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Veröffentlicht am 19.04.2018

Eine Erbschaft in Italien

Eine Liebe in Apulien
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Inhalt:
Viola hat das heruntergekommene Haus ihrer verstorbenen Großmutter in Apulien geerbt. Zur Überraschung ihrer Eltern und Freunde verkauft sie das Anwesen nicht, sondern sie beginnt es zu renovieren, ...

Inhalt:
Viola hat das heruntergekommene Haus ihrer verstorbenen Großmutter in Apulien geerbt. Zur Überraschung ihrer Eltern und Freunde verkauft sie das Anwesen nicht, sondern sie beginnt es zu renovieren, um in Apulien zu bleiben und eine Pension aufzubauen. Doch irgendjemand scheint etwas dagegen zu haben und legt ihr Steine in den Weg.

Meine Meinung:
Dieser Debütroman ist eine gute Mischung zwischen Sommer- und Liebesroman mit ein klein wenig Krimianteil. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und schön zu lesen, so dass das Buch insgesamt wirklich unterhaltsam ist.
Es handelt sich um einen Frauenroman, der mit seinen schönen Landschaftsbeschreibungen Lust auf Italien macht. Es geht um Familie, Zukunftspläne und Existenzaufbau weit weg von der Heimat, und es ist eine kleine Romanze mit eingebaut. Zudem wird auch etwas Spannung aufgebaut, da der Roman auch einige Krimi-Elemente enthält.

Die Protagonisten waren gut gezeichnet und gut dargestellt, allerdings kamen trotzdem nicht alle so ganz authentisch und realistisch bei mir an. So hatte ich beispielsweise mit Aris meine Probleme, den ich zwar sehr mochte, aber irgendwie hat es bei mir nicht so gepasst mit Professorensohn und Maurer. Es war einfach nicht so ganz authentisch für mich.
Das Buch gewinnt auch noch zusätzlich etwas an Tiefe, da es auch um Krankheiten geht. So spielt eine junge Frau, die im Rollstuhl sitzt eine Rolle und außerdem ein Junge mit Asperger-Syndrom ist ein Nebenprotagonnist.

Stellenweise gab es dann aber doch ein paar Längen im Roman, die mich zum Überfliegen animiert haben. Aber insgesamt gesehen, ein schöner und unterhaltsamer Sommerroman mit etwas Spannung, der Lust auf Italien macht.

Veröffentlicht am 07.04.2025

süßes Pappbilderbuch, aber der pädagogische Nutzen kommt zu kurz

Zeigt her eure Zähne!
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„Zeigt her eure Zähne“ ist ein kleines handliches Pappbilderbuch von Daishu Ma. Das Original ist im Englischen erschienen und die deutschsprachige Ausgabe bei Fischer Sauerländer. Das Büchlein umfasst ...

„Zeigt her eure Zähne“ ist ein kleines handliches Pappbilderbuch von Daishu Ma. Das Original ist im Englischen erschienen und die deutschsprachige Ausgabe bei Fischer Sauerländer. Das Büchlein umfasst 24 stabile Pappseiten. Die Altersempfehlung ist ab 2 Jahren. Dementsprechend ist das Buch klein und für Kleinkinderhände gut geeignet.

Es handelt sich um eine lustige Geschichte um die Zähne und ums Zähneputzen. Man sieht viele Tiere und wie unterschiedlich ihre Zähne sind. So hat der Löwe spitze Zähne, das Flusspferd runde, oder die Fledermaus scharfe Zähne. Es ist bei jedem Bild ein kleiner Satz dabei, der vorgelesen werden kann. Ganz am Ende des Buches putzen alle gemeinsam die Zähne und auf der letzten Seite lächeln sie gemeinsam.

Das Buch ist süß gemacht und farbenfroh gestaltet. Die Illustrationen sind wirklich schön. Allerdings habe ich mir von einer Zahnputzgeschichte etwas mehr an pädagogischem Nutzen gewünscht. Die Wichtigkeit des Zähneputzens kommt nur ganz zum Schluss und nur auf einer Seite. Das finde ich ein wenig zu knapp gehalten, da es mit den Kleinkindern häufig Diskussionen ums Zähneputzen gibt.

Trotzdem ist das Buch ein Hingucker und mit seinen süßen Illustrationen werden die Kleinen sicher Spaß daran haben.

Veröffentlicht am 20.03.2025

schöner Erfahrungsbericht

Mein wunderbarer Cottage-Garten
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Mein wunderbarer Cottage Garten“ ist von der Gewinnerin des Deutschen Gartenbuchpreises und Gartenhistorikerin Isabelle Van Groeningen geschrieben. Das Buch ist im Insel-Verlag erschienen und umfasst 252 ...

Mein wunderbarer Cottage Garten“ ist von der Gewinnerin des Deutschen Gartenbuchpreises und Gartenhistorikerin Isabelle Van Groeningen geschrieben. Das Buch ist im Insel-Verlag erschienen und umfasst 252 Seiten.

Isabelle von Groeningen weiß, wovon sie schreibt. Nach ihrem Studium an der Royal Botanic Gardens of Kew in London und anschließender Promotion an der Uni York gründete sie 2008 die Gartenschule an der Königlichen Gartenakademie in Berlin - Dahlem und leitet diese. Die Autorin vor 30 Jahren aus einem leblosen Gartengrundstück ein blühendes Paradies gemacht. Es war ihr wichtig, dass es nicht nur schön aussieht, sondern zugleich auch der Natur genügend Raum zum Leben und Entwickeln geboten wird. Ihr Motto lautete: „Mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie zu kämpfen, die Natur im Garten zuzulassen“.

Isabelle Van Groeningen hat ihren Cottage-Garten so angelegt, dass er schön aussieht und viele Blühpflanzen und Blumen beinhaltet. Trotzdem sollte er in erster Linie den Zweck des Cottage Gartens erfüllen und ausreichend Obst und Gemüse liefern. Zugleich sollte er auch nachhaltig sein und es sollen zum Gärtnern möglichst natürliche, biologisch abbaubare Materialien verwendet werden.

In diesem Buch lässt sie einem an ihremTraum und der Verwirklichung teilhaben. Es handelt sich um eine Mischung aus Erfahrungsbericht und Sachbuch. Man findet auch einige Anleitungen und Pflanzpläne, aber der Sachteil rückt ein wenig in den Hintergrund zugunsten des Erfahrungsberichts. Teilweise sind mir diese Texte zu lang und zu sehr ins Detail gehend gewesen. Sehr schön fand ich es, dass es zu Beginn einen ausklappbaren Plan des Grundstücks mit allen Gartenbereichen gibt.

Gestalterisch hat mich das Buch nicht so ganz überzeugt. Die Fotos hätten sicher noch etwas ansprechender sein können. Aber trotzdem merkt man beim Lesen die Liebe der Autorin zum Farten und Gärtnern.

Fazit: Eine schöne Idee, allerdings als Gartenratgeber nicht so sehr geeignet. Es handelt sich eher um eine Gartengeschichte, die für Gartenliebhaber sicher sehr interessant ist. Zudem liest sich das Buch sehr gut.

Veröffentlicht am 04.06.2024

schöner leichter Sommerroman

Sommer ist meine Lieblingsfarbe
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Ava hat mit ihren 43 Jahren meiner Meinung nach ein schönes Leben. Sie hat einen liebevollen Mann und drei Kinder, sowie ein Häuschen in Hamburg in Deichnähe. Trotzdem bekommt sie eine Midlifecrisis und ...

Ava hat mit ihren 43 Jahren meiner Meinung nach ein schönes Leben. Sie hat einen liebevollen Mann und drei Kinder, sowie ein Häuschen in Hamburg in Deichnähe. Trotzdem bekommt sie eine Midlifecrisis und ist mit ihrem Leben nicht mehr so ganz zufrieden. Genau zu dieser Zeit meldet sich ihr erster Freund Pinto. Lest selbst, wie sie damit umgeht.

Das Cover und der Titel haben mir so richtig Lust auf das Buch gemacht.

Der Roman liest sich sehr lebendig und unterhaltsam. Die Grundidee mit der Midlifecrisis fand ich auch sehr gut. Allerdings wurde ich mit Ava zu keiner Zeit so richtig warm. Irgendwie konnte ich sie nicht so wirklich verstehen und sie kam mir etwas naiv und unrealistisch vor. Aber vermutlich ist das nur meine Einstellung. Sicher gibt es Frauen, die so wie Ava Zweifel haben und in einer Krise stecken. Sehr gut hat mir wiederum gefallen, dass sie zu dieser Zeit anfängt, ihre Träume zu verwirklichen und ihr Leben selbst in die Hand nimmt, um es etwas sinnvoller und schöner zu gestalten.

Der humorvolle Schreibstil mit etwas Tiefgang dahinter hat mir gut gefallen, so dass sich das Buch locker, leicht und unterhaltsam liest. In der Ich-Form wird die Handlung aus Sicht von Ava geschildert. Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe aus der Vergangenheit, die mit „Er“ übertitelt sind. Trotzdem hätte man die 461 Seiten um einiges schrumpfen können, insbesondere in der ersten Hälfte.

Fazit: Auch wenn es mich nicht zu hundert Prozent begeistern konnte, so hat mir das Buch doch gute Leseunterhaltung geschenkt und auch ein wenig zum Nachdenken angeregt.

Abschließen möchte ich meine Rezension mit einem schönen Zitat von S. 297: „Ich denke, du musst endlich anfangen, dich selbst glücklich zu machen, statt zu erwarten, dass andere es tun.“

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Veröffentlicht am 29.10.2023

ich bin hier etwas zwiegespalten

Inside Strafjustiz
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Patrick Burow ist amtierender Strafrichter und lässt den Leser hier hinter die Kulissen der Gerichte schauen. Man darf sozusagen in den Gerichtsalltag hineinschauen.

Das Buch liest sich gut. Patrick Burow ...

Patrick Burow ist amtierender Strafrichter und lässt den Leser hier hinter die Kulissen der Gerichte schauen. Man darf sozusagen in den Gerichtsalltag hineinschauen.

Das Buch liest sich gut. Patrick Burow plaudert aus dem Nähkästchen und bringt viele Fallbeispiele. Diese fand ich absolut interessant zu lesen.

Es wird auch Kritik am Rechtssystem geübt. Auch hier fehlt es an Personal und Geld. Beim Lesen bekam ich teilweise Zweifel, ob die Urteile immer richtig sind. Diese Passagen der Fallbeispiele haben mir richtig gut gefallen und ich fand sie sehr interessant zu lesen.

Manche -eher sachliche- Stellen wurden restlos überzogen und da hat mir der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt. So möchte ich als Beispiel S. 29 nennen, als es um das Jurastudium geht. Die universitären Bibliotheken werden als „kilometerlange, berstende Regale voller halb verwester Jurabücher“ bezeichnet. Und die Studenten in den Bibliotheken als „partner- und fernseherlose Streber“. Das fand ich sehr unzutreffend und auch gar nicht witzig. Da ich mich mit der Materie gut auskenne, kann ich auch sagen, dass es ein komplett falsches Bild vermittelt.

Von daher hat das Buch für mich 2 sehr unterschiedliche Teile. Den Part mit den Praxisbeispielen fand ich sehr interessant, aber da es sich doch um ein Sachbuch handelt, hat mir der Informations- und Sachbuchanteil nicht gefallen, weil er einfach zu flapsig geschrieben ist.

Fazit: Insgesamt ist das Buch interessant zu lesen. Ich kenne Patrick Burow von seinen Krimis her und kann sagen, dass mir die Krimis deutlich besser gefallen.