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Veröffentlicht am 17.03.2024

Schöne Vampirgeschichte

Nächte so dunkel
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Nächte so dunkel ist eine typische Vampirgeschichte über eine Gruppe Vampire und ein Mädchen, dass vor lauter Faszination immer mehr in die Gruppe hineinstolpert.
Die Vampire haben dabei recht typische ...

Nächte so dunkel ist eine typische Vampirgeschichte über eine Gruppe Vampire und ein Mädchen, dass vor lauter Faszination immer mehr in die Gruppe hineinstolpert.
Die Vampire haben dabei recht typische Eigenschaften und auch die Gruppe weist bekannte Typen und Dynamiken auf. Bekanntes und angenehmes Terrain sozusagen. Da ist auch für jeden ein Charakter dabei, den man sympathisch findet. Die Inspiration ist dabei schon recht spürbar, und ich bekam richtig Lust mal wieder die Filme zu sehen...
Die Geschichte hat mir ab dem zweiten Teil mehr zugesagt. Hier kommt wesentlich mehr Spannung auf und durch den Perspektivwechsel zwischen Eden und Mel wird die Geschichte plastischer und greifbarer. So erhält man auch wesentlich mehr Einblicke in die bestehende Gruppe und deren Dynamik bzw. Hintergründe.
Der Cliffhanger hat mich etwas geärgert, man fiebert so richtig zum Höhepunkt hin und wird dann hängen gelassen.
Früher hätte ich es auf jeden Fall geliebt, heute ist es nicht mehr ganz mein Ding, aber für Zwischendurch liest es sich einfach gut.

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Veröffentlicht am 09.03.2024

Gute Fortsetzung mit zähen Ende

Fehu - Das Flüstern der Raben (2)
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Band Eins ist so fürchterlich lange her. Ich hatte wirklich große Schwierigkeiten wieder in die Geschichte hinein zu kommen. Bei mehrteiligen Reihen würde ich mir viel öfter eine kurze Rückschau wünschen. ...

Band Eins ist so fürchterlich lange her. Ich hatte wirklich große Schwierigkeiten wieder in die Geschichte hinein zu kommen. Bei mehrteiligen Reihen würde ich mir viel öfter eine kurze Rückschau wünschen. Ein Namensregister hätte mir hier vermutlich auch noch helfen können. Es hat somit wirklich lange gedauert, bis ich wieder einigermaßen mit Namen, Beziehungen und der Story allgemein klar kam. Dafür liest es sich aber schnell und sehr gut. Die Geschichte nimmt gut Fahrt auf und es kommt zu interessanten Begegnungen und Geschehnissen. Was mir allerdings nicht gut gefallen hat, sind die abrupten Abschiede. Gerade sind die beiden Reisenden noch mit anderen in Aktion, dann krasser Cut und sie sind wieder alleine unterwegs. Kein Abschied, sondern einfach weiter. Davor geht es aber tief ins Detail, mit Aussehen und Anschnitten der Geschichten. Passte für mich nicht so ganz zusammen. Es gab auch kurz vor dem großen Finale eine Länge, verbunden mit manch verwirrendem Ortswechsel, auch das Finale war irgendwie stellenweise nicht logisch von Orten und Standorten der Personen. Trotzdem hat es mir bis hierhin gut gefallen. Nur ging es dann noch weiter und das Ende zog sich dann enorm. Alles geht auf einmal sehr schnell und dann gibts nochmal ein kleines Finale. Das hätte irgendwie besser im Folgeband gepasst. Der Plottwist am Ende hat mich aber dennoch überrascht und macht Vorfreude auf den finalen Band.
Die Charaktere haben mir gut gefallen, sie handeln nicht immet stringent und das die Protagonistin auch mal "mehrere" Männer hat, fand ich sehr erfrischend, vor allem weil es dabei nicht in Spice zerfließt.
Bin gespannt auf den dritten Band, der auch zeitnah gelesen wird.

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Veröffentlicht am 05.03.2024

Krummes Holz

Krummes Holz
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Krummes Holz ist für mich ein absolutes Sommerbuch. Drückend und schwer, wie ein heißer Sommer ohne Regen. Cover passt perfekt zum Inhalt.
Anfangs viel es mir schwer es zu lesen, ich habe mich immer wieder ...

Krummes Holz ist für mich ein absolutes Sommerbuch. Drückend und schwer, wie ein heißer Sommer ohne Regen. Cover passt perfekt zum Inhalt.
Anfangs viel es mir schwer es zu lesen, ich habe mich immer wieder zwischen den Zeilen und den Zeitsprüngen verheddert. Nach knapp der Hälfte konnte ich es dann besser ordnen und kam immer besser in die Geschichte hinein. Die Zeit fließt sehr träge dahin, genauso die Geschichte. Vieles wird nur angedeutet und lässt viel Raum zur Interpretation. Generell ist ein wichtiges Thema die Bezeichnung der Charaktere zum Protagonisten, die Schwester, die Oma und der letzte Hofmitarbeiter. Alle verbindet sehr tief etwas, und doch kann es keiner der vier Personen wirklich packen. Es ist verworren und undurchsichtig, doch mit der Zeit kommt immer mehr Licht hinein. Man entdeckt kleine, wichtige Details die das Gesamtbild immer mehr zusammensetzen. Die Charaktere bleiben dabei aber immer etwas entrückt, nicht richtig greifbar. Fast wie ein Flimmern auf heißem Asphalt im Hochsommer.
Mit dem Ende hatte ich so gar nicht gerechnet. Mir hat es gut gefallen, im Sommer kommt die Stimmung vermutlich sogar nochmal besser rüber.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Skurril

Die Ladenhüterin
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Passenderweise habe ich das Buch in Japan gelesen und dadurch so manches im Konbini anders betrachtet: Wie wurde hier eingeräumt? Welche Dinge werden in den Vordergrund gerückt? Wie sind die Onigiri angeordnet? ...

Passenderweise habe ich das Buch in Japan gelesen und dadurch so manches im Konbini anders betrachtet: Wie wurde hier eingeräumt? Welche Dinge werden in den Vordergrund gerückt? Wie sind die Onigiri angeordnet? Das hat mir einen kurzweiligen Spaß bereitet.

Ebenso kurzweilig ist die Geschichte rund um Keiko, die seit nun doch schon sehr langer Zeit als Aushilfe in einem Konbini arbeitet. Das fällt den Menschen in ihrem Umfeld auf und bleibt nicht unkommentiert. Hinzu kommt ihr eher ungewöhnliches Verhalten, das auf eine Form von Autismus schließen lässt. Auch dies führt dazu, dass ihr Umfeld sie wiederholt bewertet, infrage stellt oder sogar versucht, ihr Verhalten zu verändern.

Ergänzt wird dieses teils sehr skurrile und überspitzte Bild durch Nebenfiguren, die ebenfalls aus dem Rahmen fallen. Dadurch entsteht eine große Unterhaltsamkeit, die mich mehr als einmal ungläubig den Kopf schütteln ließ. Denn es ergeben sich derart abstruse Momente, dass man einfach staunend zurückbleibt.

Der Roman liest sich schnell, leicht und flüssig, sodass ich ihn innerhalb kürzester Zeit bereits beendet hatte.

Das Ende war unerwartet, brachte jedoch einen runden und stimmigen Abschluss, der gut zu Keiko passte.

Das Skurrile muss man mögen – andernfalls wird einem das Buch vermutlich nicht gefallen. Ich fand es sehr unterhaltsam, weshalb dies sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein wird.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Die Spatzenmorde von Onikobe

Die Spatzenmorde von Onikobe
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Ein neuer Fall für Kindaichi! Dieses Mal verschlägt es ihn nach Onikobe, wo er für mich den bisher umfangreichsten Fall der Reihe aufdeckt.

Die Umgebung ist sehr stimmungsvoll dargestellt und anschaulich ...

Ein neuer Fall für Kindaichi! Dieses Mal verschlägt es ihn nach Onikobe, wo er für mich den bisher umfangreichsten Fall der Reihe aufdeckt.

Die Umgebung ist sehr stimmungsvoll dargestellt und anschaulich beschrieben. Trotz der zahlreichen Ortswechsel fiel es mir leicht, den Überblick zu behalten.

Etwas herausfordernder empfand ich hingegen die große Anzahl an Charakteren. Selbst mit Personenregister stolperte ich immer wieder über Namen und Familienverhältnisse, was mich leider bis fast zum Ende begleitete. Dennoch gibt es einige wirklich interessante Figuren, die der Geschichte eine besondere Note verleihen.

Der Fall in Onikobe ist vertrackt und hält einige Überraschungen bereit. Gleichzeitig vermittelt er erneut Einblicke in japanische Traditionen und Lebensweisen, die für uns Westler eher ungewohnt sind.

Ich hatte wieder Freude daran, Kindaichi dabei zu begleiten, wie er den Fall Schritt für Schritt auflöst. Gegen Ende empfand ich die Erklärung jedoch als etwas zu langatmig. Insgesamt ist dies für mich daher nicht der beste Band der Reihe, dennoch hoffe ich sehr, dass noch weitere Bände übersetzt werden.

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