Profilbild von Dark_Rose

Dark_Rose

Lesejury Star
offline

Dark_Rose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dark_Rose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2022

Die Enthüllung am Ende war super, aber der Rest hat mir Probleme gemacht

Vertrau ihm nicht
0

Triggerwarnung: Fehlgeburt/Totgeburt

Arden Wallace will einen Neuanfang, für sich und ihre ungeborene Tochter. Doch als sie sie verliert, bleibt ihr nur noch die Vergangenheit und Geheimnisse, die viel ...

Triggerwarnung: Fehlgeburt/Totgeburt

Arden Wallace will einen Neuanfang, für sich und ihre ungeborene Tochter. Doch als sie sie verliert, bleibt ihr nur noch die Vergangenheit und Geheimnisse, die viel zu lange gehütet wurden. Arden will endlich wissen, was in der Nacht geschah, als ihr Vater verschwand. War er wirklich an einem Raubüberfall und einem Mord beteiligt? Ist er abgehauen und hat sie und ihre Schwester im Stich gelassen? Oder ist er längst tot?
Arden ahnt nicht, dass sie mit ihren Nachforschungen direkt in ein Wespennest sticht. Wem kann sie vertrauen?


Arden tat mir so schrecklich leid, als sie ihre Tochter verlor. So etwas ist furchtbar und niemandem sollte so etwas passieren. Hier muss ich aber auch direkt mal einhaken und fordern: Fehlgeburt bzw. Totgeburt sind Themen, die meiner Meinung nach unbedingt in einer Triggerwarnung auftauchen sollten! Das Buch hat keine und das fand ich wirklich schade.

Nach dem Tod ihrer Tochter stürzt sie sich noch mehr als zuvor in die Renovierung ihres Hauses, in dem sie bis zum Verschwinden ihres Vaters lebte. Dabei trifft sie auf Ledge Burnet, einen Handwerker, der ihr mal sagt, sie soll verschwinden, er habe kein Interesse an dem Job, dann jedoch eine Kehrtwende macht, sogar bei ihr einbricht und ständig missverständliche Signale aussendet. Was will er von ihr? Und warum gefällt es ihr so gut, wenn er sie küsst?

Ledge weiß selbst nicht, was er von Arden halten soll. Sie weckt die Geister seiner Vergangenheit und bringt einen alten Feind dazu wieder in Erscheinung zu treten. Ledge war an dem Bankraub damals beteiligt, allerdings nicht freiwillig und als ihm klar wird, dass Arden in Gefahr schweben könnte, will er sie unbedingt beschützen. Aber seine Schuldgefühle machen ihm ebenfalls zu schaffen.

Jemand ist bereit zu töten, um seine Geheimnisse geheim zu halten, aber wie weit wird derjenige wirklich gehen?


Fazit: Ich fand die Idee wirklich interessant, das Buch selbst hat mir allerdings zwischendrin immer wieder Probleme gemacht. Zum einen fand ich es widerlich, wie sich ein Charakter über Frauen geäußert hat, aber noch schwerwiegender war für mich, dass es sich sehr lange wirklich sehr, sehr gezogen hat. Die vielen Rückblenden aus verschiedensten Sichtweisen haben mich eher verwirrt als zur Klärung der Sache beigetragen.
Das ewige Hin und Her zwischen Arden und Ledge, der selbst nicht weiß, ob er nun will, dass Arden auf nimmer wiedersehen verschwindet, oder am besten sofort in sein Bett steigen sollte, hat mich eher genervt als für Spannung gesorgt. Seine Launen haben es mir echt schwergemacht und ich konnte seinen abrupten Kehrtwendungen oft nicht folgen.
Allgemein fühlte sich die Liebesgeschichte für mich losgelöst vom Rest des Buches an. Sie machte für mich mehr als einmal keinen Sinn. Die Gefühle flammten plötzlich auf und waren genauso schnell wieder weg, nur um dann irgendwie doch da zu sein. Es wirkte eher, als ginge es nur um Sex.
Arden hat es mir auch nicht immer leicht gemacht, gerade ihre Kehrtwenden, wenn es um das Haus ging, konnte ich oft nicht nachvollziehen.
Gerettet hat für mich das Buch die Enthüllung am Ende, die ich so nicht erwartet hätte und richtig gut fand.

Von mir bekommt es ganz, ganz knappe 3 Sterne, ohne die Enthüllung am Ende, wären es weniger geworden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2022

Leider konnte mich Band 2 nicht so begeistern wie der erste Band

Fragile Heart
0

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Triggerwarnung: Anfeindungen im Internet, sexuelle Belästigung, Substanzmissbrauch.

Drei Monate Funkstille. Drei Monate lang war Adam wie vom Erdboden ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Triggerwarnung: Anfeindungen im Internet, sexuelle Belästigung, Substanzmissbrauch.

Drei Monate Funkstille. Drei Monate lang war Adam wie vom Erdboden verschluckt und hat auf keine von Rosies Nachrichten geantwortet. Jetzt ist er wieder da und sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. In den drei Monaten ist viel passiert und Rosie kämpft noch immer sehr damit, von Adam einfach im Stich gelassen worden zu sein. Wäre es nur das, hätte sie es vielleicht verarbeiten können, aber da war ja auch noch die Sache mit Kayla, ihrer Show, den tausenden von Hasskommentaren und Anfeindungen On- und Offline und die schwierige Situation mit ihrem Vater. Rosie funktioniert, mehr aber auch nicht.
Adam hat den Entzug geschafft, hat aber große Angst wieder rückfällig zu werden. Er schämt sich und vermisst seine Jungs und Rosie. Doch er weiß, dass er nicht gut für sie ist und sie in Ruhe lassen sollte – bis ihm klar wird, wie sehr Rosie leidet. Er kann sie nicht weiter ignorieren.


Ich habe mich so sehr auf den zweiten Band der Reihe gefreut, aber leider muss ich sagen, dass er für mich nicht an Band 1 herankam.

Rosie ging es von Anfang an in diesem Band ziemlich schlecht. Das kann man wirklich gut verstehen, immerhin muss sie einen Tiefschlag nach dem anderen einstecken, seit das Interview mit Scarlet Luck so katastrophal schiefging, durch die Intrige ihrer ehemaligen besten Freundin und Mitarbeiterin. Als Adam sie im Stich ließ und den Kontakt komplett abbrach, brach das Rosie das Herz. Jetzt funktioniert sie zwar, sie arbeitet, isst, schläft, aber mehr auch nicht. Rosie ist nicht mehr die Rosie, die sie früher war.

Adam redet sich ein, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und in gewisser Weise hat er das auch. Er musste in den Entzug. Was ich aber extrem egoistisch und unsensibel fand, war, dass er Rosie komplett aus seinem Leben warf. Ja, während des Entzugs muss er sich auf sich selbst konzentrieren, aber er hätte trotzdem ab und an mit Rosie reden können. Ihre Basis war Freundschaft und diese Freundschaft hätte er aufrechterhalten können, statt für sie zu entscheiden, was er ihr zumuten kann und will. Dieses Motiv regt mich immer auf, wenn es in Büchern auftritt.
Und jetzt, da er zurück ist, beschließt er ebenso aus heiterem Himmel, den Kontakt wieder aufzunehmen, weil er Rosie auf Fotos ansieht, wie schlecht es ihr geht. Ist ja lieb von ihm, dass er ihr helfen will, aber es ihr seine Schuld, dass es ihr überhaupt erst so schlecht geht! Hätte er den Kontakt nicht abgebrochen, wäre es nicht so weit gekommen.
So wirkt es, als wäre Rosie ein Spielzeug, mit dem er mal spielen will und es, wenn er nicht mehr will, in die Ecke stellt, nur um es irgendwann wieder hervorzukramen.
Ich weiß, so einfach ist es nicht, aber es macht schon irgendwie den Eindruck.


Fazit: Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Band gefreut, aber leider kam er für mich nicht an Band 1 heran.
Das Buch beginnt sehr langsam und vorsichtig, für mich zu langsam. Lange Zeit passierte nur sehr wenig und es ging eher darum, einen komplexen Überblick zu vermitteln, wer jetzt was fühlt und warum. Dabei hatte ich immer das Gefühl, dass Rosie zu kurz kam. Ja, Adam hat viel durchgemacht, auch in seiner Vergangenheit und dann noch der Entzug, aber mir kam es immer wieder so vor, als dürfe Rosie nicht fühlen, was sie fühlt – Wut, Enttäuschung, Schmerz – weil Adam ja so viel durchgemacht hat.
Mir persönlich kam die Liebeshandlung einfach zu kurz.
Was mich abgesehen davon echt gestört hat, war, dass ein Handlungsstrang hier mühsam aufgebaut wurde, etwas Spannung reinbrachte und plötzlich nie wieder erwähnt wird. Das fand ich echt schade, ich war mir so sicher, dass da noch etwas käme. So wirkte das, als wäre der Handlungsstrang zu beenden vergessen worden.

Zudem war es mir persönlich zu viel plötzliches Drama gegen Ende. Das hat sich bereits länger angekündigt, aber ich hätte mir gewünscht, dass es ein wenig anders verlaufen wäre – ich hätte mir da von Adam einfach eine andere unmittelbare Reaktion gewünscht.

Leider konnte mich der zweite Band der Reihe nicht so mitreißen und emotional berühren wie der erste Band. Mir kam hier die Liebesgeschichte zu kurz und über viele Seiten empfand ich das Buch als langatmig. Außerdem wurde ein Handlungsstrang, von dem ich dachte, da käme noch was, in meinen Augen nicht beendet. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2022

Am Ende wurde es sehr spannend, davor hat es mich oft verwirrt

Schwarzes Wasser
0

Seit bei einer Party einige Hotelgäste ums Leben kamen ist die junge Hotelmanagerin Hannah in dem Hotel für dessen PR sie zuständig ist gefangen. Es liegt auf einer Insel, ist umgeben von Wasser, doch ...

Seit bei einer Party einige Hotelgäste ums Leben kamen ist die junge Hotelmanagerin Hannah in dem Hotel für dessen PR sie zuständig ist gefangen. Es liegt auf einer Insel, ist umgeben von Wasser, doch seit dieser Nacht hat Hannah Angst vor Wasser, leidet unter Albträumen und Panikattacken. Als einige merkwürdige Dinge geschehen muss sich Hannah fragen, ob das, was damals geschah wirklich nur ein Unfall war. Warum will ihre Schwester nicht darüber sprechen? Warum sehen sie manche Mitarbeiter so komisch an? Spukt es im Hotel? Oder wird Hannah einfach bloß verrückt? Oder gibt es vielleicht jemanden, der ein Geheimnis hat und um jeden Preis verhindern will, dass es ans Licht kommt?


Ich fand die Idee an sich schon einmal ziemlich heftig. Eine junge Frau ist so stark traumatisiert, dass das Hotel, in dem sie arbeitet zu ihrem Gefängnis wird. Alles hier erinnert sie an das, was geschehen ist, aber gehen kann sie auch nicht. Das stelle ich mir schrecklich vor.

Mein Hauptproblem mit dem Buch war, dass ich aus den Rückblenden leider überhaupt nicht schlau geworden bin und mich die Halluzinationen von Hannah nur verwirrt haben. Vieles fand ich einfach nur merkwürdig und tat mich schwer damit herauszufinden, wo der Autor eigentlich mit mir hinwill.

Als dann mal klar wird, was Sache ist, nimmt die Spannung massiv zu und es wird wirklich richtig interessant. Was dahintersteckt und wer alles involviert ist, war sehr interessant und für mich durchaus stimmig.

Auf dem Weg zur Auflösung allerdings hat mich das Buch mehrmals zwischendrin verloren. Manches wie eben die Rückblenden und die Halluzinationen sorgten bei mir für diverse Hä?-Momente, anstatt für Spannung. Die kam zwar auch auf, aber erst gegen Ende.

Mir war das mit den Halluzinationen und dem Spuk zu viel. Ohne diesen Teil hätte mir das Buch deutlich besser gefallen.


Fazit: Ich fand die Grundidee sehr interessant. Mir tat Hannah da echt leid und im Verlauf der Handlung nimmt das Gefühl weiter zu. Mein Problem waren aber die Rückblenden und Halluzinationen, die ergaben für mich oft keinen Sinn und ich fühlte mich manchmal abgehängt. Manches empfand ich einfach nur als wirr und komisch.
Was dahintersteckt fand ich dafür interessant und auch stimmig. Es wurde gegen Ende wirklich sehr spannend. Leider ging das Buch direkt von der Spannung in ein plötzliches Ende samt Epilog über, die wiederum beide bei mir für Verwirrung sorgten. Ich hätte mir gewünscht, dass man da deutlich mehr erfahren hätte, wie es weitergegangen ist.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2022

Es hat was, aber der Protagonist hat sich für mich ins Aus geschossen

Sisi: Verlangen und Verrat
0

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Triggerwarnung: Gewalt, Blut, Verstümmlung, Krieg.

Sisi hat Franz geheiratet und damit bekommen, was sie sich gewünscht hat. Allerdings ist das Leben ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Triggerwarnung: Gewalt, Blut, Verstümmlung, Krieg.

Sisi hat Franz geheiratet und damit bekommen, was sie sich gewünscht hat. Allerdings ist das Leben bei Hofe nicht einfach, das Protokoll ist wie ein zu enges Korsett und macht Sisi das Leben schwer. Auch die Ehe ist harte Arbeit, vor allem die mit einem Kaiser, der es gewohnt ist, dass sich alles um ihn dreht und er immer bekommt, was er will.
Sisi kämpft gleichzeitig an zwei Fronten, zum einen gegen ihre Schwiegermutter, die sie zu erdrücken droht und gegen Franz, der nicht zu wissen scheint, was er eigentlich von ihr will, soll sie seine Partnerin sein, die ihn auf Augenhöhe unterstützt, oder kuschen?
Es brodelt in Europa und Österreich droht von vielen Seiten Gefahr. Wird das junge Kaiserpaar dem standhalten können?


Ich muss vornewegschicken, dass ich persönlich den ersten Band besser fand. Der Schreibstil war angenehmer zu lesen und die Protagonisten sympathischer.

Sisi hat große Probleme am Hof zurecht zu kommen. Ihre Schwiegermutter scheint ununterbrochen nach Gründen zu suchen, um sie in ihren Gemächern einzusperren, oder sie anderweitig zu beherrschen und klein zu halten. Sie will nur eine Ehe auf Augenhöhe, eine Partnerschaft. Sie möchte Franz unterstützen und ihm helfen, während der das mal zu wollen und zu unterstützen scheint, nur um dann wieder Sisi Vorwürfe zu machen, wenn irgendetwas nicht funktioniert.

Franz ist komplett überfordert. Von allen Seiten dreschen Hiobsbotschaften auf ihn ein. Sein eigenes Volk ist unzufrieden mit ihm, die Ungarn drohen mit erneuter Rebellion, Napoleon hat es auf seine Ländereien abgesehen und er ist nicht der Einzige. Franz handelt oft impulsiv und jähzornig. Nicht nur Sisi gegenüber, sondern auch politisch.
Wäre er in Wirklichkeit so gewesen, glaube ich nicht, dass er sich hätte halten können.
Je schlechter es politisch für ihn läuft, desto häufiger lässt er das an Sisi aus. Hier kracht auch oft seine Erziehung auf die ihre und ihre gegenseitigen Erwartungen sorgen für Spannungen.


Fazit: In diesem Band hat die Liebesgeschichte für mich leider komplett verloren. Franz führt sich die meiste Zeit wie ein kompletter Idiot auf. Er verletzt Sisi, teilweise im Jähzorn, teilweise durch Ignoranz und manchmal absichtlich. Sisi bemüht sich oft darum, die Wogen wieder zu glätten, aber auch sie kann nicht immer nur alles schlucken. Als zusätzlicher Stressfaktor ist da noch Franz' Mutter, die ihm sagen will, wie er zu regieren hat und Sisi zu beherrschen versucht.

Wenn man das Buch einfach als historischen Roman betrachtet, hat man mehr davon, als wenn man es aus der Sicht der historischen Korrektheit betrachtet. Es liest sich wirklich gut und flüssig, aber bei mir hat sich Franz leider in diesem Buch komplett und unwiederbringlich ins Aus geschossen.

Manches war mir zu konstruiert und zu übertrieben, gerade was Franz anbelangt. Er teilt sich seine Zeit in diesem Band zwischen Wutanfällen, wie ein kleines Kind, Jähzorn und Selbstmitleid auf.

Ich empfand diesen Band als stellenweise arg brutal. Das Buch liest sich aber gut. Von mir bekommt es 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2022

Ich hatte wirklich meine Probleme mit dem Protagonisten

Der kleine Teeladen in Tokio
0

Achtung: Band 5 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Fiona bekommt die Chance ihres Lebens, sie darf nach Tokio reisen und soll dort von einem der angesehensten Fotografen des Landes betreut werden. ...

Achtung: Band 5 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Fiona bekommt die Chance ihres Lebens, sie darf nach Tokio reisen und soll dort von einem der angesehensten Fotografen des Landes betreut werden. Im Anschluss wird es eine große Ausstellung mit ihren dort entstandenen Fotos geben. Doch kaum gelandet, folgt die Ernüchterung. Der Fotograf hat keine Zeit für sie und stattdessen einen Ersatz geschickt: ausgerechnet Gabriel Burnett, in den Fiona als Achtzehnjährige total verknallt war und der im weitesten Sinne damals ihr Leben ruinierte. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, hat er null Bock auf diese Mentoren-Sache, erkennt Fiona nicht einmal und gibt ihr immer wieder das Gefühl ein Klotz am Bein und unerwünscht zu sein. Die ganze Reise wäre ein totaler Albtraum, wäre da nicht Fionas Gastfamilie, die ihr Japan und seine Kultur auf ganz außergewöhnliche Art und Weise näherbringt.


Das Buch ist überwiegend aus Fionas Sicht geschrieben, aber ab und an kommt auch Gabe mal zu Wort. Bei Fiona wechseln sich die Faszination für Japan, seine Menschen, sein Essen und die Kultur mit ihren Gefühlsproblemen bezogen auf Gabe ab. Letztere haben mit viel Ballast aus der Vergangenheit zu tun – als Achtzehnjährige hatte sie einen seiner Kurse besucht und sich in ihn verliebt. Ein Kuss, der von ihr ausging und der von einer angeblichen Freundin beobachtet worden war, zerstörte ihr bisheriges Leben. Mobbing war die Folge und Fiona musste sogar die Schule verlassen. Es ist nicht einfach für sie ihn jetzt wiederzusehen, doch der Gabe von heute hat nicht mehr viel mit dem Mann von damals zu tun. Er ist hart geworden, kalt und gemein.

Man erfährt teilweise durch ihn, teilweise durch die Gastgeberfamilie, was mit Gabe passiert ist. Einerseits tat er mir leid, andererseits hat er mich auch extrem aufgeregt. Ich mochte ihn leider oft nicht. Ich kann verstehen, dass das, was damals passiert ist, hart für ihn war, aber er verhält sich Fiona gegenüber oft schlicht unmöglich.

Demnach hatte ich so meine Probleme mit der Liebesgeschichte, die für mich auch erst sehr spät wirklich präsent wurde. Das fand ich schade. Ich hätte mir gewünscht, dass da mehr kommt. Es gibt einige wirklich tolle Szenen, aber vieles passiert innerhalb kürzester Zeit und wirkte dadurch auf mich etwas zusammenhanglos.

Fazit: Gegen Ende nimmt das Buch deutlich Fahrt auf, was mir etwas besser gefiel. Trotzdem hatte ich nach wie vor meine Probleme mit der Liebesgeschichte. Ich fand es toll, wie einem Japan nähergebracht wurde, vor allem durch die Gastgeberfamilie. Das war total interessant und faszinierend, vor allem der Kontrast zwischen Tradition und Moderne. Allerdings konnte ich Gabes Verhalten nicht immer nachvollziehen. Auch kurz vor Schluss – da hätte ich einfach mehr von ihm erwartet, mehr Kommunikation.

Das eigentliche Ende kam mir zu abrupt. Mir fehlte da ein Epilog. Es ist einfach ganz plötzlich Schluss, dabei ist für mich noch einiges offen. Das fand ich echt schade.

Von mir bekommt das Buch ganz, ganz knappe 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere