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Veröffentlicht am 07.08.2023

Zu viele Missverständnisse

Secrets of the Campbell Sisters, Band 1: April & May. Der Skandal (Sinnliche Regency Romance von der Erfolgsautorin der Golden-Campus-Trilogie)
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„Secrets of the Campbell Sisters: April & May“ von Lyla Payne ist der erste Teil ihrer Regency Reihe um die vier Schwestern der Familie Campbell.
Die nach ihren Geburtsmonaten benannten Schwestern April, ...

„Secrets of the Campbell Sisters: April & May“ von Lyla Payne ist der erste Teil ihrer Regency Reihe um die vier Schwestern der Familie Campbell.
Die nach ihren Geburtsmonaten benannten Schwestern April, May, June und July haben dank ihres despotischen Onkels nur dann ein Anrecht auf ihre Mitgift, wenn sie genau in der Reihenfolge ihrer Geburt heiraten. Also wäre April die Erste, doch ausgerechnet sie wurde in ihrer ersten und letzten Saison Opfer eines bösen Skandals. Seitdem ist Aprils Herz gebrochen und sie glaubt nicht mehr an die Liebe. Ihre Schwester May ist hingegen die totale Romantikerin und will April nicht ganz uneigennützig unbedingt zu einer Liebesheirat verhelfen. Leider trifft April, die hoffte, dass mittlerweile niemand mehr über ihren Skandal spricht, in London auf Nathaniel Pembroke, der die die Schuld an den damaligen Ereignissen trug. Und da Nathaniel immer wieder Aprils Nähe sucht, haben die Klatschmäuler bald neues Futter.

Ich liebe Regency Romane und so war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Meine Erwartungen wurden aber nicht ganz erfüllt, denn im Vergleich zu anderen Erfolgsreihen fehlte hier irgendwie der letzte Funke und das gewisse Feuer. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig und auch die Grundidee hat viel Potenzial. Ich mag es auch, dass gleich zwei Schwestern ihre Lovestory bekommen und dass aus mehreren Perspektiven erzählt wird.
Aprils Ruf wurde in der letzten Saison unverschuldet schwer angeschlagen und ich verstehe ihre Verbitterung und ihre widerstreitenden Gefühle. Sie tut aber gefühlt nichts, um diese Situation zu ändern, sondern verharrt immer noch in ihrer Erstarrung, anstatt die Initiative zu ergreifen.
May sieht dagegen alles rosarot und will April unbedingt verkuppeln. Sie ist mir manchmal viel zu naiv, aber das liegt auch daran, dass sie von April fast komplett im Dunkeln gelassen wird.
Nathaniel ist ebenfalls emotional angeschlagen, denn er liebt April immer noch. Doch auch er ist mir oft viel zu passiv, obwohl er wesentlich mehr Mut zeigt als April.
Die fehlende Kommunikation und die daraus resultierenden Missverständnisse ziehen sich durch die gesamte Handlung, was mich manchmal genervt hat. Vor allem, da ansonsten nicht wirklich viel passiert, außer dass die Protagonisten aneinander vorbeireden, wenn sie denn einmal reden. Das klingt jetzt vielleicht zu negativ, denn eigentlich ist die Entwicklung der Charaktere insgesamt gut gelungen. Doch eine Prise mehr Spannung und vielleicht auch Humor hätten der Story nicht geschadet.

Mein Fazit:
Insgesamt eine nette Regency Romance, für die ich trotz kleiner Kritikpunkte eine Leseempfehlung geben kann!

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Veröffentlicht am 22.07.2023

Gefährliche Geheimnisse

Husband Material: Gefährliche Leidenschaft
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„Husband Material: Gefährliche Leidenschaft“ von Nina Pribil schickt die Heldin auf eine gefährliche Spurensuche in die Heimat ihrer verstorbenen Schwester.
Olivia Green reist mit ihrer neunjährigen Tochter ...

„Husband Material: Gefährliche Leidenschaft“ von Nina Pribil schickt die Heldin auf eine gefährliche Spurensuche in die Heimat ihrer verstorbenen Schwester.
Olivia Green reist mit ihrer neunjährigen Tochter in den kleinen Küstenort, wo ihre bei einem Unfall verstorbene Schwester in den letzten Jahren lebte. Sie will sich um den Nachlass und um das dortige Strandhaus kümmern. Doch schon bei Olivias Ankunft schlägt ihr blankes Misstrauen entgegen und vor allem der ruppige Fischer Henry Clarke macht aus seiner Abneigung keinen Hehl. Je weiter Olivia in das Leben ihrer Schwester eintaucht, desto mehr Geheimnisse und Fragen kommen ans Tageslicht. Ausgerechnet Henry bietet Olivia seine Hilfe an, denn trotz ihres schlechten Startes fühlt er sich sehr zu der verletzlichen jungen Frau hingezogen. Aber kann sie ihm wirklich trauen?

Die Beschreibung klingt zunächst sehr spannend und vielversprechend, aber die Autorin konnte mich nicht in allen versprochenen Punkten überzeugen.
Der leichte und flüssige Schreibstil hat mir gefallen und vor allem das wunderschöne Setting an der rauen britischen Nordseeküste hat mich verzaubert. Ich konnte die Seeluft fast schnuppern und dafür gibt es klare Pluspunkte.
Auch der Einstieg war sehr emotional und berührend und ich konnte echt mit Olivia mitfühlen. Aber ab der völlig aus der Luft gegriffenen Haustürszene mit Henry ging es für mich persönlich bergab. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich mit Olivias widersprüchlichem Verhalten nur noch sehr wenig anfangen, weil es für mich oft überhaupt nicht nachvollziehbar oder unlogisch war. Wer vertraut denn sein Kind einem völlig Fremden nach gefühlt fünf Minuten an? Meine Schwester, die plötzlich mehr Kellnerin als Schauspielerin war, ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen, ich finde ihr Tagebuch und lese nur die ersten Seiten?
Ich weiß ja, dass das die Lovestory und die Spannung ankurbeln sollte, aber durch die vielen Logiklöcher und Widersprüche konnte ich beides nicht wirklich fühlen. Es tut mir echt leid, denn die Ansätze waren tatsächlich sehr gut.

Mein Fazit:
Von mir gibt es diesmal maximal 3,5 Sterne, da mich die Story nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Schwieriger Neuanfang

Lichter über Golden Creek
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„Lichter über Golden Creek“ von Birgit Loistl ist der zweite Band ihrer kanadischen Small Town Romance Reihe Maple Leaf.
Mit ihrer kleinen Heimatstadt Golden Creek verbindet die Grundschullehrerin Rita ...

„Lichter über Golden Creek“ von Birgit Loistl ist der zweite Band ihrer kanadischen Small Town Romance Reihe Maple Leaf.
Mit ihrer kleinen Heimatstadt Golden Creek verbindet die Grundschullehrerin Rita Thompson nicht unbedingt nur gute Erinnerungen. Trotzdem lässt sie sich von ihrer Schwester Emma überreden, sie für ihre dringend benötigte Auszeit für einige Wochen in Golden Creek zu besuchen. Leider läuft Rita als Erstes ausgerechnet Luke Brandson über den Weg, der den Abschied von ihrer Heimat damals noch schwieriger gemacht hatte. Fünfzehn Jahre später ist Luke ein mürrischer Einsiedler geworden, der sich allein um seine fünfjährige Tochter kümmert und die Hundeschlittenfarm seines verstorbenen Vaters betreibt. Luke benötigt dringend Hilfe, aber er lehnt alle Angebote ab. Vor allem Rita will er nicht in seiner Nähe, denn dann müsste er sich auch mit anderen Gefühlen auseinandersetzen.

Man kann die Teile der Reihe problemlos unabhängig voneinander lesen, denn ich kenne den ersten Band auch nicht und konnte ohne Schwierigkeiten in die Handlung einsteigen. Birgit Loistl hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und ich mochte ihre Café in den Highlands Reihe sehr gern.
Die Hauptfigur Rita hat in letzter Zeit viel durchmachen müssen und ist an einem Tiefpunkt angelangt. Ehrlicherweise habe ich mich gefragt, warum man, wenn man bereits angezählt ist, auch noch an einen Ort zurückkehrt, der einem sehr ambivalente Gefühle beschert. So richtig konnte ich viele von Ritas Entscheidungen nicht nachvollziehen, aber sie ist grundsätzlich ein sympathischer Charakter.
Ganz im Gegensatz zu Luke, der es eigentlich bis zum Ende nicht schaffte, mich von sich zu überzeugen. Ja, er ist ein hingebungsvoller Vater, aber das ist meiner Ansicht nach auch der einzige Pluspunkt für ihn. Für mich kommt seine Wandlung viel zu spät und dann auch viel zu plötzlich, so dass er mich einfach nicht überzeugen konnte.
In Golden Creek stellte sich bei mir die Wohlfühlatmosphäre nicht hundertprozentig ein. Viele Geschehnisse wurden nur angedeutet und so konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen. Zwischen Rita und Luke fehlten mir die Funken und die kleinen knisternden Momente.

Mein Fazit:
Das Buch bietet insgesamt ein paar nette Lesestunden und ich gebe gute 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.12.2022

Ein Prinz zu Weihnachten

Falling for a Royal Christmas
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„Falling for a Royal Christmas“ von Ivy J. Clare ist eine leichte Royal Romance, die im fiktiven Königreich Borena spielt.
Kat Ashburn ist eine erfolgreiche PR-Managerin in New York, die mit ihren beeindruckenden ...

„Falling for a Royal Christmas“ von Ivy J. Clare ist eine leichte Royal Romance, die im fiktiven Königreich Borena spielt.
Kat Ashburn ist eine erfolgreiche PR-Managerin in New York, die mit ihren beeindruckenden Kampagnen bisher nur regional überzeugen konnte. Ihr neuer Auftrag führt sie zum ersten Mal weit weg in das kleine Land Borena, wo der Thronfolger Prinz Bellamy ihre Dienste in Anspruch nehmen will. Sein Ruf in der Öffentlichkeit ist alles andere als toll und egal, was er versucht, die Presse zerreißt ihn. Kat ist beeindruckt von Bellamy und fühlt sich immer mehr zu dem attraktiven und äußerst sympathischen Prinzen hingezogen. Aber jegliche romantische Beziehung wäre absolut unprofessionell und könnte seinem Image noch mehr schaden.

Das wunderschöne Cover hat mich auf diese weihnachtliche Royal Romance aufmerksam gemacht, wobei so wirklich echtes Weihnachtsfeeling nicht unbedingt aufkommen will. Das Christmas-Feeling bleibt sehr im Hintergrund und ist nur unterschwellig zu spüren.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Kat erzählt. Das wirkt manchmal ein wenig tagebuchmäßig und nüchtern, aber die anderen Perspektiven haben nicht wirklich gefehlt.
Das kleine fiktive Königreich ist ein gelungenes Setting, wobei sich für mich die eigentlichen PR-Probleme des Prinzen nicht ernsthaft erschlossen haben. Vieles wird nur angedeutet und bleibt unkonkret, was Kats Job nicht immer nachvollziehbar erscheinen lässt.
Kat ist trotzdem eine sympathische Hauptfigur, genau wie Prinz Bellamy oder seine jüngere Schwester Ead. Die langsam aufkommenden Gefühle zwischen Kat und dem Thronfolger sind durchaus spürbar und es gibt einige romantische Momente. Die inneren Konflikte der Charaktere sind mir persönlich jedoch einen Tick zu konstruiert und haben mich manchmal mit dem Kopf schütteln lassen.

Mein Fazit:
Wer eine leichte Royal Romance sucht, der wird mit diesem Buch seinen Spaß haben. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.12.2022

Kampf um die Zukunft

Frostfunken
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„Frostfunken – Wiedersehen in Neandra“ ist der zweite Teil der Frostfunken Fantasy Reihe von Jenna M. Brock.
Toni ist seit über einem halben Jahr zurück in ihrem alten Leben und scheinbar läuft alles wieder ...

„Frostfunken – Wiedersehen in Neandra“ ist der zweite Teil der Frostfunken Fantasy Reihe von Jenna M. Brock.
Toni ist seit über einem halben Jahr zurück in ihrem alten Leben und scheinbar läuft alles wieder normal. Ihre dämonischen Freunde sind ihre alte Welt zurückgekehrt und haben den Kontakt komplett abgebrochen, was Toni sehr zu schaffen macht. Der neue Schüler in Tonis Klasse könnte auch für ihr Herz einen Neubeginn bedeuten, denn der attraktive Philip macht kein Geheimnis daraus, dass er sich sehr für Toni interessiert. Aber ist Toni wirklich über Barot hinweg und kann sie sich tatsächlich auf etwas Neues einlassen? Ihre Freunde sind zumindest dieser Meinung, aber dann nehmen die Ereignisse einen völlig anderen Lauf.

Das Cover ist wie auch im ersten Band einfach nur wunderschön und harmoniert hervorragend mit dem Vorgänger. Die Handlung setzt ein halbes Jahr nach dem tragischen Ende des ersten Bandes ein, welche Toni noch nicht wirklich überwunden hat. Das Setting wechselt in diesem Band nach Neandra, was eine gelungene Abwechslung ist und den Magiefaktor natürlich erhöht.
Toni ist immer noch nicht mein unbedingter Lieblingsmensch und ich habe gewisse Schwierigkeiten mit ihr. Eine kleine Weiterentwicklung kann man ihr nicht absprechen, aber da ist noch deutlich Luft nach oben. Mir persönlich ist es einfach zu viel kichern, quieken und kindisches Teenagerdrama, bevor der entscheidende Twist kommt und die Handlung richtig packend wird. Das ist leider erst ziemlich spät der Fall, aber trotzdem lohnt sich vielleicht das Warten.
Sonnenschein Barot hat seine positiven Seiten richtig gut versteckt und ist definitiv kein Mann vieler Worte. Da es sich bei seinem Wortschatz größtenteils um Beleidigungen handelt, ist das wahrscheinlich auch besser so. Philip wirkt da deutlich sympathischer, aber auch er hat seine Geheimnisse.
Die Grundidee bleibt auch im zweiten Band gut, aber der Kreis schließt sich nach meinem Geschmack ein wenig zu spät. Die Aktionen der verschiedenen Charaktere sind für mich nicht immer nachvollziehbar und oft hatte ich Fragezeichen über dem Kopf. Erst gegen Ende ergab vieles einen Sinn und die Story wird relativ rund abgeschlossen.

Mein Fazit:
Die Teenagerprobleme nehmen etwas zu viel Raum ein, bevor es richtig spannend wird. Von mir gibt es trotzdem eine Leseempfehlung, da der Twist am Ende gelungen ist.

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