Ein etwas schwächerer Coben
Ich vermisse dichIch muss zugeben: wäre es kein Harlan Coben, hätte ich wohl nach dem ersten Drittel abgebrochen, weil es einfach ein wenig zu langatmig war und ich keinen Plan hatte, wohin die Reise eigentlich geht, nachdem ...
Ich muss zugeben: wäre es kein Harlan Coben, hätte ich wohl nach dem ersten Drittel abgebrochen, weil es einfach ein wenig zu langatmig war und ich keinen Plan hatte, wohin die Reise eigentlich geht, nachdem gefühlt 10 "Baustellen geöffnet" wurden. Aber da ich Coben wirklich sehr mag bin ich dran geblieben und das war gut so.
"Ich vermisse dich" gehört sicherlich nicht zu seinen Meisterwerken, aber letztendlich war es spannend und am Ende sogar fast genial.
Die Charaktere waren - bis auf die Hauptprotagonistin - etwas flach, aber durch die komplexe Handlung fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Alle Fragen werden am Ende zufriedenstellend gelöst.
Also alles in allem eine unterhaltsame Story, die sich anfangs ein wenig arg in die Länge zog.
Generell hätte es die eine oder andere sexistische Bemerkung nicht gebraucht, aber das sollte wohl diverse Charaktere nach vorne bringen... kann man sicherlich auch anders lösen.
Auf jeden Fall trage ich einen fiesen Ohrwurm davon und werde künftig mit noch mehr Freude all die Fake-Freundschaftsanfragen von alleinerziehnden amerikanischen Militärärzten kicken (um das zu verstehen sollte man auf FB und Instagram unterwegs sein und das Buch gelesen haben).
Das Buch wurde übrigens von Gunnar Kwisinski übersetzt.