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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2024

Eher merkwürdig

Mordscoach
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Es ist schon merkwürdig, dass auf der Rückseite des Buches stets vom Ehemann Jörn der Protagonistin die Rede ist, während dieser im Buch Jakob heißt. Auch, dass auf S. 66 Samuel plötzlich zu Jakob mutiert. ...

Es ist schon merkwürdig, dass auf der Rückseite des Buches stets vom Ehemann Jörn der Protagonistin die Rede ist, während dieser im Buch Jakob heißt. Auch, dass auf S. 66 Samuel plötzlich zu Jakob mutiert. Wie auch immer, das ist schlampiges Lektorat.
Die Geschichte der mordenden Sophie Stach dann auch, die als Coachin und psychoanalytische Supervisorin ihren Patienten nur Verachtung, Hass und Wut entgegenbringt, sich dafür in Gedanken ständig selbst tadelt und ihre diversen Morde in stetigem Psychologensprech reflektiert. Die ihre Lust am Morden entdeckt und dies mehr oder minder rechtfertigt. Dass dieses Buch eine Psychotherapeutin geschrieben hat, macht betroffen, denn legt diese Geschichte doch dar, dass man dieser Spezies definitiv nicht trauen darf und dass Menschen, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind, nur ausgenutzt und ausgenommen werden. Eigentlich ist das Buch flüssig und nicht ohne Spannung geschrieben. Es hätte aber ein witziges Werk entstehen können und sollen, etwas Ironisches, eine Satire. Das ist hier aber nicht gelungen.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Verschenktes Potential

Toskanisches Verhängnis
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Publishers Weekly, so wird behauptet, urteilte: "Der bisher beste Band der Serie!" Nun, ich kenne die anderen Bände nicht. Wenn das hier aber der beste Band sein soll, dann können die anderen nicht wirklich ...

Publishers Weekly, so wird behauptet, urteilte: "Der bisher beste Band der Serie!" Nun, ich kenne die anderen Bände nicht. Wenn das hier aber der beste Band sein soll, dann können die anderen nicht wirklich viel taugen. Denn die Geschichte hier ist von der Grundkonstruktion zwar schon spannend, oder hätte es sein können. Aber die vielen Beschreibungen der jeweiligen Befindlichkeiten der handelnden Personen ziehen alles sehr in die Länge. Die Ermittlungen kommen nicht voran - und so fühlt sich der/die Lesende auch - man kommt mit dem Buch nicht recht voran. Die Protagonisten sind teils sympathisch, teils nerven sie aber auch. Der Ex-Cop Nico ist nicht wirklich hilfreich. Die Lektüre ist insgesamt ein wenig seicht. Man startet positiv in eine Wochenendlektüre und freut sich ob der kulinarischen Genüsse, die dort beschrieben werden. Am Ende ist man aber froh, die Geschichte endlich hinter sich gebracht zu haben. Schade, verschenktes Potential.

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Abstrus

Weißglut
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Sarah, ehemalige Schneiderin, durch Heirat mit einem Profifußballer und eine für sie finanziell sehr vorteilhafte Scheidung in die High Society aufgestiegen, nun von ihrem Ehemann durch seine mehr als ...

Sarah, ehemalige Schneiderin, durch Heirat mit einem Profifußballer und eine für sie finanziell sehr vorteilhafte Scheidung in die High Society aufgestiegen, nun von ihrem Ehemann durch seine mehr als öffentliche Affäre mit einem Schlagersternchen schnöde sitzengelassen, flieht nach Finnland, um den Paparazzi zu entgehen. Dort landet sie auf der Suche nach ihrem gemieteten mökki in einem fremden Haus, bei dem sie nicht merkt, wie heruntergekonmen, dreckig, verwohnt und unaufgeräumt, ja geradezu vermüllt es ist, legt sich im ungemachten und dreckigen Bett schlafen und will erst am nächsten Tag – nach dem Fund einer Leiche – festgestellt haben, dass sie sich im Haus geirrt hat. Hinfort gilt sie im Dorf sowohl als die Geliebte des Toten, als auch als seine Mörderin. Und nun wird und bleibt es nurmehr abstrus. Sie denkt, der Kommissar aus Helsinki denkt, sie sei die Mörderin. Also will sie zusammen mit Anhalterin Ilvi den Mörder finden. Der Mörder denkt, Sarah sei die Auftraggeberin, für die er eine Statue besorgen sollte, die der Tote beschaffen wollte. Er hat ihn zu früh umgebracht, denn nun muss er die Statue suchen. Dabei gerät er immer mehr in abstruse Vorstellungen, z.B. dass Sarah eine Spionin sei, eine Auftragskillerin gar. Dann ist da noch Onni, der etwas anders ist und nun auch auf der Suche nach der Statue. Der wiederum denkt, Sarah habe diese und müsse sie ihm geben. Und dann denkt er noch mehr wirres Zeug, das man gar nicht wiedergeben kann. Sarah denkt, der Kommissar habe Onni und zwei Kinder auf sie angesetzt, um sie zu beobachten und des Mordes zu überführen. Und noch ein paar Leute denken komplett an den tatsächlichen Ereignissen vorbei. Zu allem Überfluss stöckelt Sarah ständig auf High Heels - natürlich Louboutins - durch Finnlands wilde Botanik - im Armani-Kostümchen. Abstrus. Man könnte lachen, wenn es nicht gar zu albern wäre, durchtränkt mit angeblich finnischen Weisheiten, wie Bäume werden von unten erklettert, der neue Schnee ist der Tod des alten und noch mehr solcher Plattheiten. Schade eigentlich. Denn dieses aberwitzige aneinander vorbei Denken und Handeln hätte lustig sein können.

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Veröffentlicht am 21.10.2023

Unstimmig

Faule Äpfel
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Eine sehr verworrene Geschichte, die mit einem verschwundenen Paketboten und dem Fund eines Päckchens Kokain beginnt und Carl Sopran auf den Plan ruft. Hinfort nimmt die Geschichte eine merkwürdige Dynamik ...

Eine sehr verworrene Geschichte, die mit einem verschwundenen Paketboten und dem Fund eines Päckchens Kokain beginnt und Carl Sopran auf den Plan ruft. Hinfort nimmt die Geschichte eine merkwürdige Dynamik auf, in der mehrere Parteien eher unlogisch und überhastet handeln, mehrere Leichen Carls Weg kreuzen und er selbst von einer kruden Mutmaßung zur nächsten taumelt, von einer wilden Verschwörungstheorie zur nächsten. Nicht, dass er irgendwas davon beweisen könnte. Was ihn aber nicht davon abbringt, wild drauflos zu ermitteln. Seine Handlungen und Schlussfolgerungen sind abenteuerlich, der Schluss soll ihm wohl Recht geben. Logisch ist das aber nicht. Carl soll verpeilt und chaotisch rüberkommen. Man muss es aber nicht übertreiben. Und dass auch die ganze Story dahinter eher chaotisch und nicht sehr sinnfällig erscheint, macht es hier nicht besser. Kann man nur hoffen, dass Carl sich im nächsten Band etwas weniger chaotisch präsentiert und die Geschichte ausgewogener daherkommt.

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Zu unausgegoren, um ausgewogen zu sein

Der achte Kreis (Ishikli-Caner-Serie 1)
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Ein schöner Satz: "Gott musste die geistig Armen in der Tat sehr lieben, dachte er. Weshalb hätte er sonst so viele von ihnen geschaffen?" Und auch einige andere schöne Sätze. Aber sonst: Ein bisschen ...

Ein schöner Satz: "Gott musste die geistig Armen in der Tat sehr lieben, dachte er. Weshalb hätte er sonst so viele von ihnen geschaffen?" Und auch einige andere schöne Sätze. Aber sonst: Ein bisschen viel 'Verschwörungstheorie. Ein bisschen zu viele Geheimdienste involviert. Ein bisschen zu viele "Durchgeknallte", würde man wohl sagen. Die Geschichte, in die Peter, Julia und Ishikli hineingezogen werden, ist zunächst recht undurchsichtig. Ein Türke, demnächst Schwiegersohn des Türkischen Präsidenten, wird fälschlich des Mordes an seiner schwangeren Schwester beschuldigt, verfügt aber über offenbar brisante Informationen, deren Peter, Julia und auch Ishikli habhaft werden sollen. Dieser Türke spielt in Folge aber gar keine Rolle mehr und dass Ishikli Auftragsmörderin der türkischen Mafia ist, scheint auch nicht wirklich zu interessieren. Befremdlich. Julias Rolle bleibt bis zum Schluss bestenfalls indifferent. Für Peter, Auftraggeber Thomas und Ishikli hingegen gibt es hinfort ein undefinierbares Hin und Her zwischen Akteuren im Vatikan, der Russenmafia, der eigenen Familie, von Geheimdiensten, inkl. Mossad. Ein ungeheuerliches Komplott tut sich auf, in dem es aber den einen übermächtigen Drahtzieher gibt. Ungeheuerliche Kollateralschäden werden da einfach so in Kauf genommen, was alles sehr unglaubwürdig ist und da alle trotz diverser Taten ungeschoren davonkommen auch fragwürdig. Das ist ein bisschen schade, denn eigentlich hat die Geschichte Potential gehabt und ist auch spannend erzählt. Das Konstrukt und auch die Figuren aber nicht glaubwürdig.

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