24 (+1) Tage in New York
Mistletoe Moments. Ein Adventskalender. Lovestorys für 24 Tage plus Silvester-SpecialMistletoe Moments verspricht winterlich, (vor-)weihnachtliche Kurzgeschichten aus New York, die ans Herz gehen. Sechzehn Autor:innen haben sich am buchigen Adventskalender beteiligt und 16 verschiedene ...
Mistletoe Moments verspricht winterlich, (vor-)weihnachtliche Kurzgeschichten aus New York, die ans Herz gehen. Sechzehn Autor:innen haben sich am buchigen Adventskalender beteiligt und 16 verschiedene Kurzgeschichten erschaffen. Jeden Tag lässt sich ein Kapitel lesen, viele Geschichten sind jedoch auf zwei Kapitel aufgeteilt. Neben dem 24. Türchen gibt es zum Schluss noch das Silvester-Special.
Das Buch zu bewerten ist natürlich schwierig, denn sechzehn verschiedene Autor:innen sorgen natürlich dafür, dass man die jeweiligen Schreibstile anders wahrnimmt und nicht mit jedem Türchen warm werden kann. Die Grundidee von Mistletoe Moments finde ich aber wunderschön, denn es hat unglaublich Spaß gemacht, sich jeden Tag in eine neue Geschichte zu stürzen und vor allem neue Autor:innen kennenzulernen. Die Idee selbst bekommt von mir daher die volle Punktzahl.
Die Umsetzung hat mich häufig jedoch enttäuscht. Ich habe mich auf winterlich und (vor-)weihnachtliche Geschichten aus New York gefreut, die mir das Gefühl der amerikanischen Weihnachtsfilme übermitteln. Doch leider konnten bei mir nur wenige Geschichten diese Atmosphäre wirklich rüberbringen und an dem Punkt rede ich noch nicht davon, ob mir diese Geschichten inhaltlich oder im Bezug auf den Schreibstil gefallen haben. Das finde ich schade, denn die wenigen, die es konnten, haben das Potenzial dieser Idee überragend übermitteln können und mich nach New York transportiert.
Auch war ich mir bezüglich des Konzepts zwischenzeitlich unsicher, Charaktere der Vorgeschichte wurden meistens eingebaut - was super gelingen kann, manchmal aber auch zwanghaft und dadurch unauthentisch wirkt -, aber in wenigen fehlen diese - aufgrund der Erwartungen die man durch die anderen Geschichten erlangt hat, wirken diese dann leider als würden sie nicht „dazugehören“. Dann hatte ich das Gefühl, dass das jeweilige Türchen das Ende der Geschichte darstellt, eine Tür hat dies aber komplett über Bord geworfen und damit auch für eine „Fehlnote“ bei mir gesorgt.
Doch bei aller Kritik bleibe ich dabei, dass die Buchidee hervorragend ist. Es gibt jeden Tag ein Kapitel auf das man sich freuen kann, die Kurzgeschichten, die einen nach New York transportieren, sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen und eine Menge Schneechaos. Durch die verschiedenen Autor:innen hat man dann auch noch das Vergnügen neue Schreibstile zu entdecken.
In meinem Fall konnten Saskia Louis und Sabine Schoder (mit ihren erschaffenen Charakteren, ihren Schreibstilen und dem Erfüllen meiner Erwartungen) mich am meisten überzeugen und damit habe ich direkt zwei Autorinnen entdeckt, deren Bücher ich bisher (noch) nicht auf den Schirm hatte.