Cover-Bild Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
Band 1 der Reihe "Wächter der Magie"
(22)
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: arsEdition
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Ersterscheinung: 30.08.2024
  • ISBN: 9783845856490
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Lisa McMann

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)

Doris Attwood (Übersetzer)

Der Beginn eines Abenteuers um Kreativität, Anderssein und Mut …
Ein preisgekröntes Fantasy-Abenteuer der New-York-Times-Bestseller-Autorin Lisa McMann. Der erste Band einer Serie um Fantasie, Magie und Kreativität mit jeder Menge Spannung für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.  
Ein Land, in dem Kreativität verboten ist. Zwei Brüder, die alles verändern werden.
In Quill werden alle Dreizehnjährigen bei einem gefährlichen Ritual in "Gewollte" und "Ungewollte" eingeteilt. Die Ungewollten, die künstlerisch begabt sind, werden von der Gesellschaft ausgeschlossen. Als die Zwillinge Aaron und Alex bei der Zeremonie getrennt werden, stürzt ihr Leben in Chaos. 
Denn Alex ist ein Ungewollter ... 
Doch ihn erwartet eine Überraschung: Er kommt nach Artimé, einen geheimen und magischen Ort. Hier werden die Ungewollten unterrichtet. Endlich findet Alex ein Zuhause und Freunde. Doch Aaron und Alex stehen nun auf gegnerischen Seiten, und ein Kampf entbrennt, der das Überleben von Artimé entscheidet ...
 "Die Tribute von Panem meets Harry Potter." Kirkus Reviews

- Das perfekte Geschenk: Mitreißender Lesestoff für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren 
- Atemberaubend spannende Fantasy: Fans von "Keeper of the Lost Cities", "Die Tribute von Panem" und "Harry Potter" werden dieses Buch verschlingen.
- Spannend und voller Abenteuer: Ein Jugendbuch voller Überraschungen und unvorhergesehener Wendungen, das fesselt und zum Weiterlesen animiert.
- Tiefgründige Themen: Anderssein, Toleranz, Freundschaft und Mut werden in dieser Reihe behandelt. Beim Lesen stellen sich wichtige Fragen zu Themen wie Gerechtigkeit, Macht und Verantwortung.
- Bestärkende Botschaft: Die Bücher beschreiben eine magische Welt voller Wunder und Abenteuer. Sie regen dazu an, die eigene Fantasie und Kreativität zu nutzen, sich selbst zu akzeptieren und für seine Rechte einzutreten. 


Alle Bände dieser Reihe:
Band 1: Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé
Band 2: Wächter der Magie – Die zwei Schicksale
Band 3: Wächter der Magie –  Die Feuerinsel
Band 4: Wächter der Magie – Insel der Legenden
Weitere Bände sind in Planung.
 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2024

Teils brutal, teils langatmig

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Ich lese sehr gerne fantastische Kinder-und Jugendbücher, die mich auch als Erwachsene noch in den Bann ziehen können. Das Cover hat mir gleich gefallen, hat mich der untere Teil doch etwas an die "Land ...

Ich lese sehr gerne fantastische Kinder-und Jugendbücher, die mich auch als Erwachsene noch in den Bann ziehen können. Das Cover hat mir gleich gefallen, hat mich der untere Teil doch etwas an die "Land of stories" Reihe erinnert, die ich sehr liebe! Auch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich wollte daher unbedingt mehr über diese Geschichte wissen.

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Reihenauftakt, wir begleiten Alex der in Quill lebt. In diesem Land werden dreizehnjährige einem Ritual ausgesetzt, dieses teils sie „Gewollte“ und „Ungewollte“ ein. Alex wird ein Ungewollter, sein Zwillingsbruder bleibt als Gewollter bei seinen Eltern. Die künstlerisch begabten Ungewollten werden von der Gesellschaft eliminiert heißt es. Doch ihn und die anderen Ungewollten erwartet eine Überraschung: sie gelangen nach Artimé, einen geheimen und magischen Ort und werden dort unterrichtet. Doch Alex und sein Zwillingsbruder stehen nun auf unterschiedlichen Seiten, und ein Kampf scheint unvermeidbar!

Der Schreibstil eignet sich meiner Meinung nach noch nicht für 10jährige Kinder, das Ritual und auch die Kämpfe am Ende werden doch sehr brutal und bedrückend beschrieben und die Altersempfehlung würde ich daher auf mindestens 12 Jahre hochsetzten. Anfangs bin ich als Erwachsene gut in die Geschichte reingekommen und obwohl es brutal zugeht fand ich es auch fanszinierend und war gespannt wie es mit den Gewollten und den Ungewollten jeweils weitergeht. Die Welt Quill wurde von der Autorin sehr gut beschrieben und dieses Gefühl einer Diktatur wo die Entscheidungsträger alle Macht haben hat schon etwas an die Tribute von Panem erinnert. Artime hingegen wird sehr fantasievoll als ein Ort der Kreativität geschildert und ist farbenfroh und voller Hoffnung gewesen. Anfangs fand ich diese Welt sehr faszinierend und toll, aber bald hat mich die Geschichte hier leider etwas losgelassen und es gab immer wieder langatmige Passagen, obwohl mir die Idee insgesamt gut gefallen hat, dass durch Kreativität und Fantasie etwas schönes entstehen kann.

Während des Rituals habe ich sehr mit Alex mitgefiebert und war gespannt wie er sich im Unterschied zu Aaron, seinem Zwilling, entwickeln wird, aber ich wurde leider nicht richtig warm mit ihm und er blieb immer auf Distanz. Auch die anderen Charaktere des Buches fand ich eher kühl und distanziert als Leser und eine wirkliche Sympathie oder gar dass sie mir ans Herz gewachsen wären, hat sich leider nicht ergeben.

Einerseits mag ich die Idee des Buches, die Jugendliche auch zum Nachdenken anregen kann. Wie ist es in einer Diktatur zu leben, wofür lohnt es sich zu kämpfen und was passiert wenn man einigen zu viel Macht gibt? Aber einerseits war mir das Buch für Kinder doch sehr brutal an manchen Stellen, zum anderen gab es meiner Meinung nach auch zu viele langatmige Passagen um mich wirklich zu begeistern.

Fazit: Eingeschränkte Empfehlung für Kinder die magische Geschichten verbunden mit Kreativität mögen. Hier sollten die Eltern vielleicht besser mitlesen um dann mit den Kindern gemeinsam über die Handlung sprechen zu können. Alleine lesen erst für Kinder ab ca. 12 Jahren, meiner Meinung nach.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Dystopie - magisch - düster - deprimierend

1

Die Wege der Zwillinge Aaron und Alex trennen sich am Tag ihrer Einteilung in „Gewollter“ und „Ungewollter“. Aaron strebt ein Leben im Palast der Königin der tristen Welt Quill an. Alex wird der „Liquidation“ ...

Die Wege der Zwillinge Aaron und Alex trennen sich am Tag ihrer Einteilung in „Gewollter“ und „Ungewollter“. Aaron strebt ein Leben im Palast der Königin der tristen Welt Quill an. Alex wird der „Liquidation“ übergeben. Aber - oh Wunder - dies bedeutet nicht das Ende, sondern den Anfang eines kreativen Lebens in der bunten Welt von Artimé. Allerdings heißt dies dort auch, sich auf den unausweichlichen Kampf gegen Quill vorzubereiten.
Werden ehemalige Familienmitglieder im Krieg gegeneinander antreten?

Das Beste an diesem Buch war die Idee, die Magie, die in der fantastischen Welt existiert, aus Kreativität entstehen zu lassen. Die Charaktere erkunden nach Ankunft in Artimé ihre kreativen Eigenschaften und perfektionieren Fähigkeiten wie Singen, Malen, Schreiben und Schauspielerei. Unter Einsatz dieser künstlerischen Tätigkeiten wirken sie, teils unter zu Hilfenahme von zusätzlichen Worten und Sätzen, Magie. Leider benutzen die Hauptpersonen diese Magie zumeist nur, um Waffen zu erschaffen. Aus solch einer tollen Idee hätte die Autorin wirklich mehr machen können. Das Potential der magischen Kreativität wurde nicht voll ausgeschöpft. Obwohl es der Autorin selbst an Kreativität nicht mangelt, denn sie hat imposante fantastische und doch lebendige Steinfiguren als Sidekicks entworfen. Da das Buch mit dem Satz „Die Tribute von Panem meets Harry Potter“ beworben wird, wollte ich es lesen. Dummerweise enthält die Story sehr wenig von „Harry Potter“, dafür ist sie sehr dystopisch. Für mich war der Text sogar an vielen Stellen zu deprimierend. Die Geschichte erzählt von Krieg, Gewalt und negativen Emotionen. Die oberflächlich beschriebenen Charaktere entwickeln nur flache zwischenmenschliche Beziehungen. Besonders das Verhältnis von Erwachsenen und Kindern ist problematisch beschrieben. Es herrscht ein Ungleichgewicht, Vorbildfunktionen werden nicht bedient, Unterstützung beim Erwachsenwerden Fehlanzeige, außerdem werden alle Personen in ihrem Gefühlschaos allein gelassen. Dieses Buch wird sicherlich seine Liebhaber finden, aber ich zähle nicht dazu. Die Geschichte war so gar nicht mein Fall. Alle weiteren Bände, die sich mit der Welt von Quill und Artimé beschäftigen, werde ich nicht lesen.

Wem soll ich dieses Buch empfehlen?
Ich weiß es nicht so recht. Am ehesten werden wohl hartgesottene Dystopie-Anhänger dieses Buch gerne lesen. Sie sollten sich allerdings auf ein deprimierendes Setting, viel negatives Kriegsgeschehen und grausiges Gemetzel gefasst machen.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Ein fantasievolles Abenteuer

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Wächter der Magie ist ein Fantasy Abenteuer für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.
Die Zwillinge Aaron und Alex leben in Quill, dort sind Kreativität und Fantasie unerwünscht und alle Kinder müssen im Alter ...

Wächter der Magie ist ein Fantasy Abenteuer für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.
Die Zwillinge Aaron und Alex leben in Quill, dort sind Kreativität und Fantasie unerwünscht und alle Kinder müssen im Alter von 13 Jahren an einem Ritual teilnehmen, das ihr weiteres Schicksal bestimmt. Denn wer sich als ungewollt herausstellt, wird exekutiert...

Wächter der Magie ist eine spannende Geschichte über Freundschaft, einzigartige Talente und die Kraft der Fantasie. Quill ist ein trostloser Ort, an dem Gefühle unterdrückt werden und kein Raum für eigene Gedanken und Sehnsüchte bleibt. Im Gegensatz dazu offenbart der geheime Ort Artime eine magische Welt voller Wunder und fantastischer Wesen. Als die Zwillinge getrennt werden, findet Alex dort ein neues Zuhause, schließt zum ersten Mal Freundschaften und entwickelt ein künstlerisches Talent, aber seine Freude ist nur von kurzer Dauer, denn es bahnt sich ein Kampf an und die Brüder stehen auf gegnerischen Seiten.
Die Geschichte steckt voller fantastischer Ideen, aber der Schreibstil ist wenig ansprechend, denn viele Adjektive, Aneinanderreihungen und Erklärungen lassen wenig Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. In Artime ist alles neu und unbekannt, die Kinder dürfen zum ersten Mal ihre Gefühle und Kreativität ausleben und es wäre bezaubernd gewesen, dies als Leser/in mitzuerleben, doch das Geschehen wird hauptsächlich geschildert und ist kaum erlebbar, wodurch man nur schwer eine Verbindung zu den Figuren aufbauen kann, zumal diese recht blass bleiben. So besticht die Geschichte vor allem durch eine originelle magische Welt und einen spannenden Konflikt zwischen Konformität und Individualität.
Alles in allem ein fantasievolles Abenteuer, das nicht durchgehend zu fesseln vermag und dessen Erzählweise Geschmackssache ist.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Hinterlässt bei mir hin und wieder ein ungutes Gefühl

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Die Zwillinge Aaron und Alex leben in Quill, einem grauen Land, das von der Hohepriesterin Justine mit harter Hand regiert wird. Alle dreizehnjährigen Kinder müssen sich dem Tag der Tilgung stellen, an ...

Die Zwillinge Aaron und Alex leben in Quill, einem grauen Land, das von der Hohepriesterin Justine mit harter Hand regiert wird. Alle dreizehnjährigen Kinder müssen sich dem Tag der Tilgung stellen, an dem sie in Gewollte, Notwendige und Ungewollte eingeteilt werden. Die Ungewollten werden noch am selben Tag aus Quill entfernt und liquidiert.

Nun ist der Tag gekommen, an dem sich Aaron und Alex der Tilgung stellen müssen, wobei Aaron als Gewollter, Alex aber als Ungewollter bestimmt wird. Alex wird umgehend mit einer Reihe anderer Kinder der Liquidierung zugeführt, stellt aber bald fest, dass diese doch anders aussieht, als erwartet.

Im Mittelpunkt stehen hier starke Gegensätze, aber auch vermeintliche Gemeinsamkeiten, zum Beispiel die zwischen Zwillingen, die Verbindung zwischen Aaron und Alex wird hier sehr auf die Probe gestellt, aber auch die Unterschiede zwischen ihnen klar. Der große Gegensatz zwischen Quill und Artimé ist der zentrale Bestandteil der Geschichte. Dabei gibt es eine klare Schwarz-Weiß-Zeichnung, die aber auch unterbrochen werden kann, auf beiden Seiten gibt es Abweichungen, wie sie auch im wahren Leben natürlich sind.

Ich hatte während des Lesens hin und wieder ein ungutes Gefühl. Sicher, die Geschichte hat viele Bausteine, die wichtig sind, gerade heutzutage. Quill und seine Regentin erinnern nicht ohne Grund an eine Diktatur, in der man nicht leben wollte. Im Gegensatz dazu lebt man in Artimé ein freies Leben, scheinbar. Was man in Artimé nämlich offenbar nicht tut, ist, miteinander über Probleme zu reden, vor allem die Erwachsenen hätten hier eine Verpflichtung, der sie aber nicht nachkommen. Alex' Probleme, die er nach und nach entwickelt, hätten aufgefangen werden müssen. Und nicht nur seine.

Erzählt wird meiner Meinung nach nicht gerade spannend, für mich hat der Roman einige Längen, die vor allem auf die Zielgruppe abschreckend wirken könnte. Über die einfließende Phantasie kann man dagegen nicht meckern, ich finde es sehr originell, über die kreativen Fähigkeiten der Kinder zu magischen zu kommen, seinen sie musikalisch, zeichnerisch oder darstellend. Leider wird das Ganze vor allem angreifend und für Waffen verwendet, denn man erwartet eines Tages einen Angriff aus Quill und will gewappnet sein. Und wie es Waffen so an sich haben, sie können töten, auch hier, obwohl das vielleicht gar nicht nötig wäre.

Gefallen haben mir die magischen Wesen, die man hier antreffen kann, nicht nur einen lebenden steinernen, Geparden oder eine Mischung aus Oktopus und Krokodil, sondern auch die Kommunikationstafeln, die eigene Persönlichkeiten sind.

Die Charaktere bleiben meiner Meinung nach zu sehr an der Oberfläche, im Grunde lernt man sie kaum kennen. Sicher, es handelt sich hier um ein Kinderbuch, laut Verlag ab 10 Jahre, aber auch in Kinderbüchern können Charaktere tiefergehend gezeichnet werden.

Die Altersangabe finde ich persönlich ein bisschen zu niedrig. Ab 12 oder 13 hielte ich für sinnvoller, schon wegen der von mir bereits erwähnten Problematik und weil sich dadurch eher Identifikationsmöglichkeiten ergeben. Sicher wird es Zehnjährige geben, die reif genug dafür sind, aber das wissen deren Eltern dann sowieso. Für Erwachsene halte ich den Roman zudem nur bedingt geeignet, man sollte seine Kinder damit aber nicht alleine lassen, und ihn daher auch lesen, da es Gesprächsbedarf geben könnte.

Leider hinterlässt der Roman bei mir hin und wieder ein ungutes Gefühl. Was das Phantastische angeht, gibt es zwar nichts zu meckern, mir fehlt es aber etwas an Charakterzeichnung, vor allem kritisiere ich das fehlende Gesprächsmiteinander und den Fokus auf die Waffenfähigkeit der Magie.

Veröffentlicht am 28.11.2024

Das geheime Reich der Ungewollten

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Cover:
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Das Titelbild hatte eine magische Anziehungskraft auf mich. Vor allem der fliegende, steinerne Gepard weckte meine Neugier und ließ auf ein spannendes Abenteuer hoffen.

Inhalt:
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"Ein ...

Cover:
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Das Titelbild hatte eine magische Anziehungskraft auf mich. Vor allem der fliegende, steinerne Gepard weckte meine Neugier und ließ auf ein spannendes Abenteuer hoffen.

Inhalt:
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"Ein leichter Windhauch wehte über die steinernen Mauern und durch den Stacheldrahthimmel, an jenem Tag, an dem Alex Stowe getilgt werden würde. Alex stand wartend auf dem staubigen Zentralplatz von Quill und spürte, wie die sanfte Brise den Schweiß auf seiner Oberlippe kühlte. Sein Zwillingsbruder Aaron stand neben ihm, ihre Eltern hinter ihnen. Ringsum versammelt war das Volk von Quill – wartend, starrend, den leeren Ausdruck schlafender Fische auf den Gesichtern."

Die Zwillinge Aaron und Alex Stowe wachsen bei ihren Eltern im Ort Quill auf. Alle unterstehen dort der Autorität von Hohenpriesterin Justine. Diese verlangt von ihren Untertanen uneingeschränkten Gehorsam und Loyalität. Kreativität wird bestraft, Arbeit gefördert und alle Alten und Schwachen werden aus der Gesellschaft durch "Tilgung" ausgesondert. Nur die "Gewollten" und "Notwendigen" dürfen bleiben. Jeder Dreizehnjährige wird einer Auswahl unterzogen, bei der diejenigen, die bis zu diesem Zeitpunkt ausreichend Verstöße gegen das System begangen haben, als "Ungewollte" eliminiert werden. Während Aaron linientreu war, soll Alex getilgt werden. Doch überraschenderweise stirbt er nicht, sondern landet in Artimé, einem magischen Land, geführt von Mr. Today. Dort bekommen die Kinder die Chance auf ein weiteres Leben voller Magie und Kreativität. Doch als dieses Land von den Quillern entdeckt wird, entbrennt ein tödlicher Kampf zwischen den Bewohnern.

Mein Eindruck:
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Die Geschichte klang sehr vielversprechend. Insbesondere der Vergleich mit Werken wie Harry Potter o. Ä. hatte meine Neugierde, aber auch eine hohe Erwartungshaltung geweckt.
Um es vorwegzunehmen: Diese Erwartungshaltung konnte leider nicht erfüllt werden.

Es fällt mir schwer, auszumachen, woran es genau lag, dass das Werk mich nicht packen konnte. Es gab viele gute Ansätze, wie die Magie durch Kreativität, die lebendigen Statuen, die Portalröhren uvm. Es gab auch ein paar amüsante Szenen. Des Weiteren wird leichte Spannung aufgebaut, weil man wissen möchte, welche Rolle einige der neuen Bewohner Artimés spielen, welche Absichten Justine verfolgt und letztendlich der Kampf zwischen den beiden Ländern nach der Enttarnung Artimés. Ich betone bewusst "leichte" Spannung, denn diese wird nur stellenweise aufgebaut, dann verliert sich die Handlung wieder in Nebensächlichkeiten oder das Spannungselement wird relativ schnell aufgelöst, ohne dass man weitere Hintergründe erfährt. Vom Ansatz und der Grundidee gefiel mir das Buch, die Umsetzung konnte mich jedoch nicht überzeugen. Die Hintergründe von Quill werden nicht richtig deutlich. Außer dass Justine die Macht behalten will, erfährt man nicht viel über ihre Motivation und die Gründe für einzelne Maßnahmen. Auch die Charaktere werden viel zu oberflächlich und eindimensional dargestellt und sind in Gut und Böse eingeteilt. Ich konnte zu keiner Person Sympathie aufbauen oder Empathie empfinden. Es wirkte alles zu konstruiert und zu sehr gewollt. Im Vergleich zu Harry Potter und Co. fehlt hier die Detailverliebtheit und die Mühe, die Welten vollständig zu erschaffen. Mr. Today soll zwischenzeitlich an Dumbledore erinnern, aber seine Auftritte wirken auf mich oft eher naiv-fröhlich als weise.

Des Weiteren wird die Geschichte von vielen Kampfszenen durchzogen. Die Artimér kämpfen auch in Testkämpfen gegeneinander und einige von ihnen üben sogar Todeszauber. Das passte für mich nicht zu den dagegenstehenden, gewollt humorvollen Szenen, die damit immer wieder abwechseln.

"Auch ihre hinter Simbers fantastischem Schild geschützten Mitstreiter trafen ihre Ziele perfekt, obwohl sich einige von ihnen mit von Querschlägern verursachten Wunden zurückfallen lassen mussten, während die Trupps in Artimé den Feind mit Feuerballdrachen, stechenden Monologen, Spritzfarbe, Feuerschritten, Juckkleber, Schlaggedichten, Fächerclips, Schlitzgesang und blendenden Farblichtern bombardierten. Und diejenigen, die kein Problem damit hatten, ihren Feinden tödliche Fechtwunden zuzufügen, streckten ihre Gegner mit dem gefürchteten Shakespeare’schen Theaterfluch nieder."

Insgesamt konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, und von den weiteren Bänden werde ich absehen.

Fazit:
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Guter Ansatz, schlechte Umsetzung. Leider bleibt zu vieles an der Oberfläche und verliert sich in eindimensionalen Darstellungen.

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