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Veröffentlicht am 08.07.2022

Unterschätze nie die Menschen, die sich im Hintergrund aufhalten.

Sechzehn Wege, eine befestigte Stadt zu verteidigen
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Der Ingenieur Oberst Orhan, Sohn von Siyyah Doctus Felix Praeclarissimus, hält sich als Brückenbauer über Wasser. Nebenbei ist er auch noch ein Lügner und Betrüger, denn welche Person ist schon auf legalem ...

Der Ingenieur Oberst Orhan, Sohn von Siyyah Doctus Felix Praeclarissimus, hält sich als Brückenbauer über Wasser. Nebenbei ist er auch noch ein Lügner und Betrüger, denn welche Person ist schon auf legalem Wege reich geworden. Als aber eines Tages über Nacht seine Stadt belagert wird, sieht er nur eine Lösung die Stadt vor dem drohenden Untergang zu bewahren: Er übernimmt das Kommando über die Truppen der Stadt. Zwar hat er keine Ahnung von Kriegsführung, aber es ist Zeit, der Nachwelt seine Memoiren zu hinterlassen und Geschichte zu schreiben.

Dieses Buch nimmt sich alles andere als ernst und erzählt die wundersame Geschichte von Orhan, der über Nacht zu einem Kriegsherrn aufsteigt, um seine Stadt zu verteidigen. Dabei wirken seine ausgedachten Taktiken und Manöver zunächst neutral betrachtet ziemlich gut durchdacht und man würde nicht vermuten, dass er dies zum ersten Mal macht. Allerdings, spätestens, nachdem man seine inneren Monologe gelesen hat, erkennt man, dass vieles in Orhans Leben auf purem Glück basiert.

Der Spruch „fake it, till you make it” passt richtig gut zu Orhans derzeitiger Lebenssituation. Er tritt selbstbewusst auf, gibt den Menschen in seiner Umgebung Anweisungen und duldet keine Widerrede. Innerlich ist er sich zwar selbst nicht so sicher, was er nun eigentlich machen soll, aber das Leben hilft ihm manchmal etwas auf die Sprünge.

Allerdings geht er auch mal ungewöhnliche Wege wie z.B. um eine drohende Massenpanik zu beenden, lässt er die Armbrustschützen in die Menge schießen, damit die Leute Angst haben und stehen bleiben. Natürlich funktioniert es bei Weitem nicht so gut, wie Orhan sich das gedacht hat und die Leute sind danach sehr sauer auf ihn, aber er hat zumindest versucht, eine Lösung zu finden.

Darüber hinaus lernt man nach und nach auch Orhans Vergangenheit kennen und wie er zu dem Lügner und Betrüger geworden ist. In diesen Kapiteln wirkt er melancholischer und nicht mehr ganz so witzig wie in seinen sonstigen Monologen, aber es zeigt auch, dass Orhan oftmals im Leben nur eine Rolle spielt und man sich unweigerlich fragt, wer Orhan wirklich ist. Dies ist aber auch ein Problem, das man oftmals in der Geschichtenerzählung hat: Was ist erfunden? Hat es sich wirklich so zugetragen? Am Ende nimmt Orhan zu diesem Punkt auch noch mal Stellung, was ich persönlich ziemlich cool fand.

Zudem lernt man im Laufe der Geschichte auch noch andere Charaktere kennen, die Orhan mehr oder weniger bei seinem Tagewerk unterstützen. So lernt man Niko kennen, ein Ingenieurskollege von Orhan oder auch Aichma, die im Bunten Hund arbeitet und eine engere Verbindung zu Orhan hat, als man am Anfang der Geschichte vermutet. Zudem hat auch die Grüne und Blaue Bruderschaft ihren Sitz in der Stadt, die unterschiedliche Ziele verfolgen und damit Orhan zusätzlich das Leben schwer machen.

Es ist einfach ziemlich unterhaltsam, die Geschichte von Orhan dem Brückenbauer zu verfolgen, sodass ich jedem das Buch empfehlen kann, der eine lustige Geschichte rund um eine Stadtbelagerung lesen möchte.

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Du musst die Vergangenheit loslassen, damit die Zukunft eine Chance hat.

Die Liebe fliegt, wohin sie will
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Cleo hat sich ihren Traum erfüllt und arbeitet als Stylistin im schillernden Berlin. Ein letzter Befreiungsschlag vom ländlichen Leben ihrer Kindheit. Sie hat abgeschlossen mit diesem Leben ohne Glamour, ...

Cleo hat sich ihren Traum erfüllt und arbeitet als Stylistin im schillernden Berlin. Ein letzter Befreiungsschlag vom ländlichen Leben ihrer Kindheit. Sie hat abgeschlossen mit diesem Leben ohne Glamour, doch als ihre Oma Helene stirbt, steht sie vor einer neuen Herausforderung. Cleo wird nur die wahren Modeschätze ihrer Oma erben, wenn sie drei Wochen auf einer Biofarm in der Bretagne arbeitet. Trotz dieser merkwürdigen Bedingung reist Cleo in die Bretagne und findet letztendlich die Liebe.

Gerade im Sommer finde ich es angenehm, Bücher zu lesen, die einfach nur locker leicht sind und einem das Herz erwärmen. „Die Liebe fliegt, wohin sie will“ ist ein solcher Roman und ich fand es einfach schön, Cleo auf ihrer Reise zu begleiten.

Zum einen konnte ich Cleos innere Gedankenwelt sehr gut nachvollziehen, denn als Kind war sie unzufrieden damit, auf dem Land zu leben, ohne ein klein wenig persönlichen Luxus zu haben wie z.B. ein Glas Nutella. Ihr größtes Anliegen ist es, dieser Welt entfliehen zu können, was sie auch umsetzt, doch man merkt, dass sie immer noch innerlich nicht damit abgeschlossen hat. Denn obwohl sie einen Job hat, der sie ausfüllt und glücklich macht, zieht sie es dennoch in ihrer Freizeit vor, Fallschirmspringen zu gehen. In der Luft ist sie frei von irgendwelchen Verpflichtungen und muss ich niemanden gegenüber rechtfertigen.

Demnach fand ich es auch zum anderen spannend herauszufinden, was nun passieren wird, wenn Cleo wieder Zeit in einer ländlichen Gegend verbringen muss, um das Erbe ihrer Großmutter zu erhalten. Gerade in diesem Hinblick fand ich auch die Vergangenheitskapitel von Cleo interessant, da sie mehr Aufschluss über ihre Gedankenwelt bieten. Zwar sträubt sich Cleo anfangs, doch nach und nach merkt sie, wie gut ihr das Landleben tut. Spätestens als sie dem schwächelnden Marktstand der Farm neues Leben einhaut, bröckelt auch ihr letzter Widerstand und sie genießt die Zeit auf der Farm zunehmend.

Dies liegt zu einem großen Teil auch an den Menschen auf der Farm, die ihr den Aufenthalt so angenehm wie möglich versuchen zu machen. Neben zwei bezaubernden Hunden, die auch in ihrem Zimmer schlafen dürfen, lernt Cleo auch Finn, den Besitzer der Farm kennen, Louanne, die Frau mit dem Käse, die ihr die ein oder andere Lebensweisheit näherbringt, oder auch ihr Farm-Kollege Luc, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Man würde am liebsten direkt selbst auf der Farm mithelfen und ein Teil dieser Truppe werden.

Zwar gibt es am Ende auch wieder das ein oder andere Drama, das vielleicht nicht hätte sein müssen, allerdings wird man mit einem wunderbaren Happy-End belohnt, sodass man das Buch mit einem guten Gefühl beenden kann.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der noch nach der idealen Sommerlektüre sucht und Cleo auf ihrem Weg zu sich selbst begleiten möchte.

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Veröffentlicht am 31.05.2022

Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere

Der Kristallkönig
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Als in Antwerpen eine Diamantenmesse stattfindet, sieht Kornelian van Leeuwen endlich seine Chance gekommen, sich seinem Vater gegenüber zu beweisen. Zusammen mit dem Assistenten seines Vaters Willem reist ...

Als in Antwerpen eine Diamantenmesse stattfindet, sieht Kornelian van Leeuwen endlich seine Chance gekommen, sich seinem Vater gegenüber zu beweisen. Zusammen mit dem Assistenten seines Vaters Willem reist er nach Antwerpen und versucht dort als Erbe des traditionsreichen Hauses „Juwelen van Leeuwen“ die mitgebrachte Ware möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Doch als ein besonders wertvoller Ring von einer Diebin gestohlen wird, hinterfragt Kornelian seine Ambitionen, denn er kommt einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur.

Das Buch beginnt schon direkt mit einer schaurigen Szene: Lebewesen werden mithilfe von Alchemie in Edelsteine verwandelt und haben keine Chance, ihrem Schicksal zu entrinnen. Dieser Anfang hat mich schon sehr neugierig gemacht, denn vor einiger Zeit hatte ich schon eine Serie gesehen, die ebenso das Thema „Alchemie“ in den Fokus gestellt hat. In „Fullmetal Alchemist“ geht es darum, welche Auswirkungen der Missbrauch von Alchemie haben kann. Allerdings geht es in „der Kristallkönig“ dabei weniger um die missbräuchliche Anwendung der Alchemie, sondern eher darum, was passiert, wenn eine solche Macht in die falschen Hände gerät.

Die falschen Hände sind in diesem Fall Kornelians Vater Emerald, der nach dem Verlust seiner Frau den Bezug zur Realität verloren hat. Für ihn gibt es nur noch die Jagd nach Edelsteinen und er versucht an möglichst reine Diamanten zu kommen. Dabei ist ihm kein Preis zu hoch, auch wenn es sich dabei um Menschenleben handelt. Diese Gier nimmt im Laufe der Geschichte ein sehr ungesundes Maß an und Kornelian leidet unter der Behandlung seines Vaters. Dabei denkt er zunächst, dass er schuld an dieser Situation ist und lässt nichts unversucht, um seinem Vater zu gefallen.

Doch mit der Zeit merkt Kornelian, dass dies vergebliche Liebesmüh ist und versucht zu verstehen, warum sein Vater so geworden ist. Ihm zur Seite steht dabei Beryl, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, herauszufinden, warum die Menschen Opfer von Alchemisten geworden sind. Dazu stiehlt sie die Edelsteine der verlorenen Seelen, damit sie nicht Opfer von geldgierigen Menschen werden und ihr Leben als Schmuck fristen müssen. Zwar können sich die beiden am Anfang nicht wirklich leiden, da sie sich auf verschiedenen Seiten befinden, doch mit der Zeit sehen sie ein, dass sie nur gemeinsam das Geheimnis um die Seelensteine lüften können. Mir hat dabei vor allem die dickköpfige Art von Beryl gefallen, die niemals aufgibt, auch wenn ihr Hindernisse in den Weg gelegt werden. Kornelian wirkt dagegen etwas weicher, allerdings musste er auch jahrelang unter einem tyrannischen Vater leben.

Darüber hinaus haben mir auch die unterschiedlichen Fähigkeiten von Beryl und Kornelian gefallen. Beryl hat die Fähigkeit, die Stimmen der eingeschlossenen Seelen zu hören und kann sie auch zu einem gewissen Grad befreien, wohingegen Kornelian Menschen in diese Steine einschließen kann. Da ich vorher noch nie von solchen Fähigkeiten in Büchern gelesen habe, fand ich die Umsetzung ziemlich interessant.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte über den Sohn eines Juwelenhändlers lesen möchte, der mit der Zeit die Schatten seiner Vergangenheit aufdeckt.

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Veröffentlicht am 14.04.2022

Lass deine eigene innere Stimme nicht durch den Lärm anderer Meinungen übertönen.

Die wundersame Reise der Bienen
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Anna verbringt mit ihrem Freund Christopher einen erholsamen Urlaub an der sonnigen Cote d’Azur. Doch als er ihr einen mehr oder weniger unromantischen Heiratsantrag macht, kommt sie immer mehr ins Grübeln. ...

Anna verbringt mit ihrem Freund Christopher einen erholsamen Urlaub an der sonnigen Cote d’Azur. Doch als er ihr einen mehr oder weniger unromantischen Heiratsantrag macht, kommt sie immer mehr ins Grübeln. Dieses Grübeln fußt sogar in eine regelrechte Panikattacke auf ihrem Weg nach Hause. Sie kann nur fluchtartig das Flugzeug verlassen und hofft, auf einem anderen Weg nach Hause zu kommen. Sie registriert sich deswegen bei der Mitfahrzentrale und trifft auf den schweigsamen Harm, der aus einem sehr emotionalen Grund eine Reise durch Südfrankreich macht.

Dieses Buch gibt einen guten Einblick darin, was passiert, wenn man damit aufhört, seiner inneren Stimme zuzuhören. Eigentlich weiß der Körper schon sehr genau, was ihm guttut und was eher nicht. Doch Anna verdrängt es sich tiefer gehende Gedanken darüber zu machen, ob sie auch noch weiterhin glücklich mit ihrer Situation ist. Sie funktioniert einfach und macht genau das, was von ihr verlangt wird. So hat sie einen Job in einem Textilunternehmen, der ihr zwar Spaß macht, aber ihre Kreativität wird durch das Thema „traditionelle Outdoor-Bekleidung“ zunehmend eingeschränkt.

Ebenso ist sie seit Jahren in einer Beziehung mit einem Mann, den sie zwar liebt, aber der eine sehr detaillierte Auffassung davon hat, wie ihre Art der Beziehung auszusehen hat z.B. kochen sie nie gemeinsam, sondern bestellen lieber jeden Tag Essen, weil sie es als persönlichen Erfolg ansehen, wenn sie sich dies leisten können. Auch eine Heirat oder Kinder befinden sich nicht in dem Lebensplan von Christopher, sondern er strebt in erster Linie nach beruflichem Erfolg. So arbeitet er sogar in ihrem gemeinsamen Urlaub an einem Pitch, um ein größeres Projekt an Land zu ziehen.

Gerade am Anfang des Buches kann man so gut erkennen, wie sehr sich Anna eigentlich in dem steifen Korsett ihres Lebens quält, denn sie ist eigentlich ein gänzlich anderer Mensch. Die Panikattacke ist somit nur eine Frage der Zeit gewesen, aber sie hilft Anna auch endlich über sich und ihr Leben nachzudenken. Sie muss fast bei Null anfangen und erst langsam wieder lernen, sich zu vertrauen. Deswegen fand ich es spannend, dass sie gerade in dieser Situation auf Harm trifft, der ebenso seine Probleme mit sich herumträgt. Sie geben sich gegenseitig Halt, wenn ihre gemeinsame Reise gerade am Anfang unter keinem guten Stern steht. Immer wieder passieren ungeplante Ereignisse wie z.B. ein kaputtes Auto, aber sie lassen sich davon nicht unterkriegen.

Ich fand ihren gemeinsamen Roadtrip sehr schön und anders als in anderen Büchern kann man sogar ab der Hälfte des Buches sehen, welche Erkenntnisse Anna auf ihrer Reise mit in ihr richtiges Leben genommen hat. So hinterfragt sie nach und nach die einzelnen Bereiche ihres Lebens und versucht Antworten zu finden. Der Schlüssel zu allem liegt in ihrer Vergangenheit, denn ein traumatisches Erlebnis in ihrer Kindheit haben sie in eine Schockstarre bezüglich ihres Lebens fallen lassen. Mir hat es gut gefallen, dass sich Anna nach und nach wieder ins Leben kämpft und versucht ihrem Umfeld mitzuteilen, was mit ihr los ist. Natürlich finden das einige Personen weniger gut als andere, denn z.B. Christopher hat sie fest in seinem Leben eingeplant.

Ich kann auf jeden Fall jedem das Buch empfehlen, der eine erkenntnisreiche Geschichte über das Leben lesen möchte und was passiert, wenn man aufhört, auf seine innere Stimme zu hören.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Ein Teil der Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

Soulless
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Als Cassandra von ihrem Chef Mr. Wheeler dazu verdonnert wird, die Bücherregale in der Bibliothek abzustauben, findet sie in einer der Regalreihen versteckt, ein leeres Notizbuch mit einem dunkelbraunen ...

Als Cassandra von ihrem Chef Mr. Wheeler dazu verdonnert wird, die Bücherregale in der Bibliothek abzustauben, findet sie in einer der Regalreihen versteckt, ein leeres Notizbuch mit einem dunkelbraunen Ledereinband. Aus einer Laune heraus nimmt sie dieses Buch an sich und schreibt zu Hause ihren Namen auf die erste Seite. Allerdings hätte sie zu diesem Zeitpunkt nie vermutet, was sie damit angerichtet hat: Das Buch will nun ihre Seele.

Während ich dieses Buch gelesen habe, musste ich an zwei Serien denken: Lucifer und Death Note. Zum einen, weil Luzifer auch in diesem Buch eine tragende Rolle spielt und zum anderen, weil es um ein Notizbuch geht, das seinem Besitzer besondere Fähigkeiten überträgt. Da ich ein großer Fan dieser beiden Serien bin, fand ich es spannend herauszufinden, wie diese Elemente nun in diesem Buch umgesetzt worden sind.

So begleiten wir Cassandra dabei, wie sie aus ihrem bisherigen Alltag plötzlich herausgerissen wird und vor einer Gruppierung namens die Sniper davonlaufen muss, weil sie ihr nach dem Leben trachten. Zwar bekommt sie Hilfe von den Huntern, die schon seit Jahren nach dem Buch suchen, das Cassandra so einfach gefunden hat, doch auch ihnen kann Cassandra nicht ohne Weiteres vertrauen. Vor allem nicht Luca.

Mir war ziemlich schnell klar, um wen es sich bei Luca handelt und auch Cassandra merkt von Anfang an, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Auf der einen Seite fühlt sie sich direkt wohl in seiner Nähe, aber auf der anderen Seite drängt er sie immer wieder zu Dingen, die sie nicht möchte. Die Auflösung des Ganzen fand ich gut umgesetzt, wenn mich auch das Verhalten von Luca gerade am Anfang sehr genervt hat, denn wenn jemand Nein sagt, dann heißt es auch Nein und nicht „ich weiß eben besser, was du brauchst“. Es hat sich schon wie eine gewisse Form des Missbrauchs angefühlt und ich war sehr stolz auf Cassandra, dass sie standhaft geblieben ist.

Ebenso fand ich auch die Geschichte rund um das Grimoire interessant, das einem jeden Wunsch erfüllt im Austausch gegen ein Stückchen der eigenen Seele. Cassandra muss sich so zweimal überlegen, ob sie das Grimoire wirklich benutzen möchte, wenn sie es auch für meinen Geschmack am Anfang zu oft benutzt, obwohl sie davor gewarnt worden ist.

Der Konflikt zwischen den Snipern und den Huntern fand ich auch spannend, wenn ich auch noch nicht verstanden habe, weswegen sie gegeneinander agieren, aber ich denke, dieser Konflikt wird in den nächsten Büchern weiter aufgegriffen und erklärt, sodass es spannend bleibt.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine interessante Geschichte über ein Buch lesen möchte, das einem jeden Wunsch erfüllt im Austausch gegen die eigene Seele.

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