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Veröffentlicht am 21.04.2023

Digital ist schön und gut – aber manchmal ist weniger mehr.

Meine digitale Familie
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Krümel, der Hund, lebt ein glückliches Leben mit seiner Familie, bis die Kinder Clemens, Ben und Annie von ihrer Oma Smartphones und Tablets geschenkt bekommen. Auf einmal hat keiner mehr Zeit, alle sind ...

Krümel, der Hund, lebt ein glückliches Leben mit seiner Familie, bis die Kinder Clemens, Ben und Annie von ihrer Oma Smartphones und Tablets geschenkt bekommen. Auf einmal hat keiner mehr Zeit, alle sind mit der Technik beschäftigt. Krümel will nur eins: seine alte Familie zurück!

Dieses wunderschöne Bilderbuch ist aktueller denn je – denn wir alle leben inzwischen in einer ziemlich digitalen Welt. Hier wird vom Dackel Krümel darauf aufmerksam gemacht, wie seine (Menschen)familie auf einmal aufgrund neuer technischer Geräte wie in einer digitalen Blase lebt – und ihn regelrecht vergisst.

Die Bilder im Buch sind wirklich schön und absolut passend. Kindgerechte Zeichnungen, die aber auch mir als erwachsener Person richtig gut gefallen. Sie passen hervorragend zu den jeweiligen Szenen im Buch.

Die Texte sind überschaubar und gut zu verstehen, dennoch drücken sie aus, was hier los ist, was Krümel fühlt und erlebt. Geeignet ist dieses Buch für Kinder ab vier Jahren, bei dieser Zielgruppe kommt es meiner Einschätzung nach auch gut – und verständlich – an.

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass sich hier die gesamte Familie digital beschäftigt. Ankreiden tut dies ja der Dackel Krümel, denn auch die Eltern sind sehr damit abgelenkt. Insofern kommt der moralische Zeigefinger auch nicht von Erwachsenen. Das finde ich besonders gut am Buch – denn auch wir Erwachsenen sind ja oftmals digital beschäftigt, obwohl wir es vielleicht gerade gar nicht sein sollten/gerne vermeiden würden.

Mir gefällt sehr gut, wie diese doch schwierige Thematik hier definitiv kindgerecht umgesetzt wurde. Ein Buch, das ermuntert, dass man die Zeit besser nutzen kann, welches die Nutzung digitaler Medien aber auch nicht absolut schlecht macht.

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen. Und natürlich eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 13.04.2023

Asterix und Obelix unterwegs mit Prinzessin Wun Da

Asterix und Obelix im Reich der Mitte
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In diesem handlichen Buch, was viel mehr quasi ein Heft ist, wird eine Geschichte rund um Asterix und Obelix erzählt, in welcher sie sich auf die Suche bzw. Befreiung der Kaiserin von China machen. Nach ...

In diesem handlichen Buch, was viel mehr quasi ein Heft ist, wird eine Geschichte rund um Asterix und Obelix erzählt, in welcher sie sich auf die Suche bzw. Befreiung der Kaiserin von China machen. Nach einem Putsch wurde diese gefangen genommen, ihre einzige Tochter konnte fliehen und kann nun gut die Hilfe von Asterix und Obelix brauchen.

Ich habe vor allem als Kind durchaus einige Comics von Asterix und Obelix gelesen. Natürlich auch den ein oder anderen Film seitdem gesehen, von daher sind mir die Figuren gut bekannt. Die Geschichte „Im Reich der Mitte“ kannte ich noch nicht, auch den Film nicht.

Es handelt sich hier um eine Bildergeschichte zum Film, nicht in der bisher gewohnten Comicform. Die Zeichnungen sind typisch für Asterix und Obelix, man kann klar erkennen, was hier wie passiert. Je Seite hat es ca. eine Drittel Seite Text, in welcher die Geschichte erzählt wird. Dies ist gut verständlich, ich würde sagen, dass es für Kinder ab ca. acht Jahren interessant ist.

Für mich war es eine unterhaltsame Lektüre. Ich habe länger nichts von Asterix und Obelix gelesen, von daher war es mal wieder sehr amüsant. Natürlich wird dabei auch gekämpft, der Zaubertrank ist wie immer auch sehr wichtig.

Wer die Geschichten rund um die beiden Comicfigur mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Von mir gibt es für diese unterhaltsame Geschichte, die sich gut lesen lässt, fünf von fünf Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Heute hat Emil Törtchen gebacken.

Mit Bäcker Emil in der Backstube
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In diesem Buch lernt man den Bäcker Emil kennen. In seiner Backstube bereitet er frische Brötchen zu und dekoriert auch gerne Törtchen.

Dieses Klappenbuch war mal ein totaler Zufallskauf. Mich hat es ...

In diesem Buch lernt man den Bäcker Emil kennen. In seiner Backstube bereitet er frische Brötchen zu und dekoriert auch gerne Törtchen.

Dieses Klappenbuch war mal ein totaler Zufallskauf. Mich hat es einfach angesprochen, wie hier mal der Beruf des Bäckers vorgestellt wird und wie man Einblicke in die Backstube sowie die dortigen Abläufe bekommt.

Je Seite gibt es einen kurzen Text, in dem erläutert wird, was beim Bäcker Emil gerade ansteht. Pro Doppelseite ist eine Klappe vorhanden, hinter der sich immer wieder etwas verbirgt.

Die Bilder gefallen mir sehr gut, weil man darauf klar und deutlich erkennt, was Emil gerade macht. Auch die Texte sind kindgerecht und somit gut verständlich. Geeignet ist das Kinderbuch ab 24 Monaten. Dem stimme ich absolut zu, eventuell kann man es sogar etwas früher schon vorlesen.

Bei uns kommt das Buch total gut an. Da bei uns selbst gerne gebacken wird, sind manche Abläufe ähnlich. Natürlich ist alles etwas Klischee behaftet. Denn der Bäcker ist männlich, der Geselle ebenso, und im Laden sind es weibliche Angestellte. Das kann man eventuell noch verändern, finde ich grundsätzlich jetzt aber nicht wirklich schlimm. In manchen Berufen ist es eben einfach so bisher.

Für uns ist dies ein wirklich gelungenes Buch. Es ist so beliebt, dass es als Einschlaflektüre dient. So bekommt man abends aus dem Buch noch mal ein leckeres Törtchen zum Naschen. Es regt die Fantasie also absolut gut an, zeigt aber auch tolle und normale Abläufe.

Von uns gibt es hier 5 von 5 Sternen und natürlich eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Den Körper entdecken und verstehen.

Aufgeklappt und viel entdeckt! Unser Körper
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Was passiert in deinem Körper? Wie klappt es, dass wir Fahrradfahren können? Können wir unter Wasser atmen? All solche Fragen werden in diesem Buch kindgerecht und mit tollen Klappen zum Entdecken erläutert.

Ich ...

Was passiert in deinem Körper? Wie klappt es, dass wir Fahrradfahren können? Können wir unter Wasser atmen? All solche Fragen werden in diesem Buch kindgerecht und mit tollen Klappen zum Entdecken erläutert.

Ich freue mich immer wieder darüber, welche tollen Kinderbücher es gibt. Bücher mit Klappen sind bei uns immer wieder gern gesehen, dieses Buch hatte sich der Nachwuchs schneller geschnappt als ich schauen konnte.

Auch dieses Buch der „Aufgeklappt und viel entdeckt!“-Reihe ist mit stabilen Pappseiten ausgestattet. Man merkt, dass es für Kinder ab ca. drei Jahren gedacht ist, da die zu klappenden Stücke aus keinem so ganz dicken Pappkarton bestehen. Für diese Altersgruppe passt das gut.

Die Bilder im Buch gefallen mir sehr gut. Die Zeichnungen sind realistisch und dennoch kindgerecht. Auch die Abwechslung und Vielfalt ist toll. Und natürlich gibt es im Buch auch mal verletzte/kranke Personen, da es ja um den Körper geht. Für mich ist das sehr anschaulich dargestellt.

Auch Funktionen des Gehirns werden erläutert, ebenso die Muskeln, Atmung sowie Herz-Kreislauf, Stoffwechsel (Ernährung) und auch die unterschiedlichen Sinne. Die Texte sind direkt bei den jeweiligen Klappen zu finden, hier werden die verschiedenen Abläufe und Situationen toll erläutert. Meiner Ansicht nach ist es gut zu verstehen, auch bei uns kam es gut an.

Uns gefällt dieses Buch richtig gut. Es wird sehr gerne angeschaut und auch vorgelesen. Es ist toll, wie man hier hinter den Klappen etwas entdecken kann, grundsätzlich spielerisch dabei auch etwas lernt und über den Körper erfährt. Ich finde die Machart absolut toll und sehr gelungen, auch mir als erwachsene Person hat es viel Spaß gemacht, das Buch anzuschauen.

Von uns gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Ein weiterhin lebenswertes Leben mit Demenz

Der Einundzwanzigjährige, der freiwillig in ein Pflegeheim zog und von seinen Mitbewohnern mit Demenz lernte, was Menschlichkeit bedeutet
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Teun Toebes ist gelernter Altenpfleger und hat dementsprechend schon mit Menschen mit Demenz zu tun gehabt. Er möchte näher verstehen, wie es sich für alte Menschen anfühlt im Pflegeheim zu wohnen. Also ...

Teun Toebes ist gelernter Altenpfleger und hat dementsprechend schon mit Menschen mit Demenz zu tun gehabt. Er möchte näher verstehen, wie es sich für alte Menschen anfühlt im Pflegeheim zu wohnen. Also zieht er mit gerade einmal 21 Jahren in eines ein, genauer gesagt auf eine geschlossene Station, auf der Menschen mit Demenz wohnen. Dabei schließt er wunderbare Freundschaften, muss von Mitbewohnern leider auch Abschied nehmen und sieht, was man in der Pflege verbessern könnte.

Ich war auf die Lektüre und vor allem die Ansätze, wie man den Umgang in Pflegeheimen mit Demenzpatienten verbessern kann, echt gespannt. Ich habe selbst im privaten Umfeld schon mit Demenz zu tun gehabt und dadurch eine gewisse Vorstellung, wie Demenz fortschreiten kann und in Deutschland im Pflegeheim damit umgegangen wird. Für mich also kein ganz fremdes Thema, wenngleich ich selbst nicht in der Pflege arbeite.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es liest sich angenehm, gut verständlich, manchmal ist es auch echt unterhaltsam, gar lustig. Klar kommen auch Emotionen vor, das bleibt bei einem solchen Thema meiner Ansicht nach auch nicht aus. Gelegentlich erläutert Teun, wie man etwas verbessern könnte bzw. plädiert für einen offeneren, menschlicheren Umgang mit Demenzerkrankten. Mit der Zeit wiederholt er dies immer wieder recht eindringlich, was für mich aber passt.

Es ist wirklich interessant von den Eindrücken zu lesen, die auf Teun so einwirken, während er im Pflegeheim lebt. Er lebt dort ja als Mitbewohner, d.h. er ist kein Altenpfleger, wenngleich er seinen Mitbewohnern manchmal natürlich dennoch hilft. Ich denke auch, dass es einfach schwer ist, sich hier „zurückzuhalten“, wenn man sieht, wie jemandem etwas schwerfällt, etc. Umgekehrt ist es auch toll zu lesen, wie die älteren Menschen an seinem Leben teilhaben, bei seinen Online-Vorlesungen mal zuschauen, etc. Man kann beim Lesen merken, wie sie dadurch teilweise aufblühen.

Seine Ansätze für einen anderen, besseren, ja menschlicheren Umgang mit Demenzpatienten kann ich durchaus nachvollziehen. Leider glaube ich, dass es teilweise schwer umzusetzen ist, v.a. was die Zeit anbelangt, die in einem Pflegeheim ja sehr limitiert ist bzw. dokumentiert werden muss. Ich würde mir wünschen, dass sich hier in den nächsten Jahren einiges ändert und somit verbessert. Im gewissen Maß kann man es mitgestalten, was schon bei Patienten innerhalb der Familie bzw. des Bekanntenkreises anfängt sowie ehrenamtlicher Mitarbeit. Und natürlich sollten auch Kinder hier mit einbezogen werden – wer, wenn nicht Kinder, sind diejenigen, die in unserer Gesellschaft meist mit am offensten im Umgang mit anderen Menschen sind?

Für mich war dies eine wirklich tolle und auch bewegende Lektüre. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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