Profilbild von Ascora

Ascora

Lesejury Star
offline

Ascora ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ascora über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2023

Tanz in die Zukunft

Dancing with the Single Dad – Adam
0

Der Klappentext: „Adam Eastwood weiß, dass eine Tanzschule genau das Richtige für seine quirlige Tochter Mira ist. Den ganzen Tag wirbelt sie im Tutu durch das Haus - warum also nicht einen Profi bezahlen, ...

Der Klappentext: „Adam Eastwood weiß, dass eine Tanzschule genau das Richtige für seine quirlige Tochter Mira ist. Den ganzen Tag wirbelt sie im Tutu durch das Haus - warum also nicht einen Profi bezahlen, der ihr beibringt wie man richtig tanzt? Allerdings hat Adam nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet Violet Benson von der berühmten New Yorker Ballettkompanie Miras Lehrerin sein würde. Violet ist wunderschön und zudem die perfekte Lehrerin für Mira. Und sie ist genau die Art von Frau, nach der Adam sein ganzes Leben lang gesucht hat. Aber kann Adam den Schmerz und die Trauer über das Scheitern seiner Ehe vergessen? Violet will niemals wieder auf der Bühne stehen, auch wenn es bislang ihr Leben war. Doch wie kann sie weitermachen, wenn ihre große Liebe nicht mehr da ist, um sie aufzufangen? Sie waren eine Einheit – nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Leben. Kurzerhand beschließt sie nach Seattle zurückzukehren und sich dort den Traum einer eigenen Tanzschule zu erfüllen. Erst als sie gebeten wird für "Art in the Park" zu tanzen wird ihr klar, wie sehr ihr ihr altes Leben und die Auftritte fehlen. Wäre es so falsch, ein letztes Mal auf der Bühne zu stehen? Und wer wird sie auffangen, wenn sie den Halt verliert?“

Zum Inhalt: Die Single Dads von Seattle sind eine Gruppe von 10 geschiedenen oder verwitweten Allein-Erziehenden-Vätern, die sich rund um den erfolgreichen Scheidungsanwalt Liam gebildet hat. Jede der Bände der Serie befasst sich mit einem anderen Dad und ist in sich abgeschlossen, natürlich gibt es durch den Club einige Überschneidungen, aber die stören nicht. Hier geht es nun um Adam, der sich nach einer freundschaftlichen Scheidung alleine um seine 4,5 jährige Tochter Mira kümmert. Er hat den kleinen Wirbelwind zum Kindertanzen im neueröffneten Tanzstudio von Violet Benson angemeldet. Natürlich begleitet er sie und ist sofort hin und weg von Violet. Violet ist zwar auch von dem attraktiven Vater beeindruckt, doch noch ist sie ganz in ihrer Trauer gefangen. Sie hat erst vor einem Jahr ihre große Liebe und ihren Tanzpartner verloren und kann sich nicht vorstellen jemals wieder einen Mann in ihr Leben zu lassen. Adam ist aber hartnäckig und lässt nicht locker. Doch das wird nicht von allen gerne gesehen und von unerwarteter Seite treten Schwierigkeiten auf.

Meine Meinung: „Dancing with the Single Dad - Adam“ ist grundsätzlich eine ansprechende und kurzweilige Geschichte. Sie ist vielleicht nicht ganz so locker und lustig wie der erste Band der Serie, immerhin kommt mit dem Thema des Verlustes und der Trauerbewältigung eine ernste Note in die Story. Doch es gibt genügend Gegengewicht, so dass die Geschichte trotz dieser emotionalen Töne unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch bleibt. Ich möchte nicht zu sehr vorgreifen, aber am Schluss kommt es in meinen Augen zu einer unnötigen Begegnung, die zwar die Geschichte zu einem Abschluss bringt, aber irgendwie unbefriedigend ist – ich weiß etwas kryptisch ausgedrückt, aber das ist mein einziger Kritikpunkt, die Lösung der Schwierigkeiten ist mir irgendwie zu platt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2023

Neues Glück

Saved by the Single Dad – Mitch
0

Der Klappentext: „Seit dem Tod seiner Frau ist Mitch Benson auf sich alleine gestellt. Seiner Tochter Jayda versucht er ein toller Vater zu sein und seinen Job als Fotograf so gut wie möglich zu machen. ...

Der Klappentext: „Seit dem Tod seiner Frau ist Mitch Benson auf sich alleine gestellt. Seiner Tochter Jayda versucht er ein toller Vater zu sein und seinen Job als Fotograf so gut wie möglich zu machen. Bei einer Tanzveranstaltung trifft er auf Paige McPherson und was er durch die Linse seiner Kamera sieht, ergreift ihn zutiefst. Wenn Paige tanzt, verändert sich die Welt. Seine Welt. Mitch spürt, dass sie denselben Schmerz und dieselbe große Trauer in sich trägt, die auch ihm jeden Tag aufs Neue das Herz zerreißt. Paige tanzt was er fühlt und Mitch weiß: diese Frau wird sein Leben verändern. Paige hätte nie gedacht, dass sie jemals wieder einem Mann besondere Beachtung schenken würde. Schon gar nicht Mitch, dem Freund ihre Ex-Mannes Adam. Zu tief sitzen der Schmerz über ihre gescheiterte Ehe und die vielen Verluste, die sie ertragen musste. Nur das Tanzen lässt sie den inneren Schmerz vergessen und hilft ihr, neue Kraft zu sammeln. Doch Mitch bleibt hartnäckig und nach und nach bricht er die Mauern auf, die Paige um sich herum gebaut hat. Als sie vor eine große Entscheidung gestellt wird, ist Paige unsicher: kann sie Mitch vertrauen, der ihr so fest zur Seite steht? Oder soll sie ihren Weg alleine gehen, weil sie kein neues Glück verdient?“

Zum Inhalt: Die Single Dads von Seattle sind eine Gruppe von 10 geschiedenen oder verwitweten Allein-Erziehenden-Vätern, die sich rund um den erfolgreichen Scheidungsanwalt Liam gebildet hat. Jede der Bände der Serie befasst sich mit einem anderen Dad und ist in sich abgeschlossen, natürlich gibt es durch den Club einige Überschneidungen. „Saved by the Single Dad –Mitch“ ist jetzt etwas stärker mit dem Vorgängerband „Dancing with the Single Dad - Adam“ verknüpft. Man kennt nämlich nicht nur den Fotografen Mitch und seine kleine Tochter Jayda bereits, immerhin sind das Bruder und Nichte von Violet, der Protagonistin aus dem letzten Teil, auch der Tänzerin Paige begegnete man bereits. Ich würde aber trotzdem sagen, dass man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse genießen kann. Mitch trauert noch immer, aber zum ersten Mal weckt eine andere Frau sein Interesse. Die Tänzerin Paige, sie fasziniert ihn und rührt sein Herz. Doch auch Paige ist in ihrer Trauer gefangen, Trauer um ihre Fehlgeburten, Trauer um ihre gescheiterte Ehe. Sie ist sich einfach nicht sicher ob sie ein neues Glück verdient. Vor allem weil Mitch ein Freund ihres Exmannes ist.

Meine Meinung: „Saved by the Single Dad –Mitch“ ist grundsätzlich eine ansprechende und kurzweilige Geschichte. Sie hat aber auch eine sehr ernste und traurige Note, immerhin werden sowohl der Verlust geliebter Menschen als auch Fehlgeburten und Depressionen thematisiert. Aber dank eines lockeren und leichten Schreibstils und einiger amüsanten Szenen, in denen vor allem auch die Töchter der beiden eine Rolle spielen gibt es ein Gegengewicht zum ernsten Inhalt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte fast zu schnell ist, die doch tiefgreifenden Probleme werden zwar sehr feinfühlig angesprochen, aber dann recht schnell überwunden. Auch landen die beiden sehr schnell gemeinsam im Bett, hier hätte ich mir etwas mehr tiefe der Gefühle gewünscht.

Mein Fazit: Trotz der ernsten Thematik eine lockere Liebesgeschichte für Zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2023

Mord zu Weihnachten

Geheimnis am Weihnachtsabend
0

Geheimnis am Weihnachtsabend ist ein Krimi der englischen Schriftstellerin Gladys Mitchell, erstmals veröffentlicht 1936. Als Hobbydetektivin wurde ihre Mrs. Beatrice Bradley in über sechzig Fällen mit ...

Geheimnis am Weihnachtsabend ist ein Krimi der englischen Schriftstellerin Gladys Mitchell, erstmals veröffentlicht 1936. Als Hobbydetektivin wurde ihre Mrs. Beatrice Bradley in über sechzig Fällen mit ihrem klaren Verstand und teils unkonventionellen Ansichten erfolgreich tätig. Die Figur ist sehr komplex und auch etwas verschroben angelegt und ich muss sagen, dass mir beim Lesen stellenweise die Hintergrundinformationen zu Mrs. Bradley und ihrem Umfeld gefehlt haben, der Fall an sich ist aber gut einzeln zu lesen. Ich hätte mir allerdings ein Personenregister gewünscht um den Überblick zu behalten.
Dieses Mal beschließ Beatrice Bradley die Weihnachtsfeiertage im ländlichen Oxfordshire bei ihrem Neffe Carey Lestrange, einem Maler und Schweinezüchter zu verbringen. Der hat zu Weihnachten mehrere Gäste geladen und eine lokale Spuklegende sorgt für Abwechslung: ein kopfloser Reiter sucht am Weihnachtsabend seinen Kopf und alle die ihm begegnen sterben in kürzester Zeit. Einer der Gäste und ein Nachbar werden zu einer Wette verleitet und sollen dem Gespenst auflauern. Prompt ist am nächsten Tag einer davon tot. Ein Zufall? Ein schwaches Herz? Oder ein Mord? Mrs. Bradleys Neugier ist geweckt, vor allem, weil es nicht bei einem Toten bleibt.
Man sollte sich bei diesem Buch bewusst sein, dass es kein moderner Krimi ist, der Schreibstil und der Sprachgebrauch sowie der Aufbau der einzelnen Charaktere muten aus heutiger Sicht altmodisch an. Man muss sich wirklich auf den Stil einlassen und selbst dann weist der Fall gewisse Längen und Sprünge auf, die mir leider etwas die Spannung nahmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2022

Versuchung am Arbeitsplatz

Proof of Hope
0

Zum Inhalt: „Proof of hope“ ist der Auftaktband der Proof of Love Reihe von April Dawson rund um die Treutest-Agentur und die Madigan-Schwestern. Hier dreht sich alles um Aurora, genannt Rory. Sie soll ...

Zum Inhalt: „Proof of hope“ ist der Auftaktband der Proof of Love Reihe von April Dawson rund um die Treutest-Agentur und die Madigan-Schwestern. Hier dreht sich alles um Aurora, genannt Rory. Sie soll einen neuen Investor für den Ausbau der Agentur finden, einer der Kandidaten ist Elijah James. Er wäre perfekt, allerdings droht Rory sich in ihn zu verlieben und der wichtigste Grundsatz der Agentur lautet: keine Beziehungen am Arbeitsplatz. Dumm nur, dass auch Elijah Interesse an Rory hat und alles daran setzt sie für sich zu gewinnen.

Meine Meinung: Proof of Hope ist eine lockere Liebesgeschichte, wie ich sie von der Autorin erwartet habe, sie hat zwar ein paar Längen, aber vor allem im letzten Drittel nimmt sie so an Fahrt auf, dass das zu verschmerzen ist. Den Schreibstil von April Dawson fand ich sehr angenehm und fesselnd, allerdings muss ich anmerken, dass ich mit dem Lektorat nicht ganz glücklich war. Es mag an mir liegen, aber die Verwendung des Gendersternchens in solch einem Fließtext eines Romanes fand ich ungewohnt und störend. Man hätte vielleicht alternative, neutrale Bezeichnungen für eine geschlechtergerechte Sprache finden können und so das Textbild nicht so unterbrechen müssen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2022

Ein ganz besonderer Lebemann

Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens
0

Ich finde es bei Krimis immer relativ schwierig den Inhalt selbst zusammenzufassen, deswegen verweise ich hier hauptsächlich auf den Klappentext. Mich persönlich hat an diesen Krimi vor allem der ungewöhnliche ...

Ich finde es bei Krimis immer relativ schwierig den Inhalt selbst zusammenzufassen, deswegen verweise ich hier hauptsächlich auf den Klappentext. Mich persönlich hat an diesen Krimi vor allem der ungewöhnliche Protagonist gereizt, ein Auftragsmörder als Held eines Krimis, das ist doch einmal etwas Neues. Wobei Lucien Comte de Chacarasse ja mit der Familientradition brechen will und eben nicht als Auftragsmörder arbeitet, sondern ein Bistro betreibt und einfach sein Leben in vollen Zügen genießt. Natürlich ist da Familienärger vorprogrammiert, vor allem, weil sein Vater auf dem Sterbebett will, dass Lucien seine Arbeit vorsetzt. Dieser Wunsch bringt Lucien in die Bredouille und beschert dem Leser eine kurzweilige Geschichte, die ich nicht unbedingt in die Kategorie Krimi einordnen würde. Ich glaube fast, das Buch ist in diese Kategorie gerutscht, weil der Autor Pierre Martin und seine „Madame le Commissaire“ dort verwurzelt sind. So war es eine unterhaltsame Geschichte rund um einen verhinderten Auftragsmörder/Detektiv/Lebemann mit einem gewissen französischen Flair und einer Spur schwarzem Humor. Durchaus gut geschrieben und schnell lesbar, aber die Spannung, die ich bei einem Krimi erwarte, fehlte mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere