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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2019

zu düster, brutal, negativ

Der Patriot
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So leid es mir tut, das schreiben zu müssen, aber das Buch war leider nicht meins!
So wichtig und aktuell das Thema auch ist, so sehr bin ich dennoch von diesem Buch enttäuscht. Zwischendurch habe ich ...

So leid es mir tut, das schreiben zu müssen, aber das Buch war leider nicht meins!
So wichtig und aktuell das Thema auch ist, so sehr bin ich dennoch von diesem Buch enttäuscht. Zwischendurch habe ich schon überlegt das Buch vorzeitig zu beenden.
Der Aufbau des Buches ist durchaus geschickt. Es wird aus dem Blickwinkel von vier verschiedenen Personen erzählt. Da sind August Novak, Ibrahim Chamsai, Madeleine Winther und Carl Cederhielm. Ihre Geschichten laufen parallel und haben anfangs keine Berührungspunkte. Erst ganz langsam zeigt sich wo Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen Personen bestehen. Am längsten dauert es bei August. Sehr lange habe ich mich gefragt was seine Geschichte mit dem Ganzen zu tun haben soll.
Doch als einziger ist mit Ibrahim Chamsai sympathisch, der hier für einen „größeren Zweck“ missbraucht wird. Mit allen anderen konnte ich nichts anfangen.
Das schlimme ist, das es solch ein geschildertes Szenario schon gab und wohl auch immer wieder geben wird. Trotzdem ist mir dieses Buch zu düster, brutal, negativ,… Keine positive schwedische Stimme ist hier zu vernehmen. Außerdem konnte ich die Motivation für die Morde, Anschläge, Terror bei keinem der Protagonisten nachvollziehen. Zum Teil wurde es auch gar nicht erklärt. Das fehlt mir komplett!

Veröffentlicht am 28.12.2025

Frust statt Lesegenuss

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Das war nichts. Schon der Einstieg bereitete mir große Schwierigkeiten und war unglaublich anstrengend. Ich habe überhaupt nicht verstanden, von welcher Person hier die Rede ist, was ihr beruflicher Hintergrund ...

Das war nichts. Schon der Einstieg bereitete mir große Schwierigkeiten und war unglaublich anstrengend. Ich habe überhaupt nicht verstanden, von welcher Person hier die Rede ist, was ihr beruflicher Hintergrund oder ihre aktuelle Aufgabe ist und hatte deswegen keinen Bezug zu dem Gelesenen. Es kam das Gefühl auf, dass mir Wissen fehlt, aber dieses Wissen wurde schlicht und ergreifend zunächst nicht vermittelt. Die Geschichte erschloss sich erst nach und nach. Aber damit meine ich, dass man wirklich mehrere Kapitel dafür durchhalten muss. So habe ich mich leider von Kapitel zu Kapitel gehangelt und war froh, zwischendrin eine Pause einlesen zu können. Hätte ich nicht auf ein anderes Buch gewartet, hätte ich hier wahrscheinlich abgebrochen. Ab der Hälfte wurde es zwar etwas besser, aber insgesamt war es weder spannend noch unterhaltsam, informativ, gefühlvoll oder mitreißend. Leider kann ich keine Leseempfehlung aussprechen, da ich nicht wüsste, für wen ich es empfehlen soll.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 07.04.2025

Tiefgang und Ernsthaftigkeit sind auf der Strecke geblieben

Mickey und Arlo
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2 Halbschwestern, 1 Vater und zwei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf ihn. Aber auch 5 Millionen gute Gründe für Mickey, die geforderten Therapiesitzungen zu absolvieren. Nichtsahnend treffen die beiden ...

2 Halbschwestern, 1 Vater und zwei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf ihn. Aber auch 5 Millionen gute Gründe für Mickey, die geforderten Therapiesitzungen zu absolvieren. Nichtsahnend treffen die beiden Halbschwestern Mickey und Arlo aufeinander, ohne jedoch die familiäre Verbindung zu kennen.

Erwartet hatte ich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Vater. Warum wird er so unterschiedlich wahrgenommen? Wie war die jeweilige Beziehung? Was haben beide Halbschwestern erlebt und wo gibt es Unterschiede? Kann man sich über den Austausch während der Therapiesitzungen annähern und das Bild des Vaters vielleicht korrigieren? Unterschwellig kam dies auch vor. Aber der Weg dahin war steinig, voller Umwege und auch Irrwege.

Leider hatte mich das Buch insgesamt überhaupt nicht gepackt und berührt. Die Kapitel sind abwechseln aus der Sicht von Arlo oder Mickey geschrieben. Aber ich musste mich regelrecht zum Lesen zwingen und habe nach jedem Kapitel eine Pause eingelegt. Ein Lesefluss wollte sich nicht einstellen. Die Halbschwestern waren mir nicht sympathisch, eher nervig und unreif.

Im besten Fall hätte dies ein flüssiger und leichter Schreibstil sein können. Ich empfand ihn nach und nach aber als zu flapsig. Obwohl weitere ernste Themen vorkamen, konnte man sie leider nicht ernst nehmen. Die Halbschwestern scheinen sich mit ihren eigenen Problemen nicht auseinanderzusetzen oder sie wenigstens ernst zu nehmen. Wie bitte soll ich die Probleme dann als Leser ernst nehmen können!?

Und auch nach Beendigung des Buches kann ich leider nicht sicher sagen, ob dieses Buch uns Leser etwas mit auf den Weg geben möchte. Schade, Potenzial verschenkt.

Veröffentlicht am 13.01.2025

Vertane Lesestunden

Der König
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Als ich dieses Buch begann war mir nicht klar, dass es bereits einen ersten Teil gibt. Es ist rein hypothetisch, aber ich habe das Gefühl, dass mir die Kenntnisse daraus geholfen hätten. Oder möglicherweise ...

Als ich dieses Buch begann war mir nicht klar, dass es bereits einen ersten Teil gibt. Es ist rein hypothetisch, aber ich habe das Gefühl, dass mir die Kenntnisse daraus geholfen hätten. Oder möglicherweise hätte ich Band 2 dann gar nicht erst gelesen.

Mir fehle absolut der Zugang zu dem Buch und den beiden Brüdern. Sie sind durch und durch unsympathisch. Das Buch lässt jede Spannung und mitfiebern vermissen. In Anbetracht der Taten der beiden Brüder ist das vielleicht besser so.
Ihr Handeln wird mir als viel zu harmlos dargestellt. Man könnte meinen, dass sie es mit Lügen, Erpressung und Vertuschung weit gebracht haben. Aber sie haben für ihren zweifelhaften Erfolg Menschen umgebracht und kaltblütig gemordet. Das wird hier unter den Tisch gekehrt als wenn wirtschaftlichen Erfolg nur so zu erreichen wäre.

Mich lässt dieses Buch ratlos zurück. Was ist dessen Inhalt? Ist es ein Buch über zwei skrupellose, rivalisierende Brüder, eine Familientragödie, über das Leben in einem kleinen und abgeschiedenen Dorf, oder über die Auswirkungen der Kindheit? Oder ist es nichts von alledem?

Fazit: ich breche Bücher nur ganz selten ab, aber um dieses wäre es nicht schade gewesen

Veröffentlicht am 01.03.2024

Division Street 18

Leuchtfeuer
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Ich habe ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Inhalt des Buches. Geht es hier vor allem um eine Familie deren jugendliche Kinder Schuld an einem tödlichen Autounfall tragen. Doch damit nicht genug, wird ...

Ich habe ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Inhalt des Buches. Geht es hier vor allem um eine Familie deren jugendliche Kinder Schuld an einem tödlichen Autounfall tragen. Doch damit nicht genug, wird nie aufgeklärt, dass eigentlich der Sohn gefahren ist, der noch keinen Führerschein hat. Innerhalb der Familie wird nie über diese Nacht und deren Folgen gesprochen. Ob aus Scham, Schutz gegenüber dem jüngeren Sohn, den genauen Hergang nicht wissen zu wollen, … bleibt unklar. Aber man war wohl zumindest anfangs der Meinung damit das Richtige zu tun.

Durch den Schreibstil wird eine sehr bedrückende und melancholische Stimmung erzeugt. Unweigerlich hat man Mitleid mit dieser Familie. Aber soll / kann / darf ich mit der Familie Mitleid haben oder sind sie selber schuld? Ohne Frage haben die Familienmitglieder auch noch viele Jahre nach dem Unfall ihre persönlichen Probleme. Doch was ist die Ursache dafür? Das ist mir nicht deutlich genug herausgearbeitet. Ist es ihre persönliche Schuld an dem Unfall, das damit zusammenhängende Geheimnis oder könnte es nicht auch etwas ganz anderes sein? Wir Leser wissen nur von dem Unfall und interpretieren automatisch hinein, dass die Probleme damit zusammenhängen müssen. Aber wir lesen nur von einzelnen Tagen. Vieles im Leben der Familie erfahren wir auch nicht. Und kann z.B. eine Entfremdung zwischen Geschwistern nicht auch andere Ursachen haben!? Und wie schlecht geht es ihnen tatsächlich? Schließlich haben sie als Erwachsene ihren Weg gefunden. Teilweise Familie gegründet und sind erfolgreich in ihrem Beruf. Natürlich, dass ist nur der äußere Schein. Doch irgendwie weigere ich mich, mit ihnen Mitleid zu haben. Würden wir im wahren Leben nicht denken, dass es „fair“ ist, wenn sie nach dem Unfall nicht einfach weitermachen können wie bisher, sondern daran zu knabbern haben?

Zu guter Letzt habe ich das Leuchtfeuer vermisst. Das Buch ist gerade in der Printausgabe wunderschön. Ein leichtes, fröhliches, frühlingshaftes Cover. Und dann noch dieser Titel. Aber ich konnte das Leuchtfeuer in diesem Buch nicht entdecken. Schade.

Fazit: ich hatte mir wesentlich mehr erhofft und bin enttäuscht. Empfehle es nur Personen, die gerne Familiengeschichten lesen. Keine Handlung benötigen. Und gerne in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten eintauchen möchten. Wenn man dann noch für philosophische Ansichten empfänglich ist, umso besser.