Platzhalter für Profilbild

EinfachIch

aktives Lesejury-Mitglied
offline

EinfachIch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit EinfachIch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Kurzweilig, aber brutal

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten
0

Die Geschichte um Kaspar Hauser fasziniert mich seit meiner Kindheit. Seit ca. 20 Jahren lebe ich in Nürnberg und hier ist er wenig präsent, aber mir hat es sehr gefallen, dass ich die Wege der ...

Die Geschichte um Kaspar Hauser fasziniert mich seit meiner Kindheit. Seit ca. 20 Jahren lebe ich in Nürnberg und hier ist er wenig präsent, aber mir hat es sehr gefallen, dass ich die Wege der Protagonistin so gut nachvollziehen konnte - das war schon besonders. Greta ist absolut liebenswert und so auch ihr Vater. Die Nebenfiguren blieben ziemlich blass und ohne Tiefe. Das Ende hier war eher überraschend - ich hatte tatsächlich gehofft, dass Davide Morosinotto hier der Theorie folgt, dass Kaspar Hauser sich selbst verletzt hat, um weiter im Gespräch zu bleiben und dass er sich beim letzten Mal einfach ungeschickt angestellt hat. Das tatsächliche Ende des Romans finde ich für die Zielgruppe viel zu brutal und belastend. Das ist eines der Bücher, die nicht in unserer Kinderbibliothek verbleiben. Durchgehend wunderbar waren die Illustrationen. Von Greta und ihrem Vater würde ich tatsächlich gerne mehr lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2024

Theologische Grundsatzfrage und der Fanatismus

Die Mönchin
0

Das Hauptthema in diesem Roman ist die Grundsatzfrage, die Theologen weltweit seit Jahrhunderten beschäftigt: wesensgleich oder wesensähnlich. Wie auch in der gesamten Historie geht diese Frage ...

Das Hauptthema in diesem Roman ist die Grundsatzfrage, die Theologen weltweit seit Jahrhunderten beschäftigt: wesensgleich oder wesensähnlich. Wie auch in der gesamten Historie geht diese Frage und die Suche nach der Antwort auf diese Frage über Leichen.

Adriana von Bronnen geht als Mönch verkleidet in ein Kloster an der Enns, in deren Bibliothek eine Schrift liegen soll, die den Beweis führt, der die Kirche in den Abgrund stürzen kann. Natürlich ist dieser Beweis kein Geheimnis und wird auf die eine oder andere Art beschützt und verteidigt.

Die Frage an sich ist sehr spannend, die Geschichte in diesem Buch eher mäßig. Der Protagonistin fehlt es an Tiefe, ich habe mich ihr zu keinem Zeitpunkt nahe gefühlt oder auch nur mitgefühlt. Ehrlich gesagt, war mir ihr Schicksal ziemlich egal. Dann so viele Klischees, die nicht neu bedient wurden. Der fanatische Verteidiger des Glaubens, eine Frau, die sich als Mann ausgibt, lüsterne Mönche und der Sittenverfall. Zudem war die Sprachführung nicht unterstützend eigentlich spannende, dramatische oder bedrohliche Situationen auch so fühlen zu lassen. Dem Autor ist es aber gut gelungen das Klosterleben und die Klosteranlage bildlich darzustellen – doch eine Dokumentation wollte ich eigentlich nicht lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2024

Voll cosy, aber wenig Spannung

Das Mörderarchiv
0

Die Idee und das Potential in dem Buch sind großartig. Doch leider wurde das Potential nicht genutzt. Annie die Hauptfigur bleibt sehr farblos, hat keine Tiefe , ich habe immer wieder vergessen, wie sie ...

Die Idee und das Potential in dem Buch sind großartig. Doch leider wurde das Potential nicht genutzt. Annie die Hauptfigur bleibt sehr farblos, hat keine Tiefe , ich habe immer wieder vergessen, wie sie aussieht und ich habe keine Beziehung zu ihr. Deswegen hat mich der Showdown gar nicht berührt. Der Antagonist Saxon jedoch ist gut entwickelt, aber auch nicht bis in die letzte Konsequenz. Alle anderen Handelnden sind halt notwendig, denn sonst gäbe es keine Geschichte.

Die Kulisse ist wunderschön, aber es sind viel zu wenige eingängige Beschreibungen der Örtlichkeiten vorhanden. Ich habe es leider nie geschafft, wirklich dort zu sein. Das Mörderarchiv, welches sogar im Titel erwähnt wird, hatte kaum Bedeutung. Darauf hatte ich mich wirklich gefreut.

Der Fall bzw. die Fälle und die Lösungen sind genial. Die Wechsel zwischen heute und damals sind gut, wobei mich das Tagebuch wesentlich mehr fasziniert hat. Aber auch hier bleibt Ford zum Beispiel absolut oberflächlich, obwohl das so viel mehr drin gewesen wäre.

Leider bin ich sehr enttäuscht von dem Buch, da ich hohe Erwartungen hatte. Derlei gibt es aktuell einige am Markt und im Vergleich kann das Mörderarchiv nicht bestehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2024

Keine was das ist

Socrato - The Hero´s Journey
0

Das Buch ist wunderschön. Die gewählten Schriftarten, die unglaublich faszinierenden Illustrationen –man kommt sich vor wie in einer Fantasywelt. Die Sprache ist einfach und leicht verständlich. ...

Das Buch ist wunderschön. Die gewählten Schriftarten, die unglaublich faszinierenden Illustrationen –man kommt sich vor wie in einer Fantasywelt. Die Sprache ist einfach und leicht verständlich. Ich könnte ewig darin blättern. All das regt meine Fantasie und Kreativität auf vielen verschiedenen Ebenen und Facetten an. Doch glaube ich, bin mir aber nicht sicher, dass dies irgendwie ein Selbsthilfebuch sein soll. Wenn das so ist, dann habe ich das nicht verstanden. Dafür ist mir die Aufmachung viel zu unseriös und viel zu wenig linear und strukturiert.

Für mich als Pen and Paper-Spieler ist dieses Buch ein Quell der Inspiration für so viele Ideen im Welten- und Charakterbau, dass ich das mit anderen teilen muss. Auch die Illustrationen bergen so viele neue Beschreibungen von Handelnden in Geschichten. Und das ist auch das, was ich als Heldenreise kenne: die Entwicklung einer Figur in einem Buch bzw. in einer Geschichte.

Die Bewertung fällt mir daher echt nicht leicht, da ich mir nicht sicher bin, was es ist. Zum ersten Mal habe ich tatsächlich via Google herauszufinden versucht, mit welchem Genre ich es hier zu tun habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 06.03.2024

Keine starke Frau, leider nur eine blasphemische Hure

Mein Name ist Lilith
0

Cover gefällt mir total gut und wenn man in den Schreibstil gefunden hat, was relativ schnell geht, dann kann man flüssig lesen und in die Geschichte eintauchen.

Erwartet habe ich die Geschichte der Lilith ...

Cover gefällt mir total gut und wenn man in den Schreibstil gefunden hat, was relativ schnell geht, dann kann man flüssig lesen und in die Geschichte eintauchen.

Erwartet habe ich die Geschichte der Lilith im Rahmen der überlieferten Fakten im Kontext zur bekannten Bibelgeschichte unter Herausarbeitung ihrer Stärken bezogen auf den heutigen Feminismus. Bekommen habe ich die blasphemische Geschichte einer Hure. Wenn auch die Akte nicht en Detail beschrieben wurden, habe ich mich sehr geekelt und bin dazu übergegangen diese Stellen eher überfliegend zu lesen, was ja nicht lesen vorkam. Ich hatte tatsächlich gehofft, dass die Autorin es schafft dem Image der Lilith zu helfen, gilt sie doch als Dämon die sich jedem hingibt. Und das ist sie in diesem Buch leider auch geblieben. Auch wenn ich nicht tief in der Thematik drin bin, habe ich im Hinterkopf, dass es neben all diesen Hetzen auch wissenschaftlich-theologische Aspekte gibt, die Lilith als nicht bösartig oder gar dämonisch klassifizieren. Genau diese Art der Darstellung hatte ich mir gewünscht.

Ich werde dieses Buch niemandem empfehlen, nicht mal Menschen, denen Religion nichts bedeutet, denn im Kern war die Geschichte, um eine unterhaltende Geschichte zu sein, sprachlich viel zu umständlich dargestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere