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Veröffentlicht am 20.02.2025

Nette Idee mit eher schwacher Umsetzung

Koch mich! Bergstraße - Mit dem Lieblingsrezept von Ingrid Noll - Kochbuch
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Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten ...

Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten und Lokalbezug hat mich dabei definitiv neugierig gemacht, da ich mir das Konzept an sich durchaus auch für andere Regionen hätte anschauen wollen, um ein wenig mehr Abwechslung in meine Küche zu bringen.

So richtig überzeugen konnte mich dieses Kochbuch dann allerdings nicht, was für mich einfach vor allem an der Ansammlung vieler Kleinigkeiten lag, die meinen Gesamteindruck schlussendlich gedrückt haben.

Was Anekdoten und Bilder aus der Region angeht, hat das Buch auf jeden Fall meine Erwartungen erfüllt. Man erfährt einiges über die lokalen Besonderheiten, gewinnt Impressionen der Region (auch wenn diese in schwarz-weiß gehalten sind) und hat darüber hinaus die Möglichkeit, die Rezepte individuell zu bewerten bzw. nach Belieben eigene Rezepte und Notizen festzuhalten. Als Konzept hat mir das an sich gut gefallen, da man das Kochbuch so nicht nur zum stumpfen Kochen benutzen kann.

In Hinblick auf die Rezepte war ich dann aber ganz ehrlich eher enttäuscht, da man als Leser in diesem Punkt nicht nur vollkommen auf Bilder verzichten muss, sondern auch bei den Erklärungen zu den jeweiligen Lokalbezügen nicht immer abgeholt wird. Die ein oder andere Geschichte zu den Gerichten fand ich schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen, und auch unter den Namen konnte ich mir nicht immer etwas vorstellen. Mit einigen Bildern hätte ich das Gesamtkonzept vielleicht ein wenig besser gefunden, so hatte ich aber das Gefühl, beim Lesen und Nachkochen immer ein Stück weit raten zu müssen, was mir die kulinarische Reise ehrlich gesagt etwas vermiest hat.


Fazit
Die Idee zu diesem Kochbuch fand ich auf jeden Fall interessant, die Umsetzung hat meine Erwartungen aber ehrlich gesagt nicht erfüllen können. Statt einem Malen-nach-Zahlen hätte ich mir definitiv eher ein paar Bilder der fertigen Gerichte zur Orientierung gewünscht, da ich so ganz ehrlich lieber in den Urlaub fahren würde, um die lokale Küche zu entdecken und eher nicht noch einmal zu diesem Kochbuch greifen würde.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 10.02.2025

Eine wirklich enttäuschende Auflösung

4 Nächte - Fürchte die Dunkelheit
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Worum geht’s?
Anwalt Marc ist mehr als nur überrascht, als er gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einigen Kollegen zu einem Survival-Camp mitten im Wald geschickt wird. Zwischen Teambuilding und Burn-Out-Prävention ...

Worum geht’s?
Anwalt Marc ist mehr als nur überrascht, als er gemeinsam mit seinem älteren Bruder und einigen Kollegen zu einem Survival-Camp mitten im Wald geschickt wird. Zwischen Teambuilding und Burn-Out-Prävention kommt es jedoch schnell zu mysteriösen Vorfällen – und als die erste Leiche gefunden wird, muss sich nicht nur Marc fragen, wer da eventuell noch so alles im Wald unterwegs ist.


Meine Meinung
An dieses Buch hatte ich tatsächlich relativ hohe Erwartungen, was nicht nur daran lag, dass die Geschichte sehr spannend klang, sondern auch daran, dass meine von Büchern nur eher schwer zu begeisternde Schwester den Autor wirklich gut fand. Die Umsetzung hat mich dann aber leider enttäuscht, auch wenn ich beim Lesen definitiv keine Langeweile hatte.

Das Setting an sich fand ich zunächst sehr spannend, da ich Geschichten mit „zivilisationsfernen“ Handlungsorten und den damit einhergehenden besonderen Gegebenheiten in letzter Zeit unglaublich gerne lese.

Bereits von den Figuren war ich dann leider schon nicht mehr überzeugt, was ich allerdings beim Lesen tatsächlich überraschend gut ausblenden konnte. Leider waren weder Protagonist Marc, noch sein Bruder Jens für mich irgendwie greifbar, da ihnen meiner Meinung nach konkrete Charaktereigenschaften gefehlt haben und ich ihr Handeln auch vor den Hintergründen der Geschichte mitunter einfach nicht nachvollziehen konnte. Darüber hinaus haben beide dezent manisch auf mich gewirkt, was man bei Marc ja noch halbwegs nachvollziehen konnte, das Verhalten von Jens konnte ich aber bis zum Schluss einfach nicht logisch erklären.

Der Spannungsbogen und die eingesetzten Effekte haben bei mir interessanterweise trotzdem ihr Ziel erreicht, denn beim Lesen kam bei mir trotz der teils unlogisch handelnden und seltsam wirkenden Figuren keine Langeweile auf und ich hatte auch nicht das Bedürfnis, das Buch abzubrechen. Insbesondere vor diesem Hintergrund kann ich daher über das Ende leider nur den Kopf schütteln, da ich die Zusammenhänge als ziemlich an den Haaren herbeigezogen empfunden habe und definitiv nicht den Eindruck hatte, dass diese Auflösung der aufgebauten Spannung gerecht werden konnte.


Fazit
Meine Erwartungen an diese Geschichte konnten leider nicht erfüllt werden, wobei mir das Ende als besonders enttäuschend in Erinnerung geblieben ist. Während des Lesens wollte ich zwar immer wissen, wer oder was hinter den Ereignissen im Wald steckt, da ich über die Auflösung dann allerdings nur den Kopf schütteln konnte, wende ich mich in Zukunft lieber anderen Büchern zu.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2025

Eine spannende Idee mit verschenktem Potenzial

Anna O.
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Worum geht’s?
Dr. Benedict Prince steht vor dem spannendsten Fall seiner Karriere, als er mit der Betreuung der Komapatientin Anna Ogilvy beauftragt wird. Anna befindet sich seit vier Jahren in einem komatösen ...

Worum geht’s?
Dr. Benedict Prince steht vor dem spannendsten Fall seiner Karriere, als er mit der Betreuung der Komapatientin Anna Ogilvy beauftragt wird. Anna befindet sich seit vier Jahren in einem komatösen Zustand, seit genau der Nacht, in der sie blutüberströmt neben zwei Leichen gefunden wurde. Als Hauptverdächtige in diesem Mordfall wäre ihre Aussage von extremer Wichtigkeit, doch abgesehen von Benedict glaubt niemand daran, dass Anna aufwachen könnte – und dass sie vielleicht doch nicht die einzige Verdächtige ist, wie Polizei und Öffentlichkeit so gerne glauben wollen.


Meine Meinung
Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, war ich mir selbst als eingefleischter Krimi- und Thrillerfan nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch eigentlich halten soll. Die Idee und insbesondere das Schlafthema fand ich aber trotzdem sehr spannend, weshalb die Geschichte dann doch recht schnell auf meiner Wunschliste gelandet ist.

Das Hörbuch an sich hat mir dann auch recht gut gefallen, ich bin schnell in die Handlung reingekommen und hatte beim Zuhören keine Probleme damit, der Geschichte zu folgen. Was ich dann allerdings bei aller Spannung durchaus ein wenig schade fand, war die Oberflächlichkeit, mit der die Geschichte erzählt wurde. Obwohl die Zeitspanne eigentlich recht lang ist, hatte ich nicht das Gefühl, die Figuren wirklich kennenzulernen, da es immer wieder relativ große Sprünge gab, deren Inhalt allerdings völlig unerwähnt geblieben ist.

Insbesondere während der Rückblenden wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt, da ja eigentlich genau diese das wirklich Spannende an der Geschichte waren. Trotz der kurzen Episoden aus der Tatnacht konnte sich der Spannungsbogen in meinen Augen aber einfach nicht konstant auf einem hohen Niveau halten, was für mich beim Zuhören leider eine ziemliche Berg-und-Tal-Fahrt ergeben hat.

Was ich schlussendlich dann allerdings richtig seltsam fand, war die Auflösung der Geschichte. Einerseits ist es ja eigentlich ein ziemlich gutes Zeichen, wenn man als Leser bzw. Hörer erst zum Schluss darauf kommt, wer denn nun tatsächlich ein Antagonist, ein Täter oder ein Lügner ist. In diesem Fall kam mir die Auflösung aber sehr an den Haaren herbeigezogen vor, zumal die Figur vorher eigentlich keine Rolle für die Geschichte gespielt hat und daher bei mir den Eindruck erweckt hat, als wäre diese schlussendliche Wendung aus der Not heraus geboren worden und nicht das Ergebnis eines sorgfältig ausgearbeiteten Spannungsbogens.


Fazit
Ich persönlich fand die Geschichte an sich durchaus spannend erzählt und hatte beim Zuhören definitiv keine Langeweile. Die Auflösung kam mir dann aber fast schon absurd vor, was sicherlich nicht der Fall gewesen wäre, wenn die Antagonistenfigur nicht praktisch aus dem Nichts heraus als Antagonist offenbart worden wäre.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Eine Geschichte zum Kopfschütteln

Love Letters to a Serial Killer
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Worum geht’s?
Als im Umkreis von Atlanta gleich vier Frauen ermordet aufgefunden werden, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Aufgebracht beschließen die Nutzer eines True-Crime-Forums, sich der Sache anzunehmen ...

Worum geht’s?
Als im Umkreis von Atlanta gleich vier Frauen ermordet aufgefunden werden, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Aufgebracht beschließen die Nutzer eines True-Crime-Forums, sich der Sache anzunehmen – so auch Hannah, die jedoch schnell eher vom Täter als von den Taten fasziniert zu sein scheint.


Meine Meinung
Die Geschichte an sich hätte wirklich packend werden können, vor allem da der Klappentext selbst für das Genre Thriller durchaus unkonventionell klang. Von der Umsetzung bin ich jetzt im Nachhinein aber leider weniger begeistert als erwartet, da zumindest die erste Hälfte der Geschichte mir einiges an Durchhaltevermögen abverlangt hat.

Der Hauptgrund dafür war tatsächlich Protagonistin Hannah, mit der ich einfach nicht warm geworden bin. Da ich selber großer True-Crime-Fan bin, hätte ich eigentlich mit Gemeinsamkeiten oder zumindest ein paar Identifikationspunkten gerechnet, ihre Gedankengänge und Verhaltensweisen konnte ich dann aber leider überhaupt nicht nachvollziehen. Besonders nervig fand ich ihren Hang zu extremem Verhalten, vor allem in Bezug auf die „Beziehungen“ die sie führt. Im Grunde stalkt sie dabei einfach nur Typen, mit denen sie kurz etwas hatte und wundert sich dann, warum diese ihr nicht ihre ewige Liebe gestehen und sie zum Mittelpunkt ihres Lebens erklären.

Diese extreme Selbstbezogenheit zieht sich durch das gesamte Buch und prägt praktische jede Entscheidung, die Hannah trifft. Beim Lesen möchte man dabei am liebsten abwechselnd einfach nur noch den Kopf und die Protagonistin schütteln, denn dass die auf einen Serienmörder gerichtete Obsession in etwas anderem als einer Katastrophe endet, kann man sich nur schwer vorstellen.

Die zweite Hälfte des Buches fand ich dann rein in Hinblick auf die Lesegeschwindigkeit wesentlich angenehmer, da ich deutlich schneller voran gekommen bin und mich trotz der immer wieder sehr abstrus anmutenden Handlung verhältnismäßig gut unterhalten gefühlt habe. Gesprächsstoff und Unterhaltung konnte die Geschichte also definitiv bieten, ein Lesehighlight sieht für mich jedoch schon allein qualitativ leider etwas anders aus.


Fazit
Auch wenn der Inhalt dieser Geschichte eigentlich eher zum Kopfschütteln einlädt, hatte ich zumindest ab der zweiten Hälfte doch Spaß beim Lesen. Um über das unsinnige Verhalten und die eher nervtötende Art der Protagonistin hinwegzusehen muss man dann allerdings eventuell beide Augen zudrücken – oder die Frustrationstoleranzgrenze eines Friedensnobelpreisträgers besitzen und dabei ignorieren, dass es in der heutigen Gesellschaft vermutlich wirklich Menschen gibt, die wie Hannah denken könnten.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Nette Idee, aber kein Highlight

Alles gut
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Worum geht’s?
Jess wähnt sich schon auf dem aufsteigenden Ast, als sie einen Job bei Goldman Sachs bekommt. Als junge schwarze Frau hat sie es dort jedoch alles andere als leicht, denn der ideale Banker ...

Worum geht’s?
Jess wähnt sich schon auf dem aufsteigenden Ast, als sie einen Job bei Goldman Sachs bekommt. Als junge schwarze Frau hat sie es dort jedoch alles andere als leicht, denn der ideale Banker ist noch immer weiß, männlich und im mittleren Alter – mit einer Ausnahme. Ausgerechnet Josh, mit dem sich Jess schon auf der Universität nicht verstanden hat, ist die große Nachwuchshoffnung des Unternehmens, und auch im Arbeitsleben fliegen zwischen den beiden weiterhin die Fetzen, bis sich beide nicht mehr ganz sicher sind, ob das noch Feindschaft, oder nicht doch schon Gefühle zwischen ihnen sind.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich wirklich zwiegespalten in meiner Bewertung, da ich mir auch nach etwas längerer Bedenkzeit nicht sicher bin, was ich von dieser Geschichte eigentlich halten soll. Zu lesen fand ich das Buch insgesamt allerdings tatsächlich sehr nett, auch wenn das vermutlich ein recht seltsamer Ausdruck für meinen Eindruck von dieser Geschichte ist.

Die Geschichte an sich klang im ersten Moment ziemlich interessant, da ich Enemies-to-Lovers wirklich gerne lese. Im Verlauf der Handlung hatte ich dann allerdings bis zum Schluss eher das Gefühl, dass eigentlich nur eine Vorgeschichte erzählt wird und ich darauf warten würde, dass die eigentliche Geschichte losgeht, was vor allem an den irgendwie zufällig wirkenden Zeitsprüngen und dem eher episodenhaften Erzählstil gelegen hat.

Mit den Figuren konnte ich dann leider auch nur bedingt etwas anfangen, da mir die Gestaltung beider Protagonisten nicht wirklich gefallen hat. Am meisten gestört hat mich, dass der Beziehung der beiden kein spürbarer Funke vorausgegangen ist, der die Anziehung zwischen ihnen irgendwie erklärt hätte, da ich so auch mit der Liebesgeschichte nicht wirklich mitfiebern konnte.

An Jess fand ich leider sehr anstrengend, dass sie überwiegend wie ein bockiger Teenager auf mich gewirkt hat und Konfliktsituationen, insbesondere wenn es dabei um eine Meinungsverschiedenheit oder einen Streit mit Josh ging, nicht abschließend geklärt wurden. Josh war in diesem Punkt in meinen Augen zwar auch nicht besser, bei ihm hatte ich aber eher den Eindruck, als würde er Probleme einfach immer ignorieren und so tun, als wäre nichts passiert.

Die Idee dieses Buches und die Gesellschaftskritik sind für meinen Geschmack daher leider etwas zu sehr an der Umsetzung der Geschichte gescheitert, was ich wirklich schade fand. Auf der anderen Seite habe ich das Buch aber wirklich flott gelesen, ohne mich dabei zu langweilen, weshalb ich der Autorin mit einer anderen Geschichte auf jeden Fall noch mal eine Chance geben möchte.


Fazit
Trotz der guten Ansätze waren die Protagonisten dieser Geschichte leider nicht mein Fall, was mich beim Lesen nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Trotzdem fand ich das Buch nicht schrecklich zu lesen, was in meinen Augen immerhin einen Teilerfolg darstellt und mir die Autorin zumindest für die Zukunft noch als Option offen hält.

Dafür vergebe ich knappe drei Bücherstapel.

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