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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Knallt leider nicht so richtig

Knallkrebse
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Beziehungsweise im Klartext: die Handlung vermag mich nicht so recht zu erreichen. Als Leserin dieses Romans um einen jungen Mann und angehenden Wissenschaftler, der sich um einen jungen Flüchtling aus ...

Beziehungsweise im Klartext: die Handlung vermag mich nicht so recht zu erreichen. Als Leserin dieses Romans um einen jungen Mann und angehenden Wissenschaftler, der sich um einen jungen Flüchtling aus Afghanistan kümmert, bleibe ich außen vor.

Auf dem Rücken des Umschlags ist festgehalten, dass hier die Komplexität menschlicher Beziehungen ausgeleuchtet wird. Nicht aus meiner Sicht - ich bleibe hier völlig außen vor, habe nicht den Hauch einer Chance bei dem Beziehungsgeflecht des Ich-Erzählers durchzusteigen. Es sind eher Blitzlichter, Momentaufnahmen, die aus meiner Sicht das Miteinander nicht nachhaltig abbilden, es ist eher eine launenhafte Revue der Begegnungen von Tom mit seinem Schützling Farid, wobei drumherum noch seine Freundin Laura, sein Bruder Lukas und dann noch Yev, den ich so gar nicht einzuordnen vermag. Später kommt dann Sofie in Frankreich dazu, bei der Tom zeitweise unterkommt. Doch in diesen eigentlich doch vorhandenen Beziehungen findet sich keine Dichte und noch weniger Dynamik.

Von mir daher leider nur 2,5 Sterne!

Veröffentlicht am 26.04.2025

Sehr viele Informationen und Übungen

Du bist viel mehr als deine Gefühle
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enthält dieses Buch, dazu viele Fachbegriffe, von denen ich so manchen, obwohl in dem Thema seit Jahren beheimatet, noch nicht kenne. Bei einigen wenigen hat sich mir sogar die Frage gestellt, ob diese ...

enthält dieses Buch, dazu viele Fachbegriffe, von denen ich so manchen, obwohl in dem Thema seit Jahren beheimatet, noch nicht kenne. Bei einigen wenigen hat sich mir sogar die Frage gestellt, ob diese nicht von der Autorin selbst, einer Kommunikationstrainerin, selbst erfunden wurden. Aber wie auch immer, um richtig gut mit dem Buch arbeiten zu können - arbeiten an sich selbst, versteht sich - wäre ein Anhang mit Glossar notwendig. Einem Glossar, in dem jeder einzelne dieser Begriffe genau dargelegt und erläutert wird.

Es gibt auch jede Menge Übungen, mit denen man dem Problem überbordender Gefühle entgegenwirken soll - vor allem in dem Moment, in dem dies dem jeweilen Leser widerfährt. Viele sind hilfreich, wenn auch deutlich zu abgehoben beschrieben, wie ich finde. Daher fällt es mir schwer, Zugang dazu zu gewinnen, auch wenn ich die Erkenntnisse der Autorin durchaus zu würdigen vermag.

Veröffentlicht am 06.03.2025

Die Liebe zur Wissenschaft und wozu diese führen kann

Hinters Licht
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Anfang des 20. Jahrhunderts: Ruth Doran ist eine von vielen klugen Frauen, die sich mehr für die Wissenschaft als für den Haushalt interessieren - und sie darf sogar studieren, allerdings nur, bis ihr ...

Anfang des 20. Jahrhunderts: Ruth Doran ist eine von vielen klugen Frauen, die sich mehr für die Wissenschaft als für den Haushalt interessieren - und sie darf sogar studieren, allerdings nur, bis ihr Vater einen Heiratsantrag für sie erhält und sie zwingt Hausfrau und Mutter zu werden. Nach dem Tod ihres Mannes - inzwischen ist der Große Krieg beendet - findet sie eine Stelle bei Thomas Bradford einem Wissenschaftler, der sich mit ihrer Hilfe dem Spiritismus zuwenden will. Ruth verliebt sich in ihre neue Tätigkeit, aber mehr noch in ihren Vorgesetzten: Sie fühlt sich von ihm als Wissenschaftlerin, aber auch als Frau ernst genommen und lebt mehr für die Zeit am Arbeitsplatz als für ihr Familienleben mit den drei Töchtern.

Für mich eine merkwürdige Leseerfahrung: den Stil der Autorin, ihren recht unkonventionellen Umgang mit Zeit und Raum habe ich sehr genossen, inhaltlich jedoch blieb für mich einiges auf der Strecke. Der Weg von der Wissenschaft zum Spiritismus wurde aus meiner Sicht unzureichend dargestellt, die dargestellten Seancen wirkten im Vergleich zur Präsentation inhaltilich eher hölzern und nicht ausreichend recherchiert. Darin war von der Wissenschaft, aus der sich das Interesse von Thomas Bradford, der im Übrigen eine reale Gestalt ist, am Übernatürlichen erst herausbildete, nichts zu spüren. Ich bin auch davon überzeugt, dass Åsa Avdic die Recherchen nicht vernachlässigt hat, eher war mein Eindruck, dass sie mit Aufbau und Darstellung ihr Pulver bereits verschossen hatte - leider, muss man sagen.

Veröffentlicht am 22.02.2025

Ein Ire und eine Süddeutsche suchen ihr Glück in der neuen Welt

Ein Schimmer am Horizont
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Und zwar nicht freiwillig, denn der Ire Davin hat sein gesamtes Hab und Gut verloren und Mina muss mit ihrem lieblosen Mann, der sich einiges hat zuschulden kommen lassen, fliehen. Er ist ein Spieler und ...

Und zwar nicht freiwillig, denn der Ire Davin hat sein gesamtes Hab und Gut verloren und Mina muss mit ihrem lieblosen Mann, der sich einiges hat zuschulden kommen lassen, fliehen. Er ist ein Spieler und Trinker, der ihr auch noch das letzte Geld, das ihr Vater ihr überlassen hat, nimmt. Mitte des 19.Jahrhunderts begegnen beide einander durch Zufall auf dem Auswandererschiff Annabelle.

Mir ist vor allem Minas Schicksal nahegegangen, denn sie steht stellvertretend für viele Frauen, die keine Wahl hatten - hier hat sie sogar noch Glück, einer Familie zu begegnen ,die sie in Schutz nimmt, soweit es möglich ist.

Ein Thema, mit dem ich mich bereits beschäftigt habe, wobei der bisherige Höhepunkt ein Besuch des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven war.

Das Buch kam mir also wie gerufen, doch leider konnte ich mich nicht in Gänze auf den Stil der Autorin und somit auch nicht auf den Roman einlassen.

Veröffentlicht am 03.01.2025

Ziemlich provokant

Bring dein Herz zum Tanzen
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Natürlich nicht denen gegenüber, deren Herz und vor allem auch der Körper zum Tanzen gebracht werden sollen. Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist - gut und schön. Nicht auf die gängigen Schönheitsideale ...

Natürlich nicht denen gegenüber, deren Herz und vor allem auch der Körper zum Tanzen gebracht werden sollen. Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist - gut und schön. Nicht auf die gängigen Schönheitsideale zu achten - noch besser.

Aber deswegen alle herauszufordern, ja zu provozieren, die diese Werte mißachten (könnten) - nein, das ist nicht der richtige Weg. Es gibt hier relativ wenig Neues und/oder Wertvolles. Ich finde, dieses Buch muss man nicht haben, geschweige denn lesen!