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Veröffentlicht am 19.12.2024

Ein richtig schönes cozy Weihnachtsbuch zum Wohlfühlen und Gernhaben

Heinrich Hase rettet Weihnachten
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Was hat der oberste Osterhase mit Weihnachten zu tun? Normalerweise eigentlich nichts. Doch als Heinrich Hase einen überraschenden Anruf vom Weihnachtsmann erhält, wird es ihn vom sonnig-warmen Osterdorf ...

Was hat der oberste Osterhase mit Weihnachten zu tun? Normalerweise eigentlich nichts. Doch als Heinrich Hase einen überraschenden Anruf vom Weihnachtsmann erhält, wird es ihn vom sonnig-warmen Osterdorf an den klirrend kalten Nordpol verschlagen. Der Weihnachtsmann braucht nämlich dringend seine Hilfe. Er packt seinen Job einfach nicht mehr, ihm fehlt seine Energie und Tatkraft von früher. Am liebsten möchte er sich nur noch hinlegen. Heinrich Hase aber ist motiviert, organisiert und verantwortungsvoll. Wer, wenn nicht er, könnte die wichtige Aufgabe des Weihnachtsmannes übernehmen? Da Heinrich natürlich auf keinen Fall möchte, dass die Menschen enttäuscht werden und den Glauben an Weihnachten verlieren, reist er also nach Weihnachtsstadt. Dort wird er freundlich empfangen und von Wilma, der Frau des Weihnachtsmannes, köstlich bewirtet. Er lebt sich schnell ein, findet in dem Wichtelmädchen Kiki eine gute Freundin und als das geborene Organisationstalent bekommt er auch das Chaos, das der Weihnachtsmann hinterlassen hat, in kurzer Zeit in den Griff. Doch nicht jeder scheint erfreut über Heinrichs Auftauchen zu sein und es kommt immer wieder zu seltsamen Zwischenfällen. Wird es Heinrich dennoch schaffen, das Weihnachtsfest zu retten und herauszufinden, warum es dem Weihnachtsmann so schlecht geht?

Seid ihr gerade auf der Suche nach einem schönen gemütlichen Weihnachtsschmöker? Dann seid ihr hier genau richtig! Bereits das von Marie Bollmann gestaltete Cover strahlt etwas wunderbar Winterlich-Heimeliges aus und ist mit seiner Goldfolienprägung ein echter Blickfang im Regal. Um mich war es sofort geschehen, als ich es zum ersten Mal sah und so viel sei schon mal gesagt: Es hat mir nicht zu viel versprochen.

Schon wenn man das Buch aufschlägt, merkt man, wie viel Herzblut darin steckt. Marie Bollmann hat auch das Innenleben wunderschön bebildert, angefangen bei den Vorsatzpapieren über die kleine Charaktervorstellung und detailreiche Landkarte zu Beginn bis hin zu den liebevollen schwarz-weiß Illustrationen, die die Erzählung begleiten und deren winterlich-weihnachtliche Stimmung perfekt einfangen.

Neben der Optik überzeugt aber auch der Inhalt auf ganzer Linie. Wer denkt, dass Weihnachten und Ostern nicht zusammenpassen, wird von Heinrich Hase eines Besseres belehrt. Mit diesem freundlich-hilfsbereiten Hasen hat Lisa Bogen einen überaus liebenswerten Helden erschaffen. Humorvoll und charmant lässt sie ihn als Ich-Erzähler von seinem Abenteuer berichten und schleicht sich dabei sofort in das Leserherz. Es macht großen Spaß ihn zu begleiten und gemeinsam mit ihm und den vielen weiteren nicht minder bezaubernden Figuren ein unvergessliches Weihnachtsfest zu erleben. Beim Lesen sollte man nur besser Plätzchen oder andere Leckereien griffbereit halten. Die Autorin (und selbst ernannte Keksliebhaberin) versteht sich nämlich hervorragend darin, einem weihnachtliche Köstlichkeiten so richtig schmackhaft zu machen. ;)
Ob Heinrich Hase seine Mission erfolgreich meistern wird, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Lisa Bogen hat eine originelle Idee jedenfalls sehr gelungen umgesetzt. Ihr Kinderbuchdebüt sprüht nur so vor Weihnachtszauber, gewürzt mit einem Hauch von Osterfeeling. Es zeigt uns, worauf es an Weihnachten wirklich ankommt: Freude, Liebe, Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft. Und es liefert zugleich auch die Antwort auf die Frage aller Fragen: Wie schafft es der Weihnachtsmann eigentlich, an einem einzigen Abend alle Geschenke zu verteilen? Dieses Buch wird garantiert selbst den größten Grinch in Weihnachstlaune versetzen und mit einem wohlig-warmen Gefühl im Herzen zurücklassen.

Fazit: „Heinrich Hase rettet Weihnachten“ ist eine herzerwärmende, fantasievolle und unterhaltsame Geschichte über eine abenteuerliche Rettungsmission und die wahre Magie von Weihnachten. Ein richtig schönes cozy Wohlfühlweihnachtsbuch ab 8 Jahren, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und daran erinnert, die Adventszeit zu genießen. Ich bin ganz begeistert von Lisa Bogens erstem Kinderbuch, ich kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Einfach zauberhaft!

Berts Blume
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Ein kleiner Laubenvogel namens Bert sammelt eifrig und völlig unbeschwert lauter Dinge, mit denen er sich eine perfekte Laube bauen kann. Als er fertig ist, betrachtet er zufrieden seine neue Behausung. ...

Ein kleiner Laubenvogel namens Bert sammelt eifrig und völlig unbeschwert lauter Dinge, mit denen er sich eine perfekte Laube bauen kann. Als er fertig ist, betrachtet er zufrieden seine neue Behausung. Richtig gut ist es geworden, eine echtes Kunstwerk, aber etwas fehlt. Wie viel schöner könnte es sein, wenn er seine Laube mit jemanden teilen würde. Er möchte unbedingt das Vogelmädchen Nanette für sich gewinnen und gibt alles, um sie zu beeindrucken. Immer wieder fliegt er los und kehrt mit den tollsten Geschenken heim wie ein Tannenzapfen, ein Stein mit Streifen oder eine Murmel. Doch egal was er Nanette auch bringt, nichts ist ihr gut genug. Als ein Vogel mit dem Namen Titus vorbeikommt und Bert einen Ratschlag gibt, wie er das Herz seiner Nanette erobern kann, schöpft der kleine Laubenvogel neue Hoffnung. Voller Freude macht er sich erneut auf den Weg, doch als er zurückkehrt, erwartet ihn eine böse Überraschung. Ob Bert wohl noch die große Liebe finden wird?

Da ich vor kurzem die Illustratorin Catherine Rayner für mich entdeckt habe, war meine Neugier sofort geweckt, als ich zum ersten Mal vom kleinen Laubenvogel Bert hörte. Dass es sich bei seiner Schöpferin um Grüffelo-Autorin Julia Donaldson handelt, tat dann das Übrige. Ich ließ das Buch bei mir einziehen und habe es definitiv nicht bereut! Nicht nur das Cover ist zum Verlieben, auch das, was sich dahinter verbirgt, verzückt von der ersten Seite an.

Julia Donaldson und Catherine Rayner haben ein hinreißendes Bilderbuch geschaffen. Mit seiner liebenswerten und bescheidenen Art erobert Vögelchen Bert das Leserherz im Sturm und gibt uns wertvolle Botschaften mit auf dem Weg: Echte Freundschaft und Liebe sind nicht käuflich, sie sind ein Geschenk.Verbiege dich nicht für andere, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, denn wahre Freunde erkennt man daran, dass sie dich so lieben, wie du bist. Es ist herzzerreißend zu sehen, wie Bert alles gibt, um seiner Angebeteten zu gefallen und wie sie ihn immer wieder abweist. Wie er sich stets aufs Neue darüber freut, wenn er etwas Schönes entdeckt, nur um kurz darauf wieder enttäuscht zu sein, wenn er erneut niedergemacht wird. Als Leser*in ist einem schnell klar, dass seine Auserwählte ein übles Spiel mit ihm treibt, doch Bert scheint dies gar nicht zu merken, Liebe macht eben bekanntlich blind.
Zugegeben, bis jetzt klingt die Geschichte ziemlich gemein und traurig. Julia Donaldson beschreibt alles aber mit sehr viel Feingefühl und so viel sei schon mal verraten: Es gibt natürlich ein Happy End.

Erzählt wird die Geschichte auf eine ganz besondere Weise. Sie ist nicht nur in stimmiger Reimform geschrieben (fabelhaft ins Deutsche übertragen von Annika Siems), sondern erinnert stellenweise auch an „Ich packe meinen Koffer“. Wie bei dem bekannten Merkspiel, so werden auch hier alle Errungenschaften von Bert immer wieder aufgezählt, sodass die Liste länger und länger wird. Der Text lädt daher wunderbar zum Mitsprechen und Aufsagen ein und bereitet sowohl den Zuhörenden als Vorlesenden sehr viel Freude.

Catherine Rayner hat die Erzählung mit ihren bezaubernden Aquarellzeichnungen zum Leben erweckt. Farbenfroh, sanft und ausdrucksstark untermalen die Bilder den Text gekonnt und schaffen eine warme Atmosphäre zum Wohlfühlen. Der kleine Sachanteil über Laubenvögel am Ende rundet das Ganze perfekt ab und macht dieses Buch zu einem echten Schätzchen.

Fazit: „Berts Blume“ ist eine berührende Geschichte ab 3 Jahren, die daran erinnert, dass man Liebe und Freundschaft nicht kaufen kann und wahre Freunde einen so akzeptieren, wie man ist. Ein liebevoll gereimtes und wunderschön illustriertes Bilderbuch mit einen kleinen großherzigen Helden zum Gernhaben. Ich kann die Geschichte von Laubenvogel Bert jedem nur ans Herz legen, ich finde sie ganz zauberhaft. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Berührend, außergewöhnlich, einfach großartig!

Zeig uns, wer du bist
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Für die 12-jährige Cora war es noch nie leicht, neue Freunde zu finden. Als Autistin wird ihr schnell alles zu viel und ihre Mitmenschen geben ihr ständig das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt. ...

Für die 12-jährige Cora war es noch nie leicht, neue Freunde zu finden. Als Autistin wird ihr schnell alles zu viel und ihre Mitmenschen geben ihr ständig das Gefühl, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Doch dann lernt sie Adrien kennen, der ebenfalls anders ist als andere. Adrien hat ADHS, doch ihm scheint das gar nichts auszumachen. Cora fühlt sich zum ersten Mal richtig verstanden und freundet sich schnell mit Adrien an. Als sie Teil von seinem Leben wird, wird sie auch in die Projekte von Pomegranate Tech verwickelt – der Firma von Adriens Vater, die mithilfe von künstlicher Intelligenz lebensechte Hologramme von Menschen erstellt. Digitale Kopien von Verstorbenen, sodass niemand mehr trauern muss. Während Adrien nicht allzu begeistert von der Arbeit seines Dads ist, ist Cora fasziniert davon. Sie ist daher auch sofort Feuer und Flamme, als zu einem Interview eingeladen wird, um mit ihrer Hilfe neurodiverse Menschen besser nachbilden zu können. Ehe sie eine Entscheidung fällen kann, kommt es jedoch zu einem schlimmen Unfall und Adrien fällt ins Koma. Als sie die Chance erhält, noch einmal mit einer digitalen Kopie von Adrien sprechen zu dürfen, erkennt Cora schließlich, was wirklich hinter den Plänen von Pomegranate Tech steckt und dass es nun an ihr liegt, die Wahrheit des Unternehmens ans Licht zu bringen.

Nachdem es Elle McNicolls Debütroman „Wie unsichtbare Funken“ an die Spitze meiner Jahreshighlights 2023 geschafft hat, war ich auf ihr zweites Werk wahnsinnig gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil. Die englische Autorin hat ein weiteres herausragendes Stück Literatur geschaffen, das wir dank des Atrium Verlags und der wunderbaren Übersetzungsarbeit von Barbara König nun auch auf Deutsch genießen dürfen.

„Zeig uns, wer du bist“ – der Titel könnte passender kaum sein. Denn Elle McNicoll ermutigt ihre Leserinnen dazu, sich selbst so zu mögen und zu akzeptieren, wie man ist. Sie zeigt uns, dass alle Menschen gleich wertvoll sind und es gerade unsere Ecken und Kanten sind, die uns auszeichnen und die Welt so viel bunter machen. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an alle neuodivergente Menschen. Es feiert die Unterschiede, die Menschlichkeit und das Anderssein und macht Mut, für sich selbst einzustehen.

Eingebettet in einer faszinierenden KI-Thematik erzählt Elle Nicolle von der Kraft der Freundschaft, Identität, Verlust, Trauer und Selbstakzeptanz. Die Geschichte ist so außergewöhnlich wie seine Protagonist
innen und lässt die Gefühle Achterbahn fahren. Durch die Science-Fiction-Elemente liest sie sich spannend wie ein Thriller, wirft zugleich aber auch viele wichtige Fragen auf: Was macht uns eigentlich aus? Wie muss ich sein, um von anderen wertgeschätzt zu sein? Und es ist wirklich so erstrebenswert, seine Liebsten auch nach dem Tod wiederzusehen?
Man spürt sehr, dass es sich bei der Autorin um eine Own-Voice-Autorin handelt. Elle McNicoll ist Autistin, so wie ihre Hauptfigur und Ich-Erzählerin Cora. Sie weiß also ganz genau wovon sie schreibt – wie sich das Leben anfühlt, wenn man anders ist als andere. Die neurodivergente Darstellung ist einmal mehr äußerst gelungen und fühlt sich sehr authentisch an. Sämtliche Charaktere sind großartig ausgearbeitet, vor allem Cora und Adrien sind zwei starke Heldinnen, die einem sofort ans Herz wachsen. Es ist wunderschön und ergreifend zu sehen, wie sich eine tiefgehende Freundschaft zwischen den beiden entwickelt und wie Cora durch Adrien den Mut findet, ihre Stimme zu erheben. Dieser Jugendroman ist definitiv nicht für junge Leserinnen ab 12 Jahren lesenswert – auch Erwachsenen bietet er ein überaus bereicherndes Leseerlebnis.

Fazit: „Zeig uns, wer du bist“ ist eine fesselnde, berührende und inspirierende Geschichte, die an den unschätzbaren Wert von Freundschaft erinnert und daran, dass wir alle wundervoll und einzigartig sind, genau so, wie wir sind. Ein kraftvoller Roman für alle ab 12 Jahren, der lange nachklingt. Ich habe auch dieses Buch von Elle McNicoll von der ersten Seite an geliebt und kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.12.2024

Ein richtig schöner cozy Weihnachtskrimi für Jung und Alt!

Ein Mörder auf der Gästeliste - Ein Weihnachtskrimi: Cosy Crime in einem eingeschneiten Herrenhaus
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Lilly darf die Weihnachtsferien bei ihrer besten Freundin Zelda und deren Familie verbringen. Ihre Vorfreude könnte kaum größer sein. Die Rileys besitzen ein wunderschönes Herrenhaushotel im idyllischen ...

Lilly darf die Weihnachtsferien bei ihrer besten Freundin Zelda und deren Familie verbringen. Ihre Vorfreude könnte kaum größer sein. Die Rileys besitzen ein wunderschönes Herrenhaushotel im idyllischen Lake District, direkt am Lake Montfort. Über die Feiertage bleibt es jedoch geschlossen, damit die Familie in aller Ruhe Weihnachten feiern kann. Doch dann stehen auf einmal dank eines heftigen Schneesturms mehrere ungebetene Gäste vor der Tür, darunter auch – zu aller Überraschung – Zeldas Großvater, der schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter hat. Schon da ist die Festtagsstimmung im Eimer, was aber kein Vergleich zum darauffolgenden Morgen ist. Erst wird ein Gast gefesselt in der Bibliothek aufgefunden und nur wenig später ein anderer tot im Bett. Es ist schnell klar, dass ein Mörder unter ihnen ist. Da das Hotel aber mittlerweile durch die Schneemassen und den Stromausfall von der Außenwelt abgeschnitten ist, gibt es kein Entkommen. Lilly, die eine leidenschaftliche Krimileserin und riesengroßer Agatha-Christie-Fan ist, möchte den Fall unbedingt aufklären. Beherzt, unerschrocken und voller Elan nimmt sie gemeinsam mit Zelda die Ermittlungen auf.

Ein neues Buch von Alexandra Fischer-Hunold und dann ist auch noch ein Weihnachtsbuch? Da stellte sich mir gar nicht erst die Frage, ob ich es lesen möchte. Ich kenne schon einige ihrer Bücher und war jedes Mal begeistert, vor allem ihre „Eine Leiche zum Tee“ – Reihe habe ich geliebt. Von „Ein Mörder auf der Gästeliste“ habe ich mir dementsprechend natürlich viel erhofft und ich wurde nicht enttäuscht! Wer gerade auf der Suche nach einem richtig schönen cozy Weihnachtskrimi à la Agatha Christie ist, ist hier genau richtig.

Bereits das Cover strahlt eine winterliche Heimeligkeit aus und liefert einen ziemlich guten Vorgeschmack darauf, was einen dahinter erwartet. Alexandra Fischer-Hunold versteht es hervorragend, ihre Leserschaft von Beginn an in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Das Hotel ist festlich geschmückt, überall duftet es nach Kardamom, Lebkuchen, Vanille und Zimt, alle sind in Festtagslaune, draußen fällt der Schnee in dicken Flocken – mit dem urig-verschneiten Herrenhaushotel hat Alexandra Fischer-Hunold einfach den idealen Schauplatz für einen stimmungsvollen Winterschmöker erschaffen – und für a very britsh Krimi. Denn auch diesbezüglich stellt die deutsche Autorin mal wieder ihr Können unter Beweis.

Angesiedelt vor dieser malerisch weihnachtlichen Winterkulisse präsentiert uns Alexandra Fischer-Hunold einen Kriminalroman vom Feinsten. Dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt, merkt man eigentlich nur am Rande. Der Fall ist gut durchdacht und äußerst raffiniert aufgebaut. Quasi jeder kommt als Täterin infrage, immer wieder werden geschickt neue Hinweise eingestreut und falsche Fährten gelegt. Man kann richtig schön mit Ich-Erzählerin Lilly und ihrer besten Freundin Zelda miträtseln, auch als Erwachsener und erfahrener Krimileser*in kommt man ganz auf seine Kosten und tappt bis Schluss zum Dunkeln. Ich zumindest habe viele Wendungen überhaupt nicht kommen sehen und wurde von der Auflösung ziemlich überrascht. Langweilig wird es auf den gut 350 Seiten an keiner Stelle. Es macht einfach Spaß, die beiden aufgeweckten Mädchen bei ihren Ermittlungen zu begleiten, gemeinsam mit ihnen ihre Verdächtigen-Liste abzuarbeiten und die verschiedenen interessanten Charaktere besser kennenzulernen. Wie man es von der Autorin gewohnt ist, hat sie lauter originelle Figuren ins Leben gerufen, die mit ihren teils schrägen Eigenheiten für viele amüsante Schmunzelmomente und köstliche Dialoge sorgen. Dazu dann noch eine wohldosierte Portion Grusel sowie eine Prise Romantik machen das Lesevergnügen rundum perfekt. Viel zu schnell ist man auch schon am Ende angelangt und würde am liebsten sofort ein zweites Mal im Montfort Lakebay Country House Hotel einchecken.

Fazit: „Ein Mörder auf der Gästeliste“ ist ein atmosphärischer Cozy Crime vor winterlicher Kulisse, der nicht nur Jugendlichen ab 12 Jahren ein großartiges Lesevergnügen bietet. Ein wunderbarer Weihnachtskrimi in bester Agatha-Christie-Manier. Spannend, unterhaltsam, schaurig-schön und herrlich gemütlich. Die perfekte Lektüre für die dunkle Jahreszeit. Ich kann auch dieses Werk aus der Feder von Alexandra Fischer-Hunold nur wärmstens empfehlen, ich bin mal wieder begeistert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Ein wunderbar weihnachtlicher Wohlfühlcomic!

Der Club der drei Schwestern. Band 5
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Heiligabend steht vor der Tür, doch im Haus der drei Gremillet-Schwestern kann von Besinnlichkeit keine Rede sein. Das Schwesterntrio hat einfach keine Ahnung, was sie einander schenken sollen. Was für ...

Heiligabend steht vor der Tür, doch im Haus der drei Gremillet-Schwestern kann von Besinnlichkeit keine Rede sein. Das Schwesterntrio hat einfach keine Ahnung, was sie einander schenken sollen. Was für ein Glück, dass sie während ihrer Geschenkejagd auf einen geheimnisvollen Weihnachtsmann treffen, der jeder von ihnen ein magisches Streichholz anbietet. Dieses kann ihnen einen Wunsch erfüllen, aber wirklich nur einen. Der Wunsch muss also wohlüberlegt sein. Ganz schön knifflig, wie sich herausstellt. Soll man dabei an sich denken? Oder an andere? Bescheiden sein? Oder übermütig? Vorausgesetzt natürlich, dass die Streichhölzer wirklich funktionieren. Wenn einem aber ein strahlend weißes Einhorn begegnet und sich die Heimatstadt in eine wahre Weihnachtsstadt verwandelt, kann man an Magie eigentlich kaum zweifeln. Eins ist sicher: Dieses Weihnachten werden Sarah, Kassiopeia und Lucille so schnell nicht mehr vergessen.

Dies ist bereits das fünfte Abenteuer vom Club der drei Schwestern. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, da die eigentlichen Geschichten in sich abgeschlossen sind, allerdings macht es mehr Spaß, wenn man mit dem ersten Band startet.
Mir ist diese Reihe richtig ans Herz gewachsen. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass sie mittlerweile meine absolute Lieblings-Kindercomic-Reihe ist. Den fünften Teil konnte ich daher natürlich kaum erwarten. Und dass dieser auch noch in der schönsten Zeit des Jahres spielt, ließ die Vorfreude nur noch größer werden.

Schon die ersten Seiten versetzen einen in Weihnachtsstimmung und verströmen die vertraute wohlig-warme Atmosphäre, die diese Serie auszeichnet. Die drei Gremillet-Schwestern sind bezaubernd wie eh und je: Teenager Sarah, Tagträumerin Kassiopeia sowie die kleine süße Lucille, das Nesthäkchen der Familie und große Katzenliebhaberin. Alle drei haben ihre Eigenheiten und könnten unterschiedlicher kaum sein, aber sie ergänzen sich perfekt und sind auf ihre eigene Art liebenswert. Ihre kleine Reibereien wirken wie gewohnt herrlich echt und lassen einen immer wieder amüsiert schmunzeln. Von Ermüdungserscheinungen ist hier keine Spur, ganz im Gegenteil. Giovanni di Gregorio hat erneut eine Story kreiert, die einen direkt in den Bann zieht und nicht nur junge Leser*innen begeistert.
Es ist einfach jedes Mal eine wahre Freude, das Schwesterntrio zu begleiten und mitzuerleben, wie sie zusammenhalten und am Ende um eine weitere Erkenntnis reicher werden. Familienbande wird in dieser Reihe großgeschrieben, was vor allem an Weihnachten noch einmal eine größere Bedeutung erhält. Die Geschichte zeigt, was Weihnachten wirklich ausmacht und dass es beim Schenken nicht auf den materiellen Wert ankommt, sondern auf die Gedanken und die Absicht dahinter. Sie lässt uns an Magie und Weihnachtswunder glauben und wird garantiert selbst den größten Grinch in Festtagslaune bringen. Einziger kleiner Wehmutstropfen ist, dass dieser Band gute 25 Seiten kürzer ist als die Vorgänger. Dies schmälert das Lesevergnügen aber in keinster Weise, dafür ist die Geschichte einfach viel zu schön.

Ein weiterer Grund, warum man sich diesen Comic (bzw. die gesamte Reihe) auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist das fantastische Artwork von Alessandro Barbucci. Sämtliche Panels sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und traumhaft koloriert. Sie sprühen nur so vor Weihnachtszauber und laden zum Eintauchen und Wohlfühlen ein.

Fazit: „Der Club der drei Schwestern 5: Die drei Wünsche“ ist eine warmherzige und unterhaltsam-charmante Familiengeschichte über eine abenteuerliche Suche und ein unvergessliches Weihnachtsfest. Ein wunderbar weihnachtlicher Wohlfühlcomic, der an die wahre Magie von Weihnachten erinnert und einem die Adventszeit versüßt. Nicht nur für Kinder ab 8 Jahren ein Genuss. Mal wieder einfach zauberhaft, ich liebe es. Wer die drei Gremillet-Schwestern noch nicht kennt, hat eindeutig etwas verpasst! Ich kann ihre Abenteuer jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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