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Veröffentlicht am 27.08.2024

Gute Idee, schlechte Umsetzung

The Cheat Sheet – Ist es je zu spät, die Friendzone zu verlassen?
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a was soll ich sagen. Lange habe ich mich davor gedrückt eine Rezension zu schreiben. Woran das lag? Ich hatte andere Erwartungen an das Buch und bin mir auch jetzt noch nicht so richtig sicher, wo ich ...

a was soll ich sagen. Lange habe ich mich davor gedrückt eine Rezension zu schreiben. Woran das lag? Ich hatte andere Erwartungen an das Buch und bin mir auch jetzt noch nicht so richtig sicher, wo ich es einordnen soll.
Die Idee finde ich super. Ich mag es, wenn sich beste Freunde zu Partner entwickeln. Wenn sie sich schon ewig kennen und nicht noch lange kennen lernen müssen. Aber irgendwie ist zu keinem Zeitpunkt der Funke übergesprungen. Und das hat mich immer mehr gestört.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Er lässt einen sehr flüssig durch die Geschichte kommen. Auch wenn an einigen Stellen die Übersetzung vielleicht nicht passen war - immer wieder wurde „dies“ verwendet, was ich aus dem täglichen Sprachgebrauch so nicht kenne - war es doch sehr schön zu lesen. Er konnte auch mit seiner humorvollen Art überzeugen.

Es ist wirklich super süß gestartet. Ich habe mit einer Art Slow burn gerechnet, weil alles andere irgendwie nicht zur Geschichte gepasst hätte. Aber das anfängliche umeinander herum Geschleiche, was ja noch ganz süß war, entwickelte sich zu eher nervigen Passagen, da es mir einfach zu slow war. Es war sehr offensichtlich, dass sie sich beide sehr mögen, und dennoch haben sie nie miteinander gesprochen. Natürlich möchte man seine Freundschaft nicht gefährden. Aber es war schon zum Schluss sehr offensichtlich, und sie haben sich dennoch nicht über ihre Ängste und Träume etc. In dieser Hinsicht ausgetauscht.
Und als es denn endlich so weit war, haben sich alle Charaktereigenschaften und Angewohnheiten, mit denen Nathan beschrieben wurde bezüglich dieser einen Sache geändert? Das kam mir nicht richtig vor. Und als sich dann auch noch alle Ereignisse überschlagen haben und es nicht schnell genug gehen konnte, war ich einfach über den Werdegang der Geschichte enttäuscht.

Auch wenn ich den Schreibstil angenehm fand und der Trope Fake Dating zu einer meiner liebsten gehört, konnte mich die Geschichte einfach nicht überzeugen. Die Gefühle kamen bei mir einfach nicht an, und was ich anfänglich als süß empfand, wurde zum Ende hin eher nervig. Es war kein schlechtes Buch, aber es konnte mich auch nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Tolles World Building, aber leider ist der Funke nicht übergesprungen.

Night of Shadows and Flames – Der Wilde Wald
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Ich fand die Idee super. Eine Mischung aus Menschen, Hexen und Vampiren. Blutbräute. Magie. Die wilde Jagd. All das verspricht super spannend zu werden. Nur leider hat es mich nicht so ganz gecatcht. Angefangen ...

Ich fand die Idee super. Eine Mischung aus Menschen, Hexen und Vampiren. Blutbräute. Magie. Die wilde Jagd. All das verspricht super spannend zu werden. Nur leider hat es mich nicht so ganz gecatcht. Angefangen hat es mit dem Schreibstil. Ich habe super lange gebraucht, um beim Lesen in einen Rhythmus zu kommen.

Billie hat mich zu Beginn sehr beeindruckt. Sie ist eine starke und mutige Protagonistin. Sie wird vom Hass auf die Vampire angetrieben. Für ihre Familie würde sie alles tun. Ich liebe Protagonistinnen, die nicht davor zurückschrecken das zu sagen was sie denken und die sich auch zu verteidigen wissen. Doch zum Ende hin konnte ich viele ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen. Ihr Handeln hat sich mit den anfänglichen Charakterzügen widersprochen und ich fand manche Entscheidungen, die sie getroffen hat, sehr unglücklich.

Tian war bis zum Schluss nicht ganz greifbar für mich. Ich liebe seine geheimnisvolle Art und verstehe sein Lebensziel. Und dennoch gibt es glaube ich noch so viel mehr über ihn zu erfahren. Die Verbindung zwischen ihm und Billie kam bei mir leider nicht an.

Jamie hat mich am meisten überrascht. An sich ist er so ein liebevoller Charakter. Aber gleichzeitig sorgt er für die größten Überraschungen.

Als letztes möchte ich noch Obambo thematisieren. Ich meine wie kann man sich nur mit so wenigen „Worten“ so ins Herz schleichen? Ich habe ihn einfach geliebt. Anders kann ich es nicht beschreiben.

Auch nach ein paar Tagen weiß ich immer noch nicht genau was ich von der Geschichte halten soll. Das World Building war grandios. Die Thematik mit der wilden Jagd fand ich super spannend, und nachdem ich wusste was es damit auf sich hatte, musste ich auch erst einmal recherchieren, um mehr darüber zu erfahren. Aber leider waren mir die entschiedenen Stellen viel zu oberflächlich. Die Beziehungen der Charaktere haben meiner Meinung nach etwas mehr Tiefe haben können. Leider hat mir auch die Entwicklung der Charaktere gefehlt. Sie haben nicht aus deren Taten gelernt und einige schwerwiegende Fehler immer wiederholt. Das hat mir persönlich das Ende ein bisschen versaut. Trotz dessen ist das Buch auch wegen dieser grandiosen Welt eine Leseempfehlung. Gerade was die wilde Jagd angeht.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Leider ein bisschen enttäuschend

Fading In Deep Waters
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Ich habe mich sehr gefreut wieder auf die Sapient Sailor zurückzukehren, muss aber leider sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht wurde.
Ich kann gar nicht sagen, dass die Dynamik der Charaktere mich ...

Ich habe mich sehr gefreut wieder auf die Sapient Sailor zurückzukehren, muss aber leider sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht wurde.
Ich kann gar nicht sagen, dass die Dynamik der Charaktere mich in irgendeiner Form gestört haben. Es war vielmehr dieses Verstecken, diese Geheimnisse, die zusammen mit komischen Momenten gepaart waren.

Der Plot war dadurch von Beginn an vorhersehbar. Und auch wenn ich die Rückblicke von Vicky in ihre traumatische Vergangenheit für wichtig erachtet habe und auch wirklich notwendig für ihren Charakter und Entscheidungen halte, so waren die entsprechenden Situationen in der Gegenwart für mich nicht greifbar. Ich hatte das Gefühl, dass es künstlich hochgebauscht wurde und einfach zu viel. Zu viele Geheimnisse und Fäden, die miteinander verknüpft werden mussten.

Und durch die Länge konnte ich dann mit den Gründen zusammen, nicht die von mir erhoffte Verbindung zu den Charakteren schaffen und die Sapient Sailor ein letztes Mal genießen.

Was ich aber wirklich toll fand, waren die Segel-Szenen. Also vor allem die, wo das Segeln erklärt wurde. Das war echt spannend.

Ich bleibe dabei, dass ich den ersten Band empfehlen würde. Was den Letzten angeht, so muss das jeder für sich beurteilen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Anders als erwartet

Chosen – Träume aus Gold
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Achja. Ich wollte es wirklich mögen. Ich hatte so viel Gutes gehört und habe mich sehr gefreut. Aber was war das?

Vorab erstmal: Der Schreibstil war super! Trotz des Inhalts ist man super durch die Seiten ...

Achja. Ich wollte es wirklich mögen. Ich hatte so viel Gutes gehört und habe mich sehr gefreut. Aber was war das?

Vorab erstmal: Der Schreibstil war super! Trotz des Inhalts ist man super durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil war wirklich gut. Er hat eine Sogwirkung entfacht und wenn man sich auf die Geschichte einlassen kann, dann wird man vermutlich dadurch fliegen.

Aber was soll ich sagen. Ich konnte mich so gar nicht darauf einlassen. Ich habe schon vorher gehört, dass es ein bisschen Trash TV Vibes hat. Aber egal wie ich es drehe und wende, es war einfach was komplett anderes, als erwartet. Ich würde es als eine Mischung aus Bachelor und Germanys next Topmodel zusammen mit ein bisschen Spannung beschreiben.
Nach dem Klappentext, erwartet man zwar ein Auswahlverfahren, aber etwas komplett anderes. Viel mehr Magie und Spannung. Viel weniger Drama.
Denn genau das war es. Drama. Ganz viel Drama. Ich hatte das Gefühl, dass es darauf ausgelegt war. Weswegen ich auch nicht nur einmal das Gefühl hatte, dass Drama in Situationen gepresst wurde, wo es ein bisschen fehl am Platz war.

Mit der Protagonistin wurde ich auch nicht ganz warm. Sie hat mit ihrer Familie echt schlimmes erlebt, weswegen sie mir auch echt leid tat. Aber ich fand sie überwiegend nervig. Natürlich ist sie mit der Situation überfordert. Letztendlich wird sie ja auch ins kalte Wasser geworfen. Aber ich fand es wirklich schade, dass sie dann auch immer als die Unbeholfene beschrieben wurde, und ihr Körper ständig ins negative Licht gerückt wurde. Genauso wie all ihre anderen Eigenschaften.

Ich glaube ich bin für so eine Art von Geschichte einfach nicht gemacht. Für alle die Trash Tv lieben, ist es das Buch.
Nach dem Klappentext habe ich etwas ganz anderes erwartet und war doch sehr überrascht beim Lesen.

Für mich war es leider nichts, aber ich bin mir sicher, dass es ganz viele andere lieben werden. Eine Leseempfehlung für alle die Lust auf Bachelor x GNTM mit ganz viel Drama haben.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Klingt vielversprechend, leider scheitert es an der Umsetzung

Das Lied der Tiefe
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Habt ihr auch ein Thema, was ihr super spannend findet und noch DAS Buch dafür sucht, dass es zusammen mit einer richtig guten Welt vereint? Bei mir sind es die Sirenen, und ich suche leider immer noch ...

Habt ihr auch ein Thema, was ihr super spannend findet und noch DAS Buch dafür sucht, dass es zusammen mit einer richtig guten Welt vereint? Bei mir sind es die Sirenen, und ich suche leider immer noch nach ner richtig guten Sirenen Fantasy.

Ich finde die Thematik hat so viel Potential, gerade wenn eben nicht nur auf die vielleicht negative Eigenschaft hingewiesen wird, dass sie Männer in den Tod locken. Da können so gute innere Kämpfe ausgetragen, das Meer thematisiert und die Geschichte der Sirenen beleuchtet werden.

Und auch wenn natürlich manche Themen davon in dem Buch eine Rolle gespielt haben, muss ich leider sagen, dass es gar nichts für mich war. Ich suche also immer noch…

Das Grundkonzept fand ich super interessant. Die Protagonistin will ihre Macht kennen lernen und zu dem stehen was sie ist und das gepaart mit forced proximity und Kämpfen im Königreich. Sehr vielversprechend.

Aber die Umsetzung hat mir gar nicht zugesagt. Es ging leider schon damit los, dass ich nicht mit dem Schreibstil warm wurde. Durch die kurzen Sätze und die Formulierungen kam ich nur holprig durch die Geschichte und bin immer wieder drüber gestolpert. Es hat dadurch die Tiefe gefehlt.
Vielleicht konnte ich auch aus dem Grund gar keine Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Und noch dazu habe ich sämtliche Charaktere als naiv und unreif empfunden. Imogen hat so viel über sich ergehen lassen und die ganze Zeit darüber nachgedacht dagegen was zu tun. Und Halleluja wollte ich sie oft schütteln und sagen „Dann mach es, wehre dich! Setz dich durch! Tue es!“
Noch dazu fand ich nicht nur eine Szene wirklich seltsam beschrieben. Ich musste nicht nur einmal darüber nachdenken wie die Szene gemeint ist und ob das so wirklich logisch ist. Das kann natürlich auch an der Übersetzung liegen, da ich aber niemanden kenne der das Original gelesen hat, kann ich es schlecht beurteilen.

Ich kann mir vorstellen, dass andere, die den Schreibstil genossen haben, das anders empfinden, für mich hat es sich leider durchgezogen.

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