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Veröffentlicht am 12.03.2024

Kosakenberg und die Eier

Kosakenberg
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Kosakenberg ist die Geschichte von Kathleen, die von diesem Dorf im Osten in der Nähe von Berlin weggezogen und nach London gegangen ist.
Die Kapitel sind betitelt als "die erste Heimfahrt" und so weiter ...

Kosakenberg ist die Geschichte von Kathleen, die von diesem Dorf im Osten in der Nähe von Berlin weggezogen und nach London gegangen ist.
Die Kapitel sind betitelt als "die erste Heimfahrt" und so weiter bis zur zehnten Heimfahrt.

Wenn Kathleen wieder nach Hause zurückkommt und vor allem die Mutter besucht, realisiert man mit ihr, dass sie nicht ganz mit Kosakenberg abschließen kann, obwohl sie das will, oder?
Gänzlich funktioniert es nun nicht, und gleichzeitig merkt sie, dass sie nicht richtig in London ankommt, obwohl sie dort ihr eigenes Leben aufgebaut, Freunde, und einen guten Job hat.

Diese Diskrepanz, in zwei Welten und doch in keine zu gehören beschreibt Sabine Rennefanz mit so einer emotionalen Tiefe, dass es nicht schwer fällt, sich da selbst hineinzuversetzen, selbst wenn die eigene Situation eine ganz andere ist. Und trotzdem merkt man, dass das eigene Leben auch oft von dem Gefühl überzogen ist, nicht richtig dazuzugehören.

Für mich war es faszinierend mitzubekommen, wie unterschiedlich das Leben im Osten sein kann, und welch eine große Rolle Eier spielen können. Dabei spricht die Autorin versöhnlich über die Unterschiede zwischen Ost und West.

Dieses Buch hallt nach und regt mit Witz und viel Trauer zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

Möchtest du das Geheimnis erfahren?

Ein kleines Geheimnis – Spiel mit mir und ich verrat es dir!
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Das Büchlein für Kleinkinder ist sehr liebevoll illustriert worden. Die Bilder des Eichhörnchens gefallen mir wirklich gut. Von Anfang an geht man einen kleinen Weg mit dem Eichhörnchen und der Ball wird ...

Das Büchlein für Kleinkinder ist sehr liebevoll illustriert worden. Die Bilder des Eichhörnchens gefallen mir wirklich gut. Von Anfang an geht man einen kleinen Weg mit dem Eichhörnchen und der Ball wird hin und her geworfen, weil es interaktiv den Leser mit einbezieht.

Ein kleiner Nachteil für mich ist, dass es teilweise zu dunkel ist und auch das Cover schwarz ist. Ich denke, dass man zumindest an manschen Stellen mehr Helligkeit mit einbringen hätte können.

Die Interaktivität ist an den meisten stellen sehr natürlich, aber an anderen ein wenig erzwungen (z.B. dass man dem Eichhörnchen einen Eiszapfen zuwerfen soll. Wie verstehe ich nicht, hat man den parat?), alles in allem aber sehe interessant gehalten, es gibt immer eine neue Aufgabe.

Vor allem aber die Illustrationen sind es, die mich überzeugt haben. Sie sind wunderschön geworden.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Dieser schöne Tod – und dieses schöne Leben

Dieses schöne Leben
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"Aber das Geheimnis eines guten Todes ist es, ein gutes Leben zu führen."

"Man muss sein Herz weit öffnen. Es sich brechen lassen. Chancen ergreifen. Fehler machen."

Die Geschichte ist nicht voraussehbar ...

"Aber das Geheimnis eines guten Todes ist es, ein gutes Leben zu führen."

"Man muss sein Herz weit öffnen. Es sich brechen lassen. Chancen ergreifen. Fehler machen."

Die Geschichte ist nicht voraussehbar und entwickelt sich auf eine interessante Art und Weise. Man weiß nicht was als nächstes passiert und gleichzeitig erfährt man erst mit der Geschichte mehr über die Vergangenheit der Protagonistin. Auch der Schreibstil überzeugt. Es ist nicht immer leicht zu lesen, aber faszinierend. Mikki Brammers Sprache lässt glauben, dass es nicht erst ihr Debütroman ist, weil sie weiß, mit Sprache umzugehen.

Clover ist Sterbebegleiterin und hat eine besondere Beziehung zum Tod. Ihre Eltern sind beide früh verunglückt und sie wurde von ihrem Opa großgezogen. Unter anderem dadurch ist sie etwas anders als andere Menschen. Sie lernt mit der Geschichte mehr über sich und macht eine spannende Entwicklung durch. Die Clover am Anfang des Buches ist nicht die Clover am Ende des Buches.

Und nun der einzige Nachteil zuletzt: Der Anfang war etwas langatmig und man muss sich für ungefähr die ersten 100 Seiten durchbeißen, bis man richtig in der Geschichte ist. Danach möchte man nicht mehr aufhören.

Es handelt vom Leben und vom Tod und von der Liebe, auf eine Art und Weise, die man bisher noch nicht so gehört hat. Ein Buch das deutlich macht, wie wichtig alte Menschen sind und wieviel man von ihnen noch lernen kann.

Es berührt, ist mit Tiefgang und vor allem wenn man etwas neues sucht, das nicht nach Schema F läuft, kann ich „dieses schöne Leben“ nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.11.2023

Eine unfassbar gelungene Fortsetzung aus Harbour Bridge

Two Lives to Rise (Breaking Waves 2)
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Im zweiten Band der Breaking Waves Reihe geht es um Isabella und ich war deshalb anfangs etwas zögerlich, da sie mir im ersten Band nicht besonders sympathisch rüberkam. Doch das war unbegründet.
Wir ...

Im zweiten Band der Breaking Waves Reihe geht es um Isabella und ich war deshalb anfangs etwas zögerlich, da sie mir im ersten Band nicht besonders sympathisch rüberkam. Doch das war unbegründet.
Wir lernen hier Isa auf eine sehr verletzliche Art und Weise und wichtige Hintergründe ihres Handelns kennen.

Direkt zu Beginn des Buches erfahren wir, dass sie einen neuen Nachbarn hat, mit dem sie sich bisher gar nicht versteht, Preston, der mit seinem Lärm nichts als stört. Doch schnell lernen sich die beiden kennen und merken, dass sie sich mögen. Dabei ist es der Autorin sehr gelungen, die Wortfetzen, die sie sich gegenseitig zuwerfen, nicht künstlich wirken zu lassen und mich zum Schmunzeln gebracht haben.
Obwohl, die Kennenlerngeschichte etwas mehr im Vordergrund steht, kommt der Mystery-Aspekt des Verschwindens von Josie nicht zu kurz. Die Spannung steigt weiter und währenddessen sind wir dabei, wie Isa sich sowohl ihren Freunden wieder nähert, als auch ihrer Vergangenheit stellt.
Wir bekommen mit, wie sie wieder anfängt, sich selbst zu Lieben und wieder an ihre Ziele zu glauben. Auch bei diesem Aspekt ist es Kristina gelungen, realistisch zu bleiben und es eben nicht wie ein Märchenbuch klingen zu lassen, sodass man bei allen Aspekten mitfiebert.

Sowohl durch das Setting als auch die Handlung und den Schreibstil bin ich sehr gespannt auf den dritten und vierten Band.
Ich möchte hier erwähnen, dass das Buch nicht nur locker flockig ist, sondern auch krasse Themen behandelt, sodass das kein Buch ist, wenn man etwas lesen möchte, das gar keine Spannung hat und nur schön und süß ist.

Ich finde Triggerwarnungen problematisch und denke, dass es bessere Lösungen gibt, als diese in das Buch zu drucken. Trotzdessen bin ich dankbar, dass sie wenigstens kurz gehalten wurde und mir nicht ein "bestmögliches" Leseerlebnis gewünscht wurde, denn ich wollte Spaß beim Lesen, und den hatte ich. Vielleicht beim nächsten Buch auch ohne Warnung.

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Veröffentlicht am 09.11.2023

Traumziel Bibertal, darf ich bitte auch in dem Buchladen arbeiten?

You Are My WAY
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Zuerst die Aufmachung: Der Anfang jedes Kapitels hat einen kleinen Chatverlauf mit den Freundinnen der Protagonistin, sodass man das Gefühl hatte, dass man sie auch kennenlernt. Es hat sehr Spaß gemacht, ...

Zuerst die Aufmachung: Der Anfang jedes Kapitels hat einen kleinen Chatverlauf mit den Freundinnen der Protagonistin, sodass man das Gefühl hatte, dass man sie auch kennenlernt. Es hat sehr Spaß gemacht, die Kapitel so zu beginnen. Jede Seitenzahl ist von einer kleinen Baumzeichnung umgeben, was ein schönes Detail ist.

In dem Buch lernen wir Emma kennen, direkt im ersten Kapitel bekommen wir mit, wie sie den zweiten Protagonisten, Finn, kennenlernt, und zwar Abends auf einer Straße, bei Regen und Gewitter. Dadurch wird man sofort in die Story aufgenommen. Manche Kapitel werden nur aus Emmas Perspektive erzählt und andere haben einen Teil, der zwar aus der 3. Person geschrieben ist, in dem es aber um Finn und seine Umstände geht. Das hat mich immer wieder auf Trab gehalten und unterschiedliche Perspektiven gezeigt.

Emma ist eine entspannte, freundliche Person und wir sind mit dabei, wie sie ein neues Zuhause sucht und das in Bibertal findet, dabei wird es nie zu langweilig, sie lernt neue Leute kennen, alte Freunde trifft sie wieder und hin und wieder gibt es Überraschungen, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Während sich die Story entwickelt, arbeitet sie in einer Buchhandlung und die ganze Stadt ist unfassbar cozy, sodass ich am liebsten auch dort wohnen würde. Von den spannenden Teilen werde ich nichts erwähnen, damit man überrascht wird, wenn man das Buch liest. Felicitas' Schreibstil ist interessant und angenehm aber auch immer wieder sehr schön, mit besonderen Phrasen, die ich markiert habe.

Der Glaube ist ein zentrales Thema in dem Buch und da es mein erstes New Adult Buch ist, das ich gelesen habe, war das neu, erstmal komisch, aber auch sehr cool, da ich mich teilweise in den Charakteren wiederfinden konnte und das war sehr besonders.

Ich bin schon total gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass er bald kommt.

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