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Veröffentlicht am 16.05.2022

1881, London - Warum musste die Anarchistin sterben? [#2 - Leo Stanhope]

Der Mord in der Rose Street
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Dauer: 11 Stunden 17 Minuten - - - Sprecherin: Viola Müller

Ich kenne Band 1 dieser Reihe nicht und habe daher etwas gebraucht, um die genauen Hintergründe von Leo Stanhop zu verstehen. Leo ...

Dauer: 11 Stunden 17 Minuten - - - Sprecherin: Viola Müller

Ich kenne Band 1 dieser Reihe nicht und habe daher etwas gebraucht, um die genauen Hintergründe von Leo Stanhop zu verstehen. Leo wurde als Mädchen geboren und fühlte sich wohl schon früh unwohl in ihrem Körper. In ihr schlägt das Herz eines Mannes und daher entschließt sie sich als Mann zu leben. Kaum jemand ahnt was sich unter den Kleidern des Assistenten der Gerichtsmedizin versteckt. Im Mittelpunkt der Handlung steht also eine Person mit transsexueller Identität. Der Autor hat die Figur sehr sympathisch angelegt und ich konnte ihrem inneren Kampf gegen die auferlegten Rollen gut folgen.

Nachdem Leo im ersten Band den Tod seiner geliebten Frau aufklären musste, hat er eine gewisse Bekanntheit in der Gegend erlangt. Diesmal geht es um den Mord an einer Anarchistin und Leo wird über verschiedene Wege in den Fall verwickelt. Am emotionalsten ist für ihn der Verbleib der beiden Kinder der Frau. Irgendjemand scheint ein Interesse an den Kindern zu haben und Leo befürchtet, dass die Kinder in Gefahr sind.

Mir hat das Hörbuch gut gefallen, weil ich es dank der angenehmen Stimme der Sprecherin gern gehört habe. Ich fand auch gut, dass eine Frau als Sprecherin ausgewählt wurde, weil so die inneren Dialoge von Leo ( geborene Charlotte ) noch authentischer wurden. Die Geschichte eines Mannes von einer Frau erzählt.

Bei einer Fortsetzung würde ich gerne wieder dabei sein und auch bevorzugt die Hörbuchvariante.

DerMordinderRoseStreet

NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

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Veröffentlicht am 07.05.2022

Viel Wortwitz - wenig Krimi [#1 - Vikki Victoria]

Zurück nach Übertreibling
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+ + eine skurrile Hauptfigur mit transsexueller Identität, die wahrscheinlich eng an die Autorin angelehnt ist + +

Dieses Buch ist ganz anders als von mir erwartet. Ich hab mich aufgrund Cover und Kurzbeschreibung ...

+ + eine skurrile Hauptfigur mit transsexueller Identität, die wahrscheinlich eng an die Autorin angelehnt ist + +

Dieses Buch ist ganz anders als von mir erwartet. Ich hab mich aufgrund Cover und Kurzbeschreibung auf einen gemütlichen Provinzkrimi eingestellt. In "Zurück nach Übertreibling" steht Vikki Victoria, die mit ihrer transsexuellen Identität, wohl einiges mit der Autorin gemein hat, im Mittelpunkt. Die Autorin bedient sich am vollen Buffet der Klischees und lässt Vikki auch mal mit Gendersternchen und Toiletten für das dritte Geschlecht hadern.

Die Krimihandlung ist eigentlich nur der Überbau, der Vikki den Raum für ihre eigenwillige Art zu handeln bietet. Vikki wird aus ihrer relativ heilen Glamour-Nachtwelt herausgerissen, als Toni Besenwiesler aus dem Gefängnis ausbricht. Toni hat mir ihr und dem türkischen Clanboss Achmet noch eine Rechnung offen, daher ist höchste Vorsicht geboten. Vikki hat einen starken Mann an ihrer Seite, den Chef der Motorradgang Switch Blades.

Der Humor liegt bei diesem Buch ganz klar im Vordergrund zulasten der Spannung. Der Gefängnisausbruch und spätere Entführungen sind von außen betrachtet nicht besonders spektakulär. Wenn man es vorher weiß, kann man sich besser drauf einlassen finde ich.

Ich habe das Buch gerne gelesen und oft herzhaft gelacht, aber ich glaube, bei der Fortsetzung würde ich zum Hörbuch greifen.

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Veröffentlicht am 01.05.2022

eigenwillig und gehaltvoll

Der Astrologe - eine gänzlich unwahre Geschichte
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Bei diesem Buch haben mich das Cover und der Bezug zur Astrologie neugierig gemacht.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch sehr polarisiert. So wie es auch schon das Cover darstellt. Entweder man klappt ...

Bei diesem Buch haben mich das Cover und der Bezug zur Astrologie neugierig gemacht.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch sehr polarisiert. So wie es auch schon das Cover darstellt. Entweder man klappt es nach den ersten 50 Seiten genervt und verwirrt zu oder man findet Gefallen an den skurrilen Figuren.

Es fällt mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten und die richtigen Worte zu finden, weil es ganz anders war als ich erwartet habe. Die Astrologie spielt eine Rolle, aber nicht dominierend in der Handlung und die Hauptprotagonisten waren keine Sympathieträger. Das ist aber nicht als Kritik zu werten. Das Buch ist für mich kein richtiger Thriller, aber ich weiß auch nicht, welchem Genre es am ehesten entspricht. Vielleicht: Roadtrip mit Krimielementen und Klamauk

Zur Handlung: Es geht u.a. darum eine Mordserie aufzuklären und den Starastrologen Scultetus in Sicherheit zu bringen. Scultetus und sein Bodygard Max, ein kriegstraumatisierter Polizeischüler, machen sich auf den Weg und hetzen von Station zu Station. Dabei lernen wir einige Gegenden im europäischen Hinterland kennen. Der Autor hat viele interessante, historische Details und verschiedene Anspielungen in die Handlung eingearbeitet. Ich bin nicht sicher, ob ich alles verstanden habe.

In einem zweiten Handlungsstrang geht es um die Bächereifachverkäuferin Evi, die in Dresden beim Planetenfest unerwartet in die höchsten Kreise aufsteigt. Evi ist die Freundin von Max und das Pärchen hat es faustdick hinter den Ohren.

Im Zentrum der Erzählung geht es viel um die europäische Idee und den Euro als Gemeinschaftswährung. Wie sieht das Geburtshoroskop der Euro-Währung aus?

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Veröffentlicht am 30.04.2022

ein perfektionistisches Zimmermädchen wird in einen Mordfall verwickelt

The Maid
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+ + anders als erwartet, aber durchaus lesenswert + +

Bei diesem Buch hat mich das Cover gleich neugierig gemacht und der Klappentext hat einen unterhaltsamen Krimi versprochen. Ich habe erwartet, dass ...

+ + anders als erwartet, aber durchaus lesenswert + +

Bei diesem Buch hat mich das Cover gleich neugierig gemacht und der Klappentext hat einen unterhaltsamen Krimi versprochen. Ich habe erwartet, dass das Zimmermädchen Molly auf unkonventionelle Art einen Mordfall aufklärt. Die Geschichte entwickelt sich aber ganz anders.

Molly Gray ist Mitte 20 und sie hat eine Leidenschaft fürs Putzen. Ein von ihr gereinigtes Zimmer wird in den "Zustand der Perfektion" zurückgesetzt. Ihre ganze Art deutet in Richtung Asperger-Autismus. Sie drückt sich sehr altmodisch aus und hat ihre Probleme im zwischenmenschlichen Austausch.

Als sie die Leiche eines Gastes findet, rückt sie nach und nach ins Visier der Ermittlungen. Ein alter Freund ihrer Großmutter setzt sich für sie ein und im Team können sie den Fall dann aufklären.

Molly hat das Herz auf dem richtigen Fleck und ist öfters Opfer der Umstände. Ihre eigenwillige Art macht sie zur Außenseiterin und zum Sündenbock.

Die ersten 100 Seiten geht es fast nur um die Figur Molly und ihren Alltag nach dem Tod der geliebten Großmutter. Für mich war die Krimihandlung nicht wirklich spannend, weil sich schon recht früh abgezeichnet hat, wer als Täter in Frage kommt. Ich habe das Buch aber trotzdem gern gelesen, weil ich Molly als Figur sympathisch fand.

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Welchen Weg wird die Menschheit gehen? - - Digitale Weltregierung oder Wiederkunft Christi ?

2084: Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Menschheit
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+ + Ist der "Homo Deus" von Yuval Harari ein Irrweg oder der nächste Entwicklungsschritt? - - Ist der menschliche Tod ein technischer Fehler? + +

Ich habe schon einige Bücher über künstliche Intelligenz, ...

+ + Ist der "Homo Deus" von Yuval Harari ein Irrweg oder der nächste Entwicklungsschritt? - - Ist der menschliche Tod ein technischer Fehler? + +

Ich habe schon einige Bücher über künstliche Intelligenz, Digitalisierung und entsprechende Zukunftsvisionen gelesen, aber noch keines aus christlicher Sicht. John Lennox hat als Mathematikprofessor für mich einen guten Hintergrund für dieses Thema.

Der Titel 2084 ist gut gewählt weil er sich an Georg Orwells Dystopie "1984" anlehnt und dieser Klassiker wird, wie auch Huxleys "Schöne neue Welt", öfters im Buch erwähnt.

Ich war gleich zu Beginn des Buches sehr überrascht, der John Lennox sich mit 2 Büchern beschäftigt hat, die ich ebenfalls gelesen habe. "Origin" von Dan Brown und "Homo Deus" von dem israelischen Historiker Yuval Harari. Beide Autoren zeichnen Zukunftsvisionen von technisch optimierten Menschen, die der Unsterblichkeit nahe kommen.

John Lennox erklärt wo Dan Brown und Yuval Harari seiner Meinung und Überzeugung nach falsch liegen. Er stützt seine Erklärungen auf Aussagen der Bibel, aber auch auf den aktuellen Entwicklungsstand der Technik.

Herr Lennox geht den Fragen nach ob der Mensch imstande ist, einen "Homo Deus" ( göttlicher Mensch) zu erschaffen oder ob Jesus Christus der wahre Homo Deus ( menschgewordener Gott) ist bzw. war.

Anhand vieler Zitate aus der Offenbarung, den Evangelien und den Prophetien aus dem alten Testament zeichnet der Autor ein verheißungsvolles Bild der Zukunft.

Ich fand dieses Buch sehr interessant und gehaltvoll und werde bestimmt noch öfters darin lesen, weil die Themen immer aktueller werden. Für mich hätten einige Themen noch etwas tiefer und ausführlicher behandelt werden dürfen, deshalb einen Punkt Abzug.

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