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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Sehr viele Informationen und Übungen

Du bist viel mehr als deine Gefühle
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enthält dieses Buch, dazu viele Fachbegriffe, von denen ich so manchen, obwohl in dem Thema seit Jahren beheimatet, noch nicht kenne. Bei einigen wenigen hat sich mir sogar die Frage gestellt, ob diese ...

enthält dieses Buch, dazu viele Fachbegriffe, von denen ich so manchen, obwohl in dem Thema seit Jahren beheimatet, noch nicht kenne. Bei einigen wenigen hat sich mir sogar die Frage gestellt, ob diese nicht von der Autorin selbst, einer Kommunikationstrainerin, selbst erfunden wurden. Aber wie auch immer, um richtig gut mit dem Buch arbeiten zu können - arbeiten an sich selbst, versteht sich - wäre ein Anhang mit Glossar notwendig. Einem Glossar, in dem jeder einzelne dieser Begriffe genau dargelegt und erläutert wird.

Es gibt auch jede Menge Übungen, mit denen man dem Problem überbordender Gefühle entgegenwirken soll - vor allem in dem Moment, in dem dies dem jeweilen Leser widerfährt. Viele sind hilfreich, wenn auch deutlich zu abgehoben beschrieben, wie ich finde. Daher fällt es mir schwer, Zugang dazu zu gewinnen, auch wenn ich die Erkenntnisse der Autorin durchaus zu würdigen vermag.

Veröffentlicht am 06.03.2025

Die Liebe zur Wissenschaft und wozu diese führen kann

Hinters Licht
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Anfang des 20. Jahrhunderts: Ruth Doran ist eine von vielen klugen Frauen, die sich mehr für die Wissenschaft als für den Haushalt interessieren - und sie darf sogar studieren, allerdings nur, bis ihr ...

Anfang des 20. Jahrhunderts: Ruth Doran ist eine von vielen klugen Frauen, die sich mehr für die Wissenschaft als für den Haushalt interessieren - und sie darf sogar studieren, allerdings nur, bis ihr Vater einen Heiratsantrag für sie erhält und sie zwingt Hausfrau und Mutter zu werden. Nach dem Tod ihres Mannes - inzwischen ist der Große Krieg beendet - findet sie eine Stelle bei Thomas Bradford einem Wissenschaftler, der sich mit ihrer Hilfe dem Spiritismus zuwenden will. Ruth verliebt sich in ihre neue Tätigkeit, aber mehr noch in ihren Vorgesetzten: Sie fühlt sich von ihm als Wissenschaftlerin, aber auch als Frau ernst genommen und lebt mehr für die Zeit am Arbeitsplatz als für ihr Familienleben mit den drei Töchtern.

Für mich eine merkwürdige Leseerfahrung: den Stil der Autorin, ihren recht unkonventionellen Umgang mit Zeit und Raum habe ich sehr genossen, inhaltlich jedoch blieb für mich einiges auf der Strecke. Der Weg von der Wissenschaft zum Spiritismus wurde aus meiner Sicht unzureichend dargestellt, die dargestellten Seancen wirkten im Vergleich zur Präsentation inhaltilich eher hölzern und nicht ausreichend recherchiert. Darin war von der Wissenschaft, aus der sich das Interesse von Thomas Bradford, der im Übrigen eine reale Gestalt ist, am Übernatürlichen erst herausbildete, nichts zu spüren. Ich bin auch davon überzeugt, dass Åsa Avdic die Recherchen nicht vernachlässigt hat, eher war mein Eindruck, dass sie mit Aufbau und Darstellung ihr Pulver bereits verschossen hatte - leider, muss man sagen.

Veröffentlicht am 22.02.2025

Ein Ire und eine Süddeutsche suchen ihr Glück in der neuen Welt

Ein Schimmer am Horizont
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Und zwar nicht freiwillig, denn der Ire Davin hat sein gesamtes Hab und Gut verloren und Mina muss mit ihrem lieblosen Mann, der sich einiges hat zuschulden kommen lassen, fliehen. Er ist ein Spieler und ...

Und zwar nicht freiwillig, denn der Ire Davin hat sein gesamtes Hab und Gut verloren und Mina muss mit ihrem lieblosen Mann, der sich einiges hat zuschulden kommen lassen, fliehen. Er ist ein Spieler und Trinker, der ihr auch noch das letzte Geld, das ihr Vater ihr überlassen hat, nimmt. Mitte des 19.Jahrhunderts begegnen beide einander durch Zufall auf dem Auswandererschiff Annabelle.

Mir ist vor allem Minas Schicksal nahegegangen, denn sie steht stellvertretend für viele Frauen, die keine Wahl hatten - hier hat sie sogar noch Glück, einer Familie zu begegnen ,die sie in Schutz nimmt, soweit es möglich ist.

Ein Thema, mit dem ich mich bereits beschäftigt habe, wobei der bisherige Höhepunkt ein Besuch des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven war.

Das Buch kam mir also wie gerufen, doch leider konnte ich mich nicht in Gänze auf den Stil der Autorin und somit auch nicht auf den Roman einlassen.

Veröffentlicht am 03.01.2025

Ziemlich provokant

Bring dein Herz zum Tanzen
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Natürlich nicht denen gegenüber, deren Herz und vor allem auch der Körper zum Tanzen gebracht werden sollen. Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist - gut und schön. Nicht auf die gängigen Schönheitsideale ...

Natürlich nicht denen gegenüber, deren Herz und vor allem auch der Körper zum Tanzen gebracht werden sollen. Sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist - gut und schön. Nicht auf die gängigen Schönheitsideale zu achten - noch besser.

Aber deswegen alle herauszufordern, ja zu provozieren, die diese Werte mißachten (könnten) - nein, das ist nicht der richtige Weg. Es gibt hier relativ wenig Neues und/oder Wertvolles. Ich finde, dieses Buch muss man nicht haben, geschweige denn lesen!

Veröffentlicht am 01.11.2024

Geheimnisvoll

Das Haus der Bücher und Schatten
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Es war nicht nur das Geheimnisvolle, das mich zu diesem Buch zog. Nein, vor allem war es das Baltikum, eine Region, die in meinem Leben eine große Rolle spielt, die mein Interesse weckte.

Doch ...

Es war nicht nur das Geheimnisvolle, das mich zu diesem Buch zog. Nein, vor allem war es das Baltikum, eine Region, die in meinem Leben eine große Rolle spielt, die mein Interesse weckte.

Doch leider konnten die Schilderungen der Ereignisse in Livland - das ist die Landschaft im Baltikum, in der die Handlungen spielte - nicht mit denen im Leipziger Graphischen Viertel mithalten. Auch die Charaktere, die dort agierten, nicht: ab der Mitte des Buches war die dortige Entwicklung der Handlung für mich mehr oder weniger absehbar, was mir leider die Lust am Lesen nahm.

Ich gebe zu, dass mein Interesse an diesem Roman längst nicht so fair und so bedingungslos ist, wie es sein sollte, aber so ist es mit der Lektüre: wie auch der Autor seinen ureigenen Weg zum Stoff hat, ist dies auch beim Leser der Fall - man kann eben nicht raus aus seiner Haut!