Ein Dorf steht unter Verdacht
Der sonderbare Fall der Rosi Brucker
‚Der sonderbare Fall der Rosi Brucker‘ spielt im Jahre 1975 in einem südpfälzischen Dorf. Es ist die Geschichte eines Außenseiters, des Bäckerlehrlings Harald Hasenbach. Wegen seiner Hasenscharte wird ...
‚Der sonderbare Fall der Rosi Brucker‘ spielt im Jahre 1975 in einem südpfälzischen Dorf. Es ist die Geschichte eines Außenseiters, des Bäckerlehrlings Harald Hasenbach. Wegen seiner Hasenscharte wird er seit seiner Schulzeit von allen Haseln genannt. Aber es geht natürlich auch um Rosi, der Winzertochter, die zunächst vermisst und später tot aufgefunden wird. Und es gibt eine Lösegeldforderung. Ein ganzes Dorf steht unter Verdacht.
Tina Seel, hat den richtigen Ton getroffen, mitunter etwas derb, aber für diese Zeit und die ländliche Pfälzer Gegend absolut stimmig. Die Personen sind alle ein bisschen speziell, allerdings glaubhaft beschrieben. Der dörfliche Alltag in den 70igern wird gut vermittelt. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Man entwickelt sofort Sympathien oder Antipathien für die Charaktere. Man versucht sich unwillkürlich in die einzelnen Personen zu versetzen. Fragt sich, was sind ihre Hintergründe, warum verhalten sie sich so und nicht anders. Stellenweise musste ich auch schmunzeln. Die Entwicklung des Hauptprotagonisten hat mir gut gefallen. Er gewinnt im Laufe der Geschichte sehr an Selbstbewusstsein. Die Geschichte ist gut erzählt, bietet einige überraschende Wendungen und ist nie langweilig.
Fazit: Ein unterhaltsamer Dorfkrimi, den ich gerne weiterempfehle.