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Veröffentlicht am 30.06.2023

Magische Bindung

Die rastlosen Geister des Salon Nocturne
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„Die rastlosen Geister des Salon Nocturne“ von Stefanie Schuhen erzählt eine spannende Urban Fantasy voller Magie und französischem Charme.
Jackie betreibt in Paris ein beliebtes Café, den Salon Nocturne. ...

„Die rastlosen Geister des Salon Nocturne“ von Stefanie Schuhen erzählt eine spannende Urban Fantasy voller Magie und französischem Charme.
Jackie betreibt in Paris ein beliebtes Café, den Salon Nocturne. Die Besonderheit ist, dass der Salon hauptsächlich ein Treffpunkt für magiebegabte Wesen ist, die hier einen Anlaufpunkt haben und gegebenenfalls auch Hilfe finden können. Jackie selbst ist durch einen Bindungszauber seit ihrer Jugend an das Haus gefesselt und kann es nur als Geist mithilfe ihrer streunenden Katzen verlassen. Als ein unbekannter Magier in Paris mit Bindungszaubern experimentiert, gerät Jackie in den Fokus der ASRAM. Die Agentur zur Kontrolle der Magie schickt ausgerechnet ihren Agenten Gabriel Rivera, um Jackie zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Mit Gabriel verbindet Jackie eine gemeinsame Vergangenheit, die sie längst verdrängt hatte.

Das Setting in Paris ist der Autorin sehr gut gelungen und sie fängt das französische Flair perfekt ein. Das ist mal eine schöne Abwechslung zu anderen Geschichten und es verleiht der Story einen ganz besonderen Charme.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, so dass man schnell in die Handlung einsteigen kann. Die gesamte Story wird aus der Perspektive von Jackie erzählt, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie all ihre innersten Geheimnisse teilt.
Jackie ist quasi an das Gebäude gefesselt und hat nur einen sehr eingeschränkten Handlungsspielraum. Nur als Geist in einer Katze kann sie kurzzeitig und in einem begrenzten Areal herumstreifen. Mit ihrem Schicksal hat sich Jackie bisher ganz gut arrangiert, aber das Auftauchen von Gabriel lässt plötzlich ganz andere Gedanken und Wünsche in ihrem Kopf auftauchen.
Die Urban Fantasy ist eher cosy unterwegs, was mich nicht gestört hat und was ganz eindeutig zur Atmosphäre des Buches passt. Es gibt trotzdem einige Spannungs- und Gänsehautmomente, die es nicht zu gemütlich werden lassen. Am Ende bleiben für mich viele Fragen offen und ich könnte mir eine Fortsetzung absolut vorstellen.

Mein Fazit:
Ein magisches Abenteuer, welches von mir gern eine Leseempfehlung bekommt!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2023

Der Kreis schließt sich

Mile High Love – Glück jenseits des Ozeans
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„Mile High Love – Glück jenseits des Ozeans“ von J. H. Petra ist der dritte und abschließende Band ihrer Mile High Trilogie.
Zoella hat nicht nur ihren Ehemann an eine andere Frau verloren, sondern kurze ...

„Mile High Love – Glück jenseits des Ozeans“ von J. H. Petra ist der dritte und abschließende Band ihrer Mile High Trilogie.
Zoella hat nicht nur ihren Ehemann an eine andere Frau verloren, sondern kurze Zeit später bei einem Unfall auch das ungeborene Kind der beiden. Alles was ihr wichtig war, ist unwiderruflich zerbrochen, und deshalb flieht sie spontan so weit weg wie möglich. Dabei landet Zoella durch einen Zufall in Spanien, wo sie die Scherben zusammenkratzen und wieder zu sich selbst finden will. In den Bergen Malagas beginnt Zoella zu heilen, aber gleichzeitig wird sie ausgerechnet hier mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Gleich zwei Männer stürzen Zoella in ein Gefühlschaos, aber letztendlich muss sie endlich ihre eigenen Entscheidungen für ihre neue Zukunft treffen.

J. H. Petra erzählt in ihrer emotionalen Reihe sicher keine konventionellen Liebesgeschichten und dieser Linie bleibt sie auch im Abschlussband treu. Der Schreibstil liest sich gewohnt leicht und flüssig und die Handlung wird aus der Perspektive von Zoella erzählt.
Zoella kam in den Vorgängerbänden nicht unbedingt positiv weg, wobei man aber gerade die Ereignisse des zweiten Teils niemandem wünschen würde. Jetzt dürfen wir ihre andere Seite kennenlernen und die Gedanken und Gefühle, die sie bisher lieber verborgen hielt. Dabei muss man anerkennen, dass Zoella bei weitem nicht die emotionslose und manipulative Eiskönigin ist, als die sie oft hingestellt wurde. Ihre Entwicklung ist sehr interessant und man wünscht ihr unbedingt, dass sie doch noch ihr Glück findet.
Ian und Nate sind ebenfalls keine Unbekannten und es ist schon fast ein wenig zu viel Zufall, dass Zoella ausgerechnet auf diese beiden Männer trifft. Ian mochte ich bisher sehr gern und zu Nate hatte ich eine neutrale Meinung. Auch Ian und Nate zeigen neue Facetten, die Zoella auf eine Gefühlsachterbahn schicken.
Für mich persönlich ist die Gesamtkonstellation aller Charaktere einen Tick zu konstruiert und bei Familientreffen sollte hier lieber keiner der Beteiligten betrunken Wahrheit oder Pflicht vorschlagen. Trotzdem ist Zoellas Geschichte durchaus gelungen und konnte mich in vielen Teilen berühren.

Mein Fazit:
Der Kreis schließt sich und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Schicksalsbegegnung

Room for Love 1. Two in a Room
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„Room for Love 1. Two in a Room“ von Laura Labas lässt eine Zufallsbegegnung das Leben ihrer Protagonisten nachhaltig verändern.
Die zwanzigjährige Mathematik-Studentin Shiloh beobachtet an einer Kreuzung ...

„Room for Love 1. Two in a Room“ von Laura Labas lässt eine Zufallsbegegnung das Leben ihrer Protagonisten nachhaltig verändern.
Die zwanzigjährige Mathematik-Studentin Shiloh beobachtet an einer Kreuzung nahe ihrer Wohnung den Unfall eines Fahrradfahrers. Spontan hilft sie dem leicht angeschlagenen Miles, der eigentlich auf dem Weg zu seiner eigenen Verlobung war. Zum Dank für ihre Hilfe lädt Miles Shiloh in das New Yorker Luxushotel ein, wo sie sich am exquisiten Büfett bedienen kann. Doch die Verlobung läuft anders als geplant und schließlich muss Shiloh Miles erneut zu Hilfe kommen. Neu-Single Miles und Shiloh verbringen einen unterhaltsamen Abend und lassen auch die gebuchte Honeymoon-Suite nicht ungenutzt. Danach verschwindet Shiloh ohne Abschied, was sie schnell bereut. Doch völlig unerwartet, kreuzen sich die Wege von Shiloh und Miles immer wieder.

Die Stadt, die niemals schläft, bildet das perfekte Setting für diese Lovestory, in der zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinanderprallen. Der scheinbar oberflächliche Upper-Class-Miles und die zurückgezogene und introvertierte Studentin Shiloh passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Auf den zweiten Blick haben sie jedoch diese besondere Verbindung, die sie beide im Laufe der Handlung ergründen wollen. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und der lockere Erzählstil passt zu den Charakteren, die noch dabei sind, sich selbst zu finden.
Ich mochte beide Hauptfiguren, auch wenn ich nicht jede Handlung und jede Entscheidung nachvollziehen konnte. Sowohl Miles als auch Shiloh haben jede Menge Altlasten und Probleme im Gepäck, die ihr Verhalten beeinflussen. Gerade Shiloh driftet für meinen Geschmack manchmal zu sehr in ihre Negativspirale ab, obwohl sie selbst ihr Schicksal in der Hand hat.
Man spürt das Knistern zwischen Shiloh und Miles, wobei der letzte Funke bei mir nicht ganz überspringen konnte. Obwohl die Lovestory wirklich süß ist, steht eigentlich die Selbstfindung der Charaktere im Fokus. Dieser Aspekt ist der Autorin auch gut gelungen und ich bin gespannt auf die Geschichte von Bronwyn und Nick.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Romantische Vampirstory

Bloodrush – Kuss der Unsterblichkeit
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„Bloodrush – Kuss der Unsterblichkeit“ von Melanie Trenker erzählt eine romantische Vampirstory, in der die Heldin schwere Entscheidungen treffen muss.
Jede Nacht wird Grace von Albträumen geplagt, die ...

„Bloodrush – Kuss der Unsterblichkeit“ von Melanie Trenker erzählt eine romantische Vampirstory, in der die Heldin schwere Entscheidungen treffen muss.
Jede Nacht wird Grace von Albträumen geplagt, die sie den grausamen Tod ihrer Eltern vor einigen Monaten immer wieder erleben lassen. Um Abstand zu gewinnen, zieht Grace in eine andere Stadt und sucht sich einen neuen Job. Nur auf ihre Lieblingsfreizeitbeschäftigung, das Fechten, kann Grace nicht verzichten. In einem Fechtclub trifft sie dabei auf den arroganten Will, der ihr seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Doch ein unerwartetes Wiedersehen läuft anders als gedacht. Will ist ein Vampir und da Grace nun seine Identität kennt, muss sie sich entscheiden, ob sie sich seinem Clan anschließt und sich verwandeln lässt, oder ob sie lieber den Tod wählt.

Twilight lässt grüßen und wenn man sucht, dann findet man einige Parallelen zur bekannten Vampir-Saga. Ich finde die Grundidee trotzdem ganz spannend, auch wenn das Potenzial vielleicht nicht in allen Punkten komplett ausgeschöpft wurde.
Dem Schreibstil konnte ich problemlos folgen und es fällt leicht, in die Handlung einzusteigen. Die gesamte Story wird aus der Perspektive von Grace erzählt, was hier grundsätzlich gut funktioniert.
Grace ist auf der einen Seite tough und mutig, was aber andererseits stellenweise einfach nur unüberlegt und naiv wirkt. Ich mochte ihren Charakter, doch ihre Entscheidungen sind oft nur schwer nachvollziehbar. So richtig greifbar ist sie für mich nicht und vieles läuft meiner Meinung nach viel zu glatt.
Der geheimnisvolle Will agiert nicht unbedingt wie ein jahrhundertealter Vampir, aber das Knistern zwischen ihm und Grace ist durchaus spürbar.
Die Story hat einige Twists und Spannungsmomente, aber wie schon gesagt, läuft alles nach meinem persönlichen Eindruck ein wenig zu glatt und reibungslos, zum Beispiel wenn angeblich gnadenlose Regeln im Fall von Grace einfach ignoriert werden. Trotzdem hatte ich Spaß beim Lesen und fühlte mich gut unterhalten. Nur der letzte Funke hat halt gefehlt.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Unterhaltsame Nachhilfe

Ein Duke wider Willen
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„Ein Duke wider Willen“ von Sabrina Jeffries ist der Auftakt zu ihrer Elegant Occasions Reihe, in der drei Schwestern ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen.
Nach dem skandalösen Verhalten ihrer rücksichtslosen ...

„Ein Duke wider Willen“ von Sabrina Jeffries ist der Auftakt zu ihrer Elegant Occasions Reihe, in der drei Schwestern ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen.
Nach dem skandalösen Verhalten ihrer rücksichtslosen Eltern sind die drei Harper Schwestern unverschuldet Aussätzige in der vornehmen Gesellschaft geworden. Notgedrungen akzeptieren sie dieses Schicksal, aber da ihr Ruf und die Aussicht auf einen Ehemann sowieso ruiniert sind, gründen sie als adlige Ladys ihr eigenes Geschäft. Mit ihrer exklusiven Event-Agentur helfen sie nun anderen durch die strengen Regeln des ton. Ihr neuer Klient ist Geoffrey Brookhouse, der eigentlich ein erfolgreicher Bauingenieur ist, aber vor kurzem überraschend ein Herzogtum geerbt hat. Diana Harper nimmt dessen schüchterne Schwester Rosie für ihr anstehendes Debüt unter ihre Fittiche und findet nebenbei auch am schroffen Geoffrey Gefallen.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihre unterhaltsamen Regency Romances. Ihr Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die beiden Hauptfiguren Diana und Geoffrey erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven.
Diana macht auf der einen Seite einen abgeklärten und pragmatischen Eindruck, der sich auch in ihren heftigen Wortgefechten mit Geoffrey widerspiegelt. Sie hat auf die harte Tour gelernt, wie wankelmütig und brutal die adlige Gesellschaft sein kann und ich finde die Idee ihrer Agentur grundsätzlich großartig. Diana wartet nicht auf ein Wunder, sondern baut sich ihre Zukunft selbst auf. Auf der anderen Seite ist sie mir manchmal zu naiv und fast schon übergriffig, was ihre komplizierte Beziehung für Geoffrey angeht.
Geoffrey hütet ein Geheimnis und versucht deshalb Abstand zu Diana zu wahren. Das funktioniert natürlich nicht und man kann die gegenseitige Anziehung durchaus nachvollziehen. So richtig ist bei mir der Funke aber nicht übergesprungen, denn dafür sind die Handlungen der beiden einfach zu widersprüchlich.
Insgesamt kann diese humorvolle Regency Story aber gut unterhalten, denn die sympathischen Nebenfiguren sorgen immer wieder für Abwechslung. Die amüsanten Schlagabtausche machen Spaß und ich bin neugierig auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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