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Veröffentlicht am 07.10.2023

Arme Kuh Lieselotte!

Lieselotte ist krank
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Die Kuh Lieselotte fühlt sich heute gar nicht gut! Sogar so schlecht, dass sie nicht mit dem Postboten die Post austragen kann und im Stall bleiben muss. Sie hat Fieber und ist so müde. Als die Hausmittel ...

Die Kuh Lieselotte fühlt sich heute gar nicht gut! Sogar so schlecht, dass sie nicht mit dem Postboten die Post austragen kann und im Stall bleiben muss. Sie hat Fieber und ist so müde. Als die Hausmittel der Bäuerin nicht wirken, ruft sie den Tierarzt und der verordnet viel Ruhe. Und Lieselotte geht es mit jedem Tag ein bisschen besser, sodass sie am fünften Tag wider beinahe wieder aufstehen könnte, hätte ihr der Bauer nicht ein neues Puzzle geschenkt. Am sechsten Tag dann könnte sie eigentlich wieder ganz normal die Post austragen, aber draußen ist es so kalt und das Wetter so schlecht, dass sie einfach keine Lust hat und sich noch ein wenig krank stellt. Das bereut sie aber schon am Nachmittag, denn die anderen Tiere lassen Drachen steigen, spielen und erfreuen sich an der Sonne, die doch noch hinter den Wolken hervorschaut. Lieselotte bereut ihre Lüge und möchte der Bäuerin alles beichten, damit sie auch raus kann. Nur ist diese nirgends zu finden. Denn sie liegt in ihrem Bett und sieht ganz fürchterlich krank aus. Also ist Lieselotte nun wohl eine Krankenpflegekuh bis es der Bäuerin wieder gut geht!

Alexander Steffensmeier erzählt hier eine Geschichte, die jedes Kind nachvollziehen kann. Er erzählt in kindgerechter Sprache, die sich flüssig vorlesen lässt. Die Illustrationen sind, wie schon von den anderen Lieselotte-Geschichten bekannt, einfach wunderschön und stecken voller kleiner Details.

Meine Tochter und ich finden Lieselotte einfach richtig cool und mögen die Geschichten sehr. An dieser Pappausgabe ist super, dass sie so stabil und hochwertig ist und somit auch kleinere Kinder Lieselotte kennenlernen können. An dieser Geschichte mag ich, dass sie so realistisch und wie aus dem Leben gegriffen ist, denn schließlich war schon jedes Kind einmal richtig erkältet und musste das Bett hüten. Auch die Lüge, die Lieselotte schnell wieder bereut, zeigt, dass es selten Vorteile hat, die Unwahrheit zu sagen. Eine richtig tolle Geschichte - perfekt für die nahende Erkältungszeit!

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Veröffentlicht am 06.10.2023

Zwei vermisste Frauen und die Betrugsmasche mit der Liebe

Nordwestschuld
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Anna wird von einer besorgten Buchhändlerin aufgesucht, deren Chefin bereits seit einigen Tagen nicht mehr in ihrem Buchladen und auch nicht zuhause aufgetaucht ist. Nun macht sich die Mitarbeiterin sorgen ...

Anna wird von einer besorgten Buchhändlerin aufgesucht, deren Chefin bereits seit einigen Tagen nicht mehr in ihrem Buchladen und auch nicht zuhause aufgetaucht ist. Nun macht sich die Mitarbeiterin sorgen und ist entsprechend erzürnt, als Anna ihr leider sagen muss, dass sie bisher nicht allzu tun kann. Deshalb geht Inken Peters selbst auf die Suche und wird im Notebook der Vermissten fündig, denn diese hatte erst vor Kurzem mit einem Mann gechattet. Schnell wird aber klar, dass es sich bei diesem vermeintlichen Traummann um einen Scammer handelt, der Frauen vom Ausland aus umgarnt und schlussendlich Geld für irgendetwas benötigt. So hat auch die Vermisste ihrem Liebsten eine große Summe Geld überwiesen, um ihm zu helfen. Als Inken Peters nun damit zur Polizei geht ist Anna alarmiert und sieht sich den Chatverlauf genauer an. Vorallem das Foto des Mannes kommt ihr bekannt vor, hat sie es doch in einem anderen Vermisstenfall gerade erst gesehen. Anna und ihr Kollege Norberg spüren, dass sie da etwas auf der Spur sind und beginnen zu ermitteln.

Svea Jensen gelingt es auch in ihrem vierten Band der Reihe wieder, die Leser zu fesseln und mit der Betrugsmasche der Scammer ein brandaktuelles Thema zum Teil der Ermittlungen zu machen. Anna und Norberg sind mittlerweile altbekannt und sorgen für ein Gefühl des Heimkehrens. Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der eine Einführung in den kommenden Fall gibt und neugierig macht, was wohl dieser Tag im Leben einer Frau mit der Gegenwart zwei Jahre später zu tun hat.

Es war ein richtig schönes Gefühl, als ich nach einiger Zeit wieder in die Polizeistation von St. Peter-Ording zu Anna und Norberg zurückkehren durfte. Ich mag es, wie sie ermitteln, miteinander umgehen und sich auch ihr Privatleben von Buch zu Buch verändert. An diesem Fall ist mir besonders positiv aufgefallen, dass das Thema Scamming sehr aktuell ist und ich zwar wusste, um was es geht, aber mich noch nie genauer mit den Hintergründen befasst hatte. Auch dieses Mal konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

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Veröffentlicht am 05.10.2023

Mit 55 Fragen quer durch die Weltgeschichte

Das Wo-wer-was-warum der Weltgeschichte
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Nur anhand von Fragen reisen Kinder in diesem Sachbuch quer durch die Weltgeschichte. So werden die Piraten, Wikinger und Ritter auf nur einer Seite besucht und die Orte, an denen sie gelebt haben besucht. ...

Nur anhand von Fragen reisen Kinder in diesem Sachbuch quer durch die Weltgeschichte. So werden die Piraten, Wikinger und Ritter auf nur einer Seite besucht und die Orte, an denen sie gelebt haben besucht. Aber auch die Dinosaurier, Steinzeitmenschen und alten Ägypter haben ihren Platz.

Katie Daynes hat sich in diesem Sachbuch für Kinder ein tolles Prinzip überlegt - sie erklärt die Weltgeschichte in Form von Fragen und deren Antworten. Da die Antworten sich immer hinter den Klappen verstecken, wirken die Seiten gar nicht voll, enthalten aber viele Informationen. Um eine gewisse Übersichtlichkeit zu gewähren, wurden die Doppelseiten mit den verschiedenen Fragewörtern, wie wo, was oder warum betitelt. Die kunterbunten und kindgerechten Illustrationen von Peter Donnelly verdeutlichen das Gelesene noch zusätzlich und sorgen so für viel Spaß.

Ich finde das Buch richtig toll und mag es, wie bereits Kindern ab vier Jahren so Geschichte nähergebracht werden kann. Meine Tochter ist seit jeher ein großer Fan von Büchern mit Klappen und hat sich sofort mit dem Buch zurückgezogen und hinter jede einzelne gespitzelt. Nur Lesen kann sie noch nicht, weshalb ich ihr die kurzen Texte immer vorlesen musste. Da diese aber in einfacher Sprache und die Informationen kompakt in nur wenigen Sätzen vermittelt werden, wird sie sie wohl bald selbst lesen können. Ein richtig tolles und sehr empfehlenswertes Kinderbuch!

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Veröffentlicht am 02.10.2023

Ein absolutes Buchhighlight!

Ein Jahr im Wald
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Im Wald ist das ganze Jahr über ganz schön viel los. Damit man das auch gut verfolgen kann, sieht man jeden Monat einzeln. So liegt im Januar Schnee, einige Tiere sind im Winterschlaf, andere sind auf ...

Im Wald ist das ganze Jahr über ganz schön viel los. Damit man das auch gut verfolgen kann, sieht man jeden Monat einzeln. So liegt im Januar Schnee, einige Tiere sind im Winterschlaf, andere sind auf der Suche nach Futter. Im April zieht langsam der Frühling ein, der Jäger hat einen Zusammenstoß mit einem Bienenkorb und deswegen ein Problem. In den Sommermonaten Juni, Juli und August ist immer viel los, deshalb darf auch mal gespitzelt werden, was nachts los ist. Dann kommt auch schon wieder der Herbst mit seinen leuchtenden Herbstfarben, vielen Tierkindern und den Vorbereitungen für den Winter, der im Dezember schon den ersten Schnee bringt.

Emilia Dziubak gelingt es in diesem Wimmelbuch, den Lauf der Jahreszeiten mit dem Leben im Wald zu verknüpfen. Auf den ersten Blick scheinen die Seiten unheimlich voll zu sein, denn die vielen Details müssen erst langsam entdeckt werden, dann allerdings bereitet das Buch ganz großen Spaß. Vorallem weil viele der Szenen unterhaltsam und lustig sind, sodass Kinder immer wieder lachen müssen und gerne auf die Seiten zurückkehren, um nochmals darüber lachen zu können.

Schon beim Ersten Durchblättern des Buches war meine sechsjährige Tochter ganz verliebt in das Buch. Sie liebt Wimmelbücher schon immer und hat stundenlang mit diesem Buch verbracht ohne sich zu langweilen oder sich von ihrer Umgebung ablenken zu lassen. Auch ich finde dieses Kinderbuch richtig gelungen und werde es meinem Neffen zum Geburtstag schenken, denn ich liebe es sehr und kann es deshalb auch allen anderen Wimmelbuchfans nur sehr ans Herz legen!

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Eliza hat die Wahl...

Eine Lady hat die Wahl
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1819: Eliza ist nun seit neun Monaten Witwe und erfährt nun endlich, was ihr verstorbener Gatte in seinem Testament festgelegt hat. Da die Ehe mit dem viel älteren und strengen Earl of Somerset für die ...

1819: Eliza ist nun seit neun Monaten Witwe und erfährt nun endlich, was ihr verstorbener Gatte in seinem Testament festgelegt hat. Da die Ehe mit dem viel älteren und strengen Earl of Somerset für die schüchterne Eliza keine große Freude war, ist sie nun nicht allzu traurig, aber weiß auch nicht, was sie mit der neu gewonnenen Freiheit anstellen soll. Dass bei der Testamentseröffnung nun aber herauskommt, dass sie weit mehr als erwartet erbt, mit der Bedingung aber immer ein untadeliges Leben als Witwe zu führen, überrascht sie sehr und lässt sie ratlos vor ihrer Zukunft stehen. Trotzdem entschließt sie sich, die Harefield Hall zu verlassen und einige Zeit in Bath zu verbringen. Gemeinsam mit ihrer Cousine und besten Freundin Margaret genießt sie die Freiheit, die die Stadt ihr bietet. Doch schnell stehen zwei Männer nur zu gern an ihrer Seite und beginnen sogar sich gegenseitig übertrumpfen zu wollen. Einmal Lord of Somerset, der Eliza vor ihrer Ehe mit dem Earl bereits einen Heiratsantrag gemacht hat, den sie aber wegen ihren Eltern abgelehnt hat, da diese immer auf die Ehe mit dem Earl angestrebt haben. Und der Poet und Lebemann Lord Melville, der wegen seiner Art zu Leben schon für so manches Gerücht gesorgt hat und somit Gift für Elizas untadeliges Leben ist.

Sophie Irwin erzählt in diesem zweiten Teil der "Der Ladys Guide"-Reihe über die junge Witwe Eliza, die nach dem Tod ihres Mannes vor einer ungekannten Freiheit steht, an die sie sich erst gewöhnen muss. Eliza selbst ist eine eher schüchterne und ruhige Person, während ihre beste Freundin und Vertraute Margaret mit ihrem, teilweise sehr undamenhaften Verhalten der Gegenpart zur ruhigen Art von Eliza ist und diese ermutigt, etwas Neues zu wagen. Anhand dieser beiden Frauen zeigt die Autorin, wie die Rolle der Frau zur damaligen Zeit war und wie schwierig es war, das zu tun, was man wollte. Da gleich zwei Männer um die Gunst Elizas werben, wo diese sich doch nichts zuschulden kommen lassen darf, macht das Geschehen gleich interessanter und die Leser neugierig, wie sich alles wohl weiterentwickelt.

Da mir der erste Teil der Reihe sehr gut gefallen hat, war ich schon sehr neugierig auf die Fortsetzung. Diese hat mich tatsächlich ebenso begeistert und ich war immer gespannt, für wen oder ob sich Eliza irgendwann entscheidet.

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