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Veröffentlicht am 24.10.2025

Komplexer und fundiert recherchierter historischer Roman 

Der Krieger und die Königin
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Zum Inhalt:
Dieser historische Roman spielt im Frühmittelalter im heutigen Bayern und Italien. Hauptpersonen sind der junge Krieger Garibald und die Langobarden-Prinzessin Waltrada.
Als sich die beiden ...

Zum Inhalt:
Dieser historische Roman spielt im Frühmittelalter im heutigen Bayern und Italien. Hauptpersonen sind der junge Krieger Garibald und die Langobarden-Prinzessin Waltrada.
Als sich die beiden zum ersten Mal begegnen, ist Waltrada eine Geisel der Franken und Garibald verhindert ihre Befreiung, ohne zu wissen, dass sie eine Geisel ist.
Später kämpft Garibald an der Seite der Ostgoten in Italien und Waltrada muss gegen ihren Willen den mächtigen Franken-König heiraten.
Doch die beiden können sich scheinbar nicht vergessen und ihre Wege kreuzen sich später wieder – was nicht nur ihre beiden Leben, sondern auch die Geschichte Deutschlands ändert.
 
 
Meine Meinung:
Mir fiel es zunächst schwer in die Handlung hineinzufinden, weil es von ungewöhnlichen und sehr ähnlich klingenden Namen von Personen nur so wimmelte, genauso wie von alten Ortsbezeichnungen rund um Flüsse, Regionen oder Städte.
Auch die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Handlungssträngen waren mir nicht so klar.
Das finde ich eher ungewöhnlich für einen Roman des Schriftstellerehepaars, die ich für ihre flüssige Erzählweise kenne und schätze.
 
Zum Glück hilft ein ausführliches Glossar ein wenig mit den ungewohnten Ortsbezeichnungen etc.
 
Ich bin dann im Laufe der Zeit besser in die Handlung gekommen, als ich mich ein wenig an das Setting und die Personen gewöhnt hatte. Vor allem Garibald war mir sehr sympathisch aufgrund seines aufrechten Charakters und seiner starken Werte.
Dennoch hätte ich mir das Leseerlebnis etwas flüssiger gewünscht, so wie ich es von den anderen Romanen von Iny Lorentz gewohnt bin.
Diese Komplexität und Sperrigkeit kenne ich von den anderen Romanen nicht.
Die Handlung zeichnet sich – wie es sicherlich für die entsprechende Zeit auch so richtig beschrieben ist – darüber hinaus durch eine große Brutalität aus, was mich beim Lesen etwas belastet hat.
 
Sicherlich ist die gründliche und fundierte Recherche hervorzuheben, die einem ermöglicht, sich gut vorzustellen, wie die Menschen zu der Zeit in Deutschland und Italien gelebt haben.
 
 
Fazit:
Insgesamt ein gut recherchierter historischer Roman. Vom Schreibstil her haben mir die vielen anderen Romane des Autorenpaares, die ich bisher gelesen habe, noch besser gefallen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Kurze Einblicke für die Klassikerziele unter den Städten in Europa

MARCO POLO MARCO POLO Hin & Weg Citytrips mit Kids
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Zum Inhalt:
Auf gut 250 Seiten stellt dieses Reisebuch Highlights für Besuche in den 25 klassischen Städten für einen Citytrip in Europa vor.
Das Buch hat neben kurzen Texten und Tipps auch zahlreiche ...

Zum Inhalt:
Auf gut 250 Seiten stellt dieses Reisebuch Highlights für Besuche in den 25 klassischen Städten für einen Citytrip in Europa vor.
Das Buch hat neben kurzen Texten und Tipps auch zahlreiche Bilder und Fotografien


Meine Meinung:
Dank der vielen Fotos ist das Buch ganz nett durchzublättern und mir gefällt auch die abwechslungsreiche Gestaltung mit unterschiedlichen Schriftarten, Schriftfarben etc., weil das Erscheinungsbild einfach sehr ansprechend ist.

Was die Auswahl der 25 Städte angeht, war keine Überraschung dabei. Es sind Klassiker wie Paris und London und die anderen üblichen Verdächtigen in Europa wie Amsterdam oder Prag.
Zu jeder Stadt gibt es eine Reihe von Tipps für Erlebnisse, Kulinarisches, Mitbringsel etc., die zum Teil ganz nett sind.
Im Großen und Ganzen kann aber der Führer natürlich bei 25 Städten und 250 Seiten immer nur einen ganz winzigen Ausschnitt bringen und bleibt dadurch sehr stark an der Oberfläche.


Fazit:
Das Buch ist ganz nett, um einen Überblick zu bekommen, aber nicht so richtig nützlich.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Interessanter Ansatz, in der Umsetzung ausbaufähig

Leading Mothers: Warum sich gerade Mütter eine Führungsposition zutrauen können
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Zum Inhalt:
Warum sind Eltern bzw. gerade Mütter besonders gut für eine Führungsposition geeignet?
Die Autorin befasst sich mit der Übertragung von Kompetenzen, die in der Elternschaft erworben wurden, ...

Zum Inhalt:
Warum sind Eltern bzw. gerade Mütter besonders gut für eine Führungsposition geeignet?
Die Autorin befasst sich mit der Übertragung von Kompetenzen, die in der Elternschaft erworben wurden, auf Führungspositionen z.B. in der Wirtschaft.
Hierbei nutzt sie zur Veranschaulichung „Bauklötze“ mit konkreten Beispielen aus dem Familien- und Berufsalltag.
Dieses Konzept soll verdeutlichen, warum Mütter mit ihren Kompetenzen besonders interessant und wertvoll für jedes Unternehmen sind.


Meine Meinung:
Ich fand die Idee zum Buch und das Konzept wirklich sehr gelungen und ich bin auch davon überzeugt, dass man mit den richtigen Beispielen gute Argumente dafür findet.
Die Autorin hat auch durchaus gelungene praxisnahe Beispiele in Familie und Job gebracht, mit denen man die Wahrnehmung der Mütter und des Umfelds in den Unternehmen schärfen kann.

Etwas gestört hat mich die manchmal recht vereinfachende Darstellung, insbesondere dass immer nur von Müttern die Rede war und die Autorin Vätern die erwähnten Kompetenzen nicht zusprach. Väter schienen hier eher eine „unterstützende, helfende Rolle“ zu spielen, keine Führungsrolle.
Auch war mir die Beziehung zum Kind manchmal sehr klischeehaft dargestellt und nicht immer auf modernen Erziehungsmethoden beruhend.

Darüber hinaus war auch der Schreibstil, den ich anfangs noch recht passend für das Thema fand, auf Dauer etwas störend weil sehr vereinfachend und wenig ausgewogen.

Ich hätte mir zu dem sehr wichtigen und gut ausgewählten Thema insgesamt eine etwas differenziertere Darstellung gewünscht. Gut finde ich hingegen, dass man ganz viel Stoff zum Nachdenken bekommt.


Fazit:
Das Buch greift ein aktuelles, sehr wichtiges Thema auf und bietet viel Stoff zum Nachdenken. In der Darstellung ist meines Erachtens noch Luft nach oben, um die Sichtweise etwas ausgewogener zu halten.

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Nette Idee mit ein paar Lücken in der Umsetzung

Emil Igel
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Zum Inhalt:
Emil Igel möchte seinen kranken Freund Nando besuchen, doch es ist ein weiter Weg und Emil findet seine Landkarte nicht.
So verläuft er sich und nimmt den Weg über den Bach und durch den Wald, ...

Zum Inhalt:
Emil Igel möchte seinen kranken Freund Nando besuchen, doch es ist ein weiter Weg und Emil findet seine Landkarte nicht.
So verläuft er sich und nimmt den Weg über den Bach und durch den Wald, über das Feld und schließlich über den steilen Hügel.
Zum Glück trifft er andere Tiere, die ihm in gefährlichen Situationen helfen, und so kommt er wohlbehalten bei seinem Freund an und kann ihm von den großen Abenteuern erzählen.


Meine Meinung:
Ich fand die Idee des Bilderbuchs sehr nett und den Klappentext sehr vielversprechend. So haben wir das Buch unserer Tochter (fast 3) auch schon einige Male vorgelesen.
Beim Vorlesen haben wir festgestellt, dass wir zusätzlich zum vorzulesenden Text immer einiges erklären müssen. Ohne den Klappentext hätte man z.B. nicht gut verstehen können, dass Emil Igel zu seinem Freund aufbricht, und warum? Welche Karte sucht er denn?
Insgesamt enthält der Text einige Lücken, die man sich zusammenreimen muss (auch anhand der Bilder).

Die Bebilderung ist sehr liebevoll und niedlich gemacht. Für unsere Tochter war allerdings auch nicht immer alles zu verstehen, weil z.B. der Igel in unterschiedlichen Schritten in der zeitlichen Abfolge auf einer Seite abgebildet ist. So kam gleich die Frage, wer denn die anderen Igel seien.

Die Botschaft rund um die Tiere, die dem Igel helfen, und wie er sich schließlich auch traut, all die Abenteuer zu bestehen, ist aber durchaus gelungen.


Fazit:
Die Idee für das Bilderbuch ist wirklich sehr nett, in der Umsetzung hätten wir uns noch mehr Sorgfalt und etwas weniger Lücken gewünscht.



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Veröffentlicht am 15.09.2023

Märchenhafte Fantasygeschichte mit sympathischer Protagonistin

Der Ruf des weißen Pfaus
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Zum Inhalt:
Feline ist alles andere als begeistert, als sie ihre Sommerferien in einem alten Herrenhaus bei ihrer Großmutter verbringen soll, an die sie sich gar nicht erinnern kann. Im großen labyrinthartigen ...

Zum Inhalt:
Feline ist alles andere als begeistert, als sie ihre Sommerferien in einem alten Herrenhaus bei ihrer Großmutter verbringen soll, an die sie sich gar nicht erinnern kann. Im großen labyrinthartigen Garten würde sie sich immer verlaufen, wäre da nicht der Junge Pavo, der ihr hilft hindurchzufinden und der auch sonst sehr nett ist. Doch für Felines Geschmack hängt er viel zu sehr an den Pfauen, die dort frei herumlaufen und die ihr so gar nicht behagen.
Doch nicht nur ist der Garten verwildert, es passieren auch sonst merkwürdige und fantastische Dinge in Haus und Garten, die Feline sich nicht mit gesundem Menschenverstand erklären kann.


Meine Meinung:
Das Buch lässt sich grundsätzlich sehr flüssig und schnell lesen und ich bin mit Feline als Protagonistin schnell warm geworden.
Mir war am Anfang allerdings nicht ganz klar, dass es sich um eine Fantasygeschichte handelt, daher war ich überrascht, dass sich immer mehr unwirkliche und märchenhafte Dinge ereignet haben.
An sich ist die hier gezeichnete Welt anfangs aber durchaus stimmig und die Geschichte besticht durch manch originellen Einfall und auch durch Situationskomik.

Pavo und Feline sind ein gutes Team und man kann sich gut vorstellen, wie die beiden gemeinsam auf ihre Entdeckungstouren gehen.

Am Ende fand ich manche Entwicklung jedoch etwas unvermittelt oder übertrieben und ich konnte mich nicht zu 100 % darauf einlassen.


Fazit:
Insgesamt eine schöne Idee für eine Geschichte, die für mich in der Umsetzung noch ein wenig Luft nach oben hat.



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