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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2023

Spannender, unkomplizierter Fantasyauftakt

Kristallfluch
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Ich kam echt locker und flott durch die Seiten, weil der Schreibstil, das Wordbuilding und die Geschichte es echt leicht gemacht haben. Es geht sehr direkt und zügig in und durch die Geschichte, ohne groß ...

Ich kam echt locker und flott durch die Seiten, weil der Schreibstil, das Wordbuilding und die Geschichte es echt leicht gemacht haben. Es geht sehr direkt und zügig in und durch die Geschichte, ohne groß ins Detail zu gehen und ich habe auf Anhieb verstanden, wohin die Geschichte führt und was hier eigentlich der Handlungsstrang ist. Dadurch hat es für mich auch gut gepasst, dass es recht viele Sichten in der Geschichte gab. Die Protagonistin Alva wurde aus der Ich-Perspektive und gefühlt am meisten erzählt, und Rik, Kaden, Köngigin Juna und Ida haben ebenfalls Sichten, allerdings aus dritter Person, bekommen. Ich fand das besonders hilfreich, um die Gefühle und Beweggründe der einzelnen Charaktere besser zu verstehen. Die Sprünge und kurzen Kapitel haben dann aber definitiv auch zu dem zügigen Lesefluss beigetragen.

Alva lebt mit den Waisenkindern in der niedrigeren Schicht des Königreichs. Es sterben immer öfter Waisenkinder und durch Szenen direkt im Dorf der Waisen kommt der Ernst der Lage deutlich rüber. Alva und ihr bester Freund Rik machen sich mithilfe von Kaden auf die Suche nach Kristallen, die die Königin Juna als Aufgabe für die Suche nach einer Nachfolge für den Thron im Königreich verteilt hat. Dabei kommt nicht nur die Legende um die Kristalle und einen Fluch dahinter in den Weg…

Der Auftrag, Visionen und einige Überraschungen haben den Spannungsbogen gut befeuert und das Ende hat neugierig auf Band zwei gemacht. Ich hätte gerne noch mehr über die Welt und das Königreich erfahren und hoffe, dass Band zwei da noch etwas mehr zu preisgibt. Insgesamt waren für mich die Charaktere etwas eindimensional und wenig vielschichtig, aber ich habe die Geschichte trotzdem gerne für zwischendurch gelesen und freue mich auf die Fortsetzung der Dilogie! Mein jüngeres Ich wäre mit dem Buch sicher etwas mehr aufgeblüht, dementsprechend würde ich es primär jüngeren Fantasy-Leser*innen und Einsteigern empfehlen!

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Interessanter Dystopie-Auftakt

Shatter Me
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Kaum angefangen hat mich dieses Buch erstmal richtig reingezogen! Das hat nicht nur die Handlung einfach geschafft, sondern auch der sonderbare, aber beeindruckende Schreibstil. Gedanken der Protagonistin ...

Kaum angefangen hat mich dieses Buch erstmal richtig reingezogen! Das hat nicht nur die Handlung einfach geschafft, sondern auch der sonderbare, aber beeindruckende Schreibstil. Gedanken der Protagonistin werden auf ganz besonderer Weise mit eingestickt und es wird viel mit Wortbildern und Metaphern gespielt. Ich fand’s echt cool, allerdings ist mir aufgefallen, dass stellenweise Wörter etwas seltsam waren. Das kann aber auch an der Übersetzung ins deutsche liegen. Inhaltlich war ich schnell im Geschehen und sehr schockiert, in was für einer Situation wir die Protagonistin Juliette kennengelernt haben. So scheu und zerbrechlich sie anfangs aber wirkt, lernt man nach und nach auch ihre Stärke, aufgestaute Wut und Angst kennen. Das dystopische Setting fand ich okay, aber schlicht und es kam mir noch etwas unausgefeilt vor. Allerdings hat die Umgebung hier größtenteils auch nicht viel Spielraum gelassen und ich kann mir besonders nach dem Ende des Buches vorstellen, dass im Laufe der Reihe noch mehr nachgelegt wird. Die Handlung hat für mich im Mittelteil tatsächlich ziemlich nachgelassen, während mich das letzte Drittel wiederum nochmal richtig reingezogen und neugierig auf den nächsten Band gemacht hat. Der Funke ist für mich bei der romantischen Dynamik allerdings nicht so wirklich übergesprungen.

Insgesamt hat das Buch leider nicht so ganz meine vielleicht zu hohen Erwartungen erfüllen können. Das Lesen hat schon Spaß gemacht und ich bin schon auch neugierig, wie es weitergeht - allerdings bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde. Empfehlen würde ich es nur bedingt, eventuell für Dystopie-Fans, die nach einer leicht fesselnden Story für zwischendurch suchen und eventuell Lust haben, an der Reihe dranzubleiben. Ich will auch nicht ausschließen, dass ich später doch nochmal zum nächsten Band greife.

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Veröffentlicht am 29.04.2023

Besondere Idee, die mich leider nicht ganz erreicht hat

Lights of Darkness
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In das gemütliche Kleinstadtsetting von Golden Oaks zurückzukehren, hat einfach gut getan! Die Geschichte sowie die Charaktere sorgten wieder für einen angenehmen Kontrast, sodass die Geschichte trotzdem ...

In das gemütliche Kleinstadtsetting von Golden Oaks zurückzukehren, hat einfach gut getan! Die Geschichte sowie die Charaktere sorgten wieder für einen angenehmen Kontrast, sodass die Geschichte trotzdem irgendwie auch viel Spannung und Geheimnisse in sich trägt und nicht ganz so ruhig ist, wie das Setting einen glauben lassen könnte.

Frankie und Tyler sind schon aus Band Eins bekannt und wurden für mich gut ausgearbeitet. Die aufbrausende und gleichzeitig verletzte, sensible und zurückgezogene Art von Frankie hat mich wie auch ihre Vergangenheit berühren können. Mit ihrem Charakter kam in „Lights of Darkness“ allerdings gefühlt nochmal mehr umgangssprachlicher Ton ins Buch, der mir an sich schon weniger gefallen hat. Dadurch passt es irgendwo zwar schon zu den geschaffenen Charakteren, mit persönlich ist es aber stellenweise zu viel gewesen und es hat den Charakteren irgendwo auch etwas kindliches gegeben.

Auch Tyler hat ein Geheimnis und der Kontrast zwischen den Charakteren wurde wie auch in Band Eins gut ausgeführt. Sein Geheimnis war für mich relativ schnell vorhersehbar, dennoch hab ich seine Entwicklung und die Beziehung zu Frankie gerne verfolgt. Mich konnte die Geschichte der beiden aber letztlich leider nicht ganz emotional erreichen. Am Ende ist recht viel auf einmal passiert, was mich persönlich aber nicht unbedingt im Lesefluss und für den Gesamtblick auf die Story gestört hat. Alles in allem ein Buch, das ich eher für Zwischendurch empfehlen kann. Ein schönes Setting, aber bei mir persönlich kam der emotionale Part leider nicht ganz an.

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Veröffentlicht am 01.03.2023

Eine süße, ruhige Slow-Romance Geschichte

Right Here (Stay With Me)
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Die Geschichte, die Anne Pätzold hier geschaffen hat, ist so so ruhig und sanft. Mir haben die Charaktere von Anfang an sehr gefallen, weil sie extrem sympathisch waren und trotzdem ihre Päckchen zu tragen ...

Die Geschichte, die Anne Pätzold hier geschaffen hat, ist so so ruhig und sanft. Mir haben die Charaktere von Anfang an sehr gefallen, weil sie extrem sympathisch waren und trotzdem ihre Päckchen zu tragen hatten. Ich kam recht schnell in die Geschichte rein, die sich dann aber lange nicht so wirklich weiterentwickelt hat. Eigentlich gefällt mir Slow-Romance gut, wenn auch die Charaktere und die Beziehung zu der ruhigen Story passen, aber in diesem Fall konnten mich die Gefühle trotzdem nicht so ganz erreichen. Tatsächlich kann ich aber nicht sagen, woran das lag. Hab’s einfach nicht gefühlt 🥲 Ich habe diese super liebe und feinfühlige Beziehung zwischen Lucy und Jules dennoch sehr gemocht. Dieses kribbelige Verliebtheitsgefühl, die sich aufbauende Vertrautheit und die Art, wie sie sich gegenseitig emotional stützen. Die Geschichte punktet definitiv mit einer süßen, sehr ruhigen Verliebtheit und trotzdem finden hier auch Problematiken Platz, die teilweise herkömmlich mit dem Prozess des Erwachsenwerdens kommen, teilweise aber auch etwas heftiger sind. Der Part an Eiskunstlauf ist meinen Erwartungen leider nicht ganz gerecht geworden und kam für mich eher etwas kurz. Insgesamt fand ich das Buch letztendlich aber süß und kann es als leichte und sanfte Romance für zwischendurch empfehlen. Wer sich viel Handlung und Spannung erhofft, ist mit diesem Buch allerdings eher nicht so gut bedient. 🙈

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Veröffentlicht am 18.12.2022

Ein guter Auftakt

Dark Ivy – Wenn ich falle
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Ich hab mich riesig auf dieses Buch gefreut! Wie immer konnte mich der Schreibstil von Nikola Hotel direkt für sich einnehmen und ich bin richtig gut durch das Buch gekommen. Das Setting, dass sie mit ...

Ich hab mich riesig auf dieses Buch gefreut! Wie immer konnte mich der Schreibstil von Nikola Hotel direkt für sich einnehmen und ich bin richtig gut durch das Buch gekommen. Das Setting, dass sie mit Ivy Island und der Woodford Academy geschaffen hat, mochte ich echt gerne! Auch wenn mir schon hier etwas der Dark Academia-Vibe gefehlt hat, der mir leider auch in der Geschichte nicht genügend zur Geltung kam. Für mich haben sich der Prolog und Epilog ziemlich stark vom Rest des Buches unterschieden, was ich schade fand.

Eden ist ein so authentischer und liebenswerter Charakter, bei dem man merkt, wie viel Mühe und präzise Ausarbeitung darin steckt. Sie ist sympathisch, zeigt Schwäche, Stärke und versucht im Laufe der Geschichte auf eine sehr ehrliche Weise weiterhin die Spuren der Vergangenheit zu verarbeiten. Es war schön mit dieser tollen Protagonistin nach Ivy Island zu kommen und dort die anderen Charaktere kennenzulernen.

William war für mich im Gegensatz leider recht blass und unrund. Er war für mich lange eine Fassade, hinter die man nicht blicken konnte. Zum Ende hin wurde es besser und mir hat vor allem gefallen, dass er für sich selbst einsteht und sich von seiner Familie und seinem Erbe löst und auf dem Boden bleibt, aber eine Bindung konnte ich zu ihm leider gar nicht aufbauen. Die Beziehung zwischen ihm und Eden hat sich ganz süß entwickelt - allerdings haben mir zwischen ihnen, wie auch allgemein in dem Buch etwas mehr Dialoge gefehlt. Will und Eden haben viel über Edens Vergangenheit geredet - darüber hinaus fand allerdings, besonders in der ersten Hälfte des Buchs, leider kaum ein ernsthafter Austausch statt. Noch enormer ist mir das zwischen Eden und Devin aufgefallen. Zwei Szenen zwischen Will und Eden, die eher etwas verstörendes hatten, will ich auch nicht unangesprochen lassen. Ich konnte aber ein Glück danach unverfangen weiterlesen und es schnell ausblenden.

Wo es insgesamt recht wenig Dialoge gab, gab es für meinen Geschmack ein wenig zu viele (psychologische) Spiele auf dem College in der Einführungswoche und in abendlichen Gruppentreffen.

Trotz einiger Kritikpunkte und kleiner Logikfehlern hat mich das Buch an einigen Stellen auch positiv überraschen können. Die Gestaltung und das Blackout-Poetry im Inneren sind übrigens auch so so toll geworden und waren für mich mal was ganz Neues! In der Story und den Figuren liegt viel Potenzial und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass wir dort mehr vom Collegeleben, außerhalb der seeehr langgezogenen Einführungswoche in Band eins, und mehr von den Charakteren lesen können.

3,5 von 5 Sternen

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