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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2023

Durchwachsen

Solartopia – Am Anfang der Welt
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Solartopia hat mich dank der Thematik auf den ersten Blick angesprochen. Ich hatte mich auf eine spannende Dystopie eingebettet in ein interessantes Szenario gefreut. Leider habe ich das nur zum Teil bekommen. ...

Solartopia hat mich dank der Thematik auf den ersten Blick angesprochen. Ich hatte mich auf eine spannende Dystopie eingebettet in ein interessantes Szenario gefreut. Leider habe ich das nur zum Teil bekommen.
Die erste Hälfte des Buches war gelinde gesagt eher langweilig und wenig aussagekräftig und erst ab circa 200 Seiten kam ein wenig Fahrt auf.
Nova und ihre Gabe rund um die Pflanzenwelt stehen in diesem Buch ganz klar im Fokus und zwar so sehr, das ich mich teilweise zurückversetzt fühlte in unseren Schulgarten mit meiner wenig sympathischen Biologielehrerin. Pflanzenarten, Aufzucht etc. nehmen einfach sehr viel Platz ein. Nicht uninteressant, aber eben nicht das was ich mir zu lesen wünschen würde bei so einem Buch. Auch Nova selbst wirkt für mich fast eher wie ein stilles Pflänzchen, als wie eine starke Protagonistin. Sie hat abgesehen von ihrer Leidenschaft für die Natur wenig nennenswerte Charaktereigenschaften bisher. Schade eigentlich, denn ihre Geschichte ist bemerkenswert. Hierzu hätte ich mir auch mehr gewünscht. Wie schlägt sich ein Mädchen so lange ohne Eltern durch. Die Bemerkungen am Rande wie sie sich selbst mühsam das Lesen beigebracht hat, wurde beispielsweise mit einem Satz abgetan.
Aber es gibt nicht nur negatives zu sagen, denn das Buch bietet reichlich Potenzial für seinen zweiten Teil. Die Spannung, Wendungen und auch der Stoff ausserhalb der Pflanzen nimmt in der zweiten Hälfte der Geschichte deutlich zu und dieser Part hat mir durchaus gut gefallen. Auch kommen in diesem Teil mehr Charaktere dazu, sodass hier mehr Vielfalt entsteht. Darum bin ich neugierig auch den zweiten Teil zu lesen, obwohl mich der erste Band nicht komplett überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 21.04.2023

Gemischte Gefühle

Keeper of the Lost Cities – Entschlüsselt (Band 8,5) (Keeper of the Lost Cities)
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Dieser Band macht einem die Beurteilung recht schwer. Teilweise würde ich auf jeden Fall sagen, dass es ein "unnötiger" Band ist, mit dem sich einfach Geld machen lässt. Andererseits sind neben vielen ...

Dieser Band macht einem die Beurteilung recht schwer. Teilweise würde ich auf jeden Fall sagen, dass es ein "unnötiger" Band ist, mit dem sich einfach Geld machen lässt. Andererseits sind neben vielen bekannten Informationen auch tolle Zusätze wie die Illustrationen enthalten. Auch die Geschichte im hinteren Teil des Buches rund um meinen Liebling Keefe fand ich sehr gut.
Der vordere Teil ist im Prinzip wie ein Lexikon zur Keeperswelt aufgebaut und ich habe die Seiten gründlich gelesen. Wenn man allerdings bei den letzten acht Bänden ausreichend aufgepasst hat, erfährt man hier sehr wenig Neues. Da hätte tatsächlich ein Überfliegen gereicht. Wäre das Buch also nur halb so lang gewesen, hätte trotzdem nichts Relevantes gefehlt. Im Gegenzug fand ich es dafür aber umso besser, mir jetzt Sandor und Co. oder auch die verschiedenen Räte mal so vorstellen zu können, wie Shannon Messenger sie für sich erdacht hat.
Problematisch an dem Buch betrachte ich die Tatsache, das einem definitiv durch die relevante Geschichte zum Ende etwas fehlt, wenn man ihn nicht gelesen hat. Wer aber keine Lust auf das Lexikon hat, verschwendet etwas seine Zeit. Insofern bleibt für mich die Gesamtbeurteilung schwierig und kommt nicht über eine mittlere Bewertung raus. Ich freue mich nun auf jeden Fall auf Band 9 und hoffe dort wieder einen richtigen Teil vorzufinden.

Veröffentlicht am 16.10.2022

Gemischte Gefühle

The Atlas Six
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Meinung:
Ich finde meine Meinung zu diesem Buch doch recht schwierig zu beschreiben. Sie beruht auf einer Menge Gegensätze, die sich eigentlich schlecht unter einen Hut bringen lassen. Beispielsweise der ...

Meinung:
Ich finde meine Meinung zu diesem Buch doch recht schwierig zu beschreiben. Sie beruht auf einer Menge Gegensätze, die sich eigentlich schlecht unter einen Hut bringen lassen. Beispielsweise der Schreibstil, der zeitweise zäh zu lesen war, teilweise aber schon fast poetisch schön daher kam. Oder die Protagonisten, die man im echten Leben alle nicht mögen würde, denn sie sind alles andere als sympathische Zeitgenossen, aber trotzdem eine gewisse Anziehung an sich haben. Ebenso wie die Geschichte selbst, die zwischen Langeweile und Spannung schwankt. Tatsächlich passiert im Grunde in diesem Auftakt Band noch nicht wirklich viel, dafür lernt man die Figuren aber wirklich intensiv kennen. Durch immer wechselnde erzählerische Perspektiven bekommt man von ihnen und ihrem Gefühlsleben einen wirklich guten Eindruck. Die magischen Fähigkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, sind erstaunlich und bergen für die zwei Folgebände eine Menge Potenzial. Ob aber jeder der Leser des ersten Bandes der Trilogie treu bleiben wird, wage ich zu bezweifeln. Dafür ist dieses Buch einfach zu speziell. Ich bin selbst noch unschlüssig. Sehr neugierig wäre ich darauf zu erfahren, was alles wirklich hinter der alexandrinischen Gesellschaft steckt, wer welchen Part in diesem Puzzle noch übernehmen wird und welche Absichten Atlas tatsächlich hegt. Weniger interessiert mich das ständige wer mit wem Geplänkel und die Ränkeschmiede innerhalb der Figuren.

Fazit: Ein optisches Highlight mit kontroversem Inhalt. Ich überlege noch ob ich dran bleibe.

Veröffentlicht am 12.08.2022

Zu wenig Struktur

Wenn ich das kann, kannst du das auch!
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Meinung:
Ich war im Vorfeld neugierig, wie ein Nichtkoch wohl ein Kochbuch gestalten würde und was sich dort für Rezepte finden lassen. Als ich dann begonnen habe, mit dem Buch zu arbeiten, war ich leider ...

Meinung:
Ich war im Vorfeld neugierig, wie ein Nichtkoch wohl ein Kochbuch gestalten würde und was sich dort für Rezepte finden lassen. Als ich dann begonnen habe, mit dem Buch zu arbeiten, war ich leider etwas ernüchtert. Mein erster Kritikpunkt ist die Massen an privaten Fotos und Text. Ich mag es, wenn ein Kochbuchautor schöne Schnappschüsse oder Anekdoten einbindet, aber hier war mir zu viel davon und zu wenig Kochbuch. Der zweite Aspekt, der mir negativ aufgefallen ist, war die Mischung der Rezepte. Sie sind mir zu wild durcheinander geraten und mir fehlt so ein wenig der rote Faden. Der Fokus liegt auf griechischen Rezepten durch die Herkunft von Zervakis, aber Currywurst, Zimtschnecken und griechisches Hähnchen passen für mich nicht so recht zusammen. Wer es kunterbunt liebt, wird vielleicht aber gerade diesen Aspekt gut finden. Was den Anspruch angeht, sind die Rezepte ebenfalls sehr unterschiedlich.
Die Bolognese für absolute Neulinge am Herd, die Pita ist schon was für Fortgeschrittene. Die hat Zervakis wahrscheinlich nicht ohne Grund mit ihrer Mutter zusammen gebacken.

Selbst ausprobiert habe ich die Bolognese, den klassischen Butterkuchen, ein Cashewpesto mit Burrata und den Wassermelonensalat. Geschmacklich waren alle Sachen in Ordnung und besonders das Pesto hat uns sehr geschmeckt. Auch die Umsetzung der Rezepte ging uns leicht von der Hand. Hier passt das Buch also. Auch die Übersichtlichkeit und grundsätzliche Wertigkeit des Buches sind gut. Trotzdem würde ich es mir nicht noch mal kaufen, weil es mich einfach nicht vollends überzeugt hat.

Fazit:
Für mich nicht ganz das Richtige, für Fans von Zervakis sicher einen zweiten Blick wert.

Veröffentlicht am 21.06.2022

Fernsehtauglich

Die Liebe braucht ein ganzes Dorf
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Ein Wohlfühlroman, wie ihn ganz viele lieben werden, die sich einfach mit einer hübschen Geschichte unterhalten lassen wollen. Autorin Kerstin Rubel vermittelt ein ganz wunderbares Flair für die Schlei, ...

Ein Wohlfühlroman, wie ihn ganz viele lieben werden, die sich einfach mit einer hübschen Geschichte unterhalten lassen wollen. Autorin Kerstin Rubel vermittelt ein ganz wunderbares Flair für die Schlei, reetgedeckte Häuschen und Bootsausflüge auf dem Meer. Wer sich jetzt noch eine nette Geschichte erhofft, wird belohnt.
Für mich persönlich war das aber ein bisschen wenig. Ich hätte mir mehr kluge Wendungen und Ereignisse erhofft und weniger nur eine kluge Hauptfigur. Diese versucht trotz aller Romantik das Weltbild einer starken Frau mit Unabhängigkeit zu vermitteln. Ihr gegenüber steht ihre beste Freundin, die das nur augenscheinlich ist, tatsächlich aber noch nicht mal Zugriff auf das gemeinsame Sparkonto mit ihrem Göttergatten hat. Solche Details wären für mich eine schöne Idee, wirken aber künstlich in die Geschichte reingepresst. Hier läuft es einfach nicht rund. Genauso wenig wie zum Schluss des Buches, wo eine absolut unpassende Wendung eingebaut wird, um ein noch sentimentaleres Happy End zu erzwingen. Schade, denn bis dahin war die Story weitestgehend unterhaltsam. Hier gibts aber klar einen Punkt Abzug.

Eine solide Leistung liefert Sprecherin Karin Kaschub ab. Sie vertont das Buch aus Sicht von Annika und passt stimmlich gut zu dem wie ich mir Annika vorstelle. Neben dem Hörbuch könnte ich mir auch sehr gut einen Fernsehfilm auf dem ZDF oder so vorstellen, der durch die hübsche Kulisse bestimmt viele Zuschauer ansprechen würde. Damit würde das Buch seinen Zweck der Unterhaltung erfüllen, ohne das man sich vor dem Fernseher zu sehr verkopfen müsste. Halt einfach ein Wohlfühlbuch.

Fazit:
Wer abschalten will, ist an der richtigen Adresse. Lest aber am besten die letzten Seiten nicht.