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AureliaAzul

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2022

Zwischen den Welten

The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
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Ein Mädchen, das die Last der Verantwortung und Hoffnung eines ganzen Volkes auf seinen Schultern trägt. Ein Junge, der neugierig und wagemutig mehr erleben möchte, als ihm zusteht.

Als besonders empfand ...

Ein Mädchen, das die Last der Verantwortung und Hoffnung eines ganzen Volkes auf seinen Schultern trägt. Ein Junge, der neugierig und wagemutig mehr erleben möchte, als ihm zusteht.

Als besonders empfand ich den Schreibstil, der sehr lebendig und malerisch mit einzigartigen Metaphern geschmückt ist und mir viel Freude beim Lesen bereitet hat. Am Anfang zieht es sich etwas und die vielen Beschreibungen hier und da hätten etwas gekürzt werden können, sodass mehr Raum für Handlungen geblieben wäre. Die Beschreibungen beider "Welten", die nicht unterschiedlicher hätten sein können, bilden einen so spannenden Kontrast mit sehr viel Potenzial, dass ich mitgerissen wurde und mich sehr auf das Treffen der beiden Protagonisten gefreut habe. Zeitweise erschien es mir unglaublich, wie sehr sich die Kulturen auseinandergelebt hatten, obwohl sie doch einen Ursprung haben. Vor allem die Gegenüberstellung von Magie und Wissenschaft, die möglicherweise einen Ursprung in der Geschichte hat, ist den Autorinnen perfekt gelungen und wirft viele Fragen auf.

Die Handlung und Entwicklungen zwischen Nimh und North hat Höhen und Tiefen und ab und zu warten einige Überraschungen auf die beiden, die Spannung und eine gewisse Dynamik aufbauen. Am spannendsten war für mich das große Geheimnis um die Vergangenheit beider Kulturen und Völker und wie einige bestehende Missverständnisse auftreten konnten. Was hat es mit den Göttern auf sich? Existieren diese überhaupt? Wie funktioniert die Magie? Ich hoffe, dass diese Fragen in den nächsten Bänden hinreichend beantwortet werden.

Veröffentlicht am 24.09.2022

Unterhaltsam und schnelllebig

Schmerz und kein Trost
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Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich relativ gut in die Geschichte gekommen. Aufgrund der kurzen Rückblenden und Erklärungen hatte ich auch nicht den Eindruck die vorherigen Bände kennen zu müssen.

Der ...

Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich relativ gut in die Geschichte gekommen. Aufgrund der kurzen Rückblenden und Erklärungen hatte ich auch nicht den Eindruck die vorherigen Bände kennen zu müssen.

Der Anfang war vielversprechend, wobei es dann schnell in eine seltsame Richtung abdriftete. Gerne hätte ich etwas mehr über Erik Donner und seine Dämonen erfahren als direkt in den nächsten Fall geworfen zu werden.

Die Psychotherapeutin war mir auch sofort suspekt. Das wurde leider nicht besser und ihr hysterisches und wenig hilfreiches Verhalten nervte mich irgendwann nur noch. So fand sie ihren vermissten Sohn auch nicht schneller und Donner hat sie damit gar nicht geholfen. Donner hingegen fand ich interessant als Charakter, der viel durchgemacht hat und in brenzligen Situationen einfach funktioniert und das effizient.

Das Tempo des Buches zieht schnell an und ist insgesamt hoch. Mir hätte es etwas mehr gefallen, wenn wichtige Schlüsselsituationen ausgeprägter und umfangreicher dargestellt worden waren. So reiht sich eine Handlung an die nächste, was zwar einerseits spannend ist, andererseits den Szenen den Wiedererkennungswert und die Bedeutung nimmt. Teilweise hatte ich den roten Faden verloren, wenn ich mal eine Pause zwischen den Kapitel gemacht hatte und am Ende war alles so verworren, dass ich nicht sagen konnte, ob das alles so schlüssig war. Zu viele Personen und Situationen, die nicht unbedingt vielführend waren und bei mir schnell in Vergessenheit gerieten.

Die Anspielungen auf das Märchen, welches ich nicht kannte, wurden grandios in die gesamte Handlung eingebunden, genauso wie die Geschehnissen aus der Vergangenheit. Am Ende ergibt alles ein rundes und schlüssiges Ende.

Veröffentlicht am 08.07.2022

Blume, die den Tod ankündigt

Weißer Flieder
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Eine Reihe von Todesfällen hält die Ermittler Sara Vallé und ihre Kollegen auf Trapp. Als Erkennungsmerkmal hinterlässt der Täter weißen Flieder bei ihren Opfern. Unglücklicherweise gerät ein nahe stehender ...

Eine Reihe von Todesfällen hält die Ermittler Sara Vallé und ihre Kollegen auf Trapp. Als Erkennungsmerkmal hinterlässt der Täter weißen Flieder bei ihren Opfern. Unglücklicherweise gerät ein nahe stehender Verwandter der Ermittlerin Sara direkt in den Fokus der Ermittler und wird verdächtigt einen der Morde begangen zu haben. Sara tut alles, um den "wahren" Täter zu finden, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht...

Die Sprecherin hat eine angenehme, leicht tiefe Stimme, die gut zur Handlung passt. Auch nach stundenlangem Hören hatte ich noch Freude daran der Stimme zu lauschen.

Der Einstieg erzeugt viel Spannung, da ein Zeuge Beobachter des ersten Mordes wird und möglicherweise Hinweise zur Tat geben kann. Doch dann ändert sich das schlagartig, als er verdächtigt wird selbst der Täter zu sein. Dieses Doppelspiel zwischen dem Verdächtigen, der entlastet werden muss und der Suche nach einem anderen Täter, hat mich fesseln können und in mir die Hoffnung geweckt, dass der erste Verdacht sich nicht erhärtet.

Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich in die aktuellen Ermittlungen, die Morde selbst und in einen Strang mit unbekannten Charakteren teilt. Dadurch konnte ich wesentlich besser mit rätseln wer der Täter sein könnte und vor allem welches Motiv ihn antreibt. Zwar war die Auflösung nicht sehr überraschend, da doch irgendwie offensichtlich, aber vielleicht lag gerade da das Ungewöhnliche. Das Offensichtliche ist meistens eine Falle in Thrillern, hier hat sich die Autorin aber gerade das zu Nutze gemacht und mich in dem Unglauben gelassen.

Stellenweise waren mir einige Situationen zu unausgereift und plump auf das Notwendigste reduziert, sodass sie sich nicht vollends entfalten konnten. Dafür gab es viele Sprünge zwischen den roten Strängen und alles wirkte auf mich ziemlich schnelllebig.

Insgesamt jedoch konnte mich das Hörbuch gut unterhalten und ist nett für zwischendurch.

Veröffentlicht am 06.06.2022

Gute Lektüre für Einsteiger in Fantasieromane

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Die beiden Schwestern Ziva und Temra mussten bisher viel in ihrem Leben durchmachen und haben letztendlich nur sich. Während Temra ihr Leben als Jugendliche genießt, schmiedet und verkaut Ziva ihre besonderen ...

Die beiden Schwestern Ziva und Temra mussten bisher viel in ihrem Leben durchmachen und haben letztendlich nur sich. Während Temra ihr Leben als Jugendliche genießt, schmiedet und verkaut Ziva ihre besonderen Waffen, ausgestattet mit individueller Magie. Doch als sie eines Tages eine sehr mächtige Waffe schmiedet und diese droht in falsche Hände zu geraten, muss sie sich zwischen der Sicherheit ihrer kleinen Familie und ihrem bisherigen Leben in ihrem Heimatdorf entscheiden...

Sehr erfrischend fand ich den abwechslungsreichen Charakter Ziva, die als Protagonistin sehr schüchtern und ängstlich ist. Einzig ihre charmante und überzeugende Schwester Temra gibt ihr Rückendeckung und ficht ihre Kämpfe für sie aus. Doch das ändert sich im Verlauf der Handlung deutlich und Ziva wächst über sich hinaus, indem sie für sich einsteht und sich aus ihrem Schneckenhau wagt. Diese Entwicklung gefiel mir sehr und war für mich auch überzeugend dargestellt, wenngleich sie mir manchmal etwas zu zickig und unfreundlich erschien, weil ihre Reaktionen etwas aufbrausend und übertrieben waren.

Die Handlung spiegelt im Wesentlichen den Klappentext wider und es gibt eine wendungsreiche Verfolgungsjagd durch mehrere Ländereien der Welt. Hier hätte ich mir wesentlich mehr Informationen zu den einzelnen Orten und dem Magiesystem bzw. den Magischbegabten gewünscht. Letztendlich hetzen die beiden Schwestern mitsamt ihrer Gefolgschaft von Stadt zu Stadt. Dadurch konnten sich viele Situationen/Szenen kaum entwickeln, sondern wurden auf das Notwendigste beschränkt. Das ging mir zu schnell und hätte durchaus umfangreicher sein können, damit man mehr über die Welt und Charaktere erfährt. Insgesamt jedoch empfand ich die Geschichte als rund und überwiegend schlüssig, wenngleich etwas zu gehetzt und inhaltsüberladen. Die spannenden Momente waren rar gesät und konnten mich nicht überzeugen oder mitfiebern lassen, genauso wie das Ende. Der Ausgang war mir davor schon klar und auch der reibungslose Endkampf ziemlich langweilig und fad.

Der Cliffhanger am Ende macht Lust auf mehr, allerdings werde ich den 2. Band dennoch nicht lesen, da es deutlich bessere Fantasyromane gibt, die mehr Tiefe in jeglicher Hinsicht haben. Damit möchte ich nicht sagen, dass es schlecht ist. Gerade (jungen) Einsteigern in Fantasyromane kann ich das Buch wärmstens empfehlen, da man aufgrund der Einfachheit der Welt gut mit dieser klarkommt und sich einfinden kann, bevor man sich an komplexere Werke macht.

Veröffentlicht am 01.05.2022

Etwas enttäuschend

Schwarzlicht
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Da ich bisher einige Bücher von Camilla Läckberg gelesen hatte und diese mich überwiegend überzeugen konnten, hatte ich hohe Erwartungen an das Buch. Vor allem auch, weil die Charakterisierung der Protagonisten ...

Da ich bisher einige Bücher von Camilla Läckberg gelesen hatte und diese mich überwiegend überzeugen konnten, hatte ich hohe Erwartungen an das Buch. Vor allem auch, weil die Charakterisierung der Protagonisten sehr abwechslungsreich klang und mich neugierig gemacht hat. Leider hat mich dieses Buch von ihr enttäuscht. Aber erstmal der Reihe nach.

Der Anfang ist sehr ergreifend und schrecklich geschildert. Allein wenn ich nur daran denke in einer solch beengten Situation wie die des "ersten" Opfers zu sein, überkommt mich das Grauen. Das Motiv scheint kein bisschen greifbar und alles bleibt im Dunkeln.

Die beiden Protagonisten Mina und Vincent sind sehr eigen und außergewöhnlich in ihrem Verhalten, dass ich mich sofort in sie verliebt habe! Ihre Perspektiven und Eigenheiten bringen frischen Wind in einen solchen Krimi und bereichern die Geschichte ungemein. Ehrlich gesagt waren die beiden auch der Grund, dass ich durchgehalten und weitergelesen haben.

Der Kriminalfall beginnt fesselnd, nahm aber schnell an Spannung auf. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Ermittlungen sich sehr ziehen und nur schleppend vorankommen. Viele Lücken werden mit unwichtigen Informationen gefüllt, die zwar okay zu lesen, aber nicht relevant für die Story sind. So hatte ich zwischendurch Schwierigkeiten mich dazu aufzuraffen weiter zu lesen. Auch die anfängliche Begeisterung der Charaktere konnte mich nur schwer motivieren.

Fazit: Tolle Charaktere, angenehmer Schreibstil, nur die Kriminalhandlung ist langweilig und zu spannungsarm erzählt.