Eine gute Grundidee, aber es fehlt an Kontext und Tiefe
The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich hatte nach dem Klappentext wirklich hohe Erwartungen an das Buch, ...
Mir wurde das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Ich hatte nach dem Klappentext wirklich hohe Erwartungen an das Buch, denn eine versteckte Prinzessin zwischen einem machthungrigen König und einer Rebellion, gemischt mit Magie und Enemies to Lovers, klang erstmal super vielversprechend.
Ich habe auch gut in das Buch hineingefunden, das Worldbuiling hält sich in Grenzen und man kann der Geschichte gut folgen. Es gibt auch insgesamt wirklich gelungene Ansätze und eine interessante Grundidee. Man erfährt ein bisschen was über die Strukturen des Königreich und das Leben seiner Bewohner, wenn auch nur kurz aus der Sicht von Nyra. Auch über die verborgene Stadt in der die Rebellen leben erfährt man ein bisschen, aber wie bei vielen anderen Punkten, wurde für mich das Potenzial hier leider nicht so ganz ausgeschöpft.
Das gilt auch für die Charakteren oder die zentrale Storyline, aber fangen wir bei den Charakteren an.
Nyra ist eigentlich ganz sympathisch. Sie ist die verborgene Tochter des tyrannischen Königs und schafft es bei einem Angriff aufs Schloss zu fliehen. Seit dem lebt sie auf der Straße und hält sich durch Taschendiebstähle über Wasser und bereitet ihre Flucht aus dem Königreich vor. Vorher wird sie jedoch verhaftet und landet dadurch unglücklicherweise bei den Rebellen, die ihren Vater zwar ebenfalls hassen, sie aber als Druckmittel gegen ihn einsetzen möchten, weshalb sie ihre Identität geheim halten muss.
Ich mochte Nyra also Grundlegend ganz gerne, aber man erfährt auch nicht sonderlich viel über sie. Nur ein bisschen über ihr bisheriges Leben und sonst geht es fast nur ums Kampftraining und das sie Dacre hasst, ihn aber gleichzeitig will.
Dacre als Sohn des Rebellenanführers hat von Beginn an eine Abneigung gegen sie und bringt ihr Misstrauen entgegen. So weit verständlich, allerdings handelt er nicht so wirklich danach und bald sind wir in einer Endlosschleife des Spiels „Ich hasse dich und ich will dich, aber ich darf dich nicht wollen“ gefangen. Abgesehen davon erfährt man auch über ihn nicht sonderlich viel.
Zu ihrer Beziehungsentwicklung ist darüber hinaus dann auch gar nicht mehr viel zu sagen, außer das ihr Katz und Maus Spiel gegen Ende des Buches in Spice Szenen endet, die zwar ok waren, aber ich hätte mir eher Gespräche, Zuneigung und Gefühle gewünscht und das ist alles auf der Strecke geblieben.
Insgesamt hat die Geschichte zwar durchaus potenzial, aber das wurde für mich bisher noch kaum ausgeschöpft. Ich hätte mir einfach mehr gewünscht. Mehr Thematisierung der Magie, mehr über das System und die Ziele der Rebellion, mehr Tiefe für Nyra und Dacre und auch ein bisschen mehr Spannung, denn es gibt gefühlt fast nur Kampftraining und Katz und Maus Spiele zwischen den beiden. Von mir bekommt das Buch leider nur 3/5❤️ aber ich hoffe das die Reihe noch besser wird und mehr Kontext bietet.