Die Story wäre ganz nach meinem Geschmack: Urban Fantasy mit Krimi/Thriller vermischt, wirklich mein allerliebstes Genre.
Aber dann: Auftritt Harry Dresden. Er soll wohl das Bild eines alten ...
3 Sterne
Die Story wäre ganz nach meinem Geschmack: Urban Fantasy mit Krimi/Thriller vermischt, wirklich mein allerliebstes Genre.
Aber dann: Auftritt Harry Dresden. Er soll wohl das Bild eines alten Film Noir-Detektiven darstellen. Aber unter dem Deckmantel "von der alten Schule" zu sein, ist er einfach nur ein se×istisches, misogynes und teils auch homophobes Ar$chloch. Geht so gar nicht.
Das retten auch der interessante Magie-Ansatz, die witzige Art, Zaubertränke herzustellen, eine toughe Polizistin und liebevoll gezeichnete Elfen nicht mehr...
Ich weiss wirklich nicht, ob ich mir das mit Band 2 nochmal geben soll, zumal mir gesagt wurde, dass dies zumindest am Anfang der Reihe nicht so schnell bessert.
"Der Punkt ist, dass ich merkte, dass ich die Gelegenheit erhielt, an etwas Grossem teilzuhaben. Hier sitze ich nun, inmitten meiner Gefährten, und konnte erkennen, dass mein Leben das ist, was ich daraus ...
"Der Punkt ist, dass ich merkte, dass ich die Gelegenheit erhielt, an etwas Grossem teilzuhaben. Hier sitze ich nun, inmitten meiner Gefährten, und konnte erkennen, dass mein Leben das ist, was ich daraus mache."
Inhalt
Im Reich Bessarein angekommen, wurden Havald und seine Freunde getrennt. Nun muss er seine Geliebte Leandra aus den Fängen von Sklavenhändlern befreien, bevor sie sich auf ihre Mission - Verbündete im Kampf gegen Thalak zu finden - konzentrieren können. Doch nicht nur Sklavenhändler stellen ein unerwartetes Hindernis für die Gefährten dar, sondern auch Meuchelmörder, Nekromanten und Askirs Gesandte selber - ganz zu schweigen davon, dass sie sich plötzlich in politischen Intrigen um den Thron von Gasalabad befinden...
Meine Meinung
Reread von Band 3. Auch der dritte Teil um die Freunde rund um Havald und Leandra hat mir wieder gut gefallen. Es fibt spannende Kämpfe, politische Intrigen und unerwartete Wendungen. Es gibt aber auch gemächlichere Passagen, die dem Storyaufbau dienen.
Setting und Worldbuilding haben mich wieder vollkommen in den Bann gezogen. Die Wüstenstadt Gasalabad hat es mir einfach angetan.
Auch die Charaktere sind einfach wunderbar gelungen und entwickeln sich mit der Geschichte weiter.
Dennoch.. irgendetwas hat mir gefehlt. Ich kann es nicht genau benennen. Vielleicht hat mich das Verhalten Leandras gestört, die plötzlich gar unsympathisch auftritt. Oder die Tatsache, dass es beinahe mehr "Reales" als "Fantastisches" gibt, was ich öfters in (High) Fantasy zu bemängeln habe (wieso wird zum Beispiel Schach als Shah und Kaffee als Kofje betitelt, Haselnüsse sind aber einfach nur Haselnüsse? Elefanten sehen 1:1 aus wie bei uns? - ich bin da der Meinung entweder ganz pder gar nicht, zumindest was Flora und Fauna etc. angeht, und hier ist mir das einfach irgendwie negativ aufgefallen). Vielleicht war es aber auch einfach nur, dass die Luft plötzlich ein bisschen raus war, weil ich beim Lesen immer wieder Pausen einlegen musste (Real Life und so...). Kann man nichts machen, aber rückblickend hat mich dieser 3. Band nicht 100%ig angeholt.
Fazit
Havald und seine Gefährten hat es in das Wüstenreich Bessarein verschlagen, wo sie es mit Sklavenhändlern, höfischen Intrigen, Nekromanten und vielem mehr zu tun bekommen. Spannend aber hat mich nicht vollkommen abgeholt.
Isla und ihre vier Bärenwandler versuchen sich ein gemütliches und sicheres Leben aufzubauen. Aber sie haben die Rechnung nicht mit den Moiren gemacht. Diese haben aus Langeweile nämlich ganz schön schei**e ...
Isla und ihre vier Bärenwandler versuchen sich ein gemütliches und sicheres Leben aufzubauen. Aber sie haben die Rechnung nicht mit den Moiren gemacht. Diese haben aus Langeweile nämlich ganz schön schei**e gebaut mit den Schicksalsfäden der ganzen Bärenwandler der Welt...
Es geht interessant und mystisch weiter. Und auch ziemlich spicy. Für mich ehrlich gesagt zu spicy, denn zumindest in der ersten Hälfte geht es praktisch alle 5 Seiten detailliert zur Sache. Und die Geschichte mit den Moiren... nun die konnte mich auch nicht ganz abholen.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich Band 3 auch lesen soll.
"Was sind wir nur für Wracks", flüsterte ich, während der Abstand zwischen uns wie von selbst zu schrumpfen schien. Alles um uns herum verlangsamte sich. Da waren plötzlich nur noch wir, nur noch zwei ...
"Was sind wir nur für Wracks", flüsterte ich, während der Abstand zwischen uns wie von selbst zu schrumpfen schien. Alles um uns herum verlangsamte sich. Da waren plötzlich nur noch wir, nur noch zwei verlorene Seelen in dieser verwirrenden Welt.
S. 116/Tolino
Inhalt
Naima wächst im Waisenheim auf, ohne Hoffnung auf eine gute Zukunft. Insgeheim träumt sie davon, eine Schneiderin zu werden und ihre Passion zum Beruf machen zu können. Als sich eines Tages die Gelegenheit ergibt, schmuggelt sie sich auf ein Schiff in die Hauptstadt - und plötzlich nimmt das Schicksal seinen Lauf: Naima darf bei einem alten Schneider in Lehre und mehrere glückliche Zufälle sorgen dafür, dass ihre Kreationen die Aufmerksamkeit des Königshauses auf sich ziehen. Denn die unsichere Prinzessin soll endlich verheiratet werden und Naimas Kleider scheinen dieser nicht nur perfekt zu stehen, sondern auch ihr Selbstwertgefühl auf magische Weise zu beeinflussen...
Meine Meinung
Für mich war das Debüt der Autorin (A hundred Chances) ein unerwartetes Highlight und so war klar, dass ich auch ihr neuestes Werk lesen würde. Der Schreibstil der Autorin fällt sofort positiv auf, er wirkt geübt, ist gerade im richtigen Maße erklärend und lässt sich schnell wegsuchten.
"Die Magie der Mitternachtsrobe" spielt in einer orientalisch angehauchten Welt, Worldbuilding und Setting haben mich direkt angesprochen. Alles war bildhaft beschrieben und als Leserin konnte ich richtig in diese Welt abtauchen.
Naima, die Protagonistin, schwankt zwischen hoffnungsvoll und hoffnungslos - sie hat ein schwieriges Leben und kämpft sich so durch, gibt aber nicht auf. Ich mochte sie sehr gerne.
Auch die anderen Charaktere konnten mich abholen, der Künstler Tarik, der Schneider Hamdan, die Lebefrau Zoe und auch die Prinzessin Shanini - für mich der heimliche Star der Geschichte.
Was mich nicht zu 100% abholen konnte war die Liebesgeschichte, vor allem nach dem Plot Twist. Ich möchte hier nicht Spoilern, deshalb gehe ich nicht weiter darauf ein, nur so viel; für mich funktionieren manche Geschichten auch ohne Happy End in der Romanze.
Fazit
Eine faszinierende Geschichte in orientalischem Settig, mit gelungenen Charakteren und voller traumhafter Stoffe und Kleider. Spannend und packend von der ersten Seite an - und definitiv magisch.
In meinem Kopf dreht sich alles, da ist zu viel zusammengekommen. Eine komische innere Stimme, hinter mir ein nackter Mann, ein kranker Eisbär über mir und ein Pandabär neben mir. Mein Leben hat eine seltsame ...
In meinem Kopf dreht sich alles, da ist zu viel zusammengekommen. Eine komische innere Stimme, hinter mir ein nackter Mann, ein kranker Eisbär über mir und ein Pandabär neben mir. Mein Leben hat eine seltsame Wendung genommen.
(S. 105/Tolino)
Inhalt
Nach einer Klimakatastrophe ist ein grosser Teil der Welt geflutet. Isla lebt bei ihrem Onkel auf Salvation Island, einer von unzähligen Inseln in den ehemaligen schottischen Highlands. Als ihr Onkel sie zur Heirat zwingen will, läuft sie davon und strandet auf einer Insel, die von vier sehr attraktiven Männern bewohnt wird. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Männer Bären-Wandler sind. Kann Isla ihnen vertrauen oder endet sie plötzlich doch als Bären-Snack.
Meine Meinung
Da es für mich nicht das erste Buch der Autorin war, wusste ich was für ein Schreibstil auf mich zukommt - ein locker leichter aber nicht sehr anspruchsvoller. Das gilt auch für den Rest des Buches - locker leichte Unterhaltung, ohne viel Trara, mit Reverse Harem-Trope (sprich eine Frau mit Interesse an mehreren Männern). Für mich war es genau das, was ich gerade lesen wollte :)
Isla trifft nach ihrer Flucht auf die Bären-Wandler Torben, Finn, Hùnn und Ràn und fühlt sich zu ihnen hingezogen. Es gibt mehrere explizite Szenen aber der Grossteil der Geschichte handelt von der Klimakatastrophe, von Bären-Wandlern und dem Rückgang von deren Population. Die Welt nach der "grossen Flut" fand ich einen spannenden Schauplatz, die Charaktere waren ebenfalls recht interessant. Isla selber fand ich hingegen manchmal etwas mühsam.
Fazit
Locker leichte Reverse Harem-Lektüre, die halt manchmal ein bisschen schwächelt - was bei "solchen" Büchern halt durchaus vorkommt - aber gut unterhält und sich schnell weglesen lässt.