Eintauchen in die Welt der Bücher
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste FederstrichWorum geht es? Auf dem Weg zu ihrer Mutter kommt Hope an Mrs. Gateway's Fine Books Buchhandlung vorbei und ehe sie sich versieht, befindet sie sich im Geschäft und taucht in die Welt der Bücher ein. Zusammen ...
Worum geht es? Auf dem Weg zu ihrer Mutter kommt Hope an Mrs. Gateway's Fine Books Buchhandlung vorbei und ehe sie sich versieht, befindet sie sich im Geschäft und taucht in die Welt der Bücher ein. Zusammen mit Rufus reist sie in die einzelnen Romane und lernt einige Haupt- und Nebenfiguren kennen. Doch eine gefährliche Gruppe von Unbekannten bedroht sowohl die Romanwelt, als auch die Echtwelt. Kann Hope helfen?
Das Buch der gelöschten Wörter ist der Auftakt der Trilogie von Mary E. Garner und verzaubert schon mit dessen Cover. Es lädt förmlich dazu ein, in die Bücherwelt einzutauchen. Zu Beginn der Handlung lernt man die Hauptperson Hope Turner kennen. Sie kommt mir als eine recht einsame Frau vor, die nur ihre Mutter und virtuellen "Liebesbeziehungen" hat. Dennoch, besonders im Verlauf der Handlung, zeigt sie, dass sie durchaus willensstark, schlau und aufmerksam ist. Eine weitere Figur ist Rufus, der unnahbare Muskelprotz. Besonders zum Ende erfährt man, dass er viele Geheimnisse hat, die hoffentlich in den weiteren Teilen aufgedeckt werden. Obwohl er meist grummelig und distanziert wirkt, war für mich klar, dass Hope ihm mehr bedeutet, als er zugeben möchte. Das Miteinander zwischen Hope und Rufus finde ich total schön, da es nicht das klischeehafte Liebe-auf-den-ersten-Blick-Thema ist. Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Figuren, wie Lancelot, Gwen, Zettel und Schnock, Anna Karenina, Mother Holle und Lassie (ja, auch sprechende Tiere kommen vor).
Wörter spielen in dem Roman eine große Rolle. So hat Hope des Rätsels Lösung nur durch ein Wort herausbekommen, dass jemand "fälschlicherweise" gesagt hat. Das war für mich sehr beeindruckend, da mir das gar nicht aufgefallen ist.
Um ehrlich zu sein, hatte ich während des Lesens meine Probleme mit dem Verstehen. Die Thematik rund um das Buch der gelöschten Wörter und wieso beispielsweise Hope solche starken Kräfte hat, habe ich bis zum Ende nicht richtig verstanden. Das erste Mal, als sie den Text "verwandelt" hat, habe ich mich gefragt: Hä, wieso? Wieso hat dieser Satz so eine starke Wirkung? Das machte es mir auch schwer, in die Handlung einzutauchen. Als die Handlung von dem Buch und den damit verbundenen Tätigkeiten (so nenne ich es mal, ohne groß zu spoilern), war es für mich einfacher zu folgen und auch spannender.
Auf jeden Fall ist das Thema originell und habe ich so noch nicht gelesen. Ich finde es sehr erfrischend, in die einzelnen Romane mitgenommen zu werden und die Interaktion mit den Romanfiguren und deren, doch teilweise unerwarteten, Charaktereigenschaften zu erfahren.
Das Ende hat mich wirklich umgehauen - damit habe ich nicht gerechnet. Okay, ich hatte den Gedanken schon etwas eher, aber nur ganz kurz. Ich werde mir auf jeden Fall den zweiten Band holen.