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Veröffentlicht am 20.03.2024

Magisches Finale!

Bound by Firelight - Magie der Farben
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Adraa wird für den Vulkanausbruch verantwortlich gemacht und es gibt viele Indizien, die ihre Schuld zu beweisen scheinen. Zum Glück hat sie ihre Familie, Freude und Jatin, ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Adraa wird für den Vulkanausbruch verantwortlich gemacht und es gibt viele Indizien, die ihre Schuld zu beweisen scheinen. Zum Glück hat sie ihre Familie, Freude und Jatin, die an sie glauben und ihr zur Seite stehen, denn es gibt noch größere Bedrohungen für Belwar und Naupure, denen sie sich stellen müssen.

Etwas seltsam fand ich schon, dass die Manipulationen, die Adraa erst in diese Lage gebracht haben und die sie und Jatin am Ende des ersten Bandes entdeckt haben, hier erstmal eher in den Hintergrund rücken. Die Konsequenzen der schrecklichen Anschuldigung sind aber schon schlimm genug: Adraa wird allgemein gehasst und es werden Stimmen laut, die das Ende der Herrschaft ihrer Familie fordern. Dabei liebt Adraa ihr Land und sorgt sich um ihr Volk. Sie ist bestürzt, dass auch das von ihr geschaffene Firelight nicht mehr genutzt wird, gibt als Rote Frau aber ihr Bestes, um den Menschen irgendwie zu helfen.

Auch Jatin tut alles, was in seiner Macht steht, um seiner Geliebten zu helfen und ich fand ihren Zusammenhalt wirklich süß, weil die beiden schon immer auf einer Wellenlänge waren und wirklich ein süßes, unterhaltsames Paar sind. Als ihre Probleme sie wieder voneinander trennen, hören sie nicht auf, füreinander zu kämpfen.

In diesem Buch wird nicht mehr viel Magie erklärt, es geht schon weniger um die verschiedenen Farben und die dazugehörigen Götter, dafür gibt es aber neue Entwicklungen und Herausforderungen. Adraa muss ins Gefängnis und trotz ihrer Kampferfahrungen fühlt sie sich fast ein wenig hilflos, als ihr der Zugang zu ihrer Magie abgeschnitten wird. Dabei ist es gerade in diesem Gefängnis wichtig, dass sie sich verteidigen kann. Jatin versucht währenddessen, sie zu befreien, ihre Unschuld irgendwie zu beweisen und gleichzeitig kümmert er sich um die Pflichten der Roten Frau.

Fazit
Die Magie der Farben hat mir gut gefallen und sowohl Jatins als auch Adraas Abenteuer fand ich wirklich spannend, aber ich hätte die beiden auch gern noch mehr zusammen gesehen. Insgesamt eine schöne Dilogie über Familie, Erwartungen und Liebe und dazu gab es noch magische Gefahren, die die Geschichte abgerundet haben.

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Veröffentlicht am 19.03.2024

Spannendes, magisches und emotionales Finale!

Der Knochensplitterpalast
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Kaiser Lin muss schwierige Entscheidungen treffen, denn das wertvolle Geistgestein ist als Treibstoff noch sehr gefragt, doch der Abbau in den Minen sorgt für den Untergang ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Kaiser Lin muss schwierige Entscheidungen treffen, denn das wertvolle Geistgestein ist als Treibstoff noch sehr gefragt, doch der Abbau in den Minen sorgt für den Untergang ganzer Inseln. So wird ihr nicht nur Druck von den Gouverneuren der einzelnen Inseln gemacht, sie muss sich außerdem noch den Ioph Carn sowie den Splitterlosen entgegenstellen, die das Volk bedrohen, das Lin beschützen möchte.

Im finalen Band der Trilogie werden die letzten Geheimnisse um Alanga, Knochensplittermagie und Geistgestein gelüftet. Ich fand es schon ein wenig repetitiv, dass der Handel von Geistgestein und Karonüssen immer noch so ein großes Problem ist, bei dem man kaum Fortschritte macht. Ich konnte wirklich nicht fassen, dass auch nach einigen Jahren gar keine Lösung in Sicht ist und wie uneinsichtig die Menschen sind, wenn die Konsequenzen vom Geistgesteinabbau doch bekannt sind und direkt tausende Leben beenden können. Aber ich schätze, es ist auch eine Allegorie für die aktuelle Umweltverschmutzung und Ressourcenverteilung.

Lin gibt sich wirklich viel Mühe, es allen recht zu machen, aber es gibt zu viele Parteien, die hauptsächlich ihre eigenen Interessen verfolgen. Dione, die Alanga und die Splitterlosen wollen Lins Herrschaft beenden, doch was haben sie danach vor? Wenn Lin überzeugt wäre, dass sie den Menschen wirklich helfen wollen, dann würde sie ihnen zuhören, aber so hat sie keine andere Wahl, als zurückzuschlagen. Jede ihrer Taten muss sie in diesem Krieg weiterbringen, da spielen ihre eigenen Wünsche kaum eine Rolle. Dabei betrauert sie immer noch den Verlust von Jovis, da sie nicht weiß, dass dieser noch lebt, jedoch Kaphras Befehlen nicht entkommen kann und dazu gezwungen wird, schreckliche Dinge zu tun, die gegen sein hilfsbereites Wesen gehen. Ranami ist eine ehemalige Rebellin, die inzwischen aber viel mehr darüber weiß, wie schwierig es ist, Menschen anzuführen und für ihr Wohl zu sorgen. Und nun muss sie noch mal beweisen, dass sie ihre Familie und alles, was sie aufgebaut haben, beschützen kann, während Phalue noch unterwegs ist, um Lin zu unterstützen.

Fazit
Trotz bereits bekannter Punkte fand ich das magische Abenteuer wieder sehr spannend und auch die verschiedenen Enthüllungen fand ich sehr gelungen. Es waren aber besonders die Charaktere und ihre Entwicklungen über die ganze Trilogie, die mich an die Seiten gefesselt haben und die Bücher für mich zu einer erfolgreichen Reihe machen konnten.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Trauer, Treue und neue Gefühle

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love.
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Hendrik soll ein radikaler Aktivist gewesen sein, der in eine Massentierfarm eingebrochen ist, dort den Wachmann angegriffen hat und daraufhin gestorben ist. Freya kann diese Geschichte nicht mit ihrem ...

Hendrik soll ein radikaler Aktivist gewesen sein, der in eine Massentierfarm eingebrochen ist, dort den Wachmann angegriffen hat und daraufhin gestorben ist. Freya kann diese Geschichte nicht mit ihrem liebevollen Freund unter einen Hut bringen und besonders die negative öffentliche Meinung über ihn kann sie kaum ertragen. Hendriks Bruder Emil versteht sie und als Freya mehr über Hendriks heimliche Taten herausfindet, ist es Emil, auf dessen Unterstützung sie sich verlassen kann.

Emil hätte Freya damals auf der Party selbst angesprochen, doch sein Drillingsbruder kam ihm zuvor. Jetzt ist der Tod von Hendrik schon Monate her und als Freya ihn braucht, ist Emil für sie da. Ihre gemeinsame Trauer und ihre Liebe für Hendrik bringt sie einander näher, sie spenden einander Trost und haben das Gefühl, wirklich verstanden zu werden.

Denn mit ihren Familien ist es komplizierter. Freyas Eltern glauben daran, dass Hendrik selbst schuld an seinem Tod ist und Freya endlich nach vorne blicken soll. Emil ist genauso allein mit seiner Trauer: Sein Vater distanziert sich als Bürgermeisterkandidat von den Taten seines verstorbenen Sohnes, seine Mutter ist kaum ansprechbar und seine Schwester Lene hat sich aus dem Staub gemacht und ist kaum zu erreichen. Beide Protagonisten haben zwar noch andere Freunde, aber diese können nicht auf die gleiche Art begreifen, wie es ist, Hendrik zu vermissen.

Zwischen Trauer und Trost kommen Freya und Emil sich näher, aber durch die Umstände ist es natürlich schon etwas komplizierter zwischen ihnen. Die Entwicklung ihrer Gefühle und die Veränderung ihrer Beziehung war für mich insgesamt natürlich und nachvollziehbar und ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Außerdem ist die Handlung spannend durch die Frage, was wirklich in der Nacht geschah, in der Hendrik gestorben ist.

Fazit
Insgesamt fand ich die Protagonisten sehr sympathisch und ihre Liebesgeschichte, ihre Trauerbewältigung sowie ihre Familienprobleme konnten mich berühren, dazu ein bisschen Spannung um die Geschichte abzurunden.

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Die brutale Herrschaft der Vampire und ein magisches Turnier

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
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Oraya wurde vom mächtigen Vampirkönig adoptiert und lebt als Mensch unter Vampiren. Um ihre menschliche Schwäche und Verletzlichkeit hinter sich zu lassen, nimmt sie an einem magischen Turnier teil, denn ...

Oraya wurde vom mächtigen Vampirkönig adoptiert und lebt als Mensch unter Vampiren. Um ihre menschliche Schwäche und Verletzlichkeit hinter sich zu lassen, nimmt sie an einem magischen Turnier teil, denn die Göttin Nyaxia gewährt dem Gewinner einen Wunsch.

Oraya wurde gut im Kampf ausgebildet und schafft es, manche Menschen vor den blutdürstigen Vampiren zu retten, aber letztendlich hat sie Angst, dass sie jederzeit selbst zur Beute werden könnte. Einerseits hasst sie die Natur der Vampire, andererseits wünscht sie sich selbst die dazugehörige Kraft, um ihrem Adoptivvater gerecht zu werden und um besser mit den anderen gefährlichen Vampiren zurechtzukommen. Sie ist einfach in einer sehr ungewöhnlichen Situation und hat nicht besonders viele Möglichkeiten im Leben, es ist schon eher eine Notwendigkeit, Vampir zu werden, und nicht wirklich ihr Wunsch.

Das magische Turnier, das Kejari, symbolisiert das Leben der Göttin Nyaxia und besteht aus verschiedenen Stufen mit unberechenbaren Aufgaben, die ich schon spannend fand. Obwohl Oraya gelernt hat, niemandem zu vertrauen, braucht sie Verbündete bei den verschiedenen Herausforderungen: Raihn ist natürlich irgendwie anders als die anderen Vampire. Er sieht in Oraya mehr als nur ein Opfer und scheint auch ihre Fähigkeiten als Kämpferin zu respektieren, außerdem legt er sich mit anderen Vampiren an, die er auch zum größten Teil verachtet.

Man erfährt nach und nach mehr über die magische Welt und ihre Mythologie, meistens wird während der Prüfungen des Kejari erklärt, inwiefern das Leben der Göttin repräsentiert wird, dadurch wirken die Informationen meistens natürlich, wenn Oyara die Zusammenhänge erfasst. Abgesehen davon lernt man zusammen mit Oraya, die trotz ihrer vielen Zeit bei den Vampiren noch nicht alles weiß oder manchmal auch ihre Augen vor der schrecklichen Realität verschlossen hat.

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Familie und Karriere, Ängste und Gefühle

Coldhart - Strong & Weak
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Als Kind wurde Elijah entführt und die Erinnerungen an diese Zeit quälen ihn immer noch. Als aufsteigender Architekt darf er sich seine Schwächen aber nicht anmerken lassen und versucht, seine Panikattacken ...

Als Kind wurde Elijah entführt und die Erinnerungen an diese Zeit quälen ihn immer noch. Als aufsteigender Architekt darf er sich seine Schwächen aber nicht anmerken lassen und versucht, seine Panikattacken zu unterdrücken. Er möchte auf keinen Fall als bemitleidenswertes Opfer angesehen werden, aber das ist nicht das einzige, was es ihm schwer macht, Beziehungen aufrecht zu erhalten: Er hat große Angst, dass seinen Liebsten etwas zustoßen könnte. Wie kann er jemanden in sein Herz lassen, wenn er weiß, welche Last seine Liebe für sie beide sein würde?

Felicity will in New York studieren und hofft auf finanzielle Unterstützung von ihrem reichen Vater und ist ziemlich erschüttert als sie herausfindet, dass ihr Vater tatsächlich Teil ihres Lebens sein möchte. Sie kommen aus sehr unterschiedlichen Welten und haben zu vielen Dingen nicht die gleiche Meinung, aber es bedeutet ihr schon viel, dass er für sie da sein möchte. Dazu gewinnt sie auch eine sympathische Halbschwester und eine, die nicht gerade begeistert über das neue Familienmitglied ist.

Beide Protagonisten widmen ihr Leben ihrem Beruf und wollen unabhängig von ihren reichen Eltern erfolgreich werden, daher arbeitet Felicity auch neben ihrem Studium. Felicity sieht sich trotz ihres Vaters nicht als Teil der Elite, sondern bleibt ihr natürliches, fröhliches Selbst. Aber sie hat auch Angst vor ihren Gefühlen für Elijah, weil sie schon einmal verletzt wurde und es ihr nicht leichtfällt, wieder zu vertrauen. Ehrlichkeit und Verletzlichkeit bringen sie einander näher, doch ihre Ängste machen ihre Gefühle komplizierter.

Ein bisschen enttäuscht war ich von der anderen Verbindung zwischen den beiden Protagonisten, weil man als Leser von Anfang an davon weiß und auch der Klappentext mit dem Geheimnis Spannung erzeugen will, aber die Charaktere finden es nicht heraus. Es spielt höchstens passiv im Hintergrund eine Rolle, denn man hält natürlich nach weiteren Hinweisen Ausschau und sieht andere Zusammenhänge. Aber in diesem Buch sind es eher die Ängste und Unsicherheiten der Protagonisten, die zwischen ihnen stehen. Ich hätte hier jedenfalls etwas mehr erwartet, zumindest eine kleine Erkenntnis vonseiten der Charaktere.

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