Solider Thriller für Zwischendurch
LITTLE LIES – Wer einmal lügt, dem glaubt man nichtMich hat die Geschichte von Anfang an in seinen Bann gezogen und sie schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, die sich durch das gesamte Buch hindurchzieht. Die Autorin versteht es, die Spannung ...
Mich hat die Geschichte von Anfang an in seinen Bann gezogen und sie schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, die sich durch das gesamte Buch hindurchzieht. Die Autorin versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten, was das Buch zu einem echten Page-Turner macht. Besonders das einsame Haus, in dem die Handlung spielt, verstärkt die unheimliche Stimmung und sorgt für ein intensives Leseerlebnis.
Ein interessantes Element des Buches ist die schrittweise Entfaltung der beiden Frauen. Wobei eine davon durchgehend abweisend ist, was dem ganzen aber das Gewisse extra gibt. Denn beide Frauen haben tief verborgene Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen, was die Spannung zusätzlich erhöht. Diese Charakterentwicklung verleiht der Geschichte Tiefe und sorgt dafür, dass man immer mehr wissen möchte.
Allerdings bleibt die Handlung an einigen Stellen etwas oberflächlich. Man merkt, dass sich Lücken auftun, die jedoch schwer zu identifizieren sind, was beim Lesen einen leichten Beigeschmack der Unvollständigkeit hinterlässt.
Der Schluss des Buches enttäuscht ein wenig. Obwohl er schlüssig ist, fehlt ihm die erhoffte Wucht, die ich nach dem Aufbau der Spannung erwartet hätte. Dennoch bietet "Little Lies" insgesamt gute Unterhaltung und ist für mich ein solider Thriller für Zwischendurch.