Profilbild von anna4

anna4

Lesejury Profi
offline

anna4 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit anna4 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2024

Süß und gemütlich

The Happiness Blueprint
0

Was das Buch wahrscheinlich am Besten gemacht hat, ist der Aufbau. Die Kapitel waren abwechselnd aus Klaras und Alex’ Sicht geschrieben und jedes Kapitel hat den aktuellen mentalen und emotionalen Stand ...

Was das Buch wahrscheinlich am Besten gemacht hat, ist der Aufbau. Die Kapitel waren abwechselnd aus Klaras und Alex’ Sicht geschrieben und jedes Kapitel hat den aktuellen mentalen und emotionalen Stand der jeweiligen Person toll dargestellt und somit den Ton für das Kapitel gesetzt. Auch die Persönlichkeit des Charakters ist dank des Schreibstils gut durchgekommen.

Klaras Humor war klasse! Trocken und direkt, aber sehr, sehr passend zu ihrem Charakter.
Insbesondere haben Klara und Alex als Paar toll zueinander gepasst. Er hat sie und ihre Verhaltensweise sofort verstanden und kein bisschen in Frage gestellt.

Als slow burn kann ich die Romance hier nicht beschreiben, aber definitiv als slow. In dieser Hinsicht passiert fast bis zum Schluss wirklich wenig.

Das Tempo wurde in der zweiten Hälfte etwas angezogen, was ich etwas schade fand, verglichen mit der ersten Hälfte, die doch etwas detaillierter beschrieben war.

Was dem Buch, meiner Meinung nach, gefehlt hat, war irgendein Höhepunkt oder eine Tiefpunkt, was nicht bedeutet, dass es nicht die eine oder andere emotionale Situation gab.
Aber vielleicht war das auch Absicht.
Sonst war das Buch ziemlich gemütlich. Und das ist auch ok, denn ich glaube nicht, dass die Autorin auf irgendwas anderes hinaus wollte. Manchmal braucht es auch eine solche Art Buch.

Etwas irritierend fand ich auch, dass der Leser einige wenige Male direkt angesprochen wurde.

Es gab eine Szene, bei der Klara ein Gespräch von ihrem Vater und einem Mitarbeiter mitbekommen hat und dieser Inhalt wurde nie wieder aufgegriffen.

Meine größte Kritik gilt jedoch dem ehrenlosen 3rd-Act-Breakup, auf den letzten 70 Seiten. Was soll das?
Ich weiß nicht mal, ob man das, was Klara und Alex bis dahin hatten, eine Beziehung nennen kann, aber ein Break-Up war es irgendwie doch. Sehr schnell, sehr intensiv, und vor allem sehr ungerecht.

Wie gesagt, es ist ein süßes und gemütliches Buch und wenn man es ohne Erwartung an eine große Geschichte rangeht, wird man auch nicht enttäuscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2024

Guter Start mit guten Konzepten

Die goldenen Wölfe
0

Der Einstieg ins Buch ist mir doch etwas schwerer gefallen als ich erwartet habe.

Jedes Kapitel ist abwechselnd aus der Sicht von einem der 4 Hauptcharaktere geschrieben. Jeder Charakter hat so seine ...

Der Einstieg ins Buch ist mir doch etwas schwerer gefallen als ich erwartet habe.

Jedes Kapitel ist abwechselnd aus der Sicht von einem der 4 Hauptcharaktere geschrieben. Jeder Charakter hat so seine eigene Persönlichkeit und eine entsprechende Backstory bekommen. Richtig gemocht, aber auch nicht unbedingt gehasst, habe ich bis zu einem bestimmten Punkt keinen. Außer vielleicht Zofia. Also was das mögen angeht.
Man hat herausgelesen, dass alle Charaktere eine besondere Beziehung zueinander haben. Das kam in den Unterhaltungen als auch in den entsprechenden Kapiteln, Spitznamen und kleinen erwähnenswerten Details deutlich zum Vorschein. Das fand ich rückblickend doch sehr nett.

Jedes Gespräch, in das Hypnos involviert war sollte einen gewisse humorvollen Unterton haben, was leider leicht erzwungen rüber kam. Auch wenn viele Charaktere darauf eingegangen sind.

Lailas Art zu sprechen war entweder sehr liebevoll oder zickig (?) oder absolut ruhig und ich habe bei den meisten Sätzen nur geraten.

Das Alter aller Charaktere hat sich auch gefühlt bei jedem Dialog geändert. Manchmal dachte ich, ich lese ein Gespräch zwischen 16jährigen, manchmal waren es Mitte 20jährige. Obwohl das tatsächliche Alter aller Beteiligten zwischen 18-22 liegen müsste.
(Ein Anfang 20jähriger leitet eines der erfolgreichsten Hotels in Paris...ok? Eine 18 oder 19jährige ist eine der bekanntesten Cabaret Tänzerinnen der Stadt. Oder des Landes ? I guess so.)

Ich glaube mein größtes Problem waren die Rätsel bzw. die vielen geschichtlichen Hintergründe und Erklärungen. Auch wenn es einerseits sehr interessant war, war es auch teilweise etwas too much information die man verarbeiten musste/sollte um hinterherzukommen.

Die Erzählgeschwindigkeit hat sich im letzten Drittel deutlich angehoben, was wahrscheinlich an den kürzeren Kapiteln lag und ich sehr angenehm fand.

Das Ende hat doch Lust auf mehr gemacht (und ich habe auch schon ca. 1/3 des zweiten Bandes gelesen während ich das hier schreibe).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2024

Fragwürdig

Die Mitternachtsbibliothek
0

Der einzige Grund, warum es 3,5 und nicht 3 Sterne sind, sind die letzten 100Seiten. Die waren etwas angenehmer zu lesen und angenehmer von der Story her.

Das Buch hat einen leichten Touch von „Selbsthilfebuch“ ...

Der einzige Grund, warum es 3,5 und nicht 3 Sterne sind, sind die letzten 100Seiten. Die waren etwas angenehmer zu lesen und angenehmer von der Story her.

Das Buch hat einen leichten Touch von „Selbsthilfebuch“ ohne als solches betitelt zu sein.
Wenn man sich den Klappentext durchliest, kann man schon erahnen, wohin die Reise geht mit dem Buch, trotzdem war der O-Ton wie oben beschrieben, mehr Selbsthilfe und Therapie, als..eine Geschichte nach Lebenswillen.

Noch ein Aspekt, der mir weniger gefallen hat: Bevor Nora die Entscheidung fasst lieber zu leben als doch zu sterben, lebt sie viele dieser Alternativleben und trifft Menschen, die in ihrem "echten" Leben entweder schon verstorben oder aber in eine anderen Lebensstil verfallen sind. Es ist etwas nach dem Motto "deine Entscheidungen betreffen nicht nur dich, sondern auch die Menschen um dich herum". Das gibt meiner Meinung nach einen falschen Beigeschmack.

Den Hauptcharakter konnte ich leider wenig leiden. Nora ist Mitte 30, aber sie, als auch die Dialoge im Buch, lesen sich eher wie Gespräche zwischen Teens bzw. jungen Erwachsenen.

Ich sehe hier viele Möglichkeiten zur Diskussion. Aber sonst kann ich es dem nicht viel, wenn überhaupt etwas, abgewinnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Er nennt sie "Apricity"..

Deeply Forbidden
0

L.J. Shens Mafia Bücher und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Wobei ich hier sagen muss, dass es bei Deeply Forbidden nicht mal an der Mafia-Thematik liegt, sondern an den Hauptcharakteren.

Nachdem ...

L.J. Shens Mafia Bücher und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Wobei ich hier sagen muss, dass es bei Deeply Forbidden nicht mal an der Mafia-Thematik liegt, sondern an den Hauptcharakteren.

Nachdem ich letztes Jahr Madly Forbidden (Band 2 der Forbidden Love-Reihe) gelesen habe, habe ich mich wirklich auf Gia & Tates Buch und Geschichte gefreut. Leider ist Deeply Forbidden wieder ein Fall von “super als Nebencharaktere, aber haben nicht wirklich das Zeug zu Hauptcharaktere”.

Gia schien anfangs genau mein Typ-Frau zu sein, wenn man es mit einem Mann wie Tate zu tun hat: schlagfertig, selbstbewusst, lässt sich nicht rumschubsen. Leider hat sich das, vergleichsweise schnell, im Sand verlaufen.

Die Freundschaft zwischen Gia, Cal und Dylan kam für mich irgendwie erzwungen rüber.
Genauso ratlos war ich bei Gias anderen Schul-/Unifreunden.

Tate war..Tate. Ein L.J. Shen-Mann wie man ihn kennt: mürrisch, reich, bedroht jeden, kennt keine Grenzen oder das Wort jegliche Art von Moral, absolut unfähig für Empathie oder andere Gefühle, traumatisierte Kindheit & Jugend, erweicht sich aber letztendlich für seine Frau und findet heraus, dass er Liebe empfinden kann.

Die Beziehung von Gia & Tate glich, wie im Buch schon selbst erwähnt, einem Katz-und-Maus-Spiel.
Gia sagt, sie beendet die Beziehung. Tate sagt nein. Also bleibt die Beziehung bestehen.
Gia sagt, sie braucht Gefühle und vor allem Liebe. Tate sagt, sowas gibt es bei ihm nicht.
Gia sagt, sie will die Scheidung. Tate sagt nein.
Gia fliegt nach London und lässt Tate die Scheidungspapiere zukommen. Tate fliegt ihr nach und zerreißt die Papiere. Keine Scheidung.
Wirklich gefallen hat mir die Entwicklung der Beziehung nicht.
Und von Tates Kosenamen für Gia will ich gar nicht erst anfangen..Apricity. Junge what.

Es gab natürlich auch ein paar gute Momente. Neben seinen eher trockenen und fragwürdigen Aussagen, hat Tate den ein oder anderen witzigen Kommentar abgegeben.
Tierney, die Schwester des irischen Mafia-Oberhauptes, war mit Abstand mein Lieblingscharakter! Leider hat man sie nur in zwei Kapiteln wirklich erlebt, was mir definitiv zu wenig war!
Was ich auch ganz nett fand: nachdem man dann schon einige L.J. Shen Bücher gelesen hat, finden sich die Easter Eggs (in meinem Fall auch tatsächlich passend zur Osterzeit) zu ihren anderen Büchern ganz wie von selbst.

Wie schon nach Beenden vom zweiten Band bleibt meine Meinung, den ersten Band, Truly Forbidden, nicht zu lesen, bestehen.

(Weil ich sowas (leider) nicht übersehen oder ignorieren kann: “Möse” kam dreimal vor. Davon einmal im Satz per “Nektar ihrer Möse”.)

Vielen Dank an LYX für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

Enttäuschende Handlung mit anstrengender Protagonistin

On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)
0

2.75
On Wings of Blood hat richtig stark angefangen und dann nach ca. 20%, vielleicht auch nach 30%, rapide nachgelassen. Sehr schade!

Mir hat die Ausgangssituation & das Setting super gefallen, die Charaktere ...

2.75
On Wings of Blood hat richtig stark angefangen und dann nach ca. 20%, vielleicht auch nach 30%, rapide nachgelassen. Sehr schade!

Mir hat die Ausgangssituation & das Setting super gefallen, die Charaktere wurden gut eingeführt und schienen mir anfangs sympathisch.
Es hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass dieses Buch größtenteils ein Teenie-Drama ist, das in mir sehr starke Flashbacks an die ersten House of Night Bücher geweckt hat.

Mein erster richtiger Hate-Moment kam bei der Vorstellung von Fluffel. Und jetzt könnte man denken, das ist der Name eines Tieres. Aber nein. Das ist der Name einer Hunde ähnlichen Rasse.

So ziemlich von Beginn an hört Medra eine mysteriöse Stimme, die über die ganze erste Hälfte des Buches ziemlich präsent Teil der Handlung ist. Bis sie, die Stimme bzw. die Handlung darum, links liegen gelassen wird, eigentlich schon wortwörtlich, nur um am Ende wieder kurz zur Handlung dazu zu stoßen und dann wieder keine Rolle zu spielen.
Abgesehen davon, dass mir dieser ganze Handlungsstrang nicht gefallen hat, wird das Ganze hier irgendwie offen gelassen. Und ich kann nur annehmen, dass es in Band zwei wieder aufgegriffen wird mit hoffentlich anständigen Erklärungen.
Ähnlich links liegen & offen gelassen wird, nach einem mehr als unpassenden Streit zwischen Medra & Blake, die Handlung um Blakes Schwester.
Oder der Unterricht mit Professor Rodriguez, auch ein sehr unsympathischer Charakter, der nach einigen Kapiteln schon keine Rolle mehr gespielt hat, obwohl die Notwendigkeit dieses Unterrichts mehrmals deutlich gemacht worden ist.

Enige der Charaktere haben teilweise nicht nur ganz schrecklich miteinander geredet, sondern wahrscheinlich auch noch schlimmer miteinander gestritten. Und damit meine ich nicht einfach ein respektloses miteinander. Es erinnerte mich stark an 14-jährige, die versuchen cool zu wirken. Oder Sendungen aus den 2000ern, bei denen man das Image einer “Zicke” etablieren wollte.
Und im Mittelpunkt stand immer eine Person: Hauptcharakter Medra.
Wäre das Buch ein Jugendbuch bzw. Young Adult, hätte ich hier wohl ein Auge zugedrückt. Aber das Buch ist nun mal kein YA, daher weiß ich nicht, warum die Charaktere so reden sollten.
Vielleicht lag es hier auch an der Übersetzung, die das Ganze in eine für mich unpassende Richtung gelenkt hat.

Medra fand ich leider größtenteils unfassbar nervig und sie gehört damit für mich auch eher zu den unsympathischeren Charakteren. Fast jedes Gespräch mit einem Vampir endet in einem Streit und in Vorwürfen, dass Vampire nur an Macht, Blut und dem Ausnutzen der nicht-Menschen interessiert sind.
Für Medra galt immer: erst Handeln, dann Denken. Oder einfach nur Handeln ohne Denken.

Medras Anziehung zu Blake habe ich absolut nicht gefühlt. Also wirklich auf keinster Ebene. Vielleicht lag es daran, dass die beiden kaum wirkliche Szenen hatten, in denen sie sich näher gekommen sind. Vielleicht lag es daran, dass die meisten Gespräche in einer Art Streit endeten. Vielleicht lag es auch öfter an Medra als an Blake.

Das Buch ist hauptsächlich aus Medras Perspektive geschrieben und obwohl ich anfangs hoffte, Blakes Kapitel würden mir und dem Buch etwas mehr Informationen und Wissen geben, hat sich das, wenn überhaupt, erst irgendwo in der zweiten Hälfte als nützlich erwiesen.
Blake selber fand ich fast schon sympathisch und hätte gerne mehr aus seiner Perspektive gelesen.

Ein weiter Tiefpunkt war für mich das Konzept der Triade und die Gefährtenspiele (zwei Verlobte eines Vampirs sollen im Team Aufgaben bewältigen?!), dessen Notwendigkeit mir bis zum Schluss nicht klar geworden ist, da sich das Buch um die Bloodwing Akademie und Drachen & Drachenreiter dreht und diese Spiele mehr für das jeweilige Vampirhaus sind.

Das letzte Kapitel mit einem weiteren Medra & Blake Streit glich einem kleinen Fiebertraum…

Werde ich den Folgeband lesen? Vielleicht. Da muss ich mir tatsächlich noch einige Gedanken machen und dieses Buch etwas verarbeiten.
Dieser erste Band war für mich kein wirklicher Erfolg und hat mehr mit dem geglänzt, was nicht gelungen ist als mit dem Potential, was man am Anfang erahnen & erhoffen kann.

Vielen Dank an arsEdition für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere