexuelle Figuren eine Rolle spielen.

Mein Fazit:
Wenn die Protagonistin ein wenig umsichtiger auf der Suche nach sich selbst gewesen wäre, hätte ich mich gefreut. Aber ich verstehe auch, dass das Finden der eigenen Sexualität ein Stück weit eine egoistische Angelegenheit ist. Georgia stößt zwar ihre Freunde vor den Kopf, aber das Happy End hat (nicht nur für mich) die Dinge wieder in ein anderes Licht gerückt.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.03.2022

Schönes Buch

The Reason of Love
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The Reason of Love ist der zweite Band einer New Adult Reihe, dessen war ich mir im Vorfeld auch bewusst. Da ich jedoch in diesem Genre bei unterschiedlichen Pärchen in den Büchern bisher ausschließlich ...

The Reason of Love ist der zweite Band einer New Adult Reihe, dessen war ich mir im Vorfeld auch bewusst. Da ich jedoch in diesem Genre bei unterschiedlichen Pärchen in den Büchern bisher ausschließlich die positive Erfahrung gemacht habe, auch mal ohne das Vorwissen des ersten Bandes eine Reihe beginnen zu können, habe ich das auch hier gewagt und wurde nicht enttäuscht. Ich habe mich direkt super zurechtgefunden und auch wenn ich vielleicht zu manchen Figuren eine engere Bindung hätte haben können, wenn ich die Bücher chronologisch gelesen hätte, so hat das mein Leseerlebnis keinesfalls getrübt.

Das Buch wird von Haley aus ihrer Ich-Perspektive erzählt und ermöglicht einem damit, direkt in ihre Gefühlswelt einzutauchen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, habe es genossen, ihre Gedanken zu verfolgen und sehr mit ihr mitgefühlt. Daher fand ich es schade, dass für den männlichen Protagonisten Mateo nicht ebenfalls ein paar Kapitel reserviert waren, denn so hätte ich mich auch mit ihm besser anfreunden können. Ich will nicht sagen, dass er für mich blass blieb, das wäre falsch. Aber zu 100% auf einer Wellenlänge lag ich mit ihm leider nicht.

Zu sehen, wie Haley und Mateo sich einander langsam annähern, fand ich super. Ich hatte Spaß an ihren Dialogen, mochte das Flirren zwischen ihnen, sie harmonierten einfach. Es war locker und süß, aber ich wurde nicht umgehauen von Emotionen. Ein wenig mehr involviert wäre ich sehr gern gewesen. Also gänzlich konnte mich die Liebe der zwei nicht überzeugen, aber zumindest in sehr großen Teilen.
Der Schreibstil der Autorin hat es mir zumindest ermöglicht, das Buch in angenehmem Tempo hinter mich zu bringen. Ich geriet schnell in einen Lesefluss, der mich zuverlässig durch die Seiten trug.

Mein Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte mit einer sehr sympathischen Protagonistin, einem netten männlichen Gegenpart und genug Knistern, dass ich guten Gewissens 4 von 5 Sternen vergeben kann, wenngleich leider kein Highlight.

Veröffentlicht am 15.03.2022

Gefiel mir

TITANEN - Lasst die Rennen beginnen
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Von Victoria Scott habe ich bisher erst eine Dilogie gelesen, die ich sehr geliebt habe. Ich gestehe, dass ich zunächst gar nicht über ihren Namen gestolpert bin, da die Lektüre der Reihe doch etwas her ...

Von Victoria Scott habe ich bisher erst eine Dilogie gelesen, die ich sehr geliebt habe. Ich gestehe, dass ich zunächst gar nicht über ihren Namen gestolpert bin, da die Lektüre der Reihe doch etwas her war. Als ich dann jedoch realisierte, von wem ich da einen Buch in der Hand halte, wurde ich noch ein Stück gespannter auf den Inhalt!

Ich muss sagen, dass ich den Klappentext des Buches erstaunlich interessant fand, das allerdings auch erst beim zweiten Lesen. Etwas wie diese Rennen mit metallischen Pferden habe ich noch nie gelesen, und zunächst fand ich es etwas schräg. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto entschlossener kam ich irgendwann zu der Folgerung: Warum denn eigentlich nicht?

Astrid ist eine mir recht sympathische Protagonistin gewesen. Sie berichtet aus ihrer Ich-Perspektive und das hat es einem direkt möglich gemacht, ihren inneren Zwiespalt zwischen der Faszination für die Rennen und dem Argwohn darüber nachvollziehen zu können, schließlich hat ihr Vater wegen der stählernen Pferde eine Menge Geld verloren. Ich konnte gut verstehen, wie sie sich fühlt, auch ihre Begeisterung über die Titanen ist erstaunlich schnell auf mich übergesprungen. Hätte ich auch nie gedacht, dass ich mich mal für Pferde aus Stahl erwärmen könnte.

Das ganze Thema wurde für mich in ansprechendem Gewand rübergebracht. Der locker-leichte Schreibstil war unkompliziert und ermöglichte mir ein recht angenehmes Leseerlebnis, das zwar durch einige ungelenke Formulierungen und Wiederholungen getrübt, aber nicht größer beeinträchtigt wurde. Ich habe hier stilistisch auch ein paar Parallelen zu Feuer & Flut erkennen können.

Das Ende hat mich unerwartet berührt. Das hätte ich im Vorfeld nie vermutet, dass ich die Geschichte so sehr mitleben würde, dass mich dieses Finale tatsächlich emotional mitnimmt. Insgesamt fand ich das Buch nicht so stark, dass ich es als Highlight bezeichnen würde, aber interessant war es allemal.

Mein Fazit:
Ein sehr gutes 4-Sterne-Buch, für das ich bedenkenlos eine Leseempfehlung aussprechen kann.

Veröffentlicht am 10.03.2022

War ganz gut

Idol - Gib mir alles von dir
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Kristen Callihan hat mit ihrer Idol Reihe eine großartige Rockstar Romance geschaffen, die mit Band zwei schon ihr Highlight erreicht hatte. Alle anderen Bände waren zwar lesenswert, aber den zweiten Teil ...

Kristen Callihan hat mit ihrer Idol Reihe eine großartige Rockstar Romance geschaffen, die mit Band zwei schon ihr Highlight erreicht hatte. Alle anderen Bände waren zwar lesenswert, aber den zweiten Teil hat keiner vom Thron stoßen können, so auch nicht dieser vierte Teil.
Tatsächlich hatte ich anfänglich etwas Mühe, mich wieder mit den Figuren anzufreunden, denn die Lücke zu Band drei war ja doch extrem groß. Nachdem ich mich wieder einigermaßen eingewöhnt hatte, konnte ich die Geschichte recht gut genießen, der fluffige Schreibstil sorgte für ein angenehmes Leseerlebnis und einen tollen Fluss.

Rye und Brenna kennt man beide schon aus vorherigen Teilen, ebenso wie ihre Wortgefechte. Ich hatte Spaß dabei, ihnen zuzuhören, es war schon amüsant, wie die zwei sich ständig kabbeln. Ab und zu hätte etwas mehr Ernsthaftigkeit ihnen nicht geschadet und ein wenig gingen sie mir auch mal auf den Keks, aber dann habe ich einfach eine Pause eingelegt und am nächsten Tag weitergelesen. Die Chemie zwischen den Protagonisten passte auf jeden Fall, das lässt sich nicht leugnen. Mir hätte es noch besser gefallen, wenn mehr Bezug zur Band und dem PR-Management da gewesen wäre, das kam für mich etwas kurz.

Für mich nicht der stärkste Band der Reihe, aber ich fand es schön, Kill John mal wiederzutreffen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.03.2022

Zäher Start

A River of Royal Blood – Rivalinnen
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Von A River of Royal Blood war ich unglaublich angetan im Vorfeld. Ich habe ungeduldig gehibbelt, bis ich das Buch endlich in den Händen halten konnte und habe dann auch bald mit dem Lesen angefangen, ...

Von A River of Royal Blood war ich unglaublich angetan im Vorfeld. Ich habe ungeduldig gehibbelt, bis ich das Buch endlich in den Händen halten konnte und habe dann auch bald mit dem Lesen angefangen, woraufhin leider erst einmal Ernüchterung folgte. Es wurde zum Ende hin auf jeden Fall wieder besser, aber ich kann schon sagen, dass das Buch nicht das Highlight wurde, was ich dachte, das es werden würde.

Der Einstieg in die Welt gelang mir leider alles andere als mühelos. Ich konnte die Umgebung zuerst nicht richtig greifen, die Vorgänge, die Beschreibungen. Es war alles so komplex gestaltet, dass ich mich kaum zurechtgefunden habe, so viele Begriffe, Namen, Erwähnungen, und ich war heillos überfordert. Von allen Seiten stürmte etwas auf mich ein und das gestaltete den Beginn leider sehr zäh und mühsam.

Ich fand es schade, dass ich mich so lange nicht richtig auf den Inhalt einlassen konnte, aber ich habe wirklich versucht, mich durchzubeißen. Als die anfänglichen Schwierigkeiten größtenteils überwunden waren, wurde es besser, flüssiger, leichter. Ich konnte freier atmen, wenn man das so drastisch sagen kann, und das Lesen wieder mehr genießen.

Eva als Protagonistin gefiel mir echt gut. Sie erzählt aus ihrer Ich-Perspektive und ich kam ihr damit zumindest menschlich schnell näher, auch wenn es wie beim Setting dauerte, bis ich wirklich mit ihr auf einer Wellenlänge war. Ich fand es sehr spannend, sie und ihre Kräfte zu beobachten, wie sie stärker wird und sich weiterentwickelt. An ihrer Seite zu stehen, hat mir gefallen und mich gut unterhalten, sie wuchs mir besonders in der zweiten Hälfte des Buches stetig mehr ans Herz.

Die ganze Hintergrundidee der Geschichte mit dem Erbe der Magie und der Rivalität zwischen den Schwestern fand ich gut durchdacht und war von Anfang an sehr neugierig darauf. Das Magiesystem hat mich durchaus fasziniert und wie gesagt, als ich erstmal drin war in der Story, wollte ich mich nicht mehr lösen.

Mein Fazit:
Ich möchte furchtbar gern wissen, wie es weiter geht! Der Anfang hat mich einiges an Durchhaltevermögen gekostet, aber ansonsten ein gutes Buch, was ich im späteren Verlauf sehr gern gelesen habe und daher auch weiterempfehlen möchte.
Von mir gibt es, mit beiden Augen zugedrückt, 4 von 5 Sternen.