Langwierig ...
Aurélie und die Nähwerkstatt der Träume»Nur wer nach oben schaut …«
»… kann die Sterne vom Himmel holen.«
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„Aurélie und die Nähwerkstatt“ der Träume ist ein hoffnungsvoller, seichter Roman, der den Glauben an uns selbst, an unsere Ziele ...
»Nur wer nach oben schaut …«
»… kann die Sterne vom Himmel holen.«
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„Aurélie und die Nähwerkstatt“ der Träume ist ein hoffnungsvoller, seichter Roman, der den Glauben an uns selbst, an unsere Ziele weckt und zeigt, dass die Sterne immer leuchten, auch, wenn wir sie nicht sehen.
Melissa Jahn führt uns in ihrer Geschichte zum einen in die französische Kleinstadt Bayeux, zum anderen in die imposante Metropole Paris.
So verschieden die Orte, so verschieden die Betrachtung von Mode.
Während in der unscheinbaren Boutique »Mille Beautés« individuelle, in Handarbeit gefertigte Stücke darauf warten, das Innere eines Menschen widerspiegeln zu können, produziert Fournier Kleidung, die von der Masse getragen wird.
Leidenschaftlich, mit Visionen und Träumen, vor allem aber mit Herz, schneidert Aurélie, verliert sich in Stoffen und Farben. Doch den persönlichen Kontakt zu ihren begeisterten Kunden verwehrt sich die zurückhaltende junge Frau aus Angst und Scham. Nur mithilfe ihrer quirligen Freundin Zoé konnte sie ihren und den Traum ihres Papas verwirklichen. … Denn wie sollten Menschen, die nach Qualität und dem Exquisitem verlangen, einer entstellten, gezeichneten Designerin Ernst entgegenbringen?
Gedrängt, das Familienimperium zu retten und weiterzuführen, muss sich Lucien täglich der Missbilligung seines kühlen Vaters aussetzen. Nicht ernst genommen von Medien und Belegschaft, scheint der »Fournier Award« der letzte Weg, um sich zu beweisen und die Dynastie zu retten – als jede Mühe scheinbar im Sand verläuft, nähert er sich den größten Konkurrenten …
Ein Wettbewerb, der für Aurélie und Luc Durchbruch und Niederlage sein kann – und beide dazu treibt, über ihre Schatten zu springen.
Es gäbe vieles über die Charaktere und Verstrickungen zu sagen, über die Besonderheiten von »Mille Beautés«, das Geheimnis des Erfolgs oder jenes, was Aurélie dazu bewegt, sich hinter dem souveränen Auftreten ihrer Freundin zu verstecken und das Leben zu meiden. Auch Luc schleppt einige negative Gefühle, falschen Ansporn mit sich herum.
Macht euch auf zwei Protagonisten gefasst, deren Familiengeschichte nicht einfach, dafür prägsam war, die mit Selbstzweifeln und Ängsten kämpfen, mit dem permanenten Gedanken, nicht zu genügen.
Erzählt wird aus wechselnder Perspektive in einem angenehmen, poetischen Stil, der öfter in Ausschweifungen abdriftet, um jedes kleine Detail von Setting und Szenen aufzugreifen.
Spannung, Überraschungen und Emotionen fand ich in diesem Roman kaum, für mich entpuppte sich „Aurélie und die Nähwerkstatt“ als langwierigeres, jedoch gemütliches Unterfangen.
Rückblenden geben Aufschluss über die verlustreiche, teilweise lieblos Vergangenheit beider, diese Informationen tragen zum Verständnis der gegenwärtigen Gedanken und Verhaltensweisen bei.
Für mich war Zoé das Highlight der Geschichte: hilfsbereit und engagiert steht sie an Aurélies Seite, lässt sie weder in Selbstmitleid noch Egoismus allein und letztendlich schafft es dieser Wettbewerb, so einige neue Wege zu ebnen.
Freundschaft und Vertrauen, Aufrichtigkeit und der Glaube an das eigene Können, an sich selbst und seine Träume prägen die Handlung.