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Veröffentlicht am 07.10.2023

Hervorragendes, gefühlvollen Buch für Kopfmenschen

sverweis (#Bezug!)
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In dem Buch "Sverweis (#Bezug!)" aus der Formelsammlung-Triologie Band eins von Heike Söht geht es um Kalea. Ihre Mutter starb als sie sechs Jahre alt war. Kalea hat diesen Verlust nie verarbeiten können, ...

In dem Buch "Sverweis (#Bezug!)" aus der Formelsammlung-Triologie Band eins von Heike Söht geht es um Kalea. Ihre Mutter starb als sie sechs Jahre alt war. Kalea hat diesen Verlust nie verarbeiten können, auch jetzt mit ihren 28 Jahren nicht. Sie ist sehr erfolgreich in ihrem Job und liebt als Kopfmensch Zahlen und Formeln. Doch plötzlich muss ihr bester Freund Tim wegziehen und sie bekommt einen neuen Chef der sie immer in den Wahnsinn zu treiben scheint und Gefühle in ihr weckt die sie überhaupt nicht kennt und sie verwirren, da sie die Gefühle überhaupt nicht einordnen kann. Doch warum verspürt sie auch noch eine heftige Sehnsucht nach Tim obwohl sie nie mehr als beste Freunde waren?

Das Cover habe ich zwar nur per eBook gesehen, aber es gefällt mir trotzdem sehr gut es passt hervorragend zum Namen der Triologie,"Formelsammlung", da dort auch viele Formeln zu sehen sind auch die Farben passen prima sie wirken auf mich irgendwie geheimnisvoll und mysteriös, sowie kalea auch. Insgesamt ein sehr gelungenes Cover!
Der Schreibstil dieses Buches ist flüssig und prägen, hält mich persönlich aber nicht wirklich gefangen. Während des Buches verändert er sich genau wie die Länge der Kapitel nicht den Kapitel sind gleichmäßig. Es gibt sowohl längere als auch kürzere, allerdings hat man nicht das Gefühl stecken zu bleiben. Stattdessen habe ich gar nicht gemerkt wie die Seiten verflogen und war sehr überrascht, wie weit ich schon bin.
Bei den Gefühlen sieht das etwas anders aus Punkt am Anfang habe ich die Gefühle nur schwer wahrnehmen können. Die ist besserte sich im Laufe des Buches erheblich, so dass ich gegen Ende des Buches die Gefühle sowohl bemerkt als auch verstanden habe.
Ich denke dies liegt auch an den Kapiteln, die in der Vergangenheit stattfinden und viel Einfluss auf das Geschehen und die Gefühle in der Gegenwart haben.
Zudem gibt es noch weitere Perspektivenwechsel zwischen dem Protagonisten, die es sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit gibt. Allerdings würde ich sagen, dass sie in der Gegenwart nicht so aufklären sind, wie die in der Vergangenheit. Trotzdem würde ich sie nur ungerne weglassen, da sie oft sehr interessant und informativ sind.
Leichte Verwirrung lösten anfangs Kaleas innerlichen Konflikten dazwischen Kopf oder Verstand und Bauch bzw. Herz aus ich liebe diese Konflikte sehr, da sie mir oft Kaleas Gedanken und Gefühle vermitteln. Das schafft noch mal mehr Klarheit wenn man sie sonst nicht zu spürt.
Die Stimmung hingegen ist leicht an der Wortwahl und den Gedanken der Protagonisten zu spüren und hat sich oft auf mich übertragen, sodass ich sie umso besser verstehen konnte.
Die Charaktere sind für mich sehr stark, obwohl sie auch ihre Schwächen haben, die man Teil schneller als langsamer erkennt. Dennoch möchten Sie gerne darüber hinwegkommen oder zumindest nicht so behindert werden, indem sie Probleme mit sozialen Kontakten etc. haben.

Insgesamt finde ich das Buch wirklich großartig, jedoch würde ich nicht sagen, dass es allen Jugendlichen gefallen muss. Mir persönlich gefällt es aber sehr gut. Ich möchte unbedingt die anderen zwei Teile der Triologie Lesen und freue mich schon auf deren erscheinen.

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Veröffentlicht am 29.08.2023

Ein ruhiges lesenswertes Buch mit wundervollen Charakteren!

The stars we reach - Emerald Bay, Band 1
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Vorsicht Spoiler!

"In ihrem Gesicht lag eine Welle aus Emontionen. Mein Herz klopft plötzlich wie wild. Sie trat nochh ein bisschen näher. < Aber ich denke es mir jeden Tag. Ich liebe dich, Taylor." ...

Vorsicht Spoiler!

"In ihrem Gesicht lag eine Welle aus Emontionen. Mein Herz klopft plötzlich wie wild. Sie trat nochh ein bisschen näher. < Aber ich denke es mir jeden Tag. Ich liebe dich, Taylor." (S. 277)

In Band 1 der Emerald-Bay-Triologie „The stars we reach“, von Lorena Schäfer, geht es um Ivy und Taylor. Ivy reist nach Australien, um sich ein neues Leben aufzubauen, da sie gerade ihren Freund Leon beim Fremdknutschen mit einer blonden Schönheit erwischt hat. Von Jungs hält sie nichts mehr, und freut sich auf eine WG mit Taylor, den sie für ein Mädchen hält. Als sich dann jedoch herausstellt, dass Taylor ein Junge ist und ziemlich attraktiv ist, ist sie kurz davor, wieder zurück nach Deutschland zu reisen und ihren Plan, als erfolglos zu erklären. Dann aber beschließt sich nicht von Jungs unterzukriegen und bleibt. Unter dem Vorsatz nichts mit Jungs anzufangen und ihr neues Leben nicht wieder von Jungs abhängig zu machen. Außerdem behauptet Taylor, er wolle seine Ex zurückerobern. Anfangs klappt das prima, doch mit der Zeit spürt sie, dass zwischen ihr und Taylor allmählich die Funken zu sprühen beginnen. Daher beschließt sie mit ihrer neuen Freundin Faye sich abzulenken und geht mit ihr auf Partys. Taylor bemerkt diese Distanzierung sofort und will sich ebenfalls ablenken, weshalb er seine Ex anschreibt. Doch auch Taylor geht es nicht so gut, wie er vorgibt, denn sein Vater leidet unter Alzheimer und seine Blackouts machen ihm sehr zu schaffen.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist flüssig, sodass es sich schnell lesen lässt, man aber nicht alles vergisst. Teilweise bin ich sogar länger an einigen Formulierungen hängengeblieben, und habe die Sätze gedanklich umgestellt. Genau das liebe ich so sehr, wenn ich Bücher lese. Auch das Cover passt toll zum Titel und sieht nebenbei noch fantastisch aus. Durch die viereckigen Verzierung wurde das Set, in diesem Falle Australien, schon auf dem ersten Blick gezeigt.
Ich finde diese Story könnte auch gut so in der Realität stattfinden, da sie immer realistisch gehalten wurde und die Charaktere nicht gegensätzlich zu ihrer Meinung gehandelt haben, was sie ziemlich authentisch gemacht hat. So habe ich ihnen jedes Versprechen abgenommen. Leider war dadurch der Schmerz auch sehr echt. Aber im nachhinein ist genau das toll, da die Autorin es geschafft hat, das ich alles nachempfinden kann. Die guten und die schlechten Dinge. Deshalb hatte ich auch hin und wieder ein paar Tränen in den Augenwinkeln oder konnte nicht aufhören zu lachen, weil ich so glücklich über die aktuelle Situation war.
Die Länge der Kapitel ist ebenfalls großartig, da die Kapitel weder zu lang sind, sodass man das Gefühl hat nicht weiter zu kommen, noch zu kurz, als würde man immer nur 2 Seiten lesen, bis das nächste Kapitel beginnt. Zudem ist der Perspektivenwechsel sehr gleichmäßig, was mir persönlich gut gefällt, da man so von beiden Personen genauso viel erfährt, sodass man deren Handlung auch nachvollziehen kann. Vor allem bei Taylor finde ich das wichtig.
Das Set ist ebenfalls hervorragend. Man kann sich toll einfinden und hat das Gefühl selbst dort zu sein, da die Beschreibungen zu genau sind. Hilfreich ist außerdem, das die weibliche Protagonistin selbst zum ersten Mal dort ist und sich ebenfalls einfinden muss und Taylor sehr Vieles zeigt.
Was ich auch wundervoll fand, war das auf und ab der Stimmung. In dem einem Moment ist alles gut und die Protagonisten schweben auf Wolke 7 und im nächsten Moment scheint alles verloren, oder anders herum. Ich wusste nie, was im nächsten Moment passiert und ich wurde so oft überrascht. Sowohl von den guten als auch von den schlechten Dingen, obwohl man die Story scheinbar schon kennt, zum Beispiel, durch andere Bücher, die ähnlich oder dieselbe Thematik haben.

Insgesamt ist es ein sehr gelungen und großartiges Buch mit vielen starken und wundervollen Charakteren, die ihre Schwächen haben und versuchen sich einen Weg durchs Leben zu Bahnen. Es lohnt sich auf jeden fall, dass Buch zu lese, da Lesespaß garantiert ist und es sich danach auch noch sehr gut im Regal macht,

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Veröffentlicht am 23.10.2023

Ein tolles Sommerbuch, dass auch unbekannte Probleme anspricht

Hani & Ishu: Fake-Dating leicht gemacht
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SPOILER!!!!
Hani ist, genau wie ihre beiden besten Freundinnen Aisling und Dee, sehr beliebt an ihrer Schule in Dublin. Als Hani ihren Freundinnen jedoch gesteht, dass sie bisexuell ist, glauben sie ihr ...

SPOILER!!!!
Hani ist, genau wie ihre beiden besten Freundinnen Aisling und Dee, sehr beliebt an ihrer Schule in Dublin. Als Hani ihren Freundinnen jedoch gesteht, dass sie bisexuell ist, glauben sie ihr nicht. Da Hani ernstgenommen werden möchte, behauptet sie, sie sei mit Ishu zusammen, obwohl sie nichts miteinander zutun haben.
Ishu ist ehrgeizig, zurückgezogen, scheinbar unnahbar und Jahrgangsbeste. Außerdem ist sie das komplette Gegenteil von Hani. Das einzige was sie verbindet ist das Schubladendenken ihrer Mitschülerinnen, da sie beide bengalische Wurzeln haben. Als Ishu davon erfährt, zögert sie erst stimmt aber dann doch zu. Unter der Bedingung, das Hani hilft Schülersprecherin zu werden, da sie ihren Eltern damit zeigen möchte, dass sie nicht ihre Schwester ist.
Zunächst verstehen sie sich nicht besonders, lernen sich aber immer besser kennen und verbringen immer mehr Zeit miteinander. Das bemerkt auch Aisling, woraufhin sie eifersüchtig auf Ishu wird. Ausdiesem Grund versucht sie, Ishu’s neu aufgebautes Ruf zu zerstören. Was ihr am Ende auch gelingt. Allerdings zerstört sie nicht nur Ishu’s Ruf sondern auch andere Dinge, die Hani etwas bedeuteten.

Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, denn allein schon das Cover ist einfach ansprechend. Die Übergänge der 2 Farben ist toll gewählt, die beiden Protagonisten sind zu sehen, der Titel hebt sich auch prima ab. Einfach toll. Das einzige was mich stört ist, dass ich nicht wirklich gut erkennen kann, wer von den beiden Personen auf dem Cover Hani und wer Ishu ist, da sie beide einen äußerlich eher schüchternen Eindruck machen und Ishu äußerlich einen eher ruppigen Eindruck auf mich macht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt einen relativ wenig nachdenken. Deshalb empfinde ich den Schreibstil für mich als etwas zu flüssig, da man zwar schnell lesen konnte, was ich meistens mag, aber mich wenig nachdenken lässt, sodass ich den Inhalt des Buches immer mal wieder Seitenweise vergesse. Meistens war das kein Problem, da die Kapitel recht kurz waren und ich regelmäßig immer wieder einen Perspektivenwechsel hatte. Das hat mir meistens geholfen die Inhalte auch auf Dauer zu verknüpfen. Trotzdem hat es mich gestört, wenn ich die da Handlung der letzten 2-3 Seiten vergessen habe.

Die Story an sich finde ich wunderbar, da einmalig ist Also ich habe noch nicht so viele Bücher gesehen, die die im Grunde dieselbe Story haben (wobei ich nicht so viel in Richtung Fake-Dating lese). Außerdem kann man noch viel lernen, beispielsweise über den Islam oder die bengalische Kultur.
Trotzdem hat Adiba Jaigirdar es geschafft, noch wichtige gesellschaftliche Themen einfließen zu lassen, die man oft vergisst oder schlichtweg gar nicht bemerkt, wie etwa Islamophobie, Homophobie, toxische Beziehung, Rassismus, Vernachlässigung und Leistungsdruck von Eltern sowie das Schubladendenken von Menschen. Aber auch diese Themen wurden nie übermäßig dargestellt, sondern eher dezent und unauffällig, genauso wie es in der Realität wäre.

Auch die Charaktere sind wunderbar. Vor allem die Protagonistinnen gefallen mir sehr gut, da sie sehr authentisch und realistisch sind. Sie lernen aus ihren Fehlern und gestehen sie sich auch selbst ein. Das macht sie in meinen Augen so stark. Auch dass sie den Mut haben, ihren Eltern ihre Gedanken zu erzählen, auch wenn dies den Eltern nicht gefällt. Das einzige was ich bei Hani ein bisschen seltsam fand ist, dass sie erst so spät erkannt hat, wie toxisch die Beziehung zu ihren beiden Freundinnen ist, weil ich als Außenstehende es schon ziemlich schnell gemerkt habe. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass sie es insgeheim wusste, aber nicht den Mut hatte es sich selbst einzugestehen und dagegen zu handeln. An dieser Stelle finde ich es toll, dass Ishu kommt und Hani zeigt was wahre Freundschaft ist und ihr auch raushilft. Auch das Nik versucht, Ishu als Schwester zu gewinnen, seit sie gemerkt hat, wessen Weg sie wirklich lebt, ist einfach fantastisch, allerdings scheint es Ishu wie aus dem nichts zu machen, also sie hätte nicht den Kontakt abbrechen sollen, sondern schon früher versuchen sollen, Ishu als Schwester zu gewinnen. Das ist für mich zwar ein bisschen unrealistisch. Aisling ist für mich das absolute Gegenteil von sympathisch und nett. Ich kann zwar verstehen, dass sie wegen Ishu eifersüchtig ist, aber dass sie daher so viel zerstören muss ist echt unglaublich. Und Dee sagt einfach nichts. Sie hat auf jeden Fall mitbekommen, dass Aisling Hani schon vorher heftig unterdrückt hat, zumal sie manchmal auch mitgemacht hat. Wieso hat sie nichts gesagt?? Sie hatte doch bestimmt auch eigenen Gedanken und Gefühle, hat die aber immer hinter Aisling’s gestellt. Ich finde das ist typisch Mitläufer*in und einfach nur feige.

Die Spannungskurve finde ich ist aber toll. In den ersten paar kapiteln stieg sie drastisch an und verlief dann relativ konstant ohne große Steigungen oder Senkung bis Ende der Mitte. Da stieg sie nochmal sehr an und fiel dann erst ganz am Ende wieder ab. Das sie am Anfang so drastisch hat mir gut gefallen, dass es in der Mitte dann relativ konstant war hätte ich jetzt nicht erwartet und gefällt mir persönlich nicht so, weil ich das ständige auf und ab von Gefühlen und Stimmung liebe. Das es dann am Ende nochmal so emotional wurde, hat mir daher gut gefallen.

Wobei die Gefühle zwar immer da waren, was man in der gesamten Stimmung schon gemerkt, aber sie wurden nie wirklich konkret zum Ausdruck gebracht. Das hat meiner Meinung nach vor allem die romantischen Gefühle betroffenen, weshalb ich die negativen Gefühle manchmal besser gespürt habe als die positiven. Daher bin ich mir nicht ganz sicher, ob es in diesem Buch des ganz große Liebe ist, zwischen Hani und Ishu, oder es sich eher um eine „AlltagsLiebe“ handelt der ein paar Hürden im Weg stehen.

Insgesamt ist es ein sehr schönes Buch, dass so viele Dinge verbindet, bei denen man keine Verbindung ahnen würde. Dieses Buch zeigt mir die Dinge, wie sie sind, ohne die schlechten Seiten zu verbergen. Wobei es eher die schlechten als die guten Seiten zeigt, was ich persönlich toll finde, da so die schlechten Dinge im Leben nicht versteckt werden. Allerdings könnte man schon ein paar mehr positive Situationen einbringen. Ein Buch für Leser, die schnell lesen wollen ist es. Ich finde es handelt sich hier um eine fantastische Geschichte, die unter die Haut geht und einen trotzdem recht schnell wieder loslässt. Zudem ist sie einfach einzigartig. Es lohnt sich, dass Buch zu lesen!!

Ich habe diese Rezension außerdem auf folgenden Seiten veröffentlicht:
BücherTreff: https://www.buechertreff.de/forum/thread/129907-adiba-jaigirda-hani-ishu-fake-dating-leicht-gemacht/
Lesejury: https://www.lovelybooks.de/autor/Adiba-Jaigirdar/Hani-Ishu-Fake-Dating-leicht-gemacht-7165657685-w/rezension/10696573395/

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.08.2025

Ein Buch mit vielen Kritikpunkten und dennoch einer sehr guten Story!

Culpa Mía – Meine Schuld
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Spoiler!

Wenn der heißeste Bad Boy dein Stiefbruder ist…

Das Buch „Culpa Mia“ von Mercedes Ron bildet den Auftakt der Culpa Mia-Trilogie und beginnt die Geschichte von Noah und Nick. Noah ist wenig begeistert, ...

Spoiler!

Wenn der heißeste Bad Boy dein Stiefbruder ist…

Das Buch „Culpa Mia“ von Mercedes Ron bildet den Auftakt der Culpa Mia-Trilogie und beginnt die Geschichte von Noah und Nick. Noah ist wenig begeistert, als ihre Mutter wieder heiratet und sie nach Kalifornien ziehen muss. Weit weg von ihrem alten Leben in einer großen Villa, soll sie ein neues Leben beginnen. Ihre Stimmung sinkt noch weiter in den Keller, als sie ihren neuen Stiefbruder kennenlernt. ER ist arrogant, heiß, feiert gerne und fährt illegale Autorennen. Sie beschließt sich von ihm fernzuhalten. Doch ihr Vorsatz bröckelt immer mehr, als es zu Funken beginnt. Aber beide tragen Geheimnisse in sich, die sie liebend gern für sich behalten möchten.

Das Cover des Buches finde ich ganz in Ordnung. Es ist jetzt nichts Außergewöhnliches mit den rosa Wolken, passt aber dennoch ganz gut zu dem Genre und dem Buch.

Womit ich deutlich weniger anfangen kann, ist der Titel. Es geht zwar immer mal wieder um Schuld, vor allem gegen Ende, aber dennoch finde ich das Thema jetzt nicht so präsent, dass es als Titel passen würde.

Was mich auch ziemlich genervt hat war der Umgang von Nick und Noah. In der ersten Hälfte des Buches haben sie sich entweder gestritten oder miteinander rumgemacht. Tiefgehende Gespräche oder überhaupt normale Gespräche kamen erst sehr spät auf. Irgendwie ging dann am Ende alles so schnell und hat sich so oberflächlich angefühlt. Zumindest waren manche Streitgespräche lustig geführt, dann konnte man immer mal lachen.

Das fand ich auch sehr wichtig, weil das Buch für mich oft wie ein Brocken war. Die Story zum Beispiel gefällt mir ansich sehr gut. Allerdings war dann die Umsetzung an mehr als einer Stelle schlecht.

So klingt die Geschichte spannend und hat auch echt Suchtpotenzial, aber ich konnte mich beim Lesen oft gut ablenken. Ich war vor allem am Anfang nicht wirklich in der Geschichte gefangen.

Ein anders Beispiel sind die Charaktere im Besonderen Nick. Er soll ein klassischer heißer Bad Boy sein und genau so wirkt er auch auf mich. In vielen Büchern ist das ja nur eine Fassade bei ihm konnte ich aber sonst wenig entdecken. Dadurch empfand ich ihn als sehr arrogant, herablassend und kontrollsüchtig. Irgendwie überhaupt nicht sympathisch oder so. Auch jetzt denke ich noch sehr kritisch über ihn und kann mich noch nicht so recht für ihn begeistern. Bei Noah war das besser, auch wenn mir bei ihr manchmal ein paar Eigenschaften, Facetten oder ihr Wille gegenüber Nick gefehlt hat.

Auch bei den Gefühlen hat dann nicht immer alles zusammengepasst. Die Gedanken waren oft etwas anderen als die Gefühle. Zudem kamen die Gefühle ohnehin nicht besonders gut zu mir durch und waren immer so unnahbar. An zwei, drei Stellen haben sie auch schlichtweg nicht zu der Story gepasst.

Ein letzter Kritikpunkt noch, bevor ich wieder positiv werde. Das Ende fand ich jetzt wenig motivierend zum Weiterlesen, weil es ein Happy End gibt und ich auch keine offenen Fragen mehr haben. Jetzt habe ich ansich keinen großen Drang mehr weiterzulesen, werde es aber aus Prinzip trotzdem tun.

Was mir allerdings gefallen hat war zum Beispiel der Schreibstil. Er war sehr flüssig und leicht. Damit hat er mich irgendwie durch das Buch getragen und die Seiten sind nur so verflogen.

Und auch die Perspektivenwechsel waren sehr gut. Noah und Nick haben sich immer abgewechselt und man hat von beiden einen guten Einblick bekommen. Außerdem waren auch die Kapitel immer in etwa gleich lang und man konnte sich gut auf den aktuellen Protagonisten einstellen.

Unterm Strich fand ich das Buch ganz okay. Es hat für mich mehr als genügend Kritikpunkte. Trotzdem hat es mir auch Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich werde auf jeden Fall die anderen beiden Bücher noch lesen und alle Filme dazu gucken.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Ein durchaus gelungenes Buch mit wichtigen und aktuelle Themen!

Eternal Ending
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Spoiler!

Ich habe dieses endlose Ende in mir, aber du fühlst dich nach Anfang an.

In dem letzten Band der Evergreen-Trilogie „Eternal Ending“ von Merit Niemeitz geht es um Keaton und Kenna. Keaton hütet ...

Spoiler!

Ich habe dieses endlose Ende in mir, aber du fühlst dich nach Anfang an.

In dem letzten Band der Evergreen-Trilogie „Eternal Ending“ von Merit Niemeitz geht es um Keaton und Kenna. Keaton hütet schon lange ein Geheimnis. Als er mehr darüber erfährt, erschüttert es ihn noch mehr. Zugleich könnte es aber auch seine langersehnte Befreiung sein. Deshalb bucht Keaton Kenna, gefragtestes It-Girl Londons, als Model für eine Webekampagne von Evergreen. Er hat sich vorgenommen mehr über ihre Familie herauszufinden. Doch dann lernt er Kenna kennen und er erkennt, dass das zarte Band zwischen ihnen mit der Wahrheit reißen würde.

Das Cover gefällt mir mit dem Farbschnitt in blau am besten aus der Reihe. Dazu ist das Blumenquadrat gleichgeblieben. Nur der Glanz bei der Tafel mit dem Titel ist hier blau. Dies passt meiner Meinung nach sehr gut zusammen.

Den Titel konnte man auch voll im Buch wiederfinden. Hin und wieder kam er sogar wörtlich dran und schwang immer im Unterton mit. Zudem hat er mir einen kleinen Denkanstoß gegeben, da ewig und Ende im ersten Moment nicht wirklich zusammenpassen. Nach und nach wurde es hintergrundmäßiger aber klarer. Ich konnte dann sehr gut verstehen, was gemeint ist.

Zu Denken hat mir auch der Schreibstil gegeben. Normalerweise begrüße ich das sehr, hier allerdings hat es mich genervt. Ich bin oft über seltsame Formulierungen oder verschachtelte Sätze gestoßen und dann eine Weile gebraucht, um diese zu verstehen. Dabei bin ich manchmal gedanklich abgeschwiffen und habe ohne verstehen weitergelesen. Leider kam dies vor allem am Anfang, weshalb ich dann kurz keine Lust mehr hatte. Zum Glück wurde dies dann im Verlauf des Buches besser.

Dafür gab es dann ein paar andere Dinge, die mich recht gestört haben. Zum einen wurde es Richtung Ende teils nochmal sehr langatmig. Als dann wieder Spannung reinkam, hat der Fokus der Geschichte sich auf einmal komplett verschoben. Zudem hatte ich an 3 Stellen das Gefühl ein Ende wäre nun mehr als passend, da ich auch keine offenen Fragen oder so mehr hatte.

Auch von der Spannung her hätte ein Ende gepasst, weil es nichts mehr gab, worauf ich hin fiebern könnte. Der Spannungsbogen wurde meistens einigermaßen gehalten, war jedoch zum Ende hin immer mal wieder weg.

Ich fand das ein wenig schade, weil mich die Geschichte und die Idee dahinter sehr gut sind und mich echt ansprechen. Beispielsweise ist es mal ein ganz neuer Trope. Zu Beginn scheint es zwar Enemies-to-Lovers zu sein. Jetzt am Ende kann ich das aber gar nicht mehr so richtig sagen, weil die Story dafür zu einzigartig war.

Auch thematisch konnte ich mich voll begeistern. Es ging sowohl um Familie, Loyalität als auch um Selbstfindung, Selbstvertrauen und die Wirkung von Medien auf uns. Ich finde es schön, auch so aktuelle Themen in Büchern zu lesen.

Außerdem finde ich, dass die Protagonisten das meiste auch sehr gut rübergebracht haben. Kenna habe ich als intelligente, starke und gefühlvolle Person kennengelernt, die voll in diese Themen passt. Keaton gegen Ende auch mehr, allerdings hat mir besonders bei ihm die Familie gefehlt.

Mari und Odell haben meiner Meinung nach weniger Erwähnung gefunden als zuvor. Möglicherweise war die mit Absicht wegen Keatons Zurückgezogenheit. Trotzdem fand ich es ein wenig schade, weil so der Faden durch die Trilogie ein wenig verloren ging.

Dennoch hatte Keatons Zurückgezogenheit auch Gutes. Zum Beispiel gab es nochmal einen neuen Blickwickel und neue Gefühle auf die Familie Evergreen. Mir hat dies gefallen, da es zeigt wie unterschiedlich auch Familienmitglieder sein können.

Was mir auf der Gefühlsebene auch ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist, dass Kenna Gefühle beim Namen nennen konnte und daraus kein Drama gemacht hat. Stattdessen hat sie versucht einen Umgang zu finden und ihnen Platz zuzustehen. Keaton hat das zwar auch gemacht, aber meist viel schneller und versteckter, sodass ich es oft nicht bekommen habe.

Ein letzter kleiner Punkt, den ich noch anmerken möchte. Die Kapitel waren zwar immer gleichlang, aber die Perspektivenwechsel wurden gegen Ende weniger, so dass ich mir hin und wieder Abwechslung oder Einblicke in die andere Person gewünscht habe.

Ansonsten ein durchaus gut gelungenes Buch. Es ist gefühlvoll und behandelt auch wichtige Themen aus der heutigen Zeit. Auch wenn es von mir den ein oder anderen Kritikpunkt gib, kann ich es nur empfehlen!

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