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Veröffentlicht am 15.04.2024

Schöner graphic Novelle - in vielen Bereichen aber verbesserungswürdig

Ruined
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Es ranken sich zahlreiche Spekulationen um Catherine. Berichten zufolge wurde sie in einem Gebüsch mit einem Mann angetroffen, was zu Gerüchten über ihre Unschuld führte. Ihr Ruf als Frau hat Schaden genommen, ...

Es ranken sich zahlreiche Spekulationen um Catherine. Berichten zufolge wurde sie in einem Gebüsch mit einem Mann angetroffen, was zu Gerüchten über ihre Unschuld führte. Ihr Ruf als Frau hat Schaden genommen, und es heißt, dass niemand sie mehr in dieser Hinsicht begehren würde. Andrew sieht sich aufgrund der Notwendigkeit von Catherines Mitgift gezwungen, sie als seine Frau zu akzeptieren.

Die Graphic Novel "Ruined" entführt den Leser in die faszinierende Welt der Regency Zeit, wobei das ansprechende Cover einen ersten visuellen Eindruck vermittelt. Allerdings überraschte mich der kantige Zeichenstil im Inneren des Buches im Vergleich zum weich gezeichneten Cover.
Während die Farbpalette ansprechend ist und gut harmoniert, wünschte ich mir einen detaillierteren und weicheren Zeichenstil. Die Zuordnung der Sprechblasen zu den richtigen Personen gestaltet sich vor allem in Dialogen mit mehr als zwei Personen als herausfordernd, was zuweilen für Verwirrung sorgt.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die großen Sprünge zwischen den Szenen, denen Zeitangaben wie "Drei Tage später" oder "einen Tag zuvor" fehlen. Dies erschwert das Verständnis der zeitlichen Abfolge und erzeugt Unklarheit.
Die Einsicht in die Gedanken der Charaktere könnte durch Gedankenblasen bereichert werden, und auch mehr Hintergrundwissen über die Protagonisten würde die Leserbindung stärken. Leider bleiben viele Nebenstränge oberflächlich, ohne ausreichende Vertiefung. Ein Beispiel hierfür ist Gemmas Angst vor dem Verlassen ihres Zuhauses, die nur kurz angeschnitten wird und am Ende zu schnell gelöst erscheint.
Trotz dieser Kritikpunkte konnte mich "Ruined" durchaus fesseln, obwohl es klare Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Eine gelungene Graphic Novel, die jedoch Potenzial für eine verbesserte Ausarbeitung der Handlung und Charaktere bietet.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Emotionslos und zu viel unnötig Drama

ASAP – Zweite Chance auf Liebe
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Der Schreibstil bringt bei mir die gefühle besonders zwischen Nathaniel und Siri nicht ganz rüber. Der Schreibstil besteht aus meistens haultsätze welche aneinander gereiht wurden. Er ist mir irgendwie ...

Der Schreibstil bringt bei mir die gefühle besonders zwischen Nathaniel und Siri nicht ganz rüber. Der Schreibstil besteht aus meistens haultsätze welche aneinander gereiht wurden. Er ist mir irgendwie zu "glatt".
Oft hatte ich das Gefühl daß es Szenen nur für mehr Drama gibt und diese überhaupt nichts zur Geschichte beitragen
Da ich nicht wirklich in der K-pop bubble dirnnen bin , hätte ich viele Verständnis Probleme bei Fachbegriffen, die aber auch nicht erklärt wurden. Ich hätte mir eine kurze Zusammenfassung der unbekannten Wörter am Ende des Buches gewünscht. Da ich sehr oft googeln musste, hat mich das süß dem Lesefluss gerissen.
Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt, es wäre vielleicht eher etwas für Leute die sich sehr gut mir K-pop und koreanische Kultur auskennen.



Der Cover spricht mich total an. Ich finde cartoonartige Charaktere super, und die Farbpalette passt einfach perfekt zusammen. Es sieht einfach harmonisch aus.
Aber der Schreibstil hat mich emotional nicht wirklich abgeholt, besonders wenn es um die Beziehung zwischen Nathaniel und Siri ging. Die Sätze waren meistens recht kurz und aneinandergereiht, wodurch es mir ein bisschen zu "glatt" wirkte – fast schon emotionslos. Ich habe die Tiefe zwischen den Charakteren vermisst.
Außerdem hatte ich oft den Eindruck, dass einige Szenen nur eingebaut wurden, um Drama zu erzeugen, ohne wirklich etwas zur Geschichte beizutragen.
Und weil ich nicht in der K-Pop-Bubble drin bin, hatte ich echt Probleme mit den Fachbegriffen. Die wurden auch leider nicht erklärt, und das hat mich richtig gestört. Ich hätte mir echt eine kleine Übersicht oder ein Glossar am Ende gewünscht, damit ich nicht ständig googeln muss. Das hat meinen Lesefluss echt kaputt gemacht.
Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt. Ich glaube, es ist eher was für Leute, die schon total in die K-Pop-Szene und die koreanische Kultur eintauchen können. Für mich war es leider nichts.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Spannende Grundidee, aber mangelnde Umsetzung : zu viele Nebenstränge und wenig Tiefe der Charaktere

A Tempest of Tea
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Das Spindrift von Arthie ist bei Tag ein Teehaus und bei Nacht gehen dir vampire dort Blut trinken. Die Idee hat mich von Anfang an fasziniert, aber leider wurde es nicht so toll umgesetzt. Lieder muss ...

Das Spindrift von Arthie ist bei Tag ein Teehaus und bei Nacht gehen dir vampire dort Blut trinken. Die Idee hat mich von Anfang an fasziniert, aber leider wurde es nicht so toll umgesetzt. Lieder muss das Spindrift bald geschlossen werden, also legt Arthie selbst Hand an um die Teestube zu retten.
Das Worldbuilding des Buches ist für mich einer der herausragendsten Aspekte. Der sehr bildhafte und sogar ein wenig poetische Schreibstil ermöglicht es mir, mich mühelos in die White Roaring einzufühlen. Es gab jedoch meiner Meinung nach zu viele Nebenhandlungen, die vom Hauptplot ablenkten, und es fehlte ein klarer roter Faden. Oft wurden Dinge kurz erwähnt, nur um dann nie wieder aufgegriffen zu werden. Daher musste ich manche Passagen im Hörbuch 4-5 Mal hören, um sie wirklich zu verstehen. Eine emotionale Bindung zu den Charakteren konnte ich nicht wirklich aufbauen, da ihnen etwas Tiefe fehlte. Es gab keine wirklichen tiefgründigen Gespräche, sondern eher oberflächliches "Geschwafel". Positiv fand ich jedoch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde. Arthie wird als überaus cleverer Verbrecher dargestellt, was ich jedoch anzweifle, da viele Pläne der Gruppe schiefgingen und die Planung oft dem Motto "wird schon irgendwie klappen" folgte. Es gab nicht viele überraschende Wendungen, da ich als Leser bereits bei der Planung des Raubzugs dabei war. Den Sprecher fand ich grundsätzlich gut, abgesehen von einigen Wörtern, die er merkwürdig ausspricht. Das war manchmal etwas unangenehm zu hören.

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