Endlich zu Hause ankommen
Eine sanfte Brise GlückEine sanfte Brise Glück ist das erste Buch, welches ich von Katie Jay Adams gelesen habe. Ich finde ihren Schreibstil toll, er ist flüssig und sie hat einen wunderbaren Humor. („Sie sind unser bester Mann.“ ...
Eine sanfte Brise Glück ist das erste Buch, welches ich von Katie Jay Adams gelesen habe. Ich finde ihren Schreibstil toll, er ist flüssig und sie hat einen wunderbaren Humor. („Sie sind unser bester Mann.“ – Ich will aber kein Mann sein.)
Das Cover hat mich sofort angesprochen und ist ganz nach meinem Geschmack. Genau das ist es, was ein Roman zum Abschalten und wegträumen vom Alltag braucht. Ein gemütlicher Strandkorb, etwas Sonne und der Blick aufs Meer. Bei dem Anblick fühle ich mich direkt an die Ost- oder Nordsee versetzt und kann die Weite und Ruhe spüren. Wenn man dann noch dieses tolle Buch lesen kann ist die Welt doch in Ordnung. Mir gefällt auch die Farbwahl und dass das Glas mit den Wünschen sogar einen Platz auf der Vorderseite des Buches bekommen hat.
Ganz kurz zum Inhalt, hier möchte ich nicht zu viel verraten, lest lieber selbst:
Es geht um Lina, die zuerst von Ihrem Freund Erik verlassen wird und zeitgleich Jobbedingt an die Ostsee versetzt wird. Genau an den Ort wo sie gemeinsam mit ihrer Schwester Nele viele schöne Urlaube in der Kindheit bei ihrer Tante und ihrem Onkel verbracht hat. Natürlich ist es nicht einfach als Erwachsener an diesen Ort zurückzukommen, vieles hat sich verändert und manches sieht man heute mit anderen Augen. Und dann ist da auch noch Phil, ihre Jugendliebe, der sich seit damals nie wieder bei ihr gemeldet hat, jetzt aber plötzlich sehr großes Interesse an ihr zu haben scheint. Was dahinter steckt und ob Lina doch mehr Gefühle für Simon, den geheimnisvollen Gast aus der Pension ihrer Tante hat, erfahrt ihr beim Lesen. Es wird jedenfalls kein bisschen langweilig.
Mir haben die Protagonisten bis auf Phil alle gefallen. Sehr süß war der kleine Matti. Hier hat die Autorin ein tolles Kind beschrieben, klug, witzig und immer einen guten Spruch auf Lager. Ich fand es schön mitzuerleben, wie Matti dort Kind sein konnte, dass Handy weggelegt hat und sich in der Natur beschäftigt hat. So ein Ortwechsel bringt oft viel Gutes mit sich. Was man auch an Nele, Mattis Mama erkennen kann. Sie hat viel mehr Talente als sie glaubt und managte ganz selbstverständlich die Pension und schreibt nebenbei noch an ihrem ersten Buch.
Mattis Zeilen am Ende des Buches sind so herzlich und rührend geschrieben. Davon war ich sehr ergriffen und ich musste ein paar Tränen verdrücken. Eine sehr schöne Idee das Buch aus der Sicht des Kindes zu beenden.
Am Ende des Buches findet man noch das Rezept für den Hefezopf und das Stockbrot.
Ich hatte eine sehr angenehme, spannende und heitere Lesezeit mit diesem Roman und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir